Movie Club: First Reformed

I’ve seen this movie for the first time for Movie Club and I want to add a little trigger warning. The movie discusses topics of suicide and terrorism, and so will this review. As usual, it probably contains spoilers.

First Reformed is a movie about Reverend Toller who takes care of a small, miniscule church community and is suddenly confronted with Michael who has a lot of doubts about the world. I have to say that I am increasingly tired of watching movies about white men who have life problems, but that’s just me. Also, I might be a sensitive person because this movie made me dream about people killing themselves or other people in spartanic rooms. You might guess that this movie is not going to get the best of reviews.

Let me start with the things I liked. I liked the visuals and presentation of the movie. Already when it starts, it has the feeling of an old movie although I think it came out in 2017 or 2018. But with the credits in the beginning, white on black, and no picture or scene to distract you, it gave off this feeling of „old movie“ somehow. It also fits with the general very spartanic feel of the movie.

In general, it is an interesting character study on Reverend Toller. Neither Toller nor any of the other characters in this movie are very likeable. (I really wish we would watch a movie where I’d at least like one of the characters next. Could we make this happen?) It starts with Toller starting the experiment of keeping a journal. However it turns out he is not very good at it. He is both censoring himself by prohibiting to write down his actual thoughts and by tearing out pages that contain his actual thoughts. I think I have rarely seen such a repressed character on screen. The movie shows his repression extremely well: there is the house he lives in which is basically empty. The fact that he doesn’t eat at all, and only drinks alcohol. The fact that he suffers in silence from health issues and it takes him the whole movie to address those. How he shuts out everyone that seems to care about him. I’d say the movie does a good job at showing how Reverend Toller has never forgiven himself for the death of his son.

It was even interesting to see how Toller was confronted with Michael’s ideas about environmental justice and couldn’t ignore it even after Michael died. How he took over Michael’s cause and saw a lot of justice in it. Which even lead him to confront higher ups in the church and a business mogul. But in the end the movie somehow fell short. Because nothing ever came of it. Did the movie want to show how easy it is to fall into extremism and turn to terrorism? Well, I got the picture, but then nothing happened, so … ?

I am also unsure about what exactly was real in the movie. Both the scene were Toller and Mary (Michael’s wife/widow) have an intimate moment on Toller’s empty living room floor and the end scene were scenes where I wasn’t sure if they really happened or if Toller only hallucinated them? Anyhow, whether or not he hallucinated it or not, how is it that these troubled men always get the girl in the end? (This really bothered me.)

I don’t know if anyone else noticed the names in the movie. I think Toller is the only person who doesn’t have an explicit Christian name, therefore his role is not tied into Christian archetype or beliefs. I didn’t look it up so this is only my knowledge about Christian lore: Michael is usually tied to righteousness which ties in with Michael’s just cause for nature. Mary is always the innocent archetype and I’d say Mary is also presented as such in the movie (although I must say I highly question if Michael really committed suice or if Toller or Mary murdered him; wow, my mind is really sceptical about the characters in this movie). Not so sure about Esther and Joel, probably because they seem more important in Judaism, so I’ll skip them.

Actually, I didn’t dislike the movie until the end. I thought it was an interesting study of Toller’s suffering and character (I don’t have to like him to admit that). But since Toller asked Mary not to come to the reconsecration of the church – where he planned a suice attack – I got pretty annoyed with the movie because of the implied relationship between Toller and Mary and the abrupt and somewhat inconsequential end of the movie.

I give the movie two stars.

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Veetii

(Photo credit above: Killer Films)

Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Freund*innenschaft

Die letzten zwei bis vier Wochen (ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr genau, haha) habe ich damit zugebracht, One Piece zu lesen. One Piece ist ein Manga, der vor über zwanzig Jahren begonnen wurde und immer noch nicht fertig ist. Mittlerweile gibt es auf Englisch 946 Kapitel. Ich habe früher (damals, als ich noch jung war und bei meinen Eltern lebte) immer mal wieder den Anime im Fernsehen gesehen (damals, als Animes auf RTLII liefen! Ist das heute immer noch so, oder nicht mehr? Wer weiß, ich hab schließlich keinen Fernseher). Jetzt, beim Lesen, habe ich festgestellt, dass ich offenbar auch mal angefangen habe, den Manga zu lesen und dann irgendwo zwischen durch aufgehört habe. Vermutlich weil ich den einen Charakter nicht mochte, haha. Nun ja. Jetzt habe ich wieder angefangen und durchgehalten bis zum jetzigen Stand des Mangas. Und während des Lesens habe ich viel darüber nachgedacht, was das eigentlich für eine Geschichte ist, und warum ich dieses Mal weiter gelesen habe. Es folgen also nun potentiell Spoiler.

