Linkschau #25

Wie immer um diese Zeit finden sich hier die Gedanken anderer Menschen.

Auf „Don’t degrade Debs, Darling!“ findet sich in wichtiger Kommentar zum #metoo, was den gesellschaftlichen Umgang mit sexualisierter Gewalt angeht. Der Beitrag diskutiert sexualisierte Gewalt und Vergewaltigung.

Und auch Hannah schreibt über #metoo und daüber wie Gewalt nur aufhören kann, wenn wir als Menschen Verantwortung für unser (gewaltvolles) Handeln übernehmen.

Marina von marinashutup erklärt in diesem Video den #metoo, wie es dazu kam, welche Rolle Harvey Weinstein dabei spielt und warum wir über rape culture reden müssen. [Englisch]

Wolf Wetzel schreibt im Migazin über den NSU-Prozess und die Bundesanwaltschaft.

Ein paar Gedanken zum Krankfeiern gibt es auf „auf einmal frei“. Was Ihr dazu denkt, könnt Ihr Euch dann selber überlegen, der Artikel hat schon mal ein paar interessante Anregungen.

Levi schreibt bei kleinerdrei über Erfahrungen mit Antisemitismus im öffentlichem Raum und einem möglichen Umgang damit.

Und auch bei kleinerdrei schreibt Dr. Vulva dieses Mal über Sexnormen, wie es in dieser Gesellschaft ist, keinen Sex gehabt zu haben und wie wir mit Menschen umgehen, die (noch) keinen Sex hatten.

Anna Akana hat auf ihrem Youtube-Channel einen Teil aus ihrem Buch verfilmt, in dem es um Schwangerschaftsabbrüche geht. [Englisch]

Auf ihrem Blog schreibt Laura Gehlhaar über ihre Wut über den Umgang der Gesellschaft mit Be_hinderung.

Vom Kika gibt es die Reihe „Schau in meine Welt“, in der hier Leah über ihr jüdisches Leben in Dresden berichtet.

Bei kleinerdrei schreibt Alwina über „Migration aus Kinderaugen„. Mehr will ich dazu gar nicht sagen, lest selbst.

Und nochmal bei kleinerdrei schreibt Alice über ihre Gedanken zum Bundestagswahlsonntag im September als Schwarze Frau in Deutschland.

 

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Der Mythos vom Schicksal*

Wir haben alle schon Sprüche gehört wie „Das kann kein Zufall sein“, „Es kommt, wie es kommen muss“ oder „Wenn es sein soll, dann wird es auch passieren“. Ich glaube, dass wir mit einem Glauben an das Schicksal oder Vorbestimmung aufwachsen. Und auch wenn wir nicht (mehr) christlich oder gläubig sind (ich spreche hier vom Christentum, weil ich damit aufgewachsen bin und dazu am meisten sagen kann), tragen wir den Glauben an das Schicksal weiter mit uns rum. Ich sehe das in Büchern, Filmen oder Serien. Schicksalshafte Liebe, schicksalshaftes Drama, „meant to be“. Ganz besonders ist es mir noch von Christoph Marzis Roman „London“ in Erinnerung: wie in den vorherigen Büchern der Reihe wiederholen die Charaktere mantrahaft den Satz „Es gibt keinen Zufall“. Für mich schwingen dabei zwei Dinge mit:

  1. Wenn es kein Zufall ist, dann muss es Schicksal sein. (Interessant auch, dass diese beiden Konzepte sich als Gegenteile darstellen, und sich vermeintlich gegensetig ausschließen. Vielleicht muss ich darüber auch nochmal nachdenken und dann darüber schreiben.)
  2. Wenn es kein Zufall ist, dann muss es einen Grund/Sinn geben, den es herauszufinden gilt.

Beides ist für mich schwierig.

1) Ich glaube nicht an Schicksal. Ich glaube nicht, dass es Mächte gibt, die unser Leben lenken und die einen Plan für uns haben. Ich glaube nicht, dass uns bestimmte Wege vorbestimmt sind. Ich glaube, dass unsere Leben aus Aneinanderreihungen von Zufällen bestehen. Klingt chaotisch und unkontrolliert, und das ist es auch.

