Mir fehlen die Worte

Es ist gleichzeitig erschreckend wie banal, dass mir die Worte fehlen. Ich schreibe seit Jahren, ich schreibe seit Jahren auch über meine Gefühle und Gedanken. Mit Sicherheit waren sie ziemlich theatralisch, als ich so 15 Jahre alt war. (Ich traue mich ehrlich gesagt nicht, einen Blick in diesen Abgrund zu werfen. Zumindest nicht im Moment.) Ich kann schriftlich gut kommunizieren, ich kann mich gut ausdrücken. Mit Schreiben verdiene ich mein Geld, und Schreiben ist mein Job. Neben Bildern besteht mein Kopf vor allem aus Wörtern. Ich mag Worte. Worte sind wundervolle Gebilde, die wir uns ausgedacht haben und die eigentlich nichts bedeuten, und dann wieder doch. Ich liebe Worte, die es nur in einer Sprache gibt, ich mag, wie sich manche Bedeutungen nur erschließen, wenn eins die Sprache ziemlich gut kennt, ich mag Doppeldeutigkeiten. (In den Worten, im Leben finde ich das meist anstrengend.) Ich finde Sprache faszinierend und spannend und kann mich darüber begeistern und über die Wortgebilde anderer Menschen lachen und weinen. Ich mag, wenn Menschen es schaffen, Worte so anzuordnen, dass andere Menschen auch etwas fühlen. Es gibt Menschen, deren Texte ich lese, und bei denen ich denke, dass ich auch so schreiben können möchte. Menschen, die gut schreiben, inspirieren mich.

Meine Welt besteht vor allem aus Worten und aus Sprache, und sei sie noch so unzureichend und unzulänglich. Am Ende ist sie alles, was wir haben. Und seit Monaten fehlen mir die Worte.

Ich habe versucht, welche zu finden. Ich habe versucht, die Worte aneinander zu reihen, sie auszuprobieren. Angefangene Textfragmente auf irgendwelchen Rechnern und Festplatten. Und dann lese ich das und möchte kotzen. Weil es nicht die passenden Worte sind. Entweder, sie sind zu banal, oder sie sind zu übertrieben. Vielleicht liegt es auch nicht an den Worten, vielleicht liegt es auch an mir. Entweder ich finde die richtigen Worte nicht, oder ich treffe nicht den richtigen Ton. Oder beides. Fest steht, dass ich nicht ausdrücken kann, was ich fühle und wie es mir geht. Banal oder überdramatisch. Keine Worte lösen aus, was ich meine, was sie auslösen sollen. Keine Worte drücken den Schmerz aus, keine Worte die Verzweiflung, die Trauer. Nichts, was ich schreibe, reicht. Es gibt Redewendungen, und doch nicht genug Worte, die beschreiben, wie sich die Kehle zuschnürt, wie die Tränen im Kopf drängen, wie sie gegen die Augen drücken und sich irgendwann rausstehlen, auch wenn sie das nicht sollen. Wie der Kloß im Hals sich von oben nach unten bewegt und doch nie ganz verschwinden wird. Wie die Gedanken kreisen und kreisen und kreisen und kreisen, als ob sie niemals weggehen würden. Die Unendlichkeit der Endlichkeit. Das „was wäre wenn“ und „vielleicht doch“ und „irgendwann“ und die Stimme im Kopf, die sagt „Stopp!“.

All das ist hohl und nichtssagend und abgedroschen.

Vielleicht ist es auch, dass der Schmerz tatsächlich so normal und bekannt ist, dass das, was in meinem Kopf passiert, in so vielen Köpfen passiert, was die Worte unzulänglich macht. Die Erkenntnis, dass das, was passiert, nichts Besonderes ist, und ich deswegen auch keine besonderen Worte finden kann, sondern nur die alten und hohlen und abgedroschenen. Oder die dramatischen und übertriebenen. So viele Menschen vor mir und jetzt und in Zukunft, die sich so fühlen. Und die Worte, die nicht ausreichen, um die Erfahrung teilbar zu machen. Und dann doch die Hoffnung auf eine Person, die den Schmerz kennt, genau diesen Schmerz oder zumindest einen, der sehr ähnlich ist, und für die eins keine Worte finden muss, weil die Erfahrung durch Erfahrung teilbar wird. Ob es das wirklich gibt?

