Anders

Die Welt ist ein seltsamer Ort. Zumindest die menschliche. Diese Woche habe ich einen Artikel gelesen, in dem es darum ging, dass eine nichts zu dieser Situation zu sagen haben muss, weil wir gerade erst drin sind. Weil eine nicht immer zu allem was sagen können muss, sofort, ohne gründliches Nachdenken. Ich habe nichts zu Corona zu sagen. Ich gucke mir das an, und lese Artikel, und schaue, was passiert.

Ansonsten ist diese Woche, wie letzte Woche, alles anders. Kompliziert und nicht für diesen Blog geeignet. Auf jeden Fall wurde die Pfannkuchentradition durchbrochen, so wie alle anderen Rituale und Strukturen, die ich normalerweise so habe. Arbeiten ist deswegen gerade etwas schwieriger. Nächste Woche habe ich einige Meetings. Ich hoffe, dass das alles ganz gut läuft. Und die Internetverbindung hält.

Irgendwie ist schon Mai. Das Wetter hier ist seltsam. Gestern war es unglaublich schwül und anstrengend. Immerhin hat es geregnet, das ist ja ganz gut für die Erde. Und ich habe Campinggas gefunden, weeeeh! Voller Freude.Auch wenn die Essensauswahl also gerade nicht so pralle ist, gibt es immerhin warmes Essen.

So. Ich gebe jetzt ab an andere Menschen, denn ich habe im Moment nicht so viel Produktives, Konstruktives oder Interessantes zu erzählen. (Aus zwei Wochen, also mehr als sonst.)

 

Spring Day

Unter der Woche hatte ich so viele Gedanken dazu, was ich hier schreiben kann. Zwischendurch habe ich kurz überlegt, ob ich sie besser aufschreiben soll, damit ich sie nicht vergesse und heute beim Pfannkuchen backen habe ich versucht, mich an alle zu erinnern. Ich weiß nicht, ob ich all meine Gedanken noch zusammen bekomme. Vielleicht fange ich wirklich mal an, sie aufzuschreiben, damit ich dann am Wochenende darauf zurückgreifen kann. Dann muss ich auch nicht so tief in meine Erinnerung greifen.

Ich gucke Bang Bang Con, und bin damit offiziell im BTS Universum angekommen. Ich muss immer noch ein bisschen über mich lachen, dass ich jetzt diese Gruppe toll finde, aber ich habe diese Woche ein youtube-Video gesehen, dass meine Gedanken dazu sehr gut zusammen fasst. Es hat mich auch ein wenig beruhigt, dass es auch anderen Menschen schwer fällt, nicht in den Strudel reinzugeraten, wenn jemand wie ich erst mal angefangen hat, ihre Videos zu gucken. Nun ja. So isses. Gestern und heute streamt BigHit Entertainment acht (?) BTS-Live-Konzerte, und die laufen so bei mir im Hintergrund. (Außer sie reden gerade oder machen unterhaltsame Sachen. Dann kommen sie in den Vordergrund.) Da ich gerade daran arbeite, mich nicht schon selbst zu shamen für die Dinge, die ich mag, there you go. Ich mag BTS.

Diese Woche kam mir irgendwann der Gedanke, warum es diesen Blog eigentlich noch gibt. Ich hab ja mehrfach hier darüber geschrieben, dass ich nicht genau weiß, was ich hier mache oder was ich hiermit machen sollen. Dann habe ich diese Woche einen Podcast darüber gehört, wie das Schreiben uns helfen kann, wenn alles scheiße ist. Das wusste ich schon länger, ich glaub, ich hab hier auch mal einen Artikel dazu verlinkt. Auf jeden Fall hatte ich dann die Erkenntnis, dass dieser Blog mein Anker zum Schreiben ist. Selbst in den Zeiten, in denen ich nicht kreativ an Geschichten oder anderen Formaten gearbeitet habe, habe ich immer regelmäßig unregelmäßig hier geschrieben. Der Blog ist der einfachste Weg zum Schreiben zurückzukehren. Vielleicht ist es nur Internet Noise. Aber der Punkt ist auch gar nicht, irgendwas zu irgendwelchen Diskursen beizutragen, außer wenn ich mich gerade danach fühle. Der Punkt ist zu schreiben. Das Schreiben nicht zu verlieren. Reinzukommen. Weiter zu machen. Es war wichtig, das zu verstehen, dass ich das hier für mich mache, auch wenn es theoretisch jede:r lesen kann. Das ist mein Ort, an dem ich schreiben kann, was ich will, ohne besonders darauf zu achten, wieviel Sinn es für andere Menschen macht. Jetzt muss ich erst mal nicht weiter darüber nachdenken.