Ich glaube auch nicht, wenn Schicksal nicht Vorbestimmung ist, dass es einen bestimmten Weg gibt, den wir einschlagen sollen, wir bestimmte Dinge lernen sollen oder sich die Dinge magischerweise so entwickeln, wie es für uns passt (nicht unbedingt in einem positiven Sinne à la „wie wir es wollen“, sondern „wie es sein soll, damit wir uns ‚richtig‘ oder ‚gut‘ entwickeln“). Es gibt keinen Weg oder Faden, dem wir folgen sollen. Es gibt keine Menschen, die für uns oder für die wir bestimmt sind. Es gibt keine Lektionen, die wir lernen müssen, um dahinzukommen, wo wir hingehören. Es gibt keine ‚richtigen‘ oder ‚falschen‘ Entscheidungen. Es gibt kein „dem Schicksal folgen“ oder sich dagegen „auflehnen“. Ich glaube das nicht, weil es keinen Grund gibt, daran zu glauben. Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass es so ist.

Das soll nun nicht heißen, dass ich nicht glaube, dass es Menschen gibt, die zentral für uns sind, von denen wir wertvolle Dinge lernen können oder die immer wichtig für uns sein werden, egal was passiert. Ich glaube, dass wir uns diese Menschen aussuchen, oder dass sie uns aussuchen. Dabei handelt es sich um Entscheidungen, die wir treffen. Ich glaube auch, dass wir im Leben einiges lernen können. Dabei gibt es aber kein für uns besonders bestimmtes Wissen. Es gilt, die Situationen zu nutzen, in denen wir uns wiederfinden und daraus das zu lernen, was wir können/brauchen/was uns nützlich ist. Manchmal schmerzt dieses Wissen auch. Und oft ist es nicht leicht, sich dieses Wissen anzueignen. Es erfordert Willen und Mut und Kraft, und passiert nicht von alleine.

Ich glaube, dass es Zufall ist, wen wir treffen im Leben. Das hat keinen inhärenten Sinn, aber Gründe. Da liegt für mich ein Unterschied, und damit bin ich auch schon bei

2) Gründe sind unsere eigenen Entscheidungen, und die von anderen Menschen, die uns an Orte führen, an denen wir andere Menschen treffen. Sinn ist dann, was wir daraus machen.

Es gibt im Leben keinen Sinn zu entdecken, oder den einen Sinn des Lebens, der für uns alle gilt. Das Leben und die menschliche Existenz haben keinen Sinn. Es gibt Leben und Tod und nach dem Tod ist nichts. Also leben wir, bis es vorbei ist. Und das Leben hat Sinn, wenn wir ihm Sinn geben. Und die Dinge sind relevant, denen wir Relevanz beimessen.

Gründe sind eine andere Nummer. Gründe für Ereignisse gibt es viele. Die liegen in den Menschen beGRÜNDEt, die Entscheidungen treffen, die dann zu Ereignissen/Ptozessen/Begegnungen usw. führen. Menschen haben meist auch nicht nur einen Grund, sondern viele für ihre Entscheidungen. Die Suche nach Gründen und das Bedürfnis nach Verständnis kann ich sehr gut nachvollziehen. Das ist auch das, was mich antreibt: Verständnis der menschlichen Existenz, wie wir sie uns machen. Das hat aber nichts mit Sinn zu tun.

