Veränderungen

Ich hatte eine Woche Urlaub, und wie schön es war! Ich hab zwar nicht allzu gut geschlafen, weil ich auf einer Isomatte geschlafen habe. Abgesehen davon war es toll. Ich hatte Zeit für nichts tun und für nur spaßige Sachen. Toll! Ich war schwimmen, in einem Freibad neben einem Fluß, und es war schön. Ich habe meinen neuen Bikini eingeweiht dafür, yes! Ich hatte mein Fahrrad dabei, am Ende habe ich es nur benutzt, um zum Freibad zu kommen. Immerhin! Sage ich dazu. Jetzt habe ich immer noch den Eindruck, ich könnte weiter Urlaub machen. Und gleichzeitig habe ich noch andere freie Wochen geplant in diesem Jahr, und ich will auch mit meiner Arbeit weiterkommen. Deswegen ist es schon okay, morgen wieder zu arbeiten. Ja!

Hier im Blog wird sich was ändern (siehe meinen ganz wundervoll deskriptiven Titel). Ich habe mir nach monatelangem Zögern endlich The Artist’s Way (Der Weg der Künsterin) von Julia Cameron gekauft. Noch dazu haben es mir mehrere Menschen empfohlen. Nun habe ich es also endlich, und in der letzten Woche habe ich die Zeit genutzt, die Einleitung zu lesen. The Artist’s Way ist ein zwölf-wöchiges Programm, um wieder in Kontakt mit der eigenen Kreativität zu kommen. Ich dachte, ich mache das mal. Heute habe ich dann ernsthaft angefangen, und Julia Cameron hat nicht gelogen: es ist eine Menge Arbeit. Sie warnt, dass es 10-12 Stunden pro Woche in Anspruch nehmen wird, und nach heute glaube ich das auch. Deswegen habe ich beschlossen, von meinem ziemlich regelmäßigen Rhythmus auf diesem Blog Abstand zu nehmen, denn ich weiß jetzt schon, dass ich nicht Arbeit, Kreatives Schreiben, The Artist’s Way UND das Blog wuppen kann. Das schaffe ich einfach nicht. (Nicht, dass ich jemals 12 Stunden die Woche an diesem Blog verbracht habe.) Vermutlich werde ich auch weniger schreiben können. (Oder weniger Serien/Youtube-Videos gucken und weniger lesen können. Das sieht allerdings eh niemand außer mir, von daher ist es schon okay.) Deswegen werde ich nur noch unregelmäßig und seltener schreiben und den Blog vor allem nutzen, um meine Movie Club Filmbesprechungen zu posten. (Auf Englisch, sorry.)

So viel zu den Veränderungen. Meine eigene Kreativität geht vor.

Dafür nun ein vor erst letztes Mal meine Lesetipps:

  • über Migration und Fachkräftemangel in Deutschland
  • über die Gefahr von privaten Gruppen am Beispiel von whatsapp [Englisch]
  • über Trauern im 21. Jahrhundert [Englisch]
  • wie wir mentale Gesundheit/Krankheit einteilen und was daran besser sein könnte [Englisch]
  • über Trump und das Internet [Englisch]
  • warum She-Ra ein Queerfest ist (spoilery) [Englisch]
  • über Kinder, die transgender sind [Englisch]
  • über die Berichterstattung über Kpop [Englisch]
  • über Familien und das Verheimlichen von wichtigen Ereignissen [Englisch]
  • über Ritter aus Leidenschaft [Englisch]
  • was Bildungsaufstieg mit Hierarchien in Familien macht
  • über Queen und Slim (definitiv voller Spoiler) [Englisch]
  • Gedanken zu Israel, Palästina und Deutschland (zweiteilig)
  • warum wir andere Menschen nicht dazu bewegen können, sich um andere Menschen zu sorgen [Englisch]
  • übers Schwarz-Sein als Muslim:a [Video]

So viel für heute. Einen guten Wochenstart an alle und bis zu unregelmäßigen Beiträgen!

Motiviert durch virtuelle Erfolge

Ich habe diese Woche The Farewell geguckt, und wollte eigentlich auch eine Review schreiben, aber bin noch nicht dazu gekommen. Vielleicht folgt das noch in der kommenden Woche, wenn ich Zeit finde. Ansonsten ist die kurze Review: guter Film, guckt ihn Euch an. ;)

Diese Woche habe ich endlich alle 120 Schreine in Zelda (BotW) gefunden und als Belohnung eine Waldausrüstung bekommen. Jetzt sieht Link so aus wie früher (aka in Ocarina of Time), was ich sehr entzückend finde. Ich betrachte das Spiel jetzt als durchgespielt, da ich ja auch den Endgegner besiegt habe und so. Ich könnte noch ein paar kleine Nebenaufgaben erfüllen und auch noch mal den Endgegner besiegen, aber darauf habe ich im Moment keine Lust. Vielleicht mache ich das mal zwischendurch, wenn mir langweilig ist.