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August Recap

Der August kam und ging. So schnell! Ich vermute ja, dass es an der vielen Arbeit liegt, dass der Monat mir so kurz vorkam. Puh! Eine Person ist ausgezogen, eine andere ein, und eine fehlt noch. So viel Wechsel, alles bleibt turbulent.

Was war medienmäßig so los?

Gelesen habe ich erst Sie kam und blieb von Simone de Beauvoir. Ich finde ihren Stil etwas gewöhnungsbedürftig und der Roman war überraschend gesprächslastig. Das Ende hat mich ein bisschen schockiert. Allerdings fand ich sehr gut beschrieben, wie sie sich so fühlt (sie, die Hauptperson und sie, die Autorin, weil es ja sehr autobiographisch sein soll), besonders in den Szenen, wenn sie ihr eigenes Selbst durch eine andere Person bedroht fühlt. Das kenne ich. Dann habe ich Untenrum frei von Margarete Stokowski gelesen. Das Buch las sich sehr leicht, es ist witzig, auch wenn es traurig ist. Viel Neues gab es darin nicht für mich, aber ich lese ja auch gerne feministische Bücher, um danach besser entscheiden zu können, wem ich wohl welches leihen/empfehlen könnte. Und zu guter Letzt habe ich noch If They Come for Us von Fatimah Asghar gelesen, ein Gedichtband, mit sehr eindrücklichen, schönen und manchmal erdrückenden Bildern.

Bei J. in  Berlin habe ich Detective Conan geguckt, ein paar Folgen durcheinander. Ich mag den Manga ganz gerne, aber irgendwann stört es, dass sich so viel immer wieder wiederholt. Das ist mein Problem mit Mangas, die unendlich sind. wie One Piece. Oder FairyTale. Außerdem habe ich mit J. auch eine Folge Dietland geguckt, was ich ganz interessant finde, aber ich habe kein Amazon Prime. Und irgendwie auch gerade keine Lust auf so Kram. Da ich Friends ja fertig habe (ich werde sicher bald von Neuem beginnen, weil es mir gute Laune macht), brauchte ich was anderes Lustiges, und habe beide staffeln von One Day At A Time geguckt die letzten Wochen. Kurz und unterhaltsam. Leider geht’s erst 2019 weiter. Deswegen habe ich jetzt mit Santa Clarita Diet angefangen, was so ein bisschen zombie-mäßig ist. Ich mag ja eigentlich keine Zombies, aber ich mag Drew Barrymore. Ich habe erst zwei Folgen gesehen, deswegen keine Ahnung, ob ich das weiter gucke.

In Berlin habe ich mit J. dann auch noch Three Billboards Outside Ebbing, Missouri gesehen und den fand ich großartig. Der Turn war einfach so gut und hat mich richtig verarscht, weil ich meine eigenen Vorurteile so gemerkt habe und das war einfach nur großes Kino. Dann habe ich mit C. Finding Dory gesehen, den ich süß fand, aber nicht so gut wie Finding Nemo. Und auch nicht so gut wie andere Disneyfilme. Aber süß und ein bisschen lustig. In der OV Sneak lief blackkklansman. Der war ebenfalls richtig gut. Ich habe noch nie ein Kino erlebt, das am Ende eines Films so leise war. Und dann habe ich irgendwo im Internet gelesen, dass Spike Lee meinte, er hätte gewusst, dass er einen guten Abspannsong brauche, und ich dachte nur „Ja, ich weiß auch warum.“ Ich glaube, die Menschen im Kino hätten sich nie mehr bewegt, wenn nicht nach ein paar Sekunden die Musik angegangen wäre. Richtig krasser Film, totally recommend. Hat mich super wütend und traurig gemacht. Und dann habe ich vor meinem Feldaufenthalt noch To All The Boys I’ve Loved Before geguckt, wo ich mir nicht sicher bin, ob ich das Buch gelesen habe, so what, und der süß war. Einfach halt und süß. So.

