Januar Recap

Dieses Mal in einem etwas anderen Format. Gelesen habe ich folgendens (übrigens in den ersten zweieinhalb Wochen des Monats, danach nichts mehr):

Brandon Sanderson, Skyward – Claim the Stars

Skyward ist der erste Band einer Science Fiction-Serie (Trilogie?). Es geht um Spensa, die in den armen Vierteln ihrer Kolonie unter der Erde aufwächst. Spensa kümmert sich um ihre Familie, indem sie in den unerforschten Tunneln um die Kolonie herum Ratten fängt, die ihre Mutter dann an die Arbeiter*innenschaft verkauft. Spensa und ihre Familie leiden darunter, dass Spensas Vater, ein früherer Pilot, als Feigling beschimpft wird und ihre Familie deswegen von vielen geschnitten wird. Spensa möchte, wie ihr Vater, Pilotin werden, und kämpft darum, sich diesen Traum erfüllen zu können. Die menschliche Kolonie auf dem Planeten Detritus wird regelmäßig von Aliens, den Krell, angegriffen und die Pilot*innen kämpfen gegen diese Angriffe, um die überlebende Menschheit zu schützen. Wer oder was die Krell genau sind und warum sie die Menschheit angreifen, ist unklar.

Das Buch beschreibt die Welt und das Geschehen aus Spensas Perspektive. Am Anfang musste ich mich ein wenig an Spensa gewöhnen, weil sie eine sehr große Klappe und eine ungewohnte Art sich auszudrücken hat. Ich hab mich schnell daran gewöhnt und es hat mich noch mehr gefreut, dass dieser Aspekt von Spensas Persönlichkeit im Laufe des Buches explizit thematisiert wurde und Spensa eine gut geschriebene und plausible Charakterentwicklung durchgemacht hat. Das Buch war seit langem mal eins, bei dem ich wirklich mitgefiebert habe und wissen wollte, wie es weiter geht. Einerseits, was Spensas Geschichte angeht, und auch, was die Geschichte um ihren Vater angeht. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil, und freue mich jetzt schon darauf, ihn irgendwann lesen zu dürfen.

Virginie Despentes – King Kong Theorie

King Kong Theorie ist eine Sammlung von in sich geschlossenen Essays von Virginie Despentes. Es ist eine Mischung aus feministischen Essays und Berichten aus ihrem Leben. Despentes‘ Sprache ist teilweise sehr vulgär und direkt, was ich sehr mochte. Sie bringt die Dinge aus ihrer Sicht gut auf den Punkt. Ihre Ansichten waren teilweise ein bisschen anders als die, die ich schon kannte, was vermutlich daran liegt, dass sie aus dem französischen Diskurs kommt und nicht aus einem englischsprachigen. Einige ihrer Theorien über Pornographie und Männlichkeit fand ich sehr anregend und habe ich so nie vorher gehört. Besonders eindrücklich und überzeugend fand ich, wie sie Vergewaltigung mit Todesangst verbunden hat. Der Essay hat mich sehr angesprochen und hat auch gut zu meinen eigenen Erfahrungen gepasst. Aus dieser Perspektive betrachtet, haben einige Erlebnisse aus meinem eigenen Leben mehr Sinn gemacht. Ich stimme nicht mit all ihren Ansichten überein. Insgesamt war es ein zum Nachdenken anregendes Buch, das ich nicht am Stück, sondern immer wieder mit einigem Abstand gelesen habe.

Charles Dickens – Weihnachtserzählungen

Das Buch habe ich vor ewigen Zeiten von meiner Oma geschenkt bekommen und ich bin nie dazu gekommen, es zu lesen. Ende 2018 habe ich dann angefangen. Es enthält drei Kurzgeschichten, von denen die erste die Weihnachtsgeschichte um Scrooge ist. Die war kürzer als ich dachte, und erinnert mich sehr an meine Kindheit. (Da der Disney-Film dazu auch kürzer war als ich dachte, macht das wohl das voran geschrittene Alter.) Die anderen drei Geschichten waren durchmischt. ‚Das Heimchen am Herd‘ fand ich dabei am schönsten, auch von der Moral der Geschichte her. Die anderen beiden, ‚Der Kampf des Lebens‘ (vorhersehbar) und ‚Die Glocken‘ (moralisch fragwürdig) fand ich nicht besonders ansprechend. Angenehm und leicht geschrieben waren sie alle, deswegen gut zu lesen. Ich stimme nur nicht immer mit Dickens‘ Moralvorstellungen überein.