Dafür habe ich mir gestern ein neues Spiel gekauft: Fire Emblem – Three Houses. Früher (als ich irgendwas zwischen 14 und 19 Jahre alt war) habe ich Fire Emblem auf dem Nintendo DS von meinem Bruder gespielt und es war ein Fest! Ich erinnere mich nicht mehr, ob ich das Spiel durchgespielt habe (eine sehr vage Erinnerung sagt ja). Da ich das Spiel gerne mochte, habe ich mich auf die Suche begeben, um es auch für die Switch zu finden. Das schwierigste an der Suche war allerdings, den Namen des Spiels rauszufinden. (Danke an dieser Stelle an meinen Bruder, der das wohl nicht lesen wird, dafür, dass er mein inkohärentes Geplapper zu dem Spiel verstanden hat.) Dann habe ich einen Artikel zu dem Spiel gelesen und damit war es beschlossene Sache. Seit heute Morgen besitze ich das Spiel und was soll ich sagen? Ich bin süchtig. Es ist ein gutes Spiel. Ich mag alles! So sehr, dass ich schon circa vier Stunden daran gespielt habe. Ähem.

Nun ja, dieses Blog entwickelt sich auf jeden Fall in eine Richtung, in der meine eigene Nerdigkeit nicht mehr so richtig zu verbergen ist. Das macht ja nichts. Ich stehe schließlich dazu.

Viel mehr gibt es nicht zu berichten. Ich arbeite (und arbeite und arbeite). Das Wetter war unerträglich warm und schwül, zum Glück ist es heute abgekühlt. Ab nächstem Wochenende habe ich eine Woche Urlaub, worauf ich mich sehr freue. Yessssss. Ich hatte auch thematisch was Anderes zu sagen, aber dann bin ich heute doch zu faul mein Gehirn dazu zu bewegen, über Klassenzugehörigkeit nachzudenken. Viel lieber will ich heute noch was schreiben und mein Spiel spielen. Schließlich erhöht das mein Selbstbewusstsein. (Habe ich in dem Artikel gelernt. Und meine Selbstwirksamkeit. Wichtige Fähigkeiten.)

Endlich (!) ein paar Links, mal wieder. Auch wenn ich den ganzen Artikeln, die mich interessieren überhaupt nicht hinterher komme. Ugh. Vielleicht mal im Urlaub.

Hier also erst mal alles, was im Entferntesten mit BLM zu tun hat:

  • Rassismus in der deutschen Polizei (gibt es ja angeblich nicht, haben wir ja alle in den Nachrichten gehört) [Englisch]
  • Wie Schwarze Kinder mit der Gewalt aufwachsen
  • Warum Rassismus das Problem ist, und nicht Schwarze Hautfarbe (dass das überhaupt erklärt werden muss…) [Englisch]
  • Lynching-Anspielungen in Kalifornien [Englisch]
  • Wie wir uns verhalten können, wenn wir Polizeigewalt beobachten
  • All Lives Matter – not [Englisch, Comic]

Hier alles Andere:

  • Passend zum letzten Link: Wir können anderen Menschen keine Empathie einreden [Englisch]
  • K-Pop Fans trollen Trump und weißes Twitter (K-Pop an sich kann für vieles kritisiert werden, und die Fans sind ziemlich geil und politisch) [Englisch]
  • Überlegungen zur Zukunft des Tourismus (die ich teilweise klassistisch finde, darüber könnt Ihr Euch dann beim Lesen selber ein Urteil bilden) [Englisch]
  • Über die politische Bedeutung von Ultra-Fans in Marokko [Englisch]
  • Falls Ihr noch nicht mitbekommen habt, dass J. K. Rowling transfeindliche Dinge tweetet [Englisch]
  • Ein Portrait über Werner Herzog, das ich irgendwie sympathisch fand [Englisch]
  • Über Menstruation und den Islam [Video]
  • Zum Konzept von compulsory heterosexuality [Video, Englisch]
  • Guerilla Open Access Manifesto [Englisch, aber auch auf Deutsch abrufbar]
  • Zum Tod von Sarah Hegazi und der queerfeindlichen Politik Ägyptens
  • Warum es nicht hilfreich ist, von „unvorstellbarer Gewalt“ zu sprechen

Habt einen guten Start in die Woche!

