Januar Recap

Diesen Monat hatte ich Konsum-Monat. Zumindest was den Medienkonsum angeht. Ich habe viel gelesen und viel gesehen. Und auch viel gehört, darüber will ich allerdings nicht reden.

Als ich noch unterwegs war, habe ich Gabriel García Márquez‘ Die Liebe in den Zeiten der Cholera gelesen. Das hat mir eine Freundin geschenkt, um dem einseitigen Diskurs über Liebe etwas entgegenzusetzen. Und das tut es tatsächlich. Für mich geht es darum, dass Liebe auch anders laufen kann als das uns aus Filmen bekannte Narrativ. Und es tut gut, diese Dinge zu lesen. Irgendwie tröstlich.

Auch noch unter wegs habe ich Der Sternwanderer von Neil Gaiman gelesen. Da kannte ich schon den Film, und den mag ich sehr gerne. Jetzt habe ich festgestellt, dass ich das Buch noch lieber mag, weil es viel weniger in einfachen Gut-und-Böse-Strukturen funktioniert als der Film.

Außerdem habe ich von Jhumpa Lahiri The Lowland gelesen. Auch eine Geschichte, in der es um Liebe geht, die nicht dem entspricht, was wir vielleicht erwarten. (Auch diese Geschichte setzt dem einseitigen Diskurs über Liebe etwas entgegen.) Die Charaktere sind sehr plastisch und lebensnah und die Entscheidungen, die sie treffen, manchmal zum Verzweifeln, und doch immer verständlich.

Der Essay Die Freiheit, frei zu sein von Hannah Arendt wurde jetzt zum ersten Mal auf Deutsch rausgegeben und stand an der Theke des Buchladens meiner Wahl. Fatal. Ich wollte eigentlich was Anderes kaufen – habe ich auch – und dann habe ich den kleinen Band auch gekauft und an einem Abend durchgelesen. Ich habe nicht alles verstanden und werde ihn dieses Jahr vermutlich auch nochmal lesen. Dann mehr dazu.

Gerade habe ich zum zweiten oder dritten Mal Der goldene Kompass von Philip Pullman gelesen. Ichweiß nicht so ganz genau, wann ich die Bücher das erste Mal gelesen habe, aber ziemlich schnell nach dem Veröffentlichen, würde ich vermuten. Jetzt hat Pullman ein neues Buch geschrieben, das in der gleichen Welt spielt (und das habe ich mit dem Essay gekauft oder umgekehrt) und das habe ich zum Anlass genommen, die Trilogie nochmal zu lesen. Ich mag die Bücher nach wie vor. Ich sehe mittlerweile teilweise rassistsche und sexistische Züge. Ich kann die Fragen, die das Buch stellt trotzdem wertschätzen und ich würde es nach wie vor jeder*m empfehlen.

Gesehen habe ich auch einige Dinge. Als ich noch weg war habe ich She’s gotta have it gesehen, eine 10-teilige Serie von Spike Lee, in der es um eine polyamouröse, Schwarze Künstlerin in Brooklyn geht. Ich mochte die Serie gerne, Nola Darling, die Hauptfigur ist mir ans Herz gewachsen. Aus meiner Sicht geht es momentan noch mehr um Polygamität als Polyamorie, vielleicht ist das auch fließend? Auf jeden Fall auch etwas Anderes als der ewige heteronormative Mainstream. (Mir tun diese Dinge gerade gut. Daher häufen sie sich.)

Mit Mister S. habe ich außerdem einige Folgen von Friends geguckt, was nun dazu geführt hat, dass ich mal bei Staffel 1 angefangen habe. Ich habe auch früher immer nur sporadisch Folgen von Friends gesehen. Wofür gibt es Netflix, wenn nicht, um Friends und Star Trek zu gucken?

Denn Star Trek: Discovery gucke ich auch noch, wobei ich mich manchmal frage, was ich eigentlich davon halte. Not so sure. Es wird sich zeigen. Außerden geht Grey’s Anatomy weiter. <3

Dann saß ich irgendwann im Flugzeug und habe zwei Filme geguckt, beide mit Jennifer Lawrence: Joy, wo es um eine Frau ging, die ein Patent entwickelt hat und ihr Produkt verkaufen wollte. Ich glaube, den Film mochte ich auch vor allem deshalb, weil Jennifer Lawrence mitgespielt hat und weil es um eine Frau ging, bei der es nicht um eine Liebesgeschichte ging. Der zweite Flugzeugfilm war Passengers (nämlich auch mit JL). Der war … vorhersehbar. Ich habe da ein Video gesehen, was gute Vorschläge macht, wie der Film interessanter sein könnte.