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Es ist nicht vorbei, bis es vorbei ist

Ich höre gerade Adele und ich mochte ihre Lieder schon immer sehr gerne. Ich kann mich ziemlich gut mit ihrer Musik identifizieren. Irgendwas löst diese Musik in mir aus. Ich kann nicht genau sagen, warum, oder was es ist. Ich weiß nur, dass ihre Musik etwas in mir anrührt, das manchmal bedeutet, dass ich weinen muss. Meistens höre ich auch einfach nur zu und auf, andere Dinge zu tun. Ich bewundere ihre Stimme ziemlich, und es gibt dieses eine TinyDesk Konzert mit ihr (zu finden auf youtube), was ich sehr krass finde, weil ihre Musik immer so klingt, als würde sie sich total verausgaben. Und dabei sieht sie total entspannt aus. (Wahrscheinlich verausgabt sie sich trotzdem, Singen ist schließlich hart anstrengend. Sieht nur nicht so aus.)

Adele hat nun ansonsten nicht so viel mit mir zu tun. Was will ich also sagen? Das weiß ich selber nicht so genau. Ich habe fünf Beiträge angefangen, zu denen ich was schreiben möchte. (Einmal mein November Recap, und dann vier thematische Beiträge: Feminismus, Feminismus und Männlichkeit, Krankheit und Alter, Diverstät und Inklusion.) Ich komme nicht dazu. Oder wenn ich Zeit habe, zu schreiben, dann bin ich nicht in der Lage, mich zu diesen Themen zu äußern. Im Moment habe ich viele wirre Gedanken im Kopf, die alle sehr persönlich sind, und deswegen nicht hier landen. Die verhindern allerdings, dass ich mich kohärent zu den Themen äußern kann, zu denen ich mich äußern möchte.

Ihr merkt schon, dass dies ein gefühlsduseliger Rant ist, der nirgendwohin führt. Das steht allerdings in der Tradition dieses Blogs (und nie weiß eine*r, worum es eigentlich geht), von daher ist es ein Abtauchen in alte Zeiten. Ihr seid immer noch nicht schlauer, ich fühle mich besser. Nice.

In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass sich in mir irgendwas ändert. Der ganze Rahmen, in dem ich mich bewege, ändert sich. Das kann eins nicht sehen, das ist alles innen drin (vielleicht können es doch Menschen sehen, vielleicht manifestiert es sich irgendwie, nur ich weiß das nicht so richtig, ich sehe mich ja nicht von außen, ich merke das nur innen drin). Obwohl alles um mich herum schwebt und offen ist und nichts sicher (was ist schon sicher?), bin ich relativ entspannt. Das kann sich jede Minute ändern. Manchmal macht mich das auch nervös, diese ganze Entspanntheit.

Und im Grunde gibt es im Moment nur eine Person, die es schafft, mich nochmal in mein altes Ich zu ziehen. Das ärgert mich maßlos. (Ich ärgere mich über mich selbst.) Aber: Vielleicht schaffe ich es von Mal zu Mal, dem zu entkommen. Und wenn nicht, dann ist es auch irgendwann vorbei. Ich habe schon Abschied genommen, Erwartungen verbrannt, unendliche Tränen geweint, mich selbst gehasst, und Adele gehört. Irgendwann wird es vorbei sein.