Review: Portrait of a Lady on Fire

Something new is happening! This film wasn’t assigned for Movie Club, and yet here I am, still writing a review. I like this very subjective spoilery way of reviewing films, although I have no idea which reviewing conventions I break or not. Who cares! Beware, as this review contains, as always, spoilers.

I watched this film with a friend for the first time, and I realized afterwards that I had watched all the other here reviewed films alone. And it does make a difference. I have deeper feelings or a deeper connection to the film when I watch it alone. There is more of a community feeling when I watch it with friends. That being said I guess that the film would have made me more sad if I had watched it alone.

We watched the movie dubbed which I think took something away from it. The dubbing seemed sometimes out of place or inappropriate, and I assume that there is a different feel to the characters in French. In hindsight, we should have probably watched it subbed, but well.

Portrait of a Lady on Fire is about Marianne, a painter who is hired to paint Héloïse for her future husband. A task not so easily accomplished because as Héloïse’s mother puts it, Héloïse doesn’t want this wedding (she used to be in a monastery) and refused to sit for the previous painter, making it impossible for him to paint her.

More than anything, this is a love story and a story about women. When the film was over, I realized that there are only a handful of scenes with men in them, and the men are completely irrelevant to the plot. Oh, the delight!

Where do I even start?

I am not sure where the film is set, I thought maybe Corsica? as Marianne is rowed to an island in the beginning of the film. Doesn’t matter where it is set, the visuals are amazing. If you for some reason don’t care about or don’t like the plot of the film, you would definitely still love the visuals. The scenery is gorgeous, both inside and outside of the house. The camera catches both the scenery and the relationships between the women perfectly.

I was confused at first when Marianne finished the first painting because this couldn’t have been the end?! Thankfully, it wasn’t. I enjoyed watching Marianne draw. It was quite beautiful and intimate to see her paint Héloïse (and herself, and Héloïse and Sophie). To be honest, everything about this film felt incredibly intimate. The looks between Marianne and Héloïse, all that gazing! The tension between them! There is no other way to put it but intimate. And sensual. It was a very sensual film, focused on the art and painting, and on the blooming love.

I feel so romantic writing all this, but it was a romantic film as well. There were so many things I liked. I think the first half of the film feels tense, and once Héloïse’s mother leaves, everything loosens. Not only between the three women in the film. You can so feel it as a viewer. The second half is so much different from the first.

I like how Sophie sits in the kitchen, doing handiwork while Héloïse and Marianne cook, how they subtly exchanged roles because they must see each other as equals. I liked how Sophie apparently knows all the locals, and takes Héloïse and Marianne with her. I liked the women singing by the fire (such beautiful voices!). I liked how Marianne and Héloïse supported Sophie during her abortion. And how the baby comforted Sophie. (That hurt a lot, in a sweet way.) I liked how they caught Sophie’s fate on paint because who else would ever paint the pain of women? There were so many little scenes that told something about solidarity and friendship between women which was incredibly comforting and beautiful.

There was also a lot of foreshadowing and pay-off. The whole part about Orpheus and Euridike, the Four Seasons, and page 28 were such beautiful (and painful) pay-offs for Marianne’s and Héloïse’s love. It was so well-made.

And as a women in a patriarchal society, it was hard to watch the lives of these women unfold, and to see and feel how little choice they had about living their lives. How Héloïse was happier in the monastery than in a marriage she didn’t want. How Marianne was supposedly more free, but still so constrained as a single women, overshadowed by her father’s name. How Sophie was constrained not only by womanhood, but also by class barriers that dissolved for some fleeting days with the other two women. And nevertheless, they owned their choices.

I think Héloïse also said something very true about the nature of romantic relationships when she confronted Marianne about wanting her for herself. How you stop being on the side of the other person when you feel like you possess them a little bit and they owe you something. They owe you happiness or fulfillment somehow, and you forget to empathise and support them with their problems.

So many aspects to love! So many possibilities to discuss! This is probably the most unhelpful review in any way, only to be understood by people who have seen this film already, but I don’t care. I’m putting it here anyway. It was a beautiful film, both visually and story-wise. Thank you, queer part of the internet, for shoving it into my face for the past couple of months so I felt obligated to finally watch it.

I give it 4/5 stars.