Somaiya Daud, Mirage

Vorweg: Ich mochte das Buch. Ich mochte, dass es viele weibliche Charaktere gab, die schöne und komplizierte Beziehungen zueinander haben. Ich mochte auch den arabischen (irgendwo habe ich marokkanisch gelesen) Einfluss. Das ist das erste Mal, dass ich das in Fantasy/Sci-Fi lese. Der Anfang des Buches las sich langsam, dann ab der Mitte des Buches ging es von der Geschichte her richtig los und ab da konnte ich das Buch auch nicht mehr weglegen. Die Storyline ist nicht besonders innovativ und teilweise sehr vorhersehbar, und lässt sich gleichzeitig sehr gut lesen. Ich bin auf den weiteren Verlauf gespannt und hoffe auf ein paar spannende Sachen.

bell hooks, All About Love

Ich weiß nicht mehr, wie oft ich das Buch in den letzten drei (?) Jahren gelesen habe. Vermutlich drei oder vier Mal. Es hat mich dieses Mal nicht mehr so beeindruckt wie bei den letzten Malen, und ich konnte immer noch einiges daraus mitnehmen. Es ist ein bisschen wie eine Erinnerung an die Dinge, die mir wichtig sind und eine Frage, wie ich leben und Beziehungen führen möchte. Ich würde es nach wie vor sehr empfehlen.

Diesen Monat habe ich nur einen Film gesehen, und auch den nur halb. L. und ich haben Harry Potter and The Goblet of Fire angefangen zu gucken (auf Neujahr), und nach der Hälfte waren wir 1. zu müde und 2. zu genervt. Was ist mit den Haaren der Leute im Film los? Und warum ist Harry noch nerviger und langsamer als sonst? I don’t know!

An Serien habe ich das Weihnachtsspecial von The Chilling Adventures of Sabrina gesehen. Hat mir gut gefallen. Magie und tolle Frauen und spannende Storyline. Jajaja. Dann habe ich eine Folge Friends geguckt, zum Zeitvertreib. Ich bin ja jetzt wieder am Anfang. Außerdem habe ich zwei Folgen Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events gesehen. Jetzt hänge ich wieder. Irgendwie bleibe ich immer in der Mitte einer Storyline hängen. Egal. Die ganze Serie ist mittlerweile online, von daher kann ich ja ganz entspannt weiter gucken. Dann ging Grey’s Anatomy wieder los, und ich habe genau eine Folge gesehen und es war toll und ich mochte es sehr. Mit S. gucke ich Gravity Falls, wann immer wir mal dazu kommen. Es geht also sehr langsam voran, und belustigt mich immer noch sehr. Und zuletzt habe ich noch die zwei neuen Folgen Star Trek Discovery geschaut, als ich nach meinem Umzug so fertig war, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte. Yay!

Ach ja, umgezogen bin ich auch. Und wenn das hier online geht, dann bin ich im Urlaub, and that’s a really good thing.

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November Recap

Es is schon der erste Advent. (Dann geschrieben, zu spät veröffentlicht.) So schnell geht das Jahr vorbei. Es hat gefühlt gerade erst angefangen. Und aus dem Zug habe ich gerade zwei Rehe am Wegesrand gesehen und mich gewundert, dass diese Tiere einfach noch so rumlaufen, am Wegesrand, außerhalb von ausgezeichneten Gehegen.

