Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Freund*innenschaft

Die letzten zwei bis vier Wochen (ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr genau, haha) habe ich damit zugebracht, One Piece zu lesen. One Piece ist ein Manga, der vor über zwanzig Jahren begonnen wurde und immer noch nicht fertig ist. Mittlerweile gibt es auf Englisch 946 Kapitel. Ich habe früher (damals, als ich noch jung war und bei meinen Eltern lebte) immer mal wieder den Anime im Fernsehen gesehen (damals, als Animes auf RTLII liefen! Ist das heute immer noch so, oder nicht mehr? Wer weiß, ich hab schließlich keinen Fernseher). Jetzt, beim Lesen, habe ich festgestellt, dass ich offenbar auch mal angefangen habe, den Manga zu lesen und dann irgendwo zwischen durch aufgehört habe. Vermutlich weil ich den einen Charakter nicht mochte, haha. Nun ja. Jetzt habe ich wieder angefangen und durchgehalten bis zum jetzigen Stand des Mangas. Und während des Lesens habe ich viel darüber nachgedacht, was das eigentlich für eine Geschichte ist, und warum ich dieses Mal weiter gelesen habe. Es folgen also nun potentiell Spoiler.

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März Recap

It’s been hard, people. Hard and exhausting. Also, change hurts.

Ansonsten habe ich erstaunlich viel konsumiert. Das liegt vermutlich daran, dass ich mehr Zeit für mich hatte. Auch wenn es sich nicht ganz so anfühlt. Ich vermute irgendwie, dass es noch mehr Zeit für mich braucht, bis irgendeine Reserve (die es bestimmt gibt) wieder aufgefüllt ist.

Erstmal habe ich A Conjuring of Light gelesen, den dritten Teil der Trilogie vom letzten Monat. Insgesamt fand ich die Trilogie spannend und gut zu lesen. Ich bleibe allerdings bei meiner Kritik vom letzten Monat und füge hinzu: Wieso ist es eigentlich so, dass Trilogien oder Fanatsybücher immer in einem Zeitraum von Wochen stattfinden? Und dann ist es plötzlich vorbei. Warum gibt es selten Pausen? (A Song of Ice and Fire ausgenommen. Das hat längere Zeiträume. Viel längere.)

Dann habe ich, auf Anraten meiner Schwester, Mistborn gelesen. Ich muss gestehen, dass ich schon lange nicht mehr so viel geweint habe bei einem Buch (oder auch sonst, abgesehen von der Folge Grey’s Anatomy heute). Ich habe richtig geschluchzt! Ein richtig gutes Buch. Und tatsächlich: hier wird schnell erklärt, und dann weiter erklärt, während die Geschichte sich bewegt. Keine 100 Seiten NICHTS, bis die Geschichte los geht. Ha! Ich habe auch gleich den zweiten Band, The Well of Ascension, gelesen und bin weiterhin begeistert. Gerade lese ich den dritten Band, mehr dazu dann wohl Ende des Monats. Das einzige, was mich stört, ist die totale Heteronormativität. Zunächst hat jede*r in diesem Buch eine*n love interest. J E D E * R. Und immer vom anderen Geschlecht. Am Anfang war das noch nicht so offensichtlich, aber je mehr Charaktere wir besser kennenlernen, desto offensichtlicher, und nervtötender, wird es. Abgesehen davon: sehr gut geschrieben, tolle Charaktere, mit denen ich mich identifizieren kann, viel Magie und sehr viele Sachen zum Mitfiebern. Wir lösen das Rätsel quasi mit Vin zusammen, zumindest hoffe ich das.