Ich besitze jetzt auch eine Maske zum Schutz der Gesundheit/der Allgemeinheit. Diese Woche konnte ich die Nachrichten ganz gut aushalten. Dabei habe ich viel aus Ländern gelesen, die nicht Europa oder Nordamerika sind, und ehrlich gesagt bestätigt das nur, was wir eh schon alle wussten: die Länder des Globalen Südens und marginalisierte Gruppen im Globalen Norden sind massiver von Corona betroffen als der Mainstream im Norden. Das Virus ist nämlich nicht „demokratisch“, wie gerne lange behauptet wurde. Ich poste hier in dieser Sektion nicht explizit dazu, vielleicht füge ich am Ende ein paar Artikel dazu ein. Allerdings ist es auch nicht schwierig, Nachrichten dazu selber zu finden.

Irgendwann habe ich in den letzten Woche gelesen, dass Singen Stress raus lässt. Ich merke, dass ich instinktiv mehr singe in den letzten Tagen und Wochen. Und es tut richtig gut. Ich mag singen. Ich vermisse meinen Chor und meinen Gesangsunterricht. (Nicht wegen Corona, wegen Leben.) Es macht mich zufrieden, dieses Singen, selbst wenn ich mich manchmal eigentlich zum Heulen fühle. Das kann sich von Minute zu Minute abwechseln. Alles hat seinen Platz gerade. Dieses Wochenende war ich ganz alleine in meiner Wohnung, was seltsam war, und irgendwie auch schön. Gleichzeitig freue ich mich auch darauf, dass meine Mitbewohnerin zurückkommt. Schon als ich alleine gewohnt habe, fand ich daran immer am besten, dass ich einfach nackt durch die Wohnung latschen kann. Ich weiß auch nicht, irgendwie finde ich das befreiend. Ist auch okay, dass ich das normalerweise nicht machen kann. Und ist toll, wenn es mal möglich ist. Außerdem höre ich laut Musik, singe laut mit, spiele Zelda (ich habe fast alles frei geschaltet, was bedeutet, dass ich bald gegen Ganon kämpfen muss, was mich stresst), schreibe, gucke La Casa de las Flores. Im Übrigen gucke ich heute Abend ab 20 Uhr dieses Live-Konzert von meiner früheren Gesangslehrerin. Sie freut sich bestimmt, wenn Ihr auch einschaltet.

Ich habe diese Woche alle meine alten Artikel auf der Leseliste gelesen. Durch das Zuhause-Bleiben und keine-Leute-treffen habe ich mehr Zeit zum Lesen. Mal gucken, wieviel ich davon hier teilen werden. Das weiß ich immer erst, wenn ich die Links einfüge. Diese Zeit führt auch dazu, dass ich mich wieder mehr mit dem Tod beschäftige. Ich weiß, das ist nicht für alle was, und das ist auch okay. Gestern habe ich den endlich-Podcast zu Beziehungen und Trauer gehört, den ich sehr inspirierend und lehrreich fand. Es ging ganz kurz darum, dass die Trauer um Menschen, mit denen eine eine ambivalente Beziehung hat, schwieriger ist, weil die Ambivalenz nicht mehr aufgelöst werden kann. Das hat mir noch mal sehr geholfen, über meine eigenen Trauerprozesse zu reflektieren und warum manche komplizierter sind als andere.

So. Jetzt zu den Links, erst Corona-related:

Ohne Corona:

 

Kampftag

Es ist der 08. März, liebe Leute, Frauen*kampftag oder Frauenkampftag oder Internationaler Frauentag. Wie auch immer ihr ihn nennen wollt. Bevor ich dazu weiter was sage, will ich was ganz Anderes sagen, was im Moment total untergeht, oder schön geredet wird, weil alle über Corona reden.