In der Sneak gab es The Disaster Artist, den ich eigentlich nicht sehen wollte. Nun ja, jetzt habe ich ihn gesehen. Ich weiß immer noch nicht genau, was ich von dem Film halten soll. Ich fand ihn phasenweise lustig, und teilweise einfach nur unglaublich traurig. Ob er gut oder schlecht war, keine Ahnung. Ich bin vor allem verwirrt. Und dann lief Darkest Hour bei uns im Kino in der OV, den habe ich dann auch noch gesehen. Gary Oldman war ziemlich grandios. Teilweise war der Film szenisch echt gut gemacht, und hatte starke Bilder. Und wir haben danach viel darüber diskutiert, wie ambivalent Churchill ist und wie viel eins ihn kritisieren kann. Und er hat fragwürdige Entscheidungen getroffen, ohne Frage, und gleichzeitig möchte ich gar nicht wissen, was gewesen wäre, wenn Großbritannien sich nicht gegen Hitler gestellt hätte.

Zu guter Letzt war ich diesen Monat noch im Theater und habe die letzte Vorstellung von Nathan der Weise gesehen. Das wollte ich schon seit nem Jahr sehen, weil ich das Stück gerne mag, und ich mochte auch die Aufführung hier. Es waren sehr viele Schulklassen da und ich habe gemerkt, dass viele der Schüler*innen noch nicht (oft) im Theater waren, denn sie waren teilweise echt irritiert und überfordert von dem Geschehen und am Ende auch genervt, dass sie so viel klatschen sollten und die Schauspieler*innen sich so oft verbeugt haben.

So. Wow. Ich bin selber überrascht, wieviel ich dieses Jahr schon an Medien zu mir genommen habe, und das alles neben emotionalem Chaos und viel Organisation und Arbeit.

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Dezember Recap

Ich bin an einem Ort, an dem es keine Umlaute gibt, was diesen Beitrag zu einem ohne Umlaute macht. (Schlau.) Meinen eigenen Computer habe ich weiserweise nicht mitgenommen, was mir sicherlich einiges erspart hat bei der Einreise, wenngleich es trotzdem anstrengend und furchtbar war. Aber genug davon. Ich habe beschlossen, da ich nicht an Silvester glaube (und es ist eine Glaubensfrage), dass ich mir auch den ganzen Jahresrueckblicksscheiss spare. Ich mache ja schon Monatsrueckblicke, das muss reichen.

Dezember ist immer der schwierigste Monat. Sowieso, und schon laenger. An Weihnachten passiert einfach nicht viel Gutes, obwohl immer was Anderes behauptet wird. Ich hatte die Befuerchtung, dass ich jedes Jahr darueber schreibe, wie furchtbar ich den Dezember finde, musste dann feststellen, dass ich es letztes Jahr nicht getan habe, was heisst, dass ich es dieses Jahr darf. Ha.

Dezember ist doof. Vor elf Jahren ist M. gestorben und vor sieben Jahren war da dieses Ding, ueber das ich hier nicht rede, was mir aber Weihnachten ein fuer alle mal versaut hat. Seitdem lote ich jedes Jahr von Neuem aus, was geht und was nicht. Dieses Jahr ging ein Weihnachtswochenende mit der engsten Familie. Seitdem bin ich weg, und das ist auch gut so. Noch mehr als eine Woche bin ich weg. Ich bin an einem Ort, an dem es mir gut geht. Der reicht, um Abstand zu nehmen, und der mich erinnert, wie reich und gross das Leben ist. Dafuer jetzt Schluss mit der Pathetik. Auch dieses Jahr an Weihnachten ein Todesfall. So ist das Leben. Traurig und gluecklich liegen sehr nah beieinander. Manchmal gleichzeitig. Darueber habe ich definitiv schon geschrieben. Jetzt aber:

Gesehen habe ich Harry Potter and the Philosopher’s Stone sowie Harry Potter and the Chamber of Secrets. Wie wir darauf gekommen sind, weiss ich nicht genau, aber beide mit Mitbewohnerin L. Passte irgendwie zu Weihnachten. Ausserdem Star Wars: The Force Awakens (um mich wieder zu erinnern, was eigentlich passiert ist) und Star Wars: The Last Jedi im Kino in der Mitternachtspremiere, denn was muss, das muss. Mit Mitbewohnerin C. Ich gehoere zu den Menschen, die den neuen Star Wars mochten. Ich haenge nicht so sehr an Traditionen. Abgesehen von dieser: Love Actually musste dieses Jahr sein, weil es jedes Jahr sein muss. Was waere Weihnachten ohne? Ausserdem war ich in der Sneak (letzte Sneak des Jahres) und habe Wonder gesehen. Der Film war genauso kitschig wie das Buch. Passte irgendwie auch zu Weihnachten, auch wenn es manchmal ein bisschen zu viel war.

Ich habe ungefaehr eine Folge Pretty Little Liars gesehen, und circa vier Folgen The Blue Planet (eine BBC-Doku ueber den Ozean, die ich wirklich sehr empfehlen kann).

Gelesen habe ich Kara Günlük (die Umlaute sind noch von meinen Notizen) von Mutlu Erguen. Hat mir sehr gefallen. Ich habe nicht wirklich was Neues gelernt, aber ich fand’s witzig und interessant geschrieben. Ausserdem habe ich Boys don’t cry – Identitaet, Gefuehl und Maennlichkeit von Jack Urwin gelesen. Auch hier habe ich nicht all zu viel Neues gelernt. War eine interessante Perspektive und kann ich als Einsteigerbuch schon empfehlen.

Das war der Dezember. Heute bin ich zum Mittagessen eingeladen. Ansonsten habe ich noch keinen Plan. Wahrscheinlich tue ich so, als waere ich nicht da. Vielleicht werde ich auch aus Hoeflichkeit gezwungen, doch Silvester zu feiern. Das wird sich zeigen. Ich bin da ganz entspannt.

November Recap

Ich bin total müde und der Post schon einen Tag zu spät, deswegen halte ich mich kurz.

Diesen Monat habe ich zwei Filme gesehen, beide in der Sneak: Suburbicon lief Anfang des Monats und war meiner Meinung nach eine ziemlich gut gemachte Metapher. Schwer anzugucken aufgrund der ganzen Gewalt auf allen Ebenen. Wind River lief Ende des Monats und war aufgrund der ganzen Gewalt auch sehr schwer anzusehen (hier scheint es eine Kontinuität zu geben). Ich fand den Film etwas zynisch, da er Native American Women gewidmet war, und die Geschichte sich dann doch um mehrere Männer und ihre (nicht verarbeiteten) Emotionen drehte. Wenn eins sich noch nie damit beschäftigt hat, regt der Film sicher dazu an, sich mal mehr mit der Gewalt gegen Native American Women in den USA zu bechäftigen, was ein stark unterrepräsentiertes Thema ist.

An Serien habe ich einiges geguckt oder wieder angefangen. Wie immer Grey’s Anatomy. Das ist jetzt allerdings in der Winterpause. Dann habe ich wieder angefangen, Teen Wolf zu schauen, die 5. Staffel habe ich durch, die 6. Staffel zur Hälfte. Und dann ist es bald vorbei. Außerdem Star Trek: Discovery, das ist jetzt auch in Winterpause. Von Rita habe ich noch eine Folge geguckt, irgendwie finde ich die Serie doch anstrengend und gucke sie vermutlich nicht weiter. Dann habe ich Pretty Little Liars wieder aufgenommen. Da bin ich gerade in Staffel 4. Und auf Empfehlung habe ich die erste Folge von Good Girls Revolt geguckt, da werde ich auf jeden Fall weitermachen.

Ich habe im November nur ein einziges Buch gelesen und zwar Schmerzliche Heimat – Deutschland und der Mord an meinem Vater von Semiya Şimşek. Das Buch war sehr gut und berührend und erschreckend. Da schreibe ich entweder Ende des Jahres nochmal mehr zu, oder vielleicht schon vorher. Jetzt bin ich zu müde, um kohärente Gedanken dazu zu verfassen.

An Musik möchte ich zwei Dinge empfehlen. einmal habe ich Jessie Ware sehr ins Herz geschlosen und es gibt eine tolle Live-Aufnahme von ihr, die ich nur empfehlen kann.

Und dann ist da ja noch Adele. Dazu habe ich ja in meinem letzten Post schon was gesagt, und mehr ist dem auch nicht hinzuzufügen. Ihren Auftritt in der Royal Albert Hall gibt es auf youtube.

Oktober Recap

Diesen Monat kam wirklich nicht viel von mir. Das liegt daran, dass ich viel mit mir selbst beschäftigt bin und war, und dass ich meine Trauer nicht öffentlich machen kann, oder will. So kompliziert ist das Leben.

Ich schiebe noch ein Buch nach, was ich eigentlich schon im September gelesen habe, was mir aber durchgerutscht ist, Willful Creatures von Aimee Bender. Das ist eine Sammlung von Kurzgeschichten und wie mit allen Sammlungen von Kurzgeschichten gibt es welche, die ich sehr mochte, und andere, mit denen ich nichts anfangen konnte. Ich mag ihre Art zu schreiben, deswegen habe ich die Kurzgeschichten überhaupt erst angefangen, und ich finde, sie hat sehr absurde und dadurch spannende Ideen.

Parallel habe ich Conflict is not Abuse: Overstating Harm, Community Responsibility, and the Duty of Repair von Sarah Schulman gelesen. Wie der Titel schon sagt geht es in dem Buch um Konflikte und wie wir sie lösen bzw. wie wir als Gesellschaft nicht gelernt haben, adäquat mit Konflikten umzugehen und sie überhaupt zu lösen, sondern wie wir uns immer wieder von Menschen abwenden und sie ausschließen über Konflikte, die eigentlich lösbar wären. Sie hat sehr beeindruckende Ideen, die mir sehr zugesagt haben in dem Prozess, in dem ich mich gerade befinde. Und ihre Analysen finde ich ebenfalls ziemlich überzeugend.

Von einer Freundin habe ich noch We love Code – Das kleine 101 des Programmierens von Julia Hoffmann und Natalie Sontopski ausgeliehen. Das las sich sehr schnell weg. Ich habe in den letzten Monaten angefangen, die Programmiersprache Python zu lernen und mich mehr mit dem Thema Programmieren und IT zu beschäftigen. Ich habe auch gemerkt, dass mir das ziemlich viel Spaß macht und da kam dieses Buch gerade recht.

Weil ich im September zum ersten Mal seit Monaten oder Jahren etwas Geld am Ende des Monats übrig hatte, habe ich mir noch den Gedichtband Milk & Honey von Rupi Kaur gekauft. Den habe ich auch innerhalb von wenigen Tagen weggelesen, weil ihre Gedichte sehr kurz und zugänglich sind. Einige davon haben mich in meinem Zustand gerade sehr berührt.

Auf einer Konferenz habe ich die Doku On the Bride’s Side von 2014 gesehen. In dem Film geht es um Geflüchtete, die getarnt als Hochzeitsgesellschaft ihren Weg von Italien nach Schweden zu machen versuchen. Ich wollte den Film schon länger sehen, und war deswegen froh, dass er gezeigt wurde. Der Film ist sehr gut, und sehr berührend. Ich habe mehrmals geweint, und wieder einmal festgestellt, dass ich mich jetzt schon seit zehn Jahren mit Flucht beschäftige und sich in den letzten Jahren die Situation für Geflüchtete nur verschlimmert hat. Das Thema macht mich immer noch so wütend, und lässt mich fassungslos zurück, wenn ich manchmal menschliche Reaktionen darauf mitbekomme. Wie hat eine andere Teilnehmerin so treffend gesagt? Das Thema lässt die schlimmsten Seiten von Menschen hervorkommen.

Und dann habe ich mit meiner Schwester noch The Glass Castle gesehen. Meine Meinung dazu ist noch nicht ausgeformt, also zu der Message des Films. Den Film fand ich schön und schrecklich.

An Serien habe ich ein paar Sachen geguckt. Ich habe ja angefangen Star Trek: Discovery zu gucken und folge der Serie immer noch. Ich habe es letztens irgendwo online gelesen und es ist mir auch selber aufgefallen: die Klingon*innen sind unglaublch rassifiziert und mit Stereotypen behaftet, dass ich mich wirklich frage, wie das im 21. Jahrhundert noch möglich ist. Ich habe noch keinen guten Artikel dazu gefunden, aber wenn ich das tue, dann werde ich den auch mal verlinken.

Dann gucke ich weiter Grey’s Anatomy, da die neue Staffel jetzt angelaufen ist. Dazu sage ich nichts, weil das eh meine Feel-Good-Serie ist.

Auch How to get away with Murder geht jetzt weiter. Ich habe die ersten beiden Folgen geguckt, weiß aber noch nicht, ob ich es weiter gucke. Langsam habe ich das Gefühl, dass sich alles wiederholt bzw. es sehr sehr konstruiert geworden ist. Mal schauen.

Außerdem habe ich angefangen Rita zu gucken, eine dänische Serie. Ich weiß nicht, ob Rita selbst, die Hauptfigur und Lehrerin, mir so sympathisch ist. Die Fragen, die der Film aufwirft, sind bisher aber ganz spannend und irgendwie mag ich es auch, dem Dönischen zuzuhören, und manchmal sogar Aussprüche verstehen zu können.

Und zu guter Letzt habe ich es auch geschafft, die erste Staffel von A Series of Unfortunate Events zu Ende zu schauen. Ich mag die Serie sehr gerne, ich mag was sie damit gemacht haben und bin gespannt auf die zweite Staffel.

Ich habe noch drei Ideen für Blogeinträge, vielleicht kommen die auch irgendwann mal.

September Recap

Der September war ziemlich durcheinander. Krankheit in der Familie (dazu später mehr) und dadurch bedingt emotionales Durcheinander. Ich werde damit, wie ich finde, ganz gut fertig. Ich finde meinen eigenen Weg dadurch. Irgendwie. Das, was sich richtig anfühlt. Die letzten paar Tage waren so schön, wetter-mäßig, was ich sehr genossen habe. Ich war einfach viel draußen und hatte schöne Gespräche mit Menschen. Und ich habe den Eindruck, dass ich mich selber besser verstehe. Das ist doch auch mal was.

Geschaut habe ich ein paar Sachen, die irgendwie so hintereinander ziemlich random wirken. Auf die Anraten von Mitbewohnerin B. habe ich What the Health geguckt. Eine Doku, in der es um den Zusammenhang zwischen Nahrung und Krankheiten geht. Sehr informativ, die Fakten können auch online auf der Seite des Films nachgelesen werden. (Da wollen sie auch Rezepte und ähnliches verkaufen, weil Menschen ansonsten scheinbar nicht vegan werden können, das kann getrost ignoriert werden).

Auf arte lief die Doku Vererbte Narben – Generationenübergreifende Traumafolgen, in der es um generationenübergreifende Traumata ging. (Duh.) Die habe ich vor allem aus professionellem Interesse geschaut und ein paar Anregungen für meine Arbeit mitgenommen.

In der Sneak Preview haben sie diesen Monat Logan Lucky gezeigt. Es war ein sehr weißer Film, aus dem US-amerikanischen Mittleren Westen. Ganz einfache Unterhaltung, von den Machern von Ocean’s Eleven. Es gab nicht viel zu denken, manchmal waren die Menschen im englischen Original schwer zu verstehen, und daher war es für mich ganz nette Unterhaltung.

Dann habe ich auch A Series of Unfortunate Events weiter geguckt, allerdings bin ich mit der ersten Staffel immer noch nicht ganz durch. Mir gefällt die Serie bisher sehr gut. Sie weicht von den Büchern ein wenig ab (dies nur als Warnung für andere Menschen, die das vielleicht gucken wollen). Und meine Mitbewohnerin und ich haben endlich Summer und Fall von den Gilmore Girls geschaut und sind damit durch. Ich war ja schon gespoilert, was das Ende der Serie angeht, und deswegen nicht überrascht. Ich finde, Emily hat eine grandiose Charakterentwicklung bekommen, und ich schätze sie als Charakter sehr.

Mit Mitbewohnerin L. habe ich dann noch Trevor Noah – Afraid of the Dark (sein neuestes Comedy-Programm, wenn ich richtig informiert bin) und Trevor Noah – You laugh but it’s true (eineDoku über sein Leben in Südafrika von 2011(?)) geschaut. Beides sehr empfehlenswert.

Und dann! Habe ich im Internet gesehen! Dass es eine neue Serie gibt! Star Trek: Discovery! Okay, viele Ausrufezeichen. Damit ist jetzt Schluss. Ich bin erstmal bescheiden begeistert. Bisher gibt es nur zwei Folgen. Es bleibt also abzuwarten.

Gelesen habe ich offenbar zwei Bücher. Erst habe ich von Sara Ahmed Living a Feminist Life gelesen. Da ich sie ja sowieso als Autorin und Philosophin sehr schätze, hat mir auch dieses Buch von ihr gefallen. Sehr ermutigend, besonders die Killjoy Toolbox und das Killjoy Manifest haben mir gut gefallen. Alles Andere war mir nicht besonders neu. Gut geschrieben, ich mag ihre Art zu schreiben immer noch.

Und weil ich in letzter Zeit so viele Sachbücher oder politische Bücher oder philosophische Bücher gelesen habe, wollte ich auch mal wieder etwas Leichteres lesen. Deswegen habe ich Tintenherz von Cornelia Funke und London von Christoph Marzi gelesen. Ersteres kenne ich schon, habe es bestimmt schon drei Mal gelesen und mag es immer noch. Zweiteres ist neu, von meiner Mama entwendet und hat mir so ganz okay gefallen. Es liest sich schnell weg, war mir gleichzeitig ein bisschen zu oberflächlich und dadurch waren nicht alle Aktionen und Reaktionen der Charaktere gut nachvollziehbar. Wer die Serie aber mag, so wie ich, freut sich wahrscheinlich, die bekannten Charaktere wiederzutreffen, so wie ich.