Hiatus

Ich bin jetzt drei Wochen weg. Keine Arbeit, kein Internet, (so gut wie) kein Telefon. In der Pampa, unerreichbar, allein mit meinen Gedanken und Büchern und dem Meer. Wahrscheinlich werden auch andere Menschen da sein, aber egal. Ich werde diesen Blog nicht checken, ich nehme ja nicht mal den Laptop mit. Damit ich auch wirklich entspanne.

Aber ich hatte ein paar Gedanken in den letzten Tagen (und Wochen) und ich will ja auch das normale Programm nicht vorenthalten. Deswegen habe ich mindestens zwei Beiträge geplant für die Zeit, in der ich weg bin. Ich kann allerdings nicht darauf kommentieren, denn ich bin ja nicht da. Menschen können aber lesen und gerne Kommentare hinterlassen. Ich antworte dann später. In der Zwischenzeit schaffe ich Raum für neue Gedanken und damit dann auch neue Gedanken, die ich hier hinterlassen kann. Zu Liebe, Glück und Klassenzugehörigkeit. (Ich finde, das passt wunderbar zusammen.)

Cheers!

Advertisements

Urlaub is calling

Das letzte Mal, dass ich richtig im Urlaub war, war 2011, als ich mit meinen Eltern und Bubu in den USA war. Das war auch anstrengender Urlaub, weil es ein Familienurlaub war, aber tatsächlich das letzte Mal, dass ich so eine richtige Auszeit hatte, mehr als ein paar Tage, nämlich ganze zwei Wochen! Das ist jetzt fast sechs Jahr her (das war nämlich im April) und seitdem hatte ich keinen richtigen Urlaub mehr.

In der Zwischenzeit war ich zehn Monate in Palästina, zwei Wochen in Frankreich (Hochzeitsvorbereitung von Ju), zwei Wochen in Litauen (Hochzeit von F.), ein paar Tage in Weimar, im Kloster, in Paris, in Berlin, einen Monat in Litauen (Sommerschule), ein paar Tage in Brighton und ein paar Tage im Schwarzwald (und Umgebung, falls der Schwarzwald eine Umgebung haben kann). Das Problem ist nicht, dass ich mich nicht von meinem Wohnort wegbewege. Das kommt durchaus vor. Das Problem ist, dass ich immer wss zu tun habe. Auch Hochzeitsvorbereitungen sind leider kein Urlaub. Teilweise waren diese Ausflüge sogar urlaubsartig. Mein Wunsch und Bedürfnis ist aber, mal wieder zwei Wochen nichts zu tun zu haben. Das ist mit gefühlter Freiberuflichkeit schwierig, wegen dem ganzen schlechten Gewissen, aber es wäre echt mal angebracht. Ich habe so viele Sachen zu erledigen und zu organisieren, damit mein Leben irgendwie läuft, dass ein richtiger Urlaub, nur mit Wandern, Lesen und rumhängen, wirklich schön wäre.

Deswegen starte ich dieses Jahr zwei Versuche. Falls es mit Jobs nicht klappt (die Hölle der Warterei hat auf jeden Fall begonnen) und es finanziell trotzdem stimmt, kann ich im Juni nach Polen fahren, mit Freund*innen. Falls es mit Jobs klappt, will ich trotzdem im Juni nach Polen fahren, aber dann muss ich erstmal Urlaub bekommen. D. und ich wollen außerdem nach Tunesien, aber erst im (Spät-)Herbst. Das ist noch so weit weg, dass es einfach wie ein ferner Traum durch die Gegend schwirrt und mich glücklich stimmt.

Ich merke im Alltag einfach, dass es schon sinnvoll ist, dass Leute Urlaub nehmen sollten. Irgendwan fehlt einfach die Grundenergie, und bei beginnt sie langsam aber sicher auszugehen. Ich weiß, dass manche Menschen das schwer verstehen können, denn seit Jahren bin ich ja „nur“ Studentin, aber dass Studentin in meinem Fach (und wahrscheinlich auch in anderen Fächern) vor allem Arbeit und Lohnarbeit bedeutet, ist den wenigsten klar. Denn auch wenn ich „nur“ Nebenjobs gemacht habe neben dem Studium, dann ist auch das Arbeit. Und ich habe sehr viel gearbeitet. Jetzt ist irgendwann genug. Ein bisschen Ruhe und Frieden wäre gut.

Nennen wir es Urlaub

Es war schön und voll und viel. Viel Fahren, viele Dinge, viel Ruhe, viel Lesen, viel Liebe, viel Reden, viel Landschaft, viel Essen. Mein Kopf ist freier und ich motivierter für die letzten Schritte der Masterarbeit, einen neuen schlecht bezahlten Job, eine vielleicht tolle Ehrenamtlichkeit, den Rest zu erledigende Selbstständigkeit. So sah es aus.

Weiterlesen »