Die EU macht push backs an der EU-Außengrenze in Griechenland und alle finden’s spitze. Frau von der Leyen und alle möglichen europäischen Regierungen stehen, scheinheilig, hinter der griechischen Regierung, die auf Migrant*innen schießt und sie davon abhält, die Grenze zu überqueren. Und alle finden das richtig. Und dann drehen wir uns um und reden darüber, wie vorbildlich Europa (alternativ die EU) ist, was Menschenrechte angeht. Scheiß auf Eure Menschenrechte, wenn sie darin bestehen, Menschen im Niemandsland verrecken zu lassen.

Nicht, dass das alles irgendwas Neues wäre. Die EU versucht seit Jahrzehnten ihr Möglichstes, Menschen davon abzuhalten, in die EU einzureisen. Ausnahmen (2015) bestätigen bekanntlich die Regel. Und wenn die EU nicht selber auf Migrant*innen schießt, dann lässt sie es ja auch einfach andere machen. Auch das nichts Neues. In den Lagern in Libyen wird gefoltert, mit dem Wissen der EU. Jetzt ist alles ein bisschen näher gerückt. Nicht, dass ich besonders toll finde, was Erdogan macht, der die Menschen auch ihrem Schicksal im Niemandsland überlässt und sich einen Scheißdreck um ihr Wohl oder ihre Rechte schert. Nur was die EU gerade tut, ist auf unser Asylrecht zu scheißen. Denn wir haben ein Asylrecht, und der EU sind push backs nicht gestattet. Weder auf dem Mittelmeer noch an den Landgrenzen. Menschen, die flüchten, müssen aufgenommen werden. Sie zurück über die Grenze zu drängen (= push back) ist illegal.

Und der Kackhaufen, der Dublin I, II oder III heißt, sorgt dafür, dass Menschen auf Lagern auf griechischen Inseln (siehe Lesbos) in den schlimmsten Bedingungen hausen und die griechische Regierung überhaupt nicht nachkommt, sich um diese Menschen zu kümmern. Dublin hat ja seit es beschlossen wurde noch nie funktioniert, weil es die Verantwortung für Geflüchtete bei einzelnen Ländern belässt und sich alle anderen beruhigt die Hände rein waschen. Nichts daran ist okay. Nichts daran ist gut. Nichts daran ist irgendwie zu rechtfertigen. Ich weiß, das kommt allen immer irgendwie so weit weg vor, und wir haben ja auch mehr Mitgefühl mit weißen Menschen anstatt mit Schwarzen. Ich will nur noch mal ganz klar sagen, dass wir hier von Menschen sprechen. Jedes einzelne Leben, genauso ein Leben wie Deins. Genauso voller Wünsche, Sorgen, Gefühle, Beziehungen, schlechten Angewohnheiten. Gestrandet im Niemandsland zwischen Griechenland und der Türkei, Türkei und Syrien, auf griechischen Insel oder Malta, in Lagern in Libyen, Ägypten, Tunesien, Marokko, Libanon. Und es gibt keinen guten Grund dafür, warum es so sein sollte.

Um den Bogen zu schlagen zum ersten Absatz: am meisten leiden auch in diesem Fall Frauen und Kinder. Die deutsche Regierung hat dagegen gestimmt, besonders vulnerable Personen aus der Grenzregion aufzunehmen. Es ging dabei vor allem um Kinder, Schwangere, alleinreisende Frauen und Kranke. Für all diese Gruppen ist die Lage am schlimmsten, und die Politik der EU trägt nicht dazu bei, die Lage der Menschen zu verbessern.

Am schlimmsten ist, dass alle so tun, als sei es überraschend oder neu, was hier passiert. Die EU macht ja schon seit Jahren nichts Anderes, als ihre eigenen Grenzen zu schützen. Vor schutzlosen Menschen. Darüber kann ja jede*r selber nachdenken.

Und um noch mal eine andere Sache anzusprechen, bei der auch alle so tun, als sei es irgendwie überraschend oder neu: Die rechtsterroristischen Anschläge von Halle und Hanau sowie der Mord an deutschen Kommunalpolitikern sind es nämlich auch nicht. Die rechten Netzwerke gibt es seit Jahren, sie sind seit Jahren aktiv, waren nie verschwunden und haben auch früher schon Menschen umgebracht. (Und auch nicht überraschend, dass diese Netzwerke bis in gesellschaftliche Institutionen wie Unis hineinragen.) Einwurf Ende.