Warum glaube ich also, dass wir mit einem Glauben an das Schicksal aufwachsen? Nun, das ist so: Jetzt habe ich in ziemlich vielen Zeilen dargestellt, was ich über Schicksal/Zufall und Sinn/Gründe glaube, was ich mir selber mit meiner Lebenserfahrung, meiner Ausbildung und meinem Verstand hergeleitet habe. Das macht Sinn und es fühlt sich richtig an. Und dann merke ich, dass ich immer wieder innerlich in so einen schicksalshaften Tenor hineinfalle. Dann sage ich mir selber Dinge wie „Wir sind füreinander bestimmt“, „Das kann so nicht enden“ oder „Das kann jetzt in meinem Leben nicht so passieren“. Dinge, von denen ich weiß, dass sie nicht stimmen. (Wir sind nicht füreinander bestimmt, niemand ist für irgendwen bestimmt. Alles kann enden. Und in meinem Leben sind einige Dinge passieren, mit denen ich weder gerechnet habe noch die ich so haben wollte.) Diese Dinge ploppen ungefragt in meinem Kopf auf. Dafür muss ich nicht viel machen. Das zeigt mir, dass dieser Glaube an das Schicksal älter ist als die vorher dargelegten Dinge und ich ziemlich lange damit sozialisiert worden sein muss.

Das Schicksal hat ja auch was Romantisches. Wenn es sein soll, dann wird es so werden. Die Welt wird schon dafür sorgen.

Das nimmt mir ja auch die Verantwortung zu handeln. Und das ist die Gefahr an diesem Mythos. Die Verantwortung zu handeln, wenn ich etwas möchte oder wenn mir etwas nicht passt, kann ich nie abgeben. Die liegt immer bei mir. Wenn wir nicht handeln, dann ist es uns nicht wichtig genug, oder wir sind zu faul, wir haben Angst oder es ist zu anstrengend. Ich glaube, es ist wichtig, sich das vor Augen zu führen und das auch zuzugeben anstatt Verantwortung immer wieder auf Andere (in diesem Fall das Schicksal) zu schieben. Nur dann können wir uns bewusst für Dinge entschieden und diese auch verfolgen.

—–

(* Das ist mein 600. Beitrag! >.<)

Linkschau #24

So, da wären wir wieder. Gedanken anderer Menschen. Immer wieder hilfreich, inspirierend, ein Einblick in eine andere Welt.

Hannah schreibt über ihre Erfahrungen mit dem System Schule und den strukturellen Problemen. Ich kann es auch nicht besser sagen als sie, es geht ihr um Solidarität und Mut, und ich glaube, dass das nicht nur im Schulsystem fehlt.

In ihrem TEDTalk erzählt Claire Wineland von ihrem Umgang mit der Krankheit zystische Fibrose (Mukoviszidose) und plädiert dafür, dass ein Leben, welches von Krankheit und Schmerzen geprägt ist, ein genauso wertvolles und lebenswertes Leben ist wie jedes andere Leben (surprise!), allein aufgrund der Lebenserfahrungen der jeweiligen Menschen. Auch sie sagt es viel besser als ich. [Englisch]

Helen Schulte berichtet bei broadly von ihrem Jahr, in dem sie sich nicht rasiert hat. Ein paar interessante Einblicke, was innerlich und äußerlich passieren kann.

Bei Diaspora Reflektionen schrieb Emine eigentlich einen Wahlaufruf. Ich finde, der Text liest sich auch nach der Wahl noch ganz gut, weil sie sich darin auch mit den Widerstandsbewegungen gegen die AfD in der Vergangenheit befasst.

Beim Guardian schreibt Franklin Foer über Facebook’s Algorithmen und wie Facebook uns damit das Denken abnimmt und wirft die wichtige Frage auf, ob wir das wirklich wollen. [Englisch]

Jimmy Meyer schreibt beim Lower Class Magazine über eine englische Arbeiter*innenstadt und zeichnet die Folgen von Klassismus und dem Wegfall der Großindustrie nach. Die Entwicklungen sind in Frankreich, Großbritannien und Deutschland nicht die gleichen, die Mechanismen sind ähnlich.

In der Zeit schreibt Mely Kiyak, warum das „nie wieder“ sich mit dem Einzug der AfD in den Bundestag nun erledigt hat.

Barbara Fried schreibt in der Zeitschrift Luxemburg über eine feministische Klassenpolitik und warum die Einteilung in Gender eigentlich auch als Klasseneinteilung gesehen werden kann.