Weil ich so krank war, habe ich auch einiges geguckt. Und zwar in meiner Krankheit drei Shows: Die dritte Staffel von One Day At A Time (was jetzt abgesetzt wird, traurigerweise) und mich weiterhin sehr gut unterhalten hat, während sie, wie gewohnt, schwierige Themen ansprechen. Dann Russian Doll, was ich wirklich sehr ans Herz legen möchte. Nachdem in den ersten beiden Folgen vor allem das Problem dargelegt wurde, dachte ich: Okay, und jetzt? Und dann ging’s richtig los. Sehr schön erzählt, mit tollen Momenten und einer richtig überzeugenden Lösung des Problems. Dann habe ich Northern Rescue geguckt. Da weiß ich nicht so richtig, was ich davon halte. Vor allem hat es mich interessiert, weil es um Trauer geht. Ich finde, da wird auch gezeigt, wie unterschiedlich Menschen damit umgehen. Dann doch irgendwie zu viel fabriziertes Drama. Abgesehen davon gucke ich ja wie immer Grey’s Anatomy, was ich einfach immer noch gut finde. Die neueste Folge behandelt einen Vergewaltigungsfall und ich habe die ganze Folge lang leise vor mich hingeweint. Toll gespielt, geschrieben. Alles. Und ich mag, dass sie die Show nutzen, um gesellschaftliche Dinge anzusprechen. Im Moment läuft auch die zweite Folge Star Trek Discovery. Ich mochte die Serie ja schon im letzten Jahr. Jetzt mag ich sie irgendwie noch mehr, was auch wieder an den Charakteren und den wundervollen Beziehungen liegt. Ich habe mich ein bisschen in Spock verliebt, und in Michaels Beziehung zu Spock. <3 Was auch dazu geführt hat, dass ich angefangen habe Star Trek The Original Series zu gucken. Mehr Spock. Ich verstehe den Hype, so langsam. (Aufgewachsen bin ich ja nur mit The Next Generation und Voyager, also gibt es da noch was nachzuholen.)

Ich habe sogar ein paar Filme gesehen. In der Sneak lief Sister’s Brothers, den ich und Begleitung unglaublich langweilig fanden. Vielleicht halten wir auch beide nichts von Western. Wer weiß. Als ich krank war, habe ich dann mit einer Freundin Cinderella geguckt. Die Live-Action-Verfilmung von Disney. Wir wussten nicht, dass es die gibt! Cinderella ist auf jeden Fall ziemlich… anziehend, irgendwie. Wir haben festgestellt, dass wir vor dem Film saßen und mit großen Augen mitgefiebert haben, WÄHREND wir den ganzen Plot ziemlich banane und daneben fanden. Ein weiterer Beweis, wie sehr wir in diese Geschichten sozialisiert sind. Da ich krank war (kommt mir vor wie eine gute Ausrede) und außerdem im Cinderella-Fieber (vielleicht die ehrlichere Aussage), habe ich dann auf den Tipp der Freundin hin noch The Story Teller’s Sapsorrow geguckt, was eine Mischung aus zwei Märchen ist, eins davon Cinderella. Eher abschreckend. Und dann, weil es mein Liebling in dieser Hinsicht ist, habe ich noch Ever After geguckt. Das ist der Cinderella-Film mit Drew Barrymore. Der beste. Total subjektiv und so.

Außerdem war ich im Theater. Da habe ich Rosa und Karl geguckt. Ein Stück über Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, nach einem Roman von Alfred Döblin. Das Ganze war ziemlich religiös angehaucht, was etwas befremdlich war. (Was würde Rosa denken?) Es war auf jeden Fall hilfreich, dass wir uns die Einführung angehört haben, deswegen waren wir nicht so unvorbereitet. Abgesehen davon waren die Schauspieler*innen ziemlich gut, das Bühnenbild schön und das Stück hat viele Fragen gestellt (viele Fragen, keine Antworten).

Auf in einen neuen Monat, also.