Zurück zum Tag der Frauen(*). Frauen sind in unserer ach so schönen Welt immer noch nicht gleichberechtigt. Es macht mich schon erschöpft, diesen Satz überhaupt zu schreiben. Denn auch er ist (you guessed it) nichts Neues. Wir reden uns seit Jahren den Mund fusselig, und dann führe ich immer noch Diskussionen darüber, ob Männer bessere Musik machen als Frauen oder die Musikindustrie einfach biased gegenüber Frauen ist (ganz abgesehen von den Hörer*innen). Hier mehr.

Frauen wissen auch tendenziell weniger über Geld, Finanzen, Vermögen als Männer. Nicht nur, dass sie also weniger verdienen oder öfter in Teilzeit arbeiten oder mehr Care-Arbeit übernehmen.

Dazu die wichtige Frage, wie feministisch es eigentlich ist, eine Putzhilfe zu engagieren. Denn wie ich schon gesagt habe, weiße Frauen sind anderen Frauen gegenüber immer noch privilegiert. Das Patriarchat ist nicht unser einziges Problem (re: Frauen an der Grenze).

Und wer nicht nur negative Schlagzeilen lesen will, kann ja auch was Positives über Frauen lesen. Es gibt so viele beeindruckende Frauen auf der Welt, und sie werden viel zu schnell vergessen, unterschlagen, ignoriert. Hier eine kleine Auswahl, teilweise habe ich das schon mal gepostet, nur es kann ja nicht schaden. Gebt Euch Mühe, die Frauen zu entdecken in den Bereichen, für die Ihr Euch interessiert. Ich garantiere, dass es sie gibt. Es gibt uns überall.

  • Fran Drescher (aka Die Nanny) war eine der ersten jüdischen Schauspielerinnen, die eine jüdische Frau im Fernsehen gespielt hat
  • Cha Myung-sook hat beim Gwangju Upising in Südkorea für die Demokratie gekämpft und ist dafür ins Gefängnis gegangen (mehr zum Gwangju Uprising und der Rolle der USA hier)
  • Warum wir alle aufhören sollten, Fangirls fertig zu machen [Video]
  • St. Gertrude (Frauen waren auch schon früher dope)
  • Warum wir in den Medien, die wir konsumieren, nicht nur starke Frauen brauchen, sondern alle Frauen
  • Harley Quinn braucht keinen Mann (repost)
  • Wie das Leben von Nonnen heutzutage aussieht
  • ‚I Will Survive‘, LGBTQ+ und HIV
  • Reyhan Şahin über Diskriminierung in der Uni
  • Guckt einfach Little Women, wenn Ihr könnt (repost)
  • Frauen sind in der Literatur einsam (und deswegen miserabel), Männer hingegen sind alleine (und heldenhaft)
  • und dann schreiben Frauen übrigens auch

 

Digitale Zukunft

An der inhaltlichen Orientierungslosigkeit hat sich nichts geändert, dafür bin ich heute „pünktlich“ am Sonntag. Ich bin heute in einer Internetloch gefallen aus Bloggen und Webhosting und der Zukunft des Internets. Es war auf jeden Fall sehr spannend und leider bin ich immer noch ziemlich verwirrt, was Webhosting angeht. Das wird ein langer Weg.

Ich interessiere mich dafür, weil ich jetzt schon länger, mindestens seit letztem Jahr, darüber nachdenke, ob ich mein Blog bei wordpress lasse oder nicht. Im letzten Jahr hatte ich mir eigentlich vorgenommen, html und css zu lernen, um selber ein bisschen an dem Aufbau einer Website rumspielen zu können. Das hat nicht geklappt. Heute habe ich auch gelernt, dass Websites, front und back, ziemlich kompliziert geworden sind, und ob ich das alles lernen will, ist eine gute Frage. Es gibt allerdings auch andere Services, die ich nutzen könnte, davon habe ich mir heute mal ein paar angeguckt. Entschieden habe ich noch nichts, weil selber hosten natürlich auch Geld kostet und so weiter und so fort.