Beim Lower Class Magazine schreibt Mani Cudi über das Referendum in Kurdistan und warum die Frage nach der Beurteilung des Referendums für sie*ihn nicht so einfach zu beantworten ist.

Josephine Apraku schreibt beim Missy Magazine, was weiße Menschen nach der Bundestagswahl tun können, um Schwarze Menschen und Menschen of Color zu unterstützen und sich über Rassismus zu informieren.

Im Migazin gibt es einen Artikel dazu, dass der Amoklauf von München 2017 rassistisch motiviert war.

In der taz gibt es einen Bericht zu einer Aussteigerin aus der rechten Szene, den ich vor allem deswegen lesenswert finde, weil er nochmal deutlich macht, wie gut die Szene organisiert ist und auch welche Ziele sie verfolgen. Und wie gefährlich die ganze Scheiße für unsere Demokratie ist.

Claire Ainsworth schreibt in der nature über Erkenntnisse aus der Biologie, nach denen es mehr als zwei biologische Geschlechter gibt und die Einteilung in männlich und weiblich zu kurz greift. Der Artikel ist von 2015 und ich wusste das auch schon länger, ich finde den Artikel trotzdem ganz gut und informativ. [Englisch]

Und das Landestheater Niederösterreich hat die Soziologin Laura Wiesböck zur Liebe interviewt. Was sie sagt, ist (mir) nicht neu. Ich mag besonders, dass sie bells hooks zitiert, weil ich mich auch so gerne auf sie beziehe in dieser Angelegenheit.

In der Süddeutschen findet sich ein interessanter Artikel von Christoph Butterwegge zum Bedingungslosen Grundeinkommen, der zum Nachdenken anregt.

Einsame Insel oder Untergrund

So viele schreiben darüber und es gibt faktisch nichts, was ich Neues dazu beitragen kann. Auch meine Ideen dazu sind nicht neu. Gleichzeitig ist es mir ein Anliegen, meine Gefühle und Gedanken dazu auszudrücken, damit es viele Stimmen gibt, die sich dagegen wehren und aufbegehren.

Die AfD ist in den Bundestag eingezogen. Es ist nicht überraschend gewesen (und das ist das schlimme daran), und doch immer noch schockierend. Mit der AfD zieht eine Partei in unseren Bundestag, die rassistische, sexistische, behindertenfeindliche, heterosexistische Aussagen macht; die rechte, diskriminierende Politik machen möchte. (Und die nicht nur von irgendeinem rechten Rand unterstützt wird, sondern von der rassistischen Mitte.)

Es gibt Stimmen, die sagen, dass die Demokratie das aushalten muss, und vielleicht muss sie das. Dennoch fällt es mir nicht so leicht, das einfach so abzutun, und mich darauf auszuruhen. Denn ich fühle mich bedroht. Ich bin weiß und heterosexuell, und die AfD bedroht meine Ehe, meine Freund*innen, meine Art zu leben. Sie bedroht die Gesellschaft, in der ich leben möchte, indem sie so ziemlich alles verneint, was ich unterstütze. Persönlich reduziert sie mich auf ein traditionelles Frauenbild, das ich nicht leben möchte.

Vielleicht zerfleischt sie sich selbst, vielleicht findet sie keine Antworten auf dringende Fragen, und vielleicht doch. Abgesehen davon behaupte ich, dass es nicht um faktische Antworten auf Fragen geht, sondern um emotionale, und dass die AfD das bedienen kann, haben wir schon die letzten Wochen, Monate und Jahre gesehen. Und deswegen ist sie gefährlich, bedroht unsere Demokratie und unsere Mitmenschen.

Ich bin schon politisch aktiv, und ich werde es auch weiter sein. Jetzt erst recht. Der Hass bringt mich immer wieder zum Weinen und macht mich so wütend. Der Gedanke, sich irgendwo zu verstecken, kommt immer wieder. Und doch ist mir klar, dass wir kämpfen müssen. Vor allem diejenigen von uns, die privilegiert sind und Ressourcen haben. Und das werde ich auch weiter tun.