Februar Recap

Dieser Monat war aufregend und komisch und schnell vorbei. Ich war erstaunlich oft krank. Das gefällt mir nicht. Außerdem war ich in Belgien. Das war schön. Hat Spaß gemacht. Ich habe viel Pommes gegessen und eine Waffel (immerhin!) und keine Schokolade, dafür richtig fancy Teilchen, bei denen ich wirklich nicht weiß, wie ich sie nennen soll. Außerdem hatte ich Besuch, das war auch schön. Wir sind viel gelaufen und haben viel geredet und das war sehr prächtig.

Diesen Monat habe ich zwei Filme gesehen. Einmal American Ultra, den ich sehr seltsam fand, und irgendwie witzig. In seiner Übertreibung witzig. War mit Kristen Stewart, die mag ich ja irgendwie. Und dann habe ich noch Mulan gesehen. Daran gibt es nichts auszusetzen. Das ist einer der besten Filme, immer.

Ich habe erstaunlich viele Serien geguckt diesen Monat. Lag vermutlich am krank sein. Ich war außerdem so angestrengt, dass die Serien ein bisschen den edge weggenommen haben. Nun ja. (Alles möglicherweise mit Spoilern.) Star Trek Discovery läuft gerade. Das mag ich ja bekanntlich irgendwie. Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass die Klingonen so sang- und klanglos verschwunden sind. Hab ich nicht verstanden. Ansonsten rettet Michael den Tag, wie immer. Bei Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events habe ich ein oder zwei Folgen gesehen. Das Lesen der Bücher hat mir mehr Spaß gemacht, auch wenn die Serie nicht schlecht ist. Sie packt mich nicht so. Mh. Natürlich darf auch Grey’s Anatomy nicht fehlen. Da bin ich jetzt auch unzufrieden, weil ich nicht gut finde, mit dem Meredith jetzt zusammen ist. Möp. Ansonsten bekannterweise gut. Dann gucke ich manchmal, wenn ich nicht weiß, was ich gucken soll, und ich lachen möchte, Friends. Davon aber diesen Monat nicht so viel, denn die dritte Staffel von One Day At A Time wurde ausgestrahlt. Und immer wieder bin ich überrascht und fasziniert, wie sie schwierige Themen leicht und mit Witz behandeln. Großes Kino. Irgendwo habe ich gelesen, das Finale sieht sich wie ein Serienfinale und ich stimme dem zu. Hoffe aber auf mehr. Dann musste ich mich entscheiden, was ich gucke, und ich habe mich für Sex Education entschieden. Grandios. Ja, sehr schön. Wirklich. Ich habe nicht sehr lange dafür gebraucht und ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht und manchmal mochte ich die Charaktere nicht, und das mag ich ja sehr gerne, wenn das passiert. Dann fühlen sie sich echter an. Ja. Empfehlenswert. Jetzt habe ich die erste Folge Russian Doll angefangen. Ich bin intrigued. Mehr kann ich noch nicht sagen.

Zwei Bücher habe ich „nur“ gelesen. A Darker Shade of Magic und A Gathering of Shadows von V. E. Schwab. Die ersten beiden Bände einer Trilogie. Den dritten Band lese ich gerade. Mag ich. Liest sich gut. Das StoryTelling ist langsam, was ich gar nicht schlimm finde. Es hat allerdings schon über 100 Seiten des ersten Bandes gedauert, bis eine da angekommen ist, was der Klappentext schon verraten hat. Sehr langsam. Der zweite Band war so ein Zwischenband, den ich dafür ziemlich gerne mochte. Vielleicht war es das langsame StoryTelling. Wie dem auch sei. Jetzt geht’s gerade richtig ab und ich bin gespannt, wie es endet. Oh, und mein einziger Kritikpunkt ist eigentlich Lila. Ich liebe Lila, wirklich, sie ist toll. Persönlich bin ich es so müde, von weiblichen Heldinnen zu lesen, die lieber Männer wären. Gähn gähn langweilig langweilig.

Warum ist eigentlich schon fast März? Wie ist das passiert?

