November Recap

Es is schon der erste Advent. (Dann geschrieben, zu spät veröffentlicht.) So schnell geht das Jahr vorbei. Es hat gefühlt gerade erst angefangen. Und aus dem Zug habe ich gerade zwei Rehe am Wegesrand gesehen und mich gewundert, dass diese Tiere einfach noch so rumlaufen, am Wegesrand, außerhalb von ausgezeichneten Gehegen.

Ich war krank, zehn Tage lang, und gefühlt habe ich daher viel geguckt. Ich habe mich auch ein bisschen zurückgezogen, wobei das ja schon fast nichts Neues mehr ist. Ich habe die erste Staffel La Casa de las Flores zu Ende geguckt. Ich fand’s sehr unterhaltsam und erstaunlich herzerwärmend. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Für mich, die ich in der Thematik nicht so drin stecke, fand ich die Serie sehr transfreundlich. Auch das hatte ich nicht so erwartet. Diesen Monat habe ich es dann auch mal geschafft, La Casa de Papel zu Ende zu schauen. Es hat mir gefallen, die Serie auch ein bisschen zu strecken und nicht so durchzugucken. Sehr aufregende Serie, tat mir gut. Beim Gucken der beiden Serien lerne ich ein bisschen Spanisch, ist vielleicht auch nicht schlecht, carinho. Außerdem habe ich Elementary weiter geguckt, und bin jetzt mit der fünften Staffel durch. Es gibt noch eine sechste, aber gerade noch nicht auf Netflix, deswegen habe ich mal eine Pause eingelegt. Die nächsten Krimi-Serien stehen schon auf meiner Liste, es bleibt also ein Genre, was ich irgendwie gerne gucke. Mit J. habe ich angefangen, Avatar zu gucken. Bisher sind wir nicht sonderlich weit gekommen, was mich nicht stört, weil ich die Serie eh kenne. Als ich krank war, habe ich vor allem The Chilling Adventures of Sabrina geguckt. Die Serie hat mir sehr gefallen, es ist eine etwas düstere Neuauflage von Sabrina, total verhext. Mir gefällt das Düstere daran auch ganz gut, und falls sich mal jemensch gefragt haben sollte, was so meine Grenze ist: Diese Serie kann ich noch gut gucken, ohne dass ich alleine Angst habe. Alles danach vermutlich nicht mehr. Dann habe ich wieder regelmäßiger angefangen, mein Französisch bei Duolingo zu üben, und deswegen auch wieder angefangen, Marseille zu gucken, um mein Französisch zu üben. Ich weiß gar nicht so genau, ob ich die Serie eigentlich mag. Ich hab mich mittlerweile an die Charaktere gewöhnt, das passiert allerdings vermutlich automatisch. Ansonsten ist es sehr politiklastig und herausfordernd für meine Französischkenntnisse, weil es viele Fachwörter gibt, die ich nicht kenne, oder nur aus dem Kontext verstehen kann.

Filme habe ich diesen Monat drei gesehen. Zum einen haben wir von dem Verein, in dem ich bin, den Film Blut muss fließen gezeigt. Den kann ich sehr empfehlen. Ich hatte den Film vorher nicht gesehen, sondern nur mal eine Berichterstattung darüber. Es geht dabei um die Rechtsrock-Szene in die Deutschland und wie gefährlich, gewaltbereit und menschenfeindlich die Szene ist. Das Erschreckende an dem Film finde ich, dass er schon Anfang der 2000er Jahre gedreht wurde, bis heute nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt wird, und leider immer aktueller wird anstatt veraltet. Gerade vor dem Hintergrund des NSU ist es interessant, den Film zu sehen, da die drei Hauptverantwortlichen Teil dieser Szene und vermutlich aus dieser Szene heraus unterstützt wurden. Falls der Film also bei Euch in der Gegend gezeigt wird, schaut ihn Euch an, wenn Ihr es ertragen könnt. Dann habe ich im Kino Fantastic Beasts 2 – The Crimes of Grindelwald geguckt. Den Film fand ich sehr enttäuschend. Cinematographisch war der Film wunderschön, tolle Szenerie, schöne Musik. Aber die Geschichte war einfach so schlecht: teilweise hat es keinen Sinn gemacht, JKR bricht ihre eigenen Regeln und ihr selbst aufgestellte Geschichte, und auch die Charakterentwicklung war so schlecht nachvollziehbar. Zudem gab es viele Kopfnickerei an Fans, die ich zwar alle verstanden habe, die ich aber dennoch überflüssig finde, weil sie den anderen Zuschauer*innen in keinster Weise erklärt wurden, noch für die Geschichte irgendwie wichtig waren. Als Letztes habe ich in der Sneak dann Under the Silver Lake gesehen. Den Film fand ich ziemlich schrecklich. Die Kameraführung war unglaublich sexistisch (es könnte vermutet werden, dass das überzeichnet und so gedacht war, aber auch dann sehe ich nicht, was das bringen soll), der Film hat hinten und vorne keinen Sinn gemacht und hat dafür viel zu lange gedauert. Überflüssig.