Ich war krank, zehn Tage lang, und gefühlt habe ich daher viel geguckt. Ich habe mich auch ein bisschen zurückgezogen, wobei das ja schon fast nichts Neues mehr ist. Ich habe die erste Staffel La Casa de las Flores zu Ende geguckt. Ich fand’s sehr unterhaltsam und erstaunlich herzerwärmend. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Für mich, die ich in der Thematik nicht so drin stecke, fand ich die Serie sehr transfreundlich. Auch das hatte ich nicht so erwartet. Diesen Monat habe ich es dann auch mal geschafft, La Casa de Papel zu Ende zu schauen. Es hat mir gefallen, die Serie auch ein bisschen zu strecken und nicht so durchzugucken. Sehr aufregende Serie, tat mir gut. Beim Gucken der beiden Serien lerne ich ein bisschen Spanisch, ist vielleicht auch nicht schlecht, carinho. Außerdem habe ich Elementary weiter geguckt, und bin jetzt mit der fünften Staffel durch. Es gibt noch eine sechste, aber gerade noch nicht auf Netflix, deswegen habe ich mal eine Pause eingelegt. Die nächsten Krimi-Serien stehen schon auf meiner Liste, es bleibt also ein Genre, was ich irgendwie gerne gucke. Mit J. habe ich angefangen, Avatar zu gucken. Bisher sind wir nicht sonderlich weit gekommen, was mich nicht stört, weil ich die Serie eh kenne. Als ich krank war, habe ich vor allem The Chilling Adventures of Sabrina geguckt. Die Serie hat mir sehr gefallen, es ist eine etwas düstere Neuauflage von Sabrina, total verhext. Mir gefällt das Düstere daran auch ganz gut, und falls sich mal jemensch gefragt haben sollte, was so meine Grenze ist: Diese Serie kann ich noch gut gucken, ohne dass ich alleine Angst habe. Alles danach vermutlich nicht mehr. Dann habe ich wieder regelmäßiger angefangen, mein Französisch bei Duolingo zu üben, und deswegen auch wieder angefangen, Marseille zu gucken, um mein Französisch zu üben. Ich weiß gar nicht so genau, ob ich die Serie eigentlich mag. Ich hab mich mittlerweile an die Charaktere gewöhnt, das passiert allerdings vermutlich automatisch. Ansonsten ist es sehr politiklastig und herausfordernd für meine Französischkenntnisse, weil es viele Fachwörter gibt, die ich nicht kenne, oder nur aus dem Kontext verstehen kann.

Filme habe ich diesen Monat drei gesehen. Zum einen haben wir von dem Verein, in dem ich bin, den Film Blut muss fließen gezeigt. Den kann ich sehr empfehlen. Ich hatte den Film vorher nicht gesehen, sondern nur mal eine Berichterstattung darüber. Es geht dabei um die Rechtsrock-Szene in die Deutschland und wie gefährlich, gewaltbereit und menschenfeindlich die Szene ist. Das Erschreckende an dem Film finde ich, dass er schon Anfang der 2000er Jahre gedreht wurde, bis heute nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt wird, und leider immer aktueller wird anstatt veraltet. Gerade vor dem Hintergrund des NSU ist es interessant, den Film zu sehen, da die drei Hauptverantwortlichen Teil dieser Szene und vermutlich aus dieser Szene heraus unterstützt wurden. Falls der Film also bei Euch in der Gegend gezeigt wird, schaut ihn Euch an, wenn Ihr es ertragen könnt. Dann habe ich im Kino Fantastic Beasts 2 – The Crimes of Grindelwald geguckt. Den Film fand ich sehr enttäuschend. Cinematographisch war der Film wunderschön, tolle Szenerie, schöne Musik. Aber die Geschichte war einfach so schlecht: teilweise hat es keinen Sinn gemacht, JKR bricht ihre eigenen Regeln und ihr selbst aufgestellte Geschichte, und auch die Charakterentwicklung war so schlecht nachvollziehbar. Zudem gab es viele Kopfnickerei an Fans, die ich zwar alle verstanden habe, die ich aber dennoch überflüssig finde, weil sie den anderen Zuschauer*innen in keinster Weise erklärt wurden, noch für die Geschichte irgendwie wichtig waren. Als Letztes habe ich in der Sneak dann Under the Silver Lake gesehen. Den Film fand ich ziemlich schrecklich. Die Kameraführung war unglaublich sexistisch (es könnte vermutet werden, dass das überzeichnet und so gedacht war, aber auch dann sehe ich nicht, was das bringen soll), der Film hat hinten und vorne keinen Sinn gemacht und hat dafür viel zu lange gedauert. Überflüssig.