Januar Recap

Dieses Mal in einem etwas anderen Format. Gelesen habe ich folgendens (übrigens in den ersten zweieinhalb Wochen des Monats, danach nichts mehr):

Brandon Sanderson, Skyward – Claim the Stars

Skyward ist der erste Band einer Science Fiction-Serie (Trilogie?). Es geht um Spensa, die in den armen Vierteln ihrer Kolonie unter der Erde aufwächst. Spensa kümmert sich um ihre Familie, indem sie in den unerforschten Tunneln um die Kolonie herum Ratten fängt, die ihre Mutter dann an die Arbeiter*innenschaft verkauft. Spensa und ihre Familie leiden darunter, dass Spensas Vater, ein früherer Pilot, als Feigling beschimpft wird und ihre Familie deswegen von vielen geschnitten wird. Spensa möchte, wie ihr Vater, Pilotin werden, und kämpft darum, sich diesen Traum erfüllen zu können. Die menschliche Kolonie auf dem Planeten Detritus wird regelmäßig von Aliens, den Krell, angegriffen und die Pilot*innen kämpfen gegen diese Angriffe, um die überlebende Menschheit zu schützen. Wer oder was die Krell genau sind und warum sie die Menschheit angreifen, ist unklar.

Das Buch beschreibt die Welt und das Geschehen aus Spensas Perspektive. Am Anfang musste ich mich ein wenig an Spensa gewöhnen, weil sie eine sehr große Klappe und eine ungewohnte Art sich auszudrücken hat. Ich hab mich schnell daran gewöhnt und es hat mich noch mehr gefreut, dass dieser Aspekt von Spensas Persönlichkeit im Laufe des Buches explizit thematisiert wurde und Spensa eine gut geschriebene und plausible Charakterentwicklung durchgemacht hat. Das Buch war seit langem mal eins, bei dem ich wirklich mitgefiebert habe und wissen wollte, wie es weiter geht. Einerseits, was Spensas Geschichte angeht, und auch, was die Geschichte um ihren Vater angeht. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil, und freue mich jetzt schon darauf, ihn irgendwann lesen zu dürfen.

Virginie Despentes – King Kong Theorie

King Kong Theorie ist eine Sammlung von in sich geschlossenen Essays von Virginie Despentes. Es ist eine Mischung aus feministischen Essays und Berichten aus ihrem Leben. Despentes‘ Sprache ist teilweise sehr vulgär und direkt, was ich sehr mochte. Sie bringt die Dinge aus ihrer Sicht gut auf den Punkt. Ihre Ansichten waren teilweise ein bisschen anders als die, die ich schon kannte, was vermutlich daran liegt, dass sie aus dem französischen Diskurs kommt und nicht aus einem englischsprachigen. Einige ihrer Theorien über Pornographie und Männlichkeit fand ich sehr anregend und habe ich so nie vorher gehört. Besonders eindrücklich und überzeugend fand ich, wie sie Vergewaltigung mit Todesangst verbunden hat. Der Essay hat mich sehr angesprochen und hat auch gut zu meinen eigenen Erfahrungen gepasst. Aus dieser Perspektive betrachtet, haben einige Erlebnisse aus meinem eigenen Leben mehr Sinn gemacht. Ich stimme nicht mit all ihren Ansichten überein. Insgesamt war es ein zum Nachdenken anregendes Buch, das ich nicht am Stück, sondern immer wieder mit einigem Abstand gelesen habe.

Charles Dickens – Weihnachtserzählungen

Das Buch habe ich vor ewigen Zeiten von meiner Oma geschenkt bekommen und ich bin nie dazu gekommen, es zu lesen. Ende 2018 habe ich dann angefangen. Es enthält drei Kurzgeschichten, von denen die erste die Weihnachtsgeschichte um Scrooge ist. Die war kürzer als ich dachte, und erinnert mich sehr an meine Kindheit. (Da der Disney-Film dazu auch kürzer war als ich dachte, macht das wohl das voran geschrittene Alter.) Die anderen drei Geschichten waren durchmischt. ‚Das Heimchen am Herd‘ fand ich dabei am schönsten, auch von der Moral der Geschichte her. Die anderen beiden, ‚Der Kampf des Lebens‘ (vorhersehbar) und ‚Die Glocken‘ (moralisch fragwürdig) fand ich nicht besonders ansprechend. Angenehm und leicht geschrieben waren sie alle, deswegen gut zu lesen. Ich stimme nur nicht immer mit Dickens‘ Moralvorstellungen überein.