Außerdem hängt das alles auch damit zusammen, was ich mit diesem Blog machen will, und was ich weiterhin in meinem Leben machen möchte. Große Fragen, die sich nicht so schnell beantworten lassen, weil ich mehr Informationen brauche und selber gerade nicht so richtig weiß. Das heißt, ich mache erst mal so weiter. Weil ich das Bloggen mag, so als Gedankenstrom, der nicht besonders gefiltert und überarbeitet werden muss. Nicht so, wie die anderen Dinge, die ich schreibe, die lange brauchen, um überhaupt irgendein Licht zu erblicken. Und ich bleibe im Schreiben drin, wenn ich ansonsten vor allem plane, plotte, nachdenke und versuche, Dinge zusammen zu fügen. Dann ist dieses Blog hier eine gute Möglichkeit, was runter zu schreiben und es sein zu lassen, wie es ist.

Am nächsten Wochenende gibt es einen Coding-Workshop, wie ich eben durch Zufall entdeckt habe. Und die letzten Tage habe ich immer wieder gedacht, dass ich mal sowas recherchieren müsste, weil ich immer noch Lust habe, was übers Codieren zu lernen. Und tadaaaaaa, direkt vor meiner Nase. Da gehe ich also hin diese Woche, und darauf freue ich mich. Und abgesehen davon fange ich diese Woche auch einen Schreibworkshop an, der sechs Wochen dauert. Ich hatte schon fast wieder vergessen, dass es schon so bald (es ist März!) losgeht, und jetzt bin ich ein bisschen aufgeregt, weil ich keine Ahnung habe, wie ich mir das vorstellen darf. Es wird sicher eine Herausforderung, und ich werde bestimmt einiges lernen. Wow! Neue Sachen! Was zum Lernen! Ich freue mich und bin ein wenig nervös.

Das alles läuft neben dem Tagesgeschäft, was jetzt, nach der ersten Woche zurück, wieder etwas organisierter ist. Ich habe meine Aufgaben, die nicht direkt mit meiner Diss zu tun haben, abgearbeitet, und kann morgen ganz frisch und motiviert (hoffen wir) wieder an meine Diss rangehen. Ich habe einen groben Arbeitsplan und damit kann es dann losgehen.

Bevor ich hier Schluss mache, noch ein paar Gedanken anderer Leute, as usual:

Movie Club: The Prestige

Dieser Beitrag wird zu einem Großteil auf Englisch verfasst sein. Ich bin Teil einer Online-Schreibgruppe und wir haben einen Movie Club eröffnet, in dem wir jeden Monat einen Film gucken und dazu eine Review schreiben. Denn, wie ich neuerdings gelernt habe, sind Frauen beim Reviewen von Filmen unterrepräsentiert. Deswegen und weil ich mich seit dem letzten Jahr sowieso vermehrt damit beschäftigt habe und mich darin üben wollte, werde ich jetzt ein Mal im Monat einen Film besprechen. Sobald die Besprechungen der anderen Teilnehmerinnen online sind, werde ich sie hier in meinem Beitrag verlinken, sodass potentielle Leser*innen sich ein multiperspektivisches Bild von dem jeweiligen Film machen können. (Links am Ende der Review.)

Außerdem gibt’s noch Lesehinweise, unter der Weiterlesen-Linie.

Spoilers for The Prestige

The Prestige is a movie about two magicians (the performance show kind, not the Gandalf kind) who start out as apprentices for the same magician and end up in a cycle of revenge and rivalry for the spot of „best magician“. The movie plays with the concepts of reality and illusions not only in the competition between Angier and Borden, but also as a movie itself. As a viewer, I was again and again fooled by the movie and therefore, proved the point. (More on that later.) I can only marvel at the complexity of the storyline with its time jumps and twists and turns at every corner because it all works and is a well thought through storyline (all my respect here!). I wanna highlight a few points about the movie that stood out to me and had my head turning for the rest of the night.