Das war der Monat. Ich war außerdem noch auf einer Insel in einem Meer, das war vom Klima und der Landschaft und allem, was Meer mit mir macht super. <3

March Recap

Es war ein turbulenter Monatsabschluss und ich war vollkommen beschäftigt, mit all den Menschen in meinem Haus und mit den Dingen, die in meinem Kopf abgingen. Hier deswegen ein wenig ausführlicher Monatsrückblick.

Ganz am Anfang des Monats habe ich Black Panther im Kino gesehen, auf vielfache Empfehlung. Leider gab es nur noch die deutsche Version und nicht mehr die englische. Ich fand den Film ziemlich grandios, und habe den Eindruck, dass es ein Film ist, der auch Menschen gefallen kann, die keine Superheld*innenfilme mögen. Ich kann nur jedem*r empfehlen, den Film zu sehen.

Außerdem war ich zu Besuch bei einer Freundin, die drei kleine Kinder hat. Mit denen habe ich ganz oder teilweise Mulan, Le Livre de la Jungle, Coco und Vaiana: La Légende du bout du monde geschaut. (Alles auf Französisch. Das war sehr gut für meine Französischkenntnisse.) Die ersten beiden kannte ich schon (Mulan ist ja einer meiner Lieblingsfilme). Coco habe ich zum ersten Mal gesehen und fand ich wirklich sehr schön. Es ging um Familie und Musik und es hat mich zum Weinen gebracht. Vaiana hab ich auch zum ersten Mal gesehen, der hat mich auch zum Weinen gebracht und ich fand ihn auch sehr schön. Ich wiederhole mich.

An Serien habe ich, wie immer im Moment, Friends geguckt. Ich bin mittlerweile in der achten Staffel und die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich mag die Entwicklung, die sie teilweise durchgemacht haben und ich bin gespannt, wie es weitergeht. Ich bin jetzt allerdings bei den Folgen angelangt, wo ich einige aus meiner Jugendzeit kenne. Von Grey’s Anatomy habe ich vielleicht eine der neuen Folgen gesehen, dann gab es ein Problem. Black Lightning habe ich auch weiter geschaut, allerdings nur eine oder zwei folgen. NCIS habe ich früher sehr viel gesehen, und schaue ich jetzt eigentlich nicht mehr. Ich habe dann aber drei Folgen oder so auf Französisch gesehen, an denen ich gut gemerkt habe, wie mein Französisch sich innerhalb einer Woche verbessert hat. Außerdem habe ich angefangen, Marseille zu gucken, damit mein Französisch nicht schlechter wird. Ich hab erst eine Folge gesehen, so viel kann ich also nicht dazu sagen. Dann habe ich noch zwei Dokus gesehen: 7 Tage in einer Studentenverbindung (was ziemlich erschreckend war) und eine Folge von Blue Planet (was sehr spannend war).

Gelesen habe ich von Auguste Moses-Nussbaum Reise mit zwei Koffern. Eine autobiographische Geschichte über ein jüdisches Mädchen, das den Holocaust in Holland überlebt hat und in späteren Jahren die Bilder ihres Cousins Felix Nussbaum nach Deutschland geschmuggelt hat, um sie hier ausstellen lassen zu können. Das Buch hat mich sehr berührt, ich habe viel geweint, und immer wieder gedacht, wie schrecklich gewaltvoll Menschen zueinander sind.