Letzten Monat habe ich noch das Buch Zoom von Sha’an d’Anthes „gelesen“. Ein sehr schön gezeichnetes Kinderbuch. Nach Monaten habe ich dann auch mal Denken ohne Geländer von Hannah Arendt gelesen, eine Sammlung von Essays ihrerseits. Das war ganz interessant, wobei ich auch nicht alles verstanden habe, weil die Essays teils ohne Kontext entweder des geschichtlichen Kontextes oder ihres Werkes schwer zu verstehen waren. Als einen ersten Blick in ihr Werk fand ich das Buch allerdings gut. Bon Freund*inne hatte ich Alles Gaza von Etgar Keret und Samir El-Youssef ausgeliehen. Dabei handelt es sich um mehrere Kurzgeschichten des israelischen Autors Etgar Keret und eine längere Kurzgeschichte des palästinensischen Autors Samir El-Youssef. Die Geschichten der beiden waren teilweise wirklich sehr seltsam und abgefahren, und dann auch immer wieder sehr lehrreich oder berührend. Danach habe ich The Wicked Deep von Shea Ernshaw gelesen. Es geht dabei um das junge Mädchen Penny, die in einer Stadt wohnt, die jedes Jahr von den Geistern dreier Schwestern heimgesucht wird. Den Ansatz und die Geschichte fand ich gar nicht so schlecht. Allerdings fand ich den Plottwist sehr durchschaubar und der war mir vom zweiten Kapitel an klar. Abgesehen davon finde ich die Prämisse, dass Frauen eine „Heilung“ oder „Rettung“ durch die Liebe eines Mannes finden können etwas unbefriedigend. Außerdem habe ich I felt a Funeral, in my brain von Will Walton gelesen. Das Buch beschäftigt sich mit Trauer und ich mochte den Aufbau des Buches sehr, auch wenn es anfangs sehr ungewohnt war. Auch die anderen Themen, die im Buch vorkommen, sind wichtige Themen, u.a. Alkoholismus und Homosexualität. Die spielen keine vordergründige Rolle, dafür sind sie wie selbstverständlich Teil der Geschichte, das hat mir sehr gut gefallen und fand ich gut gemacht. Und zu guter Letzt habe ich dann endlich Der Klang der Zeit zu Ende gelesen. Das Buch habe ich eigentlich schon Anfang des Jahres angefangen, dann eine lange Pause gemacht und es hetzt relativ schnell zu Ende gelesen. Ein sehr schönes Buch, das ich jetzt zum zweiten Mal gelesen habe. Es geht um Musik, und das Leben einer Familie in den Vereinigten Staaten: die Mutter ist eine Afroamerikanerin und der Vater ein deutsch-jüdischer Flüchtling. Ich kann mich nicht erinnern, wieviel ich beim ersten Lesen von den ganzen Referenzen an Rassismus verstanden habe, vermutlich nicht so viele. Jetzt wahrscheinlich auch immer noch nicht alle. Dafür finde ich, dass das Buch sehr gut die Fragen aufwirft, die auch in der heutigen Gesellschaft immer noch eine Rolle spielen. Die Antworten muss dann jede*r selbst finden.

Das war dieser Monat in Medien.

Linkschau #35

Es ist wieder Zeit. Wenn wir ehrlich sind, ist es schon drüber. So what. Hier kommt die Maus:

Doris Akrap schreibt im Guardian über Chemnitz und wie deutsche Politiker*innen rechtem Gedankengut den Weg bereiten.  [Englisch]

Bei sterben üben gibt es einen Gastbeitrag von Johanna, in dem sie über ihre Fehlgeburt schreibt.

Feline schreibt bei innenansicht darüber, dass unsere Gesellschaft auf die Zweisamkeit ausgerichtet ist.