Let’s start with Borden and Angier. I liked the movie and was very fascinated by it. Despite the fact that the two protagonists, Angier and Borden, are two very unlikeable characters. During the movie, I was sometimes swayed in favor of one and then the other, and in the end leaned more towards Borden. After a good night’s sleep, I have to admit that I don’t really like any one of them. They are both morally ambiguous characters with shady agendas. I understand some of their actions, until a certain point. I understand that Angier is angry, upset and confused about the death of his wife, caused by Borden. I understand that he would want some kind of closure, or in his case revenge (which is a somewhat difficult topic for me, so let’s spare it here). I also understand that Borden feels wrongly accused because of his double nature, although this only made sense to me at the very end of the movie (with the last big reveal). I even understand their drive to be the best, or at least, be better than the other person. What I don’t understand is their recklessness with which they pursue it, harming many other people along the way. It ties in with a quote from the movie about following our obsessions who will, in the end, kill us. It is a good piece of foreshadowing and ushered as a warning to Angier who disregards it, eventually leading to his death. Same goes for Borden. He doesn’t hear the sentence in the movie, and it still applies to him and leads to his actual and metaphorical death. Angier and Borden push each other to extreme measures in their pursuit to surpass the other, eventually killing them both (in a way) and harming other people on the way. Olivia also speaks along the same lines when she tells Borden that he and Angier deserve each other which illuminates once more the obsession they hold for each other.

Apart from the fact that Angier and Borden are trying to surpass each other, I want to highlight their recklessness and disregard for other people. This is especially visible with the women in the movie. Angier’s wife, Julia, is the catalyst for the conflict between Borden and Angier and serves no other obvious purpose. The same goes for Sarah, Olivia and even Jess (Borden’s daughter whose name we only learn in the very end). The women in the movie seem to me like plot devices who serve as the men’s objects of desire. Julia dies in the first couple of minutes of the movie, fueling the conflict between Angier and Borden. Olivia and Sarah have little angency. Olivia moves from being Angier’s mistress to being Borden’s mistress and is disregarded by both. Angier sends her away to spy on Borden for him which turns her against him. This move makes her an important character in the plot, but she has no real life to herself. She is merely there to serve the conflict between the two men. In Borden’s life, Olivia competes against Sarah, Borden’s wife, and eventually leaves Borden after Sarah’s death because she is repulsed by his lack of caring. As Sarah, Olivia only uses her agency when she leaves Borden. Sarah is the most interesting of the women. She marries Borden and the two have a daughter, Jess. Sarah is the one who calls Borden out on his strange behaviour regularly and she actually seems to sense his secret. I am still undecided if she actually KNEW or what her version of the story would have been. Nevertheless, she knows something is wrong with Borden and she tries really hard to be with him until she uses her agency to commit suicide and therefore leave Borden and her daughter behind. All three women fuel the conflict between Angier and Borden, they’re objects of desire and a cause for envy and jealousy of the men who want to possess one or another of the women. Jess, Borden’s daughter, is actually mostly a piece on a chessboard that they circle around.

Furthermore, I want to point out that Borden’s relationship to Sarah and Olivia is actually quite abusive. Borden who is actually not one person but two (twin brothers) who „share a life“ as he puts it is in a relationship with Sarah and Olivia at the same time. As Borden explains later, one of the brothers is in love with Sarah while the other is in love with Olivia. It is actually the biggest reveal (for me) in the movie and one that explains most of Borden’s really werid behaviour previously. It is foreshadowed the whole time with Sarah being able to tell when Borden actually means the „I love you“s and when he doesn’t. Why is it an abusive relationship? Because neither Sarah nor Olivia consented to this relationship. Both think that Borden is ONE person while he is not and Borden at one point explains how the shared life was enough for him and his brother while it wasn’t for the two women. This is obvious to me because they never actually ASKED the women, so why would it be enough for them? They were clearly in this relationship for whole Borden, not a part of him. I am not sure if I would actually call it rape but there could be made a case for it because Borden deceives both women, taking away their agency and their basic ability to consent (so rape) which eventually drives Sarah to her suicide. (Side note: I’ve always been wondering if Jess might have been able to tell that Borden was actually two people, but I didn’t pay enough attention and would have to watch the movie again to make a statement on the case, but it’s interesting to think about.)

