Movie Club: Annihilation

Eine weitere Woche, in der ich eine Filmbesprechung schreibe. Auf Englisch. Wie gewohnt alles Andere nach dem Cut.

Ah, Annihilation. I’ve watched this film before, shortly after it came out on Netflix. I don’t know why Netflix suggested it to me because it’s not exactly my type of film. Even though I knew what was coming this time, I was slightly unsettled after the film. As always, this review is spoilery, so only read it if you don’t mind or have seen Annihilation already.

Annihilation is about five women who walk into an area called the Shimmer to try and understand what it’s doing. We know something hit a lighthouse some time ago and then spread to an ever growing bigger area. None of the investigating parties have ever returned with the exception of Kane, the husband of Lena, one of the women who volunteers to go into the Shimmer.

I don’t necessarily think that Annihilation is a bad film. However, I am not sure what it’s trying to tell me. Maybe it’s meant that way. It’s a film about science and aliens. I think the mutations the women encounter in the Shimmer are mostly beautiful, except for the bear. The plants are beautiful, most of the creatures are beautiful, the fungi are beautiful. It’s all very rainbowy which I liked.

The film is also about the relationship between Lena and Kane which we see in flashbacks (in flashbacks) because the film is basically told by Lena. This second time watching it lead me to question the narrative even more because I don’t consider Lena a reliable narrator. One of the other women, Anya (I liked her a lot) comes to the same conclusion while being in the Shimmer, namely that Lena is a liar and not to be trusted. It is partly true, and therefore you could also wonder how reliable her narration of the events is. Who knows what really happened in the Shimmer? What happens in the Shimmer, stays in the Shimmer?

My favourite person and then part is Josie. Her change was even more apparent now the second time. I agree with Veetii that the relevations about the other characters were kind of an information dump for Lena and the audience, but it gave us the information that Josie was, likely, depressed and self-harming. I remember that I liked her development even the first time I watched the film and it’s something I remembered quite well. This time, I could appreciate it even more because the change is also visible on the outside. Throughout the walk through the Shimmer, Josie wears long sleeves to hide her scars. When she’s decided that she doesn’t want to fight or face the Shimmer (anymore), she shows her scarred arms and also her face by taking back her hair. I like how she is able to accept that the Shimmer is something completely different that she doesn’t entirely understand but that is also not trying to harm her. Not really anyway. And I like that she turns herself into flowers. It’s, in my opinion, the most beautiful part of this movie. Honestly, after that I didn’t care much anymore about what happens next.

Although the ending is also interesting. Again, I agree with Veetii that it’s unclear why Kane didn’t die when the Shimmer disappeared. My understanding is that realKane died in the Shimmer and mirrorKane came out of the Shimmer which didn’t do him any good. Whereas mirrorLena died in the Shimmer and realLena came out of the shimmer. Although realLena is part of the Shimmer as well because the Shimmer had already started to refract parts of her DNA as we know from when she checked out her blood. So. With this established, I liked that the Shimmer somehow managed to escape its own burning by becoming part of Lena and Kane, and it found a way to survive. Whatever that means. Because then it ends.

Well, this was not a very coherent review. It was also a somewhat irritating movie with nice visuals. So, I think I still give it only 2 stars because I really don’t want to see it again.

You can read Veetii’s review here and Dolby’s review here.

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Spring Day

Unter der Woche hatte ich so viele Gedanken dazu, was ich hier schreiben kann. Zwischendurch habe ich kurz überlegt, ob ich sie besser aufschreiben soll, damit ich sie nicht vergesse und heute beim Pfannkuchen backen habe ich versucht, mich an alle zu erinnern. Ich weiß nicht, ob ich all meine Gedanken noch zusammen bekomme. Vielleicht fange ich wirklich mal an, sie aufzuschreiben, damit ich dann am Wochenende darauf zurückgreifen kann. Dann muss ich auch nicht so tief in meine Erinnerung greifen.