Es haben schon einige andere geschrieben, deswegen nur kurz zu der Frage, was wir machen können:

  • engagiert Euch
  • spendet Geld
  • unterstützt PoC-Organisationen
  • macht den Mund auf
  • sucht euch Unterstützung
  • bleibt solidarisch
  • organisiert Euch
  • passt auf Euch auf

Mehr Infos oder Inspirationen hier [Englisch], hier oder hier, hier oder hier.

„the will to extend one’s self for the purpose of nurturing one’s own or another’s spiritual growth“ (1)

Was ist Liebe? Fragen wir uns das nicht alle? Wollen wir nicht alle eine Antwort darauf haben? bell hooks argumentiert, dass Liebe kein Gefühl ist, sondern ein Handeln, dass wir also korrekter von lieben sprechen sollten als von Liebe. Ich gehe mit, und würde noch hinzufügen, dass lieben eine Entscheidung ist, die bewusst oder unbewusst (oder eher reflektiert oder unreflektiert) getroffen wird.

bell hooks beschreibt in ihrem Buch All About Love, dass mehrere Dinge zusammen kommen, wenn wir lieben:

  • care – das allein zieht im Deutschen so viele mögliche Übersetzungen nach sich, dass es schwierig einzugrenzen ist; ich würde Sorge/Fürsorge, Sorgfalt, Zuwendung, Betreuung, Versorgung, Pflege nehmen; also, etwas das all diese Übersetzungen gemein haben; es hat für mich viel von ehrlichem Interesse und Unterstützung, und auch Sorgetätigkeiten (was von Pflege bis zu emotionaler Arbeit reicht)
  • affection – Zuneigung
  • recognition – kann Anerkennung sein, und eine Form von Erkennen (was dann schon etwas sehr Spirituelles hat im Sinne von den*die Andere*n erkennen)
  • respect – Respekt
  • commitment – auch hier: viele Möglichkeiten; es geht von Engagement zu Verpflichtung, Einsatz, Zusage bis zu Bindung und Festlegung; für mich geht es darum, sich für eine Person zu entscheiden, sich zu „binden“ (nicht im Sinne von Ehe) im Sinne von „nicht beim kleinsten Problem weglaufen“; es hat also auch was mit Durchhaltevermögen zu tun
  • trust – Vertrauen
  • honest and open communication – ehrliche und offene Kommunikation (bell hooks, All About Love, S. 30)

 

Wenn alle diese Dinge zusammen kommen, dann würde bell hooks das als lieben bezeichnen. Ich auch. Der Gedanke tröstet, weil er lieben zu etwas macht, zu dem wir uns entscheiden können und das wir praktizieren können, für Andere und für uns selbst. Lieben ist dann nicht von flüchtigen Gefühlen abhängig. Ich kann eine Person lieben, auch wenn ich gerade genervt, verletzt oder traurig bin. Lieben wird so oft mit Glück und positiven Gefühlen verbunden, dass es oft scheint, dass das Lieben verschwindet, wenn diese Dinge gerade nicht vorhanden sind. Es tröstet auch, weil lieben sich nicht nur auf eine Person beschränkt, die dem Leben einen höheren Sinn gibt, sondern sich auf viele Personen ausdehen lässt. Und es tröstet auch, weil das heißt, dass ich weiterlieben kann, auch wenn es von außen vielleicht nicht so aussieht. Und als Allerletztes tröstet es, weil lieben eine Entscheidung ist, und wenn sie bewusst und reflektiert ist, dann meint sie so viel mehr als Verliebtheit oder Glücksgefühle; auch wenn das Arbeit und Gefühle wie Traurigkeit oder Wut mit sich bringen mag.

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(1) (Der Wille, das eigene Selbst auszudehnen, um die eigene spirituelle Entwicklung oder die einer anderen Person zu nähren) Erich Fromm zitiert nach bell hooks, All About Love, S. 29