Somaiya Daud, Mirage

Vorweg: Ich mochte das Buch. Ich mochte, dass es viele weibliche Charaktere gab, die schöne und komplizierte Beziehungen zueinander haben. Ich mochte auch den arabischen (irgendwo habe ich marokkanisch gelesen) Einfluss. Das ist das erste Mal, dass ich das in Fantasy/Sci-Fi lese. Der Anfang des Buches las sich langsam, dann ab der Mitte des Buches ging es von der Geschichte her richtig los und ab da konnte ich das Buch auch nicht mehr weglegen. Die Storyline ist nicht besonders innovativ und teilweise sehr vorhersehbar, und lässt sich gleichzeitig sehr gut lesen. Ich bin auf den weiteren Verlauf gespannt und hoffe auf ein paar spannende Sachen.

bell hooks, All About Love

Ich weiß nicht mehr, wie oft ich das Buch in den letzten drei (?) Jahren gelesen habe. Vermutlich drei oder vier Mal. Es hat mich dieses Mal nicht mehr so beeindruckt wie bei den letzten Malen, und ich konnte immer noch einiges daraus mitnehmen. Es ist ein bisschen wie eine Erinnerung an die Dinge, die mir wichtig sind und eine Frage, wie ich leben und Beziehungen führen möchte. Ich würde es nach wie vor sehr empfehlen.

Diesen Monat habe ich nur einen Film gesehen, und auch den nur halb. L. und ich haben Harry Potter and The Goblet of Fire angefangen zu gucken (auf Neujahr), und nach der Hälfte waren wir 1. zu müde und 2. zu genervt. Was ist mit den Haaren der Leute im Film los? Und warum ist Harry noch nerviger und langsamer als sonst? I don’t know!

An Serien habe ich das Weihnachtsspecial von The Chilling Adventures of Sabrina gesehen. Hat mir gut gefallen. Magie und tolle Frauen und spannende Storyline. Jajaja. Dann habe ich eine Folge Friends geguckt, zum Zeitvertreib. Ich bin ja jetzt wieder am Anfang. Außerdem habe ich zwei Folgen Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events gesehen. Jetzt hänge ich wieder. Irgendwie bleibe ich immer in der Mitte einer Storyline hängen. Egal. Die ganze Serie ist mittlerweile online, von daher kann ich ja ganz entspannt weiter gucken. Dann ging Grey’s Anatomy wieder los, und ich habe genau eine Folge gesehen und es war toll und ich mochte es sehr. Mit S. gucke ich Gravity Falls, wann immer wir mal dazu kommen. Es geht also sehr langsam voran, und belustigt mich immer noch sehr. Und zuletzt habe ich noch die zwei neuen Folgen Star Trek Discovery geschaut, als ich nach meinem Umzug so fertig war, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte. Yay!

Ach ja, umgezogen bin ich auch. Und wenn das hier online geht, dann bin ich im Urlaub, and that’s a really good thing.

November Recap

Es is schon der erste Advent. (Dann geschrieben, zu spät veröffentlicht.) So schnell geht das Jahr vorbei. Es hat gefühlt gerade erst angefangen. Und aus dem Zug habe ich gerade zwei Rehe am Wegesrand gesehen und mich gewundert, dass diese Tiere einfach noch so rumlaufen, am Wegesrand, außerhalb von ausgezeichneten Gehegen.