Und dann, wenn ich so darüber nachdenke und -schreibe, dann bin ich auch doch wieder entspannt. Weil ich weiß, dass es auf die eine oder andere Weise irgendwann vorbei sein wird, und dass ich damit umgehen kann. Und dass es auch kein Falsch gibt in diesem Rahmen. (In keinem Rahmen, wenn wir ehrlich sind.) Es passt zu dieser schwebenden Offenheit. Und es klingt platt und banal zu sagen, dass alles gut wird. Viskas bus gerai. Denn: was heißt in diesem Fall schon gut? Ich habe kein besseres Wort dafür. Alles wird. Das reicht vielleicht. Alles wird, und ich werde.

Und um es mit Adele zu sagen: At least I can say that I’ve tried.

Ent-Täuschung

Die letzten Wochen und Monate bin ich immer wieder auf dieses Wort gestoßen. Oder andere Menschen haben mich darauf gestoßen. Ich bin nicht die Erste, die das denkt, oder die darüber schreibt, denn auch ich wurde vor allem durch andere Menschen darauf gebracht. Das macht es nicht weniger relevant.

Kein Mensch ist gerne enttäuscht. Ich verbinde Enttäuschung mit Trauer, Traurigkeit, Wut. Mit viel Unverständnis. Es ist so ein Gefühl, was andere Menschen in einem anderen Licht erscheinen lässt. Und genau das ist der Punkt. Denn Ent-Täuschung bedeutet auch, dass wir nicht mehr getäuscht werden. Die Täuschung wird aufgehoben. Die Dinge, Menschen, sind anders als wir dachten. Nicht, dass wir näher an der Wahrheit sind. Ich glaube in diesem Fall nicht an Wahrheit. (Glaube ich überhaupt an Wahrheit?) Es ist auf jeden Fall anders als wir dachten. Wir hatten ein Bild, und dieses Bild bricht. Daraus entsteht ein anderes Bild. Was wir daraus machen, ist unsere Sache.

An den meisten Tagen weiß ich, dass ich dankbar sein sollte für die Ent-Täuschung. Weil ich den Eindruck habe, dass das Bild jetzt akkurater ist. Ich weiß nicht, ob das stimmt. Vielleicht gehören auch beide Bilder zusammen, das Vorher- und Nachher-Bild. Und vielleicht könnte ich auch beide Bilder zusammen bringen, vielleicht könnte ich auch mit der Kombination dieser Bilder leben. Das werde ich wahrscheinlich nie herausfinden, weil es dafür zu spät ist. Ich kann nicht mal sagen, welches ich lieber mag, oder ob ich eins besser finde oder nicht. Keine Ahnung. Ich denke, es ist egal. Ich bin meistens traurig über die Ent-Täuschung. Ich wünschte, es gäbe einen anderen Weg damit umzugehen. Einen gemeinsamen Weg. Vielleicht ist es auch das, was mich am Traurigsten macht: Dass der gemeinsame Weg verstellt ist. Dass ich das Bild alleine zusammen fügen muss.

Vielleicht wäre das Ergebnis nicht mal ein anderes. Ich gucke immer noch durch liebende Augen, und das heißt, dass liebende Augen die Bilder zusammenfügen. Und vielleicht ist auch die Kunst, zu akzeptieren, dass Menschen und Dinge nicht sind, wie wir denken. (Wir wissen ja meist nicht mal, wie wir selber sind.) Und die Menschen und Dinge zu lassen. Wie sie sind, wie sie sein wollen. Andere Menschen und Dinge von uns selbst loszumachen.

Vielleicht ist die Ent-Täuschung auch etwas Positives, weil sie uns einem Menschen näher bringt, uns ein anderes, tieferes Verständnis von der Person bietet. Und auch von uns selbst, von den Ideen und Vorstellungen, die wir über andere Menschen haben. Die sagen mehr über uns aus als über die anderen Menschen. Mehr über unsere Ideen von uns und unsere Wünsche für unser Leben. Und über die Erwartungen, die wir an andere Menschen haben.

Es gibt viel zu lernen aus Ent-Täuschung. Gelegenheiten, um daran zu wachsen. Und gleichzeitig fühlt es sich anstrengend an. Und kommt mit Wut oder Traurigkeit oder Ohnmacht. Und vielleicht kann ich auch das akzeptieren. Dass das Leben voller ambivalenter Dinge ist.