(Photo credit above: Pyramide Films)

Kreativloser Titel

Ich bin so müde in letzter Zeit, und vor allem in den letzten Tagen. Ein bisschen liegt es vermutlich auch an den Pollen, denn ich hab Heuschnupfen und der ist gerade anstrengend. Bäh. Das zieht Energie, plus die Sonne, die ist zwar schön, und leider auch anstrengend.

Dafür kann ich den Mond ganz blass aus meinem Fenster sehen und am Wochenende ist mir noch mal aufgefallen, wie blass die Sterne hier aussehen, weil es auch nachts zu viel Licht gibt. Schade.

Es ist schon Juni, und irgendwie ist auch schon wieder Montag. Dieses Jahr ist so seltsam. Im Grunde bin ich nur hier, weil ich ein paar Artikel teilen wollte. Es geht ein bisschen um Corona, und ein bisschen um andere Sachen, und dann geht es ganz viel um Black Lives Matter. Während die rassistische Gewalt in den USA, besonders die institutionelle und polizeiliche rassistische Gewalt, nichts Neues ist, gibt es seit Tagen landesweite Proteste, nachdem George Floyd von der Polizei ermordet wurde. Dazu haben viele andere Menschen auch schon etwas gesagt, deswegen verlinke ich einfach deren Worte.

  • Zu den Protesten in den USA und möglichen Folgen für Trump
  • Was in Minneapolis passiert [Englisch]
  • Wie die Proteste sich ausgebreitet haben und wie die Polizei mit mehr Gewalt reagiert [Englisch]
  • Warum Minderheiten wie asiatische Amerikaner:innen sich mit Schwarzen solidarisieren sollten [Englisch]
  • Was Ramsey Orta, der das Video vom Mord an Eric Garner gefilmt hat, seitdem passiert ist (besonders relevant momentan) [Englisch]
  • Warum Trump Covid-19 egal ist, seit er weiß, wer vor allem davon betroffen ist [Englisch]
  • Zur Geschichte des Rassismus gegen Schwarze in China [Englisch]
  • Über Trauer
  • Wie Covid-19 (vermutlich) übertragen wird [Englisch]
  • Zur Queerness in Frankenstein [Englisch]
  • Warum Bäume nicht unbedingt gegen den Klimawandel helfen [Englisch]
  • Über Corona und Mutter-Sein
  • Über Probleme bei der Polizei in Weimar

 

Linkschau #33

Eigentlich wollte ich das gestern noch geschrieben haben, aber dann kam was dazwischen und jetzt ist es auch schon wieder spät. Egal. Es hat sich einiges aus den letzten beiden Monaten angesammelt, und ich habe immer noch so viele Tabs offen. Wo ist die Zeit schon wieder hin?

Bei kleinerdrei ein Beitrag über Sex, Sexunfälle und Verhütung, und die Panik, die entsteht, wenn was schief geht beim Sex mit Unbekannten. Mit ein paar guten Hinweisen zu Safer Sex, die über HIV hinausgehen.

Und Levi schreibt, auch bei kleinerdrei, was er über die Kippah-Demonstrationen in Deutschland denkt.

Das Calvert Journal berichtet darüber, dass es jetzt LGBTI*-Karten für die größten litauischen Städte gibt.

Katie Orwig schreibt beim Order of the Good Death über die möglichen Ursprünge des Vatertages in den USA.

In der Zeit schrieb Vanessa Vu über die Ursprünge des Rassismus.

Und aus der taz eine Geschichte über Liebe und das Leben von Kefah Ali Deeb.

Brigitte Theißl schreibt in an.schläge über Hetero-Sex (und Macht).

Daniel Kretschmar schreibt in der taz über die Asylrechtsverschärfung von CDU und CSU.

Bei AlJazeera schreibt Lewis Turner über die Dämonisierung von männlichen geflüchteten Kindern an den Grenzen der westlichen Welt. [Englisch]

Zu empfehlen ist außerdem diese Doku vom NDR über den kleinen Unterschied zwischen Männern und Frauen in der Arbeitswelt. [Video]

Anna Akana spricht über Liebe und Tod. [Englisch, Video]

In an.schläge schreibt Nicole Schöndorfer über Hormone und die Libido (und das Patriarchat, aber das ist ja fast schon selbstverständlich).

Und dann noch ein Interview mit Christine Nöstlinger aus der taz. Wegen Franz und seinen Geschichten. Und weil sie tolle Sachen sagt.

Lea Diehl von der Zeit hat Anastassia Pletoukhina zu Antisemitismus interviewt.

Und Jasmin Schreiber, die sonst übers Sterben schreibt, hat einen sehr guten und eindrücklichen Text über Depressionen geschrieben. Because that’s how it feels.

<3