Außerdem habe ich von Arlie Russell Hochschild The Outsourced Self gelesen. Da ging es darum, wie Menschen vermehrt sehr persönliche Sachen auslagern und von Menschen erledigen lassen, die sie dafür bezahlen. Das ging von Dating-Guru über Pflege bis zu Leihmutterschaft und war eine sehr spannende Perspektive auf das Leben, das wir führen. Es war stark zugeschnitten auf die USA, sodass manches hier in Deutschland einfach (noch) nicht gemacht wird oder zutrifft. Das könnte auch eine Frage der Zeit sein,

Und ich habe Middlesex von Jeffrey Eugenides gelesen. Das war ein Buch, bei dem ich dachte, dass ich es teilweise furchtbar fand und dass das an der Übersetzung liegt. Das weiß ich jetzt natürlich nicht, weil ich das Original nicht gelesen habe. Die deutsche Sprache ist jedoch gegenderter als die englische und ich vermute, dass das Buch im Englischen nochmal anders wirkt. In der Übersetzung haben mich ein paar Formulierungen gestört, und ich dachte öfter, dass die Übersetzung dem Sinn des Buches zuwiderläuft. Die Geschichte fand ich dann sehr berührend, und das Buch hat sehr stark aufgezeigt, wie stark geschlechtlich unsere Welt eigentlich ist und wie gewaltvoll das auch ist. Und es hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich die Übersetzung manchmal schlimm fand. Und ich mir vorgenommen habe, nochmal in das Original zu gucken. Vielleicht muss ich mein Urteil dann doch revidieren.

Zu guter Letzt habe ich noch Zelda: Breath of the Wild gespielt. Ich bin ein großer Fan von Zelda, ich habe das früher auf meinem Nintendo 64 gespielt und ich habe diesen Monat gemerkt, dass ich auch sehr gerne Videospiele spiele. Das neue Spiel ist für die Switch, und die ist relativ teuer, und ich sehe es gerade noch nicht ein, mir diese Konsole nur für das eine Spiel zu kaufen. Es lohnt sich vermutlich aber, denn das Spiel ist ziemlich schön und es hat mir sehr viel Spaß gemacht und es hat ein hohes Suchtpotential.

Das war mein Monat in Medien und damit schließe ich.

Januar Recap

Diesen Monat hatte ich Konsum-Monat. Zumindest was den Medienkonsum angeht. Ich habe viel gelesen und viel gesehen. Und auch viel gehört, darüber will ich allerdings nicht reden.

Als ich noch unterwegs war, habe ich Gabriel García Márquez‘ Die Liebe in den Zeiten der Cholera gelesen. Das hat mir eine Freundin geschenkt, um dem einseitigen Diskurs über Liebe etwas entgegenzusetzen. Und das tut es tatsächlich. Für mich geht es darum, dass Liebe auch anders laufen kann als das uns aus Filmen bekannte Narrativ. Und es tut gut, diese Dinge zu lesen. Irgendwie tröstlich.

Auch noch unter wegs habe ich Der Sternwanderer von Neil Gaiman gelesen. Da kannte ich schon den Film, und den mag ich sehr gerne. Jetzt habe ich festgestellt, dass ich das Buch noch lieber mag, weil es viel weniger in einfachen Gut-und-Böse-Strukturen funktioniert als der Film.

Außerdem habe ich von Jhumpa Lahiri The Lowland gelesen. Auch eine Geschichte, in der es um Liebe geht, die nicht dem entspricht, was wir vielleicht erwarten. (Auch diese Geschichte setzt dem einseitigen Diskurs über Liebe etwas entgegen.) Die Charaktere sind sehr plastisch und lebensnah und die Entscheidungen, die sie treffen, manchmal zum Verzweifeln, und doch immer verständlich.

Der Essay Die Freiheit, frei zu sein von Hannah Arendt wurde jetzt zum ersten Mal auf Deutsch rausgegeben und stand an der Theke des Buchladens meiner Wahl. Fatal. Ich wollte eigentlich was Anderes kaufen – habe ich auch – und dann habe ich den kleinen Band auch gekauft und an einem Abend durchgelesen. Ich habe nicht alles verstanden und werde ihn dieses Jahr vermutlich auch nochmal lesen. Dann mehr dazu.