Loslassen

Hier sind meine ersten Gedanken zum Thema. Denn es ist vermessen zu denken, ich könnte dazu etwas Substantielles sagen. Ich habe es noch gar nicht hinter mir, das Loslassen. Ich bin mitten drin. Ich glaube, es gibt keinen Königsweg oder keine Anleitung zum Loslassen. Jede*r finden seinen*ihren eigenen Weg, oder auch nicht. Einige ignorieren es vielleicht oder klammern sich für immer fest. Vielleicht kann ich in ein paar Monaten substantiellere Dinge sazu sagen. Vielleicht passiert es auch „einfach“, und ich kann nichts dazu sagen, außer dass es passiert ist.

Die Frage, die ich mir seit Wochen stelle, ist die Frage nach dem Wie. Wie lasse ich los? Wie lasse ich los, ohne dass ich den Eindruck habe, ich würde aufgeben? Und gestern hat es eine Person noch für mich präzisiert: Wie lasse ich etwas los, mit dem ich emotional noch so verbunden bin? Die Antwort auf diese Frage liegt irgendwo in der Zukunft.

Die Schwierigkeit des Ganzen liegt darin, dass es einen Teil von mir gibt, der loslassen möchte, und einen Teil, der es nicht möchte. Teil A, der vielleicht rationalere Teil (? Braucht es diesen Widerspruch?), weiß, dass Loslassen die einzige Möglichkeit ist, um weiterzumachen. Hinwegzukommen. Was Anderes zu beginnen. Teil A weiß auch, dass die Chance für ein Zurück bei 0,1% liegen, denn Teil A kennt meine Bedingungen für das Zurück, und mein Gegenüber, und die Umstände. Teil A möchte loslassen, weil Teil A sich frei machen und den eigenen Weg finden möchte. Weil Teil A sich inspirieren lassen und leben und erleben möchte. Teil B ist der Teil, der emotional noch an der Vergangenheit hängt. Teil B ist verletzt und fühlt sich ungerecht behandelt. Deswegen möchte Teil B Gerechtigkeit, und das bedeutet in diesem Fall Anerkennung und eine letzte Chance. Teil B mag die Idee des Lebens, was mit einer letzten Chance möglich wäre.

Und hier ist der Kern: Es geht um eine Idee, und einen Glauben. Die Idee, wie mein Leben sein soll, wie ich es mir wünsche, wie es aussehen soll, wenn ich entscheiden dürfte. Und der Glaube daran, dass mit Liebe alles möglich ist. Ich glaube, dass wenn es Liebe gibt, es immer eine Chance gibt. Dass wir mit Liebe alles schaffen können. Und ich weiß, dass dieser Glaube gehen muss, weil er nicht wahr ist. Weil die Liebe nichts kann gegen Strukturen, gegen die Vergangenheit, gegen soziale Gewohnheiten und sozialen Druck. Liebe kann nur schaffen, wenn die Umstände stimmen oder wenn die Menschen, die lieben, bereit sind zu kämpfen. Und kämpfen ist manchmal zu viel, wenn alles Andere zu viel ist. Das macht Liebe nicht bedeutungslos, aber folgenlos. Und manchmal, in dieser Welt, in der wir leben, ist Liebe folgenlos, weil alles Andere nicht stimmt. Und die Liebe alleine nicht reicht. Weil wir andere Dinge brauchen, um uns sicher zu fühlen, um anzukommen, um loszulassen. Und vielleicht ist die Frage nicht, wie ich die Liebe oder den Menschen loslassen kann. Vielleicht ist die Frage, wie ich den Glauben, der schon widerlegt wurde, loslassen kann, wenn ich so lange daran geglaubt habe und er mich immer getröstet hat. Wenn es immer Dinge gibt, an die wir glauben, und ich an Liebe nicht mehr glauben kann, woran dann? Oder gibt es andere Wege an Liebe zu glauben? Dass Liebe immer Spuren in unserem Leben hinterlässt, auch wenn sie nicht für immer hält, oder siegt, oder was Menschen noch so für Ansprüche an die Liebe stellen. Oder dass ich Menschen lieben kann, auch ohne mein Leben in einer Partnerschaft mit ihnen zu teilen. (Das tue ich schließlich mit einer Menge anderer Menschen auch.) Oder dass Liebe machtvoll sein kann, wenn wir den Mut haben, ihr zu folgen.