Ich war krank, zehn Tage lang, und gefühlt habe ich daher viel geguckt. Ich habe mich auch ein bisschen zurückgezogen, wobei das ja schon fast nichts Neues mehr ist. Ich habe die erste Staffel La Casa de las Flores zu Ende geguckt. Ich fand’s sehr unterhaltsam und erstaunlich herzerwärmend. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Für mich, die ich in der Thematik nicht so drin stecke, fand ich die Serie sehr transfreundlich. Auch das hatte ich nicht so erwartet. Diesen Monat habe ich es dann auch mal geschafft, La Casa de Papel zu Ende zu schauen. Es hat mir gefallen, die Serie auch ein bisschen zu strecken und nicht so durchzugucken. Sehr aufregende Serie, tat mir gut. Beim Gucken der beiden Serien lerne ich ein bisschen Spanisch, ist vielleicht auch nicht schlecht, carinho. Außerdem habe ich Elementary weiter geguckt, und bin jetzt mit der fünften Staffel durch. Es gibt noch eine sechste, aber gerade noch nicht auf Netflix, deswegen habe ich mal eine Pause eingelegt. Die nächsten Krimi-Serien stehen schon auf meiner Liste, es bleibt also ein Genre, was ich irgendwie gerne gucke. Mit J. habe ich angefangen, Avatar zu gucken. Bisher sind wir nicht sonderlich weit gekommen, was mich nicht stört, weil ich die Serie eh kenne. Als ich krank war, habe ich vor allem The Chilling Adventures of Sabrina geguckt. Die Serie hat mir sehr gefallen, es ist eine etwas düstere Neuauflage von Sabrina, total verhext. Mir gefällt das Düstere daran auch ganz gut, und falls sich mal jemensch gefragt haben sollte, was so meine Grenze ist: Diese Serie kann ich noch gut gucken, ohne dass ich alleine Angst habe. Alles danach vermutlich nicht mehr. Dann habe ich wieder regelmäßiger angefangen, mein Französisch bei Duolingo zu üben, und deswegen auch wieder angefangen, Marseille zu gucken, um mein Französisch zu üben. Ich weiß gar nicht so genau, ob ich die Serie eigentlich mag. Ich hab mich mittlerweile an die Charaktere gewöhnt, das passiert allerdings vermutlich automatisch. Ansonsten ist es sehr politiklastig und herausfordernd für meine Französischkenntnisse, weil es viele Fachwörter gibt, die ich nicht kenne, oder nur aus dem Kontext verstehen kann.

Filme habe ich diesen Monat drei gesehen. Zum einen haben wir von dem Verein, in dem ich bin, den Film Blut muss fließen gezeigt. Den kann ich sehr empfehlen. Ich hatte den Film vorher nicht gesehen, sondern nur mal eine Berichterstattung darüber. Es geht dabei um die Rechtsrock-Szene in die Deutschland und wie gefährlich, gewaltbereit und menschenfeindlich die Szene ist. Das Erschreckende an dem Film finde ich, dass er schon Anfang der 2000er Jahre gedreht wurde, bis heute nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt wird, und leider immer aktueller wird anstatt veraltet. Gerade vor dem Hintergrund des NSU ist es interessant, den Film zu sehen, da die drei Hauptverantwortlichen Teil dieser Szene und vermutlich aus dieser Szene heraus unterstützt wurden. Falls der Film also bei Euch in der Gegend gezeigt wird, schaut ihn Euch an, wenn Ihr es ertragen könnt. Dann habe ich im Kino Fantastic Beasts 2 – The Crimes of Grindelwald geguckt. Den Film fand ich sehr enttäuschend. Cinematographisch war der Film wunderschön, tolle Szenerie, schöne Musik. Aber die Geschichte war einfach so schlecht: teilweise hat es keinen Sinn gemacht, JKR bricht ihre eigenen Regeln und ihr selbst aufgestellte Geschichte, und auch die Charakterentwicklung war so schlecht nachvollziehbar. Zudem gab es viele Kopfnickerei an Fans, die ich zwar alle verstanden habe, die ich aber dennoch überflüssig finde, weil sie den anderen Zuschauer*innen in keinster Weise erklärt wurden, noch für die Geschichte irgendwie wichtig waren. Als Letztes habe ich in der Sneak dann Under the Silver Lake gesehen. Den Film fand ich ziemlich schrecklich. Die Kameraführung war unglaublich sexistisch (es könnte vermutet werden, dass das überzeichnet und so gedacht war, aber auch dann sehe ich nicht, was das bringen soll), der Film hat hinten und vorne keinen Sinn gemacht und hat dafür viel zu lange gedauert. Überflüssig.