In der The Mary Sue schreibt Princess Weekes darüber, was die Show Game of Thrones uns von den Charakteren aus A Song of Ice and Fire genommen hat. Es beginnt mit den Starks und geht dann weiter mit Cersei, Dany und Shae. [Englisch]

Emma González schreibt in The New York Times über ihren politischen Aktivismus gegen die Waffenlobby in den USA. [Englisch]

Und mehr ist es diesen Monat auch nicht. Ich habe viele Artikel noch offen und nicht gelesen. Das wird vermutlich dazu führen, dass es im nächsten Monat einige alte Artikel geben wird. So what.

September Recap

September war so voll. So voll. Und ich war so voll mit Menschen, dass ich mich viel zurück gezogen habe. Das hat dazu geführt, dass ich viel gelesen und geguckt habe. Keine hochphilosophischen Sachen. Das brauchen ich und mein Gehirn gerade nicht. Wir sind sehr zufrieden mit einfachen Sachen. Simpel. Leicht zu konsumieren.

Zuerst habe ich Sapiens von Yuval Noah Harari gelesen. Das war sehr interessant, gut geschrieben, gut erklärt. Nicht alles war neu, aber ich fand interessant, wie er die Dinge verbunden hat. Das hat mir nochmal ein paar interessante Gedankenanstöße gegeben. (Das war vielleicht kein so leichtes Buch, aber am Anfang des Monats war ich vermutlich noch empfänglicher für kompliziertere Sachen.) Dann habe ich Das Mädchen, mit dem die anderen Kinder nicht verkehren durften von Irmgard Keun gelesen. Irmgard Keun scheint eine interessante Person zu sein, die auf jeden Fall sehr unterhaltsame Kinderbücher geschrieben hat, über unangepasste Mädchen, und deren Bücher deswegen von den Nazis verboten wurden. Ich habe sehr gelacht über das Buch. Schön und kurzweilig. Only Ever Yours von Louise O’Neill habe ich an einem Abend gelesen. Das war, als ich Menschen nicht mehr ertragen konnte und alleine mit einem Buch sein musste. Was passt da besser als ein Young Adult-Buch? Ich mochte die Ideen hinter ihrer Story teilweise echt gerne. Besonders gut geschrieben fand ich’s nicht, eher so, dass ich es schnell lesen konnte. Ziemlich dystopisch, hat mich irgendwie auch ein bisschen an The Handmaid’s Tale erinnert. Von Caragh O’Brien habe ich die Birthmarked-Trilogie gelesen, namentlich Die Stadt der verschwundenen Kinder, Das Land der verlorenen Träume und Der Weg der gefallenen Sterne. Dabei ging es um eine Hebamme in einer dystopischen Zukunft. Ganz gut zu lesen. Ich mochte irgendwie, dass der Protagonistin dieses Mal drei Männer zu Füßen lagen anstatt der obligatorischen Zwei, zwischen denen sie sich dann entscheiden muss. Außerdem waren die Männer wider Erwarten nett zueinander. (Innerlich lache ich über die Zusammenhang der Bücher. Es ging natürlich eigentlich um ganz andere Dinge, nämlich um Gesellschaft und Zusammenleben und Gerechtigkeit. Aber dann gibt es immer diese hineingeschmissene Liebesgeschichte. Was wären Geschichten nur ohne? /sarkasmus) Die letzten beiden Bücher, die ich gelesen habe, sind Die Erbin der Welt und Die Gefährtin des Lichts von N. K. Jemisin gelesen. Auch eine Trilogie, den letzten Band habe ich noch nicht angefangen, aber er wartet schon auf mich. Diese Bücher sind ziemlich gut geschrieben, mit sehr spannenden Charakteren und guter Story. Außerdem gefällt mir, dass jedes Buch um eine andere Protagonistin kreist, um die Geschichte weiter zu erzählen. Das finde ich sehr schön. (Ich bin ein bisschen verblüfft, dass ich diesen Monat acht Bücher gelesen habe, aber ich brauchte wirklich Zeit für mich selbst und ich habe kaum Leute getroffen und Bücher lesen ist immer noch das, was mir besonders gut tut. Außerdem kann ich dabei wunderbar alleine sein. Und ich kann ziemlich schnell lesen. Mh. )