„the will to extend one’s self for the purpose of nurturing one’s own or another’s spiritual growth“ (1)

Was ist Liebe? Fragen wir uns das nicht alle? Wollen wir nicht alle eine Antwort darauf haben? bell hooks argumentiert, dass Liebe kein Gefühl ist, sondern ein Handeln, dass wir also korrekter von lieben sprechen sollten als von Liebe. Ich gehe mit, und würde noch hinzufügen, dass lieben eine Entscheidung ist, die bewusst oder unbewusst (oder eher reflektiert oder unreflektiert) getroffen wird.

bell hooks beschreibt in ihrem Buch All About Love, dass mehrere Dinge zusammen kommen, wenn wir lieben:

  • care – das allein zieht im Deutschen so viele mögliche Übersetzungen nach sich, dass es schwierig einzugrenzen ist; ich würde Sorge/Fürsorge, Sorgfalt, Zuwendung, Betreuung, Versorgung, Pflege nehmen; also, etwas das all diese Übersetzungen gemein haben; es hat für mich viel von ehrlichem Interesse und Unterstützung, und auch Sorgetätigkeiten (was von Pflege bis zu emotionaler Arbeit reicht)
  • affection – Zuneigung
  • recognition – kann Anerkennung sein, und eine Form von Erkennen (was dann schon etwas sehr Spirituelles hat im Sinne von den*die Andere*n erkennen)
  • respect – Respekt
  • commitment – auch hier: viele Möglichkeiten; es geht von Engagement zu Verpflichtung, Einsatz, Zusage bis zu Bindung und Festlegung; für mich geht es darum, sich für eine Person zu entscheiden, sich zu „binden“ (nicht im Sinne von Ehe) im Sinne von „nicht beim kleinsten Problem weglaufen“; es hat also auch was mit Durchhaltevermögen zu tun
  • trust – Vertrauen
  • honest and open communication – ehrliche und offene Kommunikation (bell hooks, All About Love, S. 30)

 

Wenn alle diese Dinge zusammen kommen, dann würde bell hooks das als lieben bezeichnen. Ich auch. Der Gedanke tröstet, weil er lieben zu etwas macht, zu dem wir uns entscheiden können und das wir praktizieren können, für Andere und für uns selbst. Lieben ist dann nicht von flüchtigen Gefühlen abhängig. Ich kann eine Person lieben, auch wenn ich gerade genervt, verletzt oder traurig bin. Lieben wird so oft mit Glück und positiven Gefühlen verbunden, dass es oft scheint, dass das Lieben verschwindet, wenn diese Dinge gerade nicht vorhanden sind. Es tröstet auch, weil lieben sich nicht nur auf eine Person beschränkt, die dem Leben einen höheren Sinn gibt, sondern sich auf viele Personen ausdehen lässt. Und es tröstet auch, weil das heißt, dass ich weiterlieben kann, auch wenn es von außen vielleicht nicht so aussieht. Und als Allerletztes tröstet es, weil lieben eine Entscheidung ist, und wenn sie bewusst und reflektiert ist, dann meint sie so viel mehr als Verliebtheit oder Glücksgefühle; auch wenn das Arbeit und Gefühle wie Traurigkeit oder Wut mit sich bringen mag.

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(1) (Der Wille, das eigene Selbst auszudehnen, um die eigene spirituelle Entwicklung oder die einer anderen Person zu nähren) Erich Fromm zitiert nach bell hooks, All About Love, S. 29