I actually liked the reveal about Borden and Fallon being brothers and frequently switching places. It made so much sense and is foreshadowed so early in the story and is also very important to highlight how Borden and Angier are different. When they go to see Chung Ling Soo – another magician-, Borden sees through Soo’s trick at once while Anguier has no clue BECAUSE BORDEN IS LIVING THE SAME PRETENSE. (Of course, a different pretense, but he is living a pretense to make his best illusion, The Transported Man, just like Soo is living his pretense to make his goldfish illusion.) Angier cannot even fathom to living a lie like this which is, I think, the biggest difference between them.

Which leads me to the birds. Throughout the movie, we see a lot of birds. Often in combination with a trick where a magician makes a bird „disappear“ and then makes the bird come back from somewhere else. Originally, the trick involves killing a bird and bringing another bird back. I read this part of the story as a metaphor about „getting your hands dirty in the magic business“. We can see that on different occasions, and it again highlights the difference between Borden and Angier and how they push each other in certain directions. In the beginning of his career, Borden assists a magician with this trick which is how he meets Sarah. Her nephew points out that the bird has been killed while Sarah tries to comfort him that it hasn’t and Borden can’t lie to the boy. (I actually liked that part about Borden.) Nevertheless, Borden is complicit in the killing of the birds, showing his ability and willingness to get his hands dirty for the job, and ties in with him living for the illusion and the tricks, denying a part of his life (his brother). Angier doesn’t want to do the trick when he goes solo. His ingénieur Cutter constructs a device that actually allows Angier to perform the trick without harming the bird, only after he made sure that Angier would be willing to hurt the bird in the first place. It is very clear that Angier doesn’t feel comfortable with killing the bird and is relieved when he doesn’t have to. He appears to be a person who wants to live according to his ideals, and not harm other people. When he wants to show the trick on stage and requires two volunteers, Borden assists (who Angier has wounded before) and destroys his bird, killing the bird, injuring the other volunteer and hindering Angier’s career. Borden pushes Angier in the direction of getting his hands dirty for his profession. It fuels the cycle of revenge in which they find themselves and eventually leads to the ultimate „dirtiness“ of Angier’s choices.

In the end, Angier and Borden both have to make sacrifices, but they sacrifice other people for their own benefit. I don’t doubt that it hurts them, but it is not really their sacrifice. While Borden’s behaviour leads to Sarah’s and his brother’s death, Angier’s behaviour leads to the death of 101 of his „clones“. While Angier is directly responsible for more dead people (and also partly responsible for Borden’s brother’s death because he lands him in prison), I think both make terrible choices and sacrifice and harm others along the way, only to get back at the other person. Angier lies to himself until the end, pretending all he did was to see the look on people’s faces when they see his tricks while the movie shows us clearly that both do what they do for success, fame and revenge. And Cutter is right when he calls Angier out on it, calling it a child’s obsession. It is childish and self-righteous what both of them are doing. This is what makes them so unlikeable.

The storyline about Tesla was a nice bit. In the beginning, I just liked it because Tesla. In hindsight, I also like it because it adds another layer on top with the whole illusion/reality theme because Tesla’s invention is handled as „real magic“ within the story whereas as a viewer, I also know it’s another illusion in the movie, as in: it’s not real in our reality.

All in all, I appreciated the movie. It asks a lot of very good questions about what we do for success and fame and how far we are willing to go to get what we think we deserve. The fact that I could barely sleep because my brain was turning over all these questions in my head shows me that it’s actually a quite good story. It was also very well executed because it conveyed its message on different levels. In the beginng of the movie, Cutter explains how illusions work in three parts, the last of them being the Prestige. And the whole movie works that way. Cutter explains that the audience is aware that it’s a trick but doesn’t look carefully enough at it because it actually doesn’t want to know how the trick works. The sentence is repeated in the end of the movie and spoke directly to me because all the revelations are foreshadowed quite well, and I was still wondering the whole time how things could be that way and when the „reality“ was revealed, I always knew that I should have known and actually wished somehow I didn’t need to know that Angier killed all his clones or that Borden sacrificed his brother for his career and his own life with his daughter. So, it was well executed, asked many good questions and made me think quite a lot. And that despite there being maybe two likeable characters (Cutter and Sarah).

3/5 stars (would have gotten 4 if it weren’t for the awful treatment of women)

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