Ich habe ein bisschen Santa Clarita Diet geguckt. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich es mag. Ich finde, es läuft sehr schleppend an. Ich mag Drew Barrymore, und ich mag sie in der Serie zu sehen. Aber ich weiß noch nicht so richtig, ob ich die Serie wirklich mag. Dann habe ich zwei Folgen The West Wing geguckt, for old times sake. Ich habe festgestellt, dass ich die Serie immer noch mag und es mir vermutlich Spaß machen würde, sie weiter zu gucken. Allerdings ist es mir im Moment etwas zu schwer. Als ich L. besucht habe, haben wir sechs Folgen von Dear White People ge-binge-watched. Damit liegt die zweite Staffel hinter uns. In der Mitte fand ich die Folgen ein bissche schwach, aber gegen Ende wieder besser. Außerdem habe ich wieder angefangen Elementary zu gucken. Ich wusste, dass ich irgendwann am Anfang der dritten Staffel aufgehört hatte, war mir aber nicht mehr sicher, wo genau. Deswegen habe ich bei der dritten Staffel von vorne angefangen. Das ist leicht zu gucken, weil Krimi-Serien, abgesehen von dem ganzen Mord, nicht allzu schwere Kost sind. (Ich weiß nicht, ob ich das verständlich machen kann. Be that as it may.) Abgesehen davon ist September und am Donnerstag sind die ersten beiden Folgen der neuen Grey’s Anatomy-Staffel angelaufen. Ich mag das. Ich lache und weine. (Und ich sage das immer, wenn ich darüber rede.) Ich finde Ellen Pompeo unglaublich toll, immer noch. Es ist, wie zuhause. Irgendwie. Ich kann das nicht erklären.

Dann habe ich noch ein paar Filme gesehen. In der Sneak lief The Book Club. Davon habe ich aber nur zehn Minuten gesehen, als sie dann mit „Fifty Shades of Grey“ anfingen, war meine Geduld aufgebraucht. Außerdem habe ich Set It Up gesehen, wegen Lucy Liu (und deswegen kam ich glaube ich darauf, auch wieder Elementary zu gucken, denn Lucy Liu mag ich auch). Den fand ich etwas blöd. Und am Ende hat der Film leider auch rassistische Stereotype gegenüber schwarzen Männer bestätigt und wiederholt, das war mir nicht allzu sympathisch. Dann habe ich Sierra Burgess is a Loser gesehen, den ich an sich gar nicht so schlimm fand bis circa 10 Minuten vor Ende. Abgesehen davon ist es ein Teenie-Film, und trotz allem ein ziemlich typischer. In der Sneak lief dann noch The man who killed don Quixote, und da ich beim letzten Mal schon eher gegangen bin, bin ich dieses Mal geblieben. Obwohl mir von Anfang an klar war, dass ich ihn vermutlich nicht mögen würde, weil Monty Python. (Oder Teile von Monty Python, whatever.) Adam Driver hat den Film leider nicht gerettet. Der Humor war furchtbar, der Film sexistisch und rassistisch und so stereotypisierend. Ich vermute, dass der Film irgendeine Kritik anbringen wollte. Allerdings meiner Meinung nach nicht besonders … geschickt. Ich weiß nicht, ob ich mit dem Humor einfach nichts anfangen kann (es kann nicht grundsätzlich britischer Humor sein, denn es gibt einige britische Dinge, die ich sehr lustig finde), aber diese Form von Humor finde ich so platt und billig und langweilig, dass ich nicht mal leicht lachen muss. Nun ja.

Im endlich-Podcast ging es in der letzten Episode, die ich mir angehört habe, um Trauer. Das war ziemlich spannend und ich habe nochmal was über mich gelernt. Ist das nicht schön?

Jetzt ist der September vorbei, und ich erinnere mich nicht, wie das passiert ist. Zugegebenermaßen war ich die Hälfte des Monats unterwegs, was vielleicht dazu beigetragen hat, dass die Zeit so schnell vorbeiging. Gestern war übrigens Demo in Hamburg. Das war wichtig und schön. Mit schönen Menschen.