Ich gucke Bang Bang Con, und bin damit offiziell im BTS Universum angekommen. Ich muss immer noch ein bisschen über mich lachen, dass ich jetzt diese Gruppe toll finde, aber ich habe diese Woche ein youtube-Video gesehen, dass meine Gedanken dazu sehr gut zusammen fasst. Es hat mich auch ein wenig beruhigt, dass es auch anderen Menschen schwer fällt, nicht in den Strudel reinzugeraten, wenn jemand wie ich erst mal angefangen hat, ihre Videos zu gucken. Nun ja. So isses. Gestern und heute streamt BigHit Entertainment acht (?) BTS-Live-Konzerte, und die laufen so bei mir im Hintergrund. (Außer sie reden gerade oder machen unterhaltsame Sachen. Dann kommen sie in den Vordergrund.) Da ich gerade daran arbeite, mich nicht schon selbst zu shamen für die Dinge, die ich mag, there you go. Ich mag BTS.

Diese Woche kam mir irgendwann der Gedanke, warum es diesen Blog eigentlich noch gibt. Ich hab ja mehrfach hier darüber geschrieben, dass ich nicht genau weiß, was ich hier mache oder was ich hiermit machen sollen. Dann habe ich diese Woche einen Podcast darüber gehört, wie das Schreiben uns helfen kann, wenn alles scheiße ist. Das wusste ich schon länger, ich glaub, ich hab hier auch mal einen Artikel dazu verlinkt. Auf jeden Fall hatte ich dann die Erkenntnis, dass dieser Blog mein Anker zum Schreiben ist. Selbst in den Zeiten, in denen ich nicht kreativ an Geschichten oder anderen Formaten gearbeitet habe, habe ich immer regelmäßig unregelmäßig hier geschrieben. Der Blog ist der einfachste Weg zum Schreiben zurückzukehren. Vielleicht ist es nur Internet Noise. Aber der Punkt ist auch gar nicht, irgendwas zu irgendwelchen Diskursen beizutragen, außer wenn ich mich gerade danach fühle. Der Punkt ist zu schreiben. Das Schreiben nicht zu verlieren. Reinzukommen. Weiter zu machen. Es war wichtig, das zu verstehen, dass ich das hier für mich mache, auch wenn es theoretisch jede:r lesen kann. Das ist mein Ort, an dem ich schreiben kann, was ich will, ohne besonders darauf zu achten, wieviel Sinn es für andere Menschen macht. Jetzt muss ich erst mal nicht weiter darüber nachdenken.

Ich besitze jetzt auch eine Maske zum Schutz der Gesundheit/der Allgemeinheit. Diese Woche konnte ich die Nachrichten ganz gut aushalten. Dabei habe ich viel aus Ländern gelesen, die nicht Europa oder Nordamerika sind, und ehrlich gesagt bestätigt das nur, was wir eh schon alle wussten: die Länder des Globalen Südens und marginalisierte Gruppen im Globalen Norden sind massiver von Corona betroffen als der Mainstream im Norden. Das Virus ist nämlich nicht „demokratisch“, wie gerne lange behauptet wurde. Ich poste hier in dieser Sektion nicht explizit dazu, vielleicht füge ich am Ende ein paar Artikel dazu ein. Allerdings ist es auch nicht schwierig, Nachrichten dazu selber zu finden.

Irgendwann habe ich in den letzten Woche gelesen, dass Singen Stress raus lässt. Ich merke, dass ich instinktiv mehr singe in den letzten Tagen und Wochen. Und es tut richtig gut. Ich mag singen. Ich vermisse meinen Chor und meinen Gesangsunterricht. (Nicht wegen Corona, wegen Leben.) Es macht mich zufrieden, dieses Singen, selbst wenn ich mich manchmal eigentlich zum Heulen fühle. Das kann sich von Minute zu Minute abwechseln. Alles hat seinen Platz gerade. Dieses Wochenende war ich ganz alleine in meiner Wohnung, was seltsam war, und irgendwie auch schön. Gleichzeitig freue ich mich auch darauf, dass meine Mitbewohnerin zurückkommt. Schon als ich alleine gewohnt habe, fand ich daran immer am besten, dass ich einfach nackt durch die Wohnung latschen kann. Ich weiß auch nicht, irgendwie finde ich das befreiend. Ist auch okay, dass ich das normalerweise nicht machen kann. Und ist toll, wenn es mal möglich ist. Außerdem höre ich laut Musik, singe laut mit, spiele Zelda (ich habe fast alles frei geschaltet, was bedeutet, dass ich bald gegen Ganon kämpfen muss, was mich stresst), schreibe, gucke La Casa de las Flores. Im Übrigen gucke ich