Gerade habe ich zum zweiten oder dritten Mal Der goldene Kompass von Philip Pullman gelesen. Ichweiß nicht so ganz genau, wann ich die Bücher das erste Mal gelesen habe, aber ziemlich schnell nach dem Veröffentlichen, würde ich vermuten. Jetzt hat Pullman ein neues Buch geschrieben, das in der gleichen Welt spielt (und das habe ich mit dem Essay gekauft oder umgekehrt) und das habe ich zum Anlass genommen, die Trilogie nochmal zu lesen. Ich mag die Bücher nach wie vor. Ich sehe mittlerweile teilweise rassistsche und sexistische Züge. Ich kann die Fragen, die das Buch stellt trotzdem wertschätzen und ich würde es nach wie vor jeder*m empfehlen.

Gesehen habe ich auch einige Dinge. Als ich noch weg war habe ich She’s gotta have it gesehen, eine 10-teilige Serie von Spike Lee, in der es um eine polyamouröse, Schwarze Künstlerin in Brooklyn geht. Ich mochte die Serie gerne, Nola Darling, die Hauptfigur ist mir ans Herz gewachsen. Aus meiner Sicht geht es momentan noch mehr um Polygamität als Polyamorie, vielleicht ist das auch fließend? Auf jeden Fall auch etwas Anderes als der ewige heteronormative Mainstream. (Mir tun diese Dinge gerade gut. Daher häufen sie sich.)

Mit Mister S. habe ich außerdem einige Folgen von Friends geguckt, was nun dazu geführt hat, dass ich mal bei Staffel 1 angefangen habe. Ich habe auch früher immer nur sporadisch Folgen von Friends gesehen. Wofür gibt es Netflix, wenn nicht, um Friends und Star Trek zu gucken?

Denn Star Trek: Discovery gucke ich auch noch, wobei ich mich manchmal frage, was ich eigentlich davon halte. Not so sure. Es wird sich zeigen. Außerden geht Grey’s Anatomy weiter. <3

Dann saß ich irgendwann im Flugzeug und habe zwei Filme geguckt, beide mit Jennifer Lawrence: Joy, wo es um eine Frau ging, die ein Patent entwickelt hat und ihr Produkt verkaufen wollte. Ich glaube, den Film mochte ich auch vor allem deshalb, weil Jennifer Lawrence mitgespielt hat und weil es um eine Frau ging, bei der es nicht um eine Liebesgeschichte ging. Der zweite Flugzeugfilm war Passengers (nämlich auch mit JL). Der war … vorhersehbar. Ich habe da ein Video gesehen, was gute Vorschläge macht, wie der Film interessanter sein könnte.

In der Sneak gab es The Disaster Artist, den ich eigentlich nicht sehen wollte. Nun ja, jetzt habe ich ihn gesehen. Ich weiß immer noch nicht genau, was ich von dem Film halten soll. Ich fand ihn phasenweise lustig, und teilweise einfach nur unglaublich traurig. Ob er gut oder schlecht war, keine Ahnung. Ich bin vor allem verwirrt. Und dann lief Darkest Hour bei uns im Kino in der OV, den habe ich dann auch noch gesehen. Gary Oldman war ziemlich grandios. Teilweise war der Film szenisch echt gut gemacht, und hatte starke Bilder. Und wir haben danach viel darüber diskutiert, wie ambivalent Churchill ist und wie viel eins ihn kritisieren kann. Und er hat fragwürdige Entscheidungen getroffen, ohne Frage, und gleichzeitig möchte ich gar nicht wissen, was gewesen wäre, wenn Großbritannien sich nicht gegen Hitler gestellt hätte.

Zu guter Letzt war ich diesen Monat noch im Theater und habe die letzte Vorstellung von Nathan der Weise gesehen. Das wollte ich schon seit nem Jahr sehen, weil ich das Stück gerne mag, und ich mochte auch die Aufführung hier. Es waren sehr viele Schulklassen da und ich habe gemerkt, dass viele der Schüler*innen noch nicht (oft) im Theater waren, denn sie waren teilweise echt irritiert und überfordert von dem Geschehen und am Ende auch genervt, dass sie so viel klatschen sollten und die Schauspieler*innen sich so oft verbeugt haben.

So. Wow. Ich bin selber überrascht, wieviel ich dieses Jahr schon an Medien zu mir genommen habe, und das alles neben emotionalem Chaos und viel Organisation und Arbeit.