<3

August Recap

Der August kam und ging. So schnell! Ich vermute ja, dass es an der vielen Arbeit liegt, dass der Monat mir so kurz vorkam. Puh! Eine Person ist ausgezogen, eine andere ein, und eine fehlt noch. So viel Wechsel, alles bleibt turbulent.

Was war medienmäßig so los?

Gelesen habe ich erst Sie kam und blieb von Simone de Beauvoir. Ich finde ihren Stil etwas gewöhnungsbedürftig und der Roman war überraschend gesprächslastig. Das Ende hat mich ein bisschen schockiert. Allerdings fand ich sehr gut beschrieben, wie sie sich so fühlt (sie, die Hauptperson und sie, die Autorin, weil es ja sehr autobiographisch sein soll), besonders in den Szenen, wenn sie ihr eigenes Selbst durch eine andere Person bedroht fühlt. Das kenne ich. Dann habe ich Untenrum frei von Margarete Stokowski gelesen. Das Buch las sich sehr leicht, es ist witzig, auch wenn es traurig ist. Viel Neues gab es darin nicht für mich, aber ich lese ja auch gerne feministische Bücher, um danach besser entscheiden zu können, wem ich wohl welches leihen/empfehlen könnte. Und zu guter Letzt habe ich noch If They Come for Us von Fatimah Asghar gelesen, ein Gedichtband, mit sehr eindrücklichen, schönen und manchmal erdrückenden Bildern.

Bei J. in  Berlin habe ich Detective Conan geguckt, ein paar Folgen durcheinander. Ich mag den Manga ganz gerne, aber irgendwann stört es, dass sich so viel immer wieder wiederholt. Das ist mein Problem mit Mangas, die unendlich sind. wie One Piece. Oder FairyTale. Außerdem habe ich mit J. auch eine Folge Dietland geguckt, was ich ganz interessant finde, aber ich habe kein Amazon Prime. Und irgendwie auch gerade keine Lust auf so Kram. Da ich Friends ja fertig habe (ich werde sicher bald von Neuem beginnen, weil es mir gute Laune macht), brauchte ich was anderes Lustiges, und habe beide staffeln von One Day At A Time geguckt die letzten Wochen. Kurz und unterhaltsam. Leider geht’s erst 2019 weiter. Deswegen habe ich jetzt mit Santa Clarita Diet angefangen, was so ein bisschen zombie-mäßig ist. Ich mag ja eigentlich keine Zombies, aber ich mag Drew Barrymore. Ich habe erst zwei Folgen gesehen, deswegen keine Ahnung, ob ich das weiter gucke.

In Berlin habe ich mit J. dann auch noch Three Billboards Outside Ebbing, Missouri gesehen und den fand ich großartig. Der Turn war einfach so gut und hat mich richtig verarscht, weil ich meine eigenen Vorurteile so gemerkt habe und das war einfach nur großes Kino. Dann habe ich mit C. Finding Dory gesehen, den ich süß fand, aber nicht so gut wie Finding Nemo. Und auch nicht so gut wie andere Disneyfilme. Aber süß und ein bisschen lustig. In der OV Sneak lief blackkklansman. Der war ebenfalls richtig gut. Ich habe noch nie ein Kino erlebt, das am Ende eines Films so leise war. Und dann habe ich irgendwo im Internet gelesen, dass Spike Lee meinte, er hätte gewusst, dass er einen guten Abspannsong brauche, und ich dachte nur „Ja, ich weiß auch warum.“ Ich glaube, die Menschen im Kino hätten sich nie mehr bewegt, wenn nicht nach ein paar Sekunden die Musik angegangen wäre. Richtig krasser Film, totally recommend. Hat mich super wütend und traurig gemacht. Und dann habe ich vor meinem Feldaufenthalt noch To All The Boys I’ve Loved Before geguckt, wo ich mir nicht sicher bin, ob ich das Buch gelesen habe, so what, und der süß war. Einfach halt und süß. So.

Das war der Monat. Ich war außerdem noch auf einer Insel in einem Meer, das war vom Klima und der Landschaft und allem, was Meer mit mir macht super. <3