Letzten Monat habe ich noch das Buch Zoom von Sha’an d’Anthes „gelesen“. Ein sehr schön gezeichnetes Kinderbuch. Nach Monaten habe ich dann auch mal Denken ohne Geländer von Hannah Arendt gelesen, eine Sammlung von Essays ihrerseits. Das war ganz interessant, wobei ich auch nicht alles verstanden habe, weil die Essays teils ohne Kontext entweder des geschichtlichen Kontextes oder ihres Werkes schwer zu verstehen waren. Als einen ersten Blick in ihr Werk fand ich das Buch allerdings gut. Bon Freund*inne hatte ich Alles Gaza von Etgar Keret und Samir El-Youssef ausgeliehen. Dabei handelt es sich um mehrere Kurzgeschichten des israelischen Autors Etgar Keret und eine längere Kurzgeschichte des palästinensischen Autors Samir El-Youssef. Die Geschichten der beiden waren teilweise wirklich sehr seltsam und abgefahren, und dann auch immer wieder sehr lehrreich oder berührend. Danach habe ich The Wicked Deep von Shea Ernshaw gelesen. Es geht dabei um das junge Mädchen Penny, die in einer Stadt wohnt, die jedes Jahr von den Geistern dreier Schwestern heimgesucht wird. Den Ansatz und die Geschichte fand ich gar nicht so schlecht. Allerdings fand ich den Plottwist sehr durchschaubar und der war mir vom zweiten Kapitel an klar. Abgesehen davon finde ich die Prämisse, dass Frauen eine „Heilung“ oder „Rettung“ durch die Liebe eines Mannes finden können etwas unbefriedigend. Außerdem habe ich I felt a Funeral, in my brain von Will Walton gelesen. Das Buch beschäftigt sich mit Trauer und ich mochte den Aufbau des Buches sehr, auch wenn es anfangs sehr ungewohnt war. Auch die anderen Themen, die im Buch vorkommen, sind wichtige Themen, u.a. Alkoholismus und Homosexualität. Die spielen keine vordergründige Rolle, dafür sind sie wie selbstverständlich Teil der Geschichte, das hat mir sehr gut gefallen und fand ich gut gemacht. Und zu guter Letzt habe ich dann endlich Der Klang der Zeit zu Ende gelesen. Das Buch habe ich eigentlich schon Anfang des Jahres angefangen, dann eine lange Pause gemacht und es hetzt relativ schnell zu Ende gelesen. Ein sehr schönes Buch, das ich jetzt zum zweiten Mal gelesen habe. Es geht um Musik, und das Leben einer Familie in den Vereinigten Staaten: die Mutter ist eine Afroamerikanerin und der Vater ein deutsch-jüdischer Flüchtling. Ich kann mich nicht erinnern, wieviel ich beim ersten Lesen von den ganzen Referenzen an Rassismus verstanden habe, vermutlich nicht so viele. Jetzt wahrscheinlich auch immer noch nicht alle. Dafür finde ich, dass das Buch sehr gut die Fragen aufwirft, die auch in der heutigen Gesellschaft immer noch eine Rolle spielen. Die Antworten muss dann jede*r selbst finden.

Das war dieser Monat in Medien.