Letzten Monat habe ich noch das Buch Zoom von Sha’an d’Anthes „gelesen“. Ein sehr schön gezeichnetes Kinderbuch. Nach Monaten habe ich dann auch mal Denken ohne Geländer von Hannah Arendt gelesen, eine Sammlung von Essays ihrerseits. Das war ganz interessant, wobei ich auch nicht alles verstanden habe, weil die Essays teils ohne Kontext entweder des geschichtlichen Kontextes oder ihres Werkes schwer zu verstehen waren. Als einen ersten Blick in ihr Werk fand ich das Buch allerdings gut. Bon Freund*inne hatte ich Alles Gaza von Etgar Keret und Samir El-Youssef ausgeliehen. Dabei handelt es sich um mehrere Kurzgeschichten des israelischen Autors Etgar Keret und eine längere Kurzgeschichte des palästinensischen Autors Samir El-Youssef. Die Geschichten der beiden waren teilweise wirklich sehr seltsam und abgefahren, und dann auch immer wieder sehr lehrreich oder berührend. Danach habe ich The Wicked Deep von Shea Ernshaw gelesen. Es geht dabei um das junge Mädchen Penny, die in einer Stadt wohnt, die jedes Jahr von den Geistern dreier Schwestern heimgesucht wird. Den Ansatz und die Geschichte fand ich gar nicht so schlecht. Allerdings fand ich den Plottwist sehr durchschaubar und der war mir vom zweiten Kapitel an klar. Abgesehen davon finde ich die Prämisse, dass Frauen eine „Heilung“ oder „Rettung“ durch die Liebe eines Mannes finden können etwas unbefriedigend. Außerdem habe ich I felt a Funeral, in my brain von Will Walton gelesen. Das Buch beschäftigt sich mit Trauer und ich mochte den Aufbau des Buches sehr, auch wenn es anfangs sehr ungewohnt war. Auch die anderen Themen, die im Buch vorkommen, sind wichtige Themen, u.a. Alkoholismus und Homosexualität. Die spielen keine vordergründige Rolle, dafür sind sie wie selbstverständlich Teil der Geschichte, das hat mir sehr gut gefallen und fand ich gut gemacht. Und zu guter Letzt habe ich dann endlich Der Klang der Zeit zu Ende gelesen. Das Buch habe ich eigentlich schon Anfang des Jahres angefangen, dann eine lange Pause gemacht und es hetzt relativ schnell zu Ende gelesen. Ein sehr schönes Buch, das ich jetzt zum zweiten Mal gelesen habe. Es geht um Musik, und das Leben einer Familie in den Vereinigten Staaten: die Mutter ist eine Afroamerikanerin und der Vater ein deutsch-jüdischer Flüchtling. Ich kann mich nicht erinnern, wieviel ich beim ersten Lesen von den ganzen Referenzen an Rassismus verstanden habe, vermutlich nicht so viele. Jetzt wahrscheinlich auch immer noch nicht alle. Dafür finde ich, dass das Buch sehr gut die Fragen aufwirft, die auch in der heutigen Gesellschaft immer noch eine Rolle spielen. Die Antworten muss dann jede*r selbst finden.

Das war dieser Monat in Medien.

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Oktober Recap

So. Heute bin ich mal wieder unterwegs, deswegen versuche ich vorher noch, diesen Beitrag rauszuhauen. Dabei läuft meine Loop-Playlist und ich würde lieber tanzen als schreiben. Na ja, dafür ist heute Abend auch noch Zeit.

Here it goes:

Gelesen habe ich Die Rivalin der Götter von N. K. Jemisin, den letzten Band ihrer Trilogie. Der dritte Band hat mir auch sehr gut gefallen. Ich mag ihren Stil und das Übernehmen der verschiedenen Perspektiven, um eine Geschichte über drei Bücher zu erzählen. Und die Auflösung hat mich sehr versöhnt. Dann habe ich We should all be feminists von Chimamanda Ngozi Adichie gelesen. Ein kurzes Büchlein, das ihrem Talk sehr ähnlich ist. War ein Geschenk von S. aus Harvard. <3 Und dann habe ich mir The Children Act von Ian McEwan von K. geliehen, weil wir eigentlich den Film sehen wollten, der aber nur noch auf Deutsch gespielt wurde und dann haben wir es doch nicht gemacht. So war das. Sehr trauriges Buch.

Serienmäßig habe ich so einiges durcheinander geguckt. Es läuft immer noch Elementary, was einfach zu gucken ist, weil Crime. Und ich mag Joan und Sherlock. So there is that. No other reason. Außerdem Grey’a Anatomy. Dafür gibt es grundsätzlich keine andere Begründung außer weil. Die letzten beiden Folgen habe ich allerdings noch nicht gesehen, weil ich das irgendwie verpasst habe und gerade so viel netflixe, weil es bequemer ist. Ha. Außerdem habe ich mit J. die allerallererste Folge Star Trek geguckt, wo es Captain James T. Kirk noch gar nicht gibt. Ich bin sehr dafür, das weiter zu gucken, aber gerade komme ich nicht dazu. Dann hat J. mich dazu angestiftet La Case de Papel zu gucken, die sehr sehr gut und spannend ist und wo immer wieder die Gefahr besteht, einfach immer weiter zu gucken, bis es kein Morgen gibt. Ich verabreiche mir die Serie deswegen in kleinen Dosen, weswegen ich noch nicht durch bin. Kann ich sehr empfehlen. Dann habe ich noch La Casa de las Flores angefangen zu gucken. Das ist eine mexikanische Telenovela, was meinen Hunger nach Drama gut befriedigt. Außerdem sind die Folgen nur 30 Minuten, was mir zugute kommt. Die Serie behandelt auch wichtige gesellschaftliche Themen, was ich einer Telenovela nicht zugetraut hätte, z.B. Transexualität, und ich habe schon mehrmals geweint. Wer Drama mag, kann das gerne gucken. ;)

Filme habe ich diesen Monat auch gesehen. Erstmal habe ich The Incredibles 2 im Kino gesehen. Große Liebe, wirklich große Liebe. Der Film kann auf jeden Fall mit dem ersten mithalten, war sehr lustig, sehr herzerwärmend, und für meinen Geschmack ein bisschen zu vorhersehbar, was ich verzeihe, weil es ein Kinderfilm ist. Jack-Jack for the win. In der WG haben wir einen Filmabend gemacht, wo wir Finding Neverland geguckt haben (nachdem das Gucken der beiden zuerst ausgelosten Filme leider schief gegangen ist). Den kannte ich schon, habe ihn aber lange nicht gesehen. Er ist süß, wenn ich das so sagen darf. Und ich mag Peter Pan ja eh, das ist glaube ich kein Geheimnis. Mit ein paar Bekannten habe ich außerdem Fantastic Beasts and where to find them gesehen. Das ist im Kino irgendwie an mir vorbeigegangen. Ich habe glaube ich auch nichts davon erwartet, bzw. dachte irgendwie, das sei nur Geldmacherei. Ist es vielleicht auch. Jetzt habe ich den Film dennoch gesehen, und ich mochte ihn sehr. Er hat mir Lust gemacht, mal wieder Harry Potter zu lesen. Nicht, dass ich das nicht gefühlt ständig machen würde. Den zweiten wollen wir dann gemeinsam im Kino gucken, darauf freue ich mich schon. Ansonsten war ich doch noch mal in der Sneak, weil C. da ist, und sie das unbedingt wollte. Der Film war diesmal sogar ganz gut, weswegen ich jetzt wieder etwas versöhnt bin mit der Sneak. Allerdings bin ich noch nicht ganz überzeugt, ob es nicht auch C.s guter Einfluss war, der uns den guten Film beschert hat. Nun ja, das wird sich dann die nächsten Male zeigen. Ach so, der Film, den wir gesehen habe, heißt A simple Favor und war ein bisschen creepy, ziemlich lustig und sehr kurzweilig. Ich hätte ihn mir so nie angeschaut, aber würde ihn jetzt bestimmten Leuten durchaus empfehlen. Also, Leuten, die so ein bisschen crime-lastige Dinge mögen, die klamaukig und ein wenig abgedreht sind. Weiß nicht, was das für Leute sind, ich gehöre wohl dazu, denn ich habe viel gelacht.

Zu meinen sonstigen Unternehmungen in diesem Monat kann ich nur sagen, dass ich die einzig verbliebene Chance wahrgenommen und eine Grubenfahrt gemacht habe, auf Prosper-Haniel, der letzten Zeche in Deutschland, die noch läuft. Bis zum 21. Dezember, und dann ist wirklich Schicht im Schacht. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich diese Gelegenheit bekommen habe, das war mir persönlich sehr wichtig, und es war eine faszinierende und sehr lehrreiche Erfahrung.

Anyway. Ansonsten ist das Leben reich an Erfahrungen und voll mit wundervollen Menschen und gesegnet mit Sinnlosigkeit.

September Recap

September war so voll. So voll. Und ich war so voll mit Menschen, dass ich mich viel zurück gezogen habe. Das hat dazu geführt, dass ich viel gelesen und geguckt habe. Keine hochphilosophischen Sachen. Das brauchen ich und mein Gehirn gerade nicht. Wir sind sehr zufrieden mit einfachen Sachen. Simpel. Leicht zu konsumieren.

Zuerst habe ich Sapiens von Yuval Noah Harari gelesen. Das war sehr interessant, gut geschrieben, gut erklärt. Nicht alles war neu, aber ich fand interessant, wie er die Dinge verbunden hat. Das hat mir nochmal ein paar interessante Gedankenanstöße gegeben. (Das war vielleicht kein so leichtes Buch, aber am Anfang des Monats war ich vermutlich noch empfänglicher für kompliziertere Sachen.) Dann habe ich Das Mädchen, mit dem die anderen Kinder nicht verkehren durften von Irmgard Keun gelesen. Irmgard Keun scheint eine interessante Person zu sein, die auf jeden Fall sehr unterhaltsame Kinderbücher geschrieben hat, über unangepasste Mädchen, und deren Bücher deswegen von den Nazis verboten wurden. Ich habe sehr gelacht über das Buch. Schön und kurzweilig. Only Ever Yours von Louise O’Neill habe ich an einem Abend gelesen. Das war, als ich Menschen nicht mehr ertragen konnte und alleine mit einem Buch sein musste. Was passt da besser als ein Young Adult-Buch? Ich mochte die Ideen hinter ihrer Story teilweise echt gerne. Besonders gut geschrieben fand ich’s nicht, eher so, dass ich es schnell lesen konnte. Ziemlich dystopisch, hat mich irgendwie auch ein bisschen an The Handmaid’s Tale erinnert. Von Caragh O’Brien habe ich die Birthmarked-Trilogie gelesen, namentlich Die Stadt der verschwundenen Kinder, Das Land der verlorenen Träume und Der Weg der gefallenen Sterne. Dabei ging es um eine Hebamme in einer dystopischen Zukunft. Ganz gut zu lesen. Ich mochte irgendwie, dass der Protagonistin dieses Mal drei Männer zu Füßen lagen anstatt der obligatorischen Zwei, zwischen denen sie sich dann entscheiden muss. Außerdem waren die Männer wider Erwarten nett zueinander. (Innerlich lache ich über die Zusammenhang der Bücher. Es ging natürlich eigentlich um ganz andere Dinge, nämlich um Gesellschaft und Zusammenleben und Gerechtigkeit. Aber dann gibt es immer diese hineingeschmissene Liebesgeschichte. Was wären Geschichten nur ohne? /sarkasmus) Die letzten beiden Bücher, die ich gelesen habe, sind Die Erbin der Welt und Die Gefährtin des Lichts von N. K. Jemisin gelesen. Auch eine Trilogie, den letzten Band habe ich noch nicht angefangen, aber er wartet schon auf mich. Diese Bücher sind ziemlich gut geschrieben, mit sehr spannenden Charakteren und guter Story. Außerdem gefällt mir, dass jedes Buch um eine andere Protagonistin kreist, um die Geschichte weiter zu erzählen. Das finde ich sehr schön. (Ich bin ein bisschen verblüfft, dass ich diesen Monat acht Bücher gelesen habe, aber ich brauchte wirklich Zeit für mich selbst und ich habe kaum Leute getroffen und Bücher lesen ist immer noch das, was mir besonders gut tut. Außerdem kann ich dabei wunderbar alleine sein. Und ich kann ziemlich schnell lesen. Mh. )

Ich habe ein bisschen Santa Clarita Diet geguckt. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich es mag. Ich finde, es läuft sehr schleppend an. Ich mag Drew Barrymore, und ich mag sie in der Serie zu sehen. Aber ich weiß noch nicht so richtig, ob ich die Serie wirklich mag. Dann habe ich zwei Folgen The West Wing geguckt, for old times sake. Ich habe festgestellt, dass ich die Serie immer noch mag und es mir vermutlich Spaß machen würde, sie weiter zu gucken. Allerdings ist es mir im Moment etwas zu schwer. Als ich L. besucht habe, haben wir sechs Folgen von Dear White People ge-binge-watched. Damit liegt die zweite Staffel hinter uns. In der Mitte fand ich die Folgen ein bissche schwach, aber gegen Ende wieder besser. Außerdem habe ich wieder angefangen Elementary zu gucken. Ich wusste, dass ich irgendwann am Anfang der dritten Staffel aufgehört hatte, war mir aber nicht mehr sicher, wo genau. Deswegen habe ich bei der dritten Staffel von vorne angefangen. Das ist leicht zu gucken, weil Krimi-Serien, abgesehen von dem ganzen Mord, nicht allzu schwere Kost sind. (Ich weiß nicht, ob ich das verständlich machen kann. Be that as it may.) Abgesehen davon ist September und am Donnerstag sind die ersten beiden Folgen der neuen Grey’s Anatomy-Staffel angelaufen. Ich mag das. Ich lache und weine. (Und ich sage das immer, wenn ich darüber rede.) Ich finde Ellen Pompeo unglaublich toll, immer noch. Es ist, wie zuhause. Irgendwie. Ich kann das nicht erklären.

Dann habe ich noch ein paar Filme gesehen. In der Sneak lief The Book Club. Davon habe ich aber nur zehn Minuten gesehen, als sie dann mit „Fifty Shades of Grey“ anfingen, war meine Geduld aufgebraucht. Außerdem habe ich Set It Up gesehen, wegen Lucy Liu (und deswegen kam ich glaube ich darauf, auch wieder Elementary zu gucken, denn Lucy Liu mag ich auch). Den fand ich etwas blöd. Und am Ende hat der Film leider auch rassistische Stereotype gegenüber schwarzen Männer bestätigt und wiederholt, das war mir nicht allzu sympathisch. Dann habe ich Sierra Burgess is a Loser gesehen, den ich an sich gar nicht so schlimm fand bis circa 10 Minuten vor Ende. Abgesehen davon ist es ein Teenie-Film, und trotz allem ein ziemlich typischer. In der Sneak lief dann noch The man who killed don Quixote, und da ich beim letzten Mal schon eher gegangen bin, bin ich dieses Mal geblieben. Obwohl mir von Anfang an klar war, dass ich ihn vermutlich nicht mögen würde, weil Monty Python. (Oder Teile von Monty Python, whatever.) Adam Driver hat den Film leider nicht gerettet. Der Humor war furchtbar, der Film sexistisch und rassistisch und so stereotypisierend. Ich vermute, dass der Film irgendeine Kritik anbringen wollte. Allerdings meiner Meinung nach nicht besonders … geschickt. Ich weiß nicht, ob ich mit dem Humor einfach nichts anfangen kann (es kann nicht grundsätzlich britischer Humor sein, denn es gibt einige britische Dinge, die ich sehr lustig finde), aber diese Form von Humor finde ich so platt und billig und langweilig, dass ich nicht mal leicht lachen muss. Nun ja.

Im endlich-Podcast ging es in der letzten Episode, die ich mir angehört habe, um Trauer. Das war ziemlich spannend und ich habe nochmal was über mich gelernt. Ist das nicht schön?

Jetzt ist der September vorbei, und ich erinnere mich nicht, wie das passiert ist. Zugegebenermaßen war ich die Hälfte des Monats unterwegs, was vielleicht dazu beigetragen hat, dass die Zeit so schnell vorbeiging. Gestern war übrigens Demo in Hamburg. Das war wichtig und schön. Mit schönen Menschen.

<3

August Recap

Der August kam und ging. So schnell! Ich vermute ja, dass es an der vielen Arbeit liegt, dass der Monat mir so kurz vorkam. Puh! Eine Person ist ausgezogen, eine andere ein, und eine fehlt noch. So viel Wechsel, alles bleibt turbulent.

Was war medienmäßig so los?

Gelesen habe ich erst Sie kam und blieb von Simone de Beauvoir. Ich finde ihren Stil etwas gewöhnungsbedürftig und der Roman war überraschend gesprächslastig. Das Ende hat mich ein bisschen schockiert. Allerdings fand ich sehr gut beschrieben, wie sie sich so fühlt (sie, die Hauptperson und sie, die Autorin, weil es ja sehr autobiographisch sein soll), besonders in den Szenen, wenn sie ihr eigenes Selbst durch eine andere Person bedroht fühlt. Das kenne ich. Dann habe ich Untenrum frei von Margarete Stokowski gelesen. Das Buch las sich sehr leicht, es ist witzig, auch wenn es traurig ist. Viel Neues gab es darin nicht für mich, aber ich lese ja auch gerne feministische Bücher, um danach besser entscheiden zu können, wem ich wohl welches leihen/empfehlen könnte. Und zu guter Letzt habe ich noch If They Come for Us von Fatimah Asghar gelesen, ein Gedichtband, mit sehr eindrücklichen, schönen und manchmal erdrückenden Bildern.

Bei J. in  Berlin habe ich Detective Conan geguckt, ein paar Folgen durcheinander. Ich mag den Manga ganz gerne, aber irgendwann stört es, dass sich so viel immer wieder wiederholt. Das ist mein Problem mit Mangas, die unendlich sind. wie One Piece. Oder FairyTale. Außerdem habe ich mit J. auch eine Folge Dietland geguckt, was ich ganz interessant finde, aber ich habe kein Amazon Prime. Und irgendwie auch gerade keine Lust auf so Kram. Da ich Friends ja fertig habe (ich werde sicher bald von Neuem beginnen, weil es mir gute Laune macht), brauchte ich was anderes Lustiges, und habe beide staffeln von One Day At A Time geguckt die letzten Wochen. Kurz und unterhaltsam. Leider geht’s erst 2019 weiter. Deswegen habe ich jetzt mit Santa Clarita Diet angefangen, was so ein bisschen zombie-mäßig ist. Ich mag ja eigentlich keine Zombies, aber ich mag Drew Barrymore. Ich habe erst zwei Folgen gesehen, deswegen keine Ahnung, ob ich das weiter gucke.

In Berlin habe ich mit J. dann auch noch Three Billboards Outside Ebbing, Missouri gesehen und den fand ich großartig. Der Turn war einfach so gut und hat mich richtig verarscht, weil ich meine eigenen Vorurteile so gemerkt habe und das war einfach nur großes Kino. Dann habe ich mit C. Finding Dory gesehen, den ich süß fand, aber nicht so gut wie Finding Nemo. Und auch nicht so gut wie andere Disneyfilme. Aber süß und ein bisschen lustig. In der OV Sneak lief blackkklansman. Der war ebenfalls richtig gut. Ich habe noch nie ein Kino erlebt, das am Ende eines Films so leise war. Und dann habe ich irgendwo im Internet gelesen, dass Spike Lee meinte, er hätte gewusst, dass er einen guten Abspannsong brauche, und ich dachte nur „Ja, ich weiß auch warum.“ Ich glaube, die Menschen im Kino hätten sich nie mehr bewegt, wenn nicht nach ein paar Sekunden die Musik angegangen wäre. Richtig krasser Film, totally recommend. Hat mich super wütend und traurig gemacht. Und dann habe ich vor meinem Feldaufenthalt noch To All The Boys I’ve Loved Before geguckt, wo ich mir nicht sicher bin, ob ich das Buch gelesen habe, so what, und der süß war. Einfach halt und süß. So.

Das war der Monat. Ich war außerdem noch auf einer Insel in einem Meer, das war vom Klima und der Landschaft und allem, was Meer mit mir macht super. <3

Juli Recap

Ich war im Urlaub, und zwar gleich an Nord- und Ostsee. Dekadent oder so. Beide Urlaube waren famos. Sehr erholsam. Viel geschlafen habe ich nicht, weil Hitze. Außerdem bin ich viel Fahrrad gefahen. Das macht müde. Ich hatte dazu noch zwei Seminare und bin momentan in Berlin. Da arbeite ich von zuhause aus. So. Jetzt aber erstmal zu all den anderen Dingen, die im Juli „passiert sind“.

Ich spiele immer noch, wenn ich kann, Zelda: Breath of the Wild. Diesen Monat konnte ich nicht so viel, weil ich die Konsole nicht mitgenommen habe. Aber (!) ich bin im Spiel jetzt schon weiter als ich damals in Frankreich war, deswegen ist es ganz besonders aufregend.

Endlich, nach sieben Monaten, habe ich Friends zu Ende geschaut. Alles ist gut ausgegangen und ich bin voller Liebe. So viel Liebe. Das ist eine Serie, die ich immer wieder mal gucken kann, weil sie mir gute Laune macht. Hurra!

Nachdem dieses Mammutprojekt nun zu Ende gegangen ist, habe ich angefangen, A Series of Unfortunate Events, die zweite Staffel, zu gucken. Erst eine Folge. Ich mag den Stil sehr gerne.

Und einen Film habe ich gesehen, nämlich Kubo and the Two Strings. Ein ästhetisch wundervoller Film, wirklich schön gemacht, und bewundernswert, wieviel Arbeit da reingesteckt wurde. Stop-Motion wird wohl vor allem wegen der ganzen Arbeit nicht viel gemacht. Dieser Film lohnt sich auf jeden Fall, auch inhaltlich.

Gelesen habe ich im Urlaub gefühlt mehr als sonst:

Angefangen habe ich mit Lolita von Vladimir Nabokov. Ich finde das Buch ziemlich gut beschrieben und vor allem finde ich beeindruckend, wie ich als Leserin irgendwie Verständnis für den Ich-Erzähler hatte und mir immer wieder sagen musste, dass er ein furchtbarer Charakter ist. Die Zweifel des Ich-Erzählers und sein Bewusstsein für seine eigene Gewalt sind sehr gut in den Text reingeschrieben. Und die Tragik des Buches hat mich wirklich wütend und traurig gemacht.

Weiter ging es mit Qualityland von Marc-Uwe Kling. Das Buch ließ sich leicht lesen und hinsichtlich der Technokratisierung der Gesellschaft fand ich’s ganz interessant. Das rosa Qualitypad klingt wie das Känguru.

The Remains of the Day von Kazuo Ishiguro war ein eher langsamer Roman. In der Rahmenhandlung fährt der Butler Mr. Stevens durch England, um seine Frühere Kollegin Ms. Kenton zu besuchen. Dazwischen erinnert er sich Szenen ihrer gemeinsamen Arbeit. Es ist ein sehr schöner und trauriger Roman. Erst am Ende wird der Titel ganz klar.

In einer spontanen Aktion habe ich dann noch Das Geisterhaus von Isabel Allende gekauft und auch gleich gelesen. Sehr schön geschrieben, die Kapiteleinteilung war ziemlich klug gestaltet und die Mehrheit der männlichen Figuren war irgendwie verabscheuenswürdig. Der Roman ist eine Familiengeschichte, die sich über vier Generationen zieht und dabei die Geschichte Chiles mitbehandelt, mit übernatürlichen Elementen, was mir gut gefallen hat.

Das war der Monat, jetzt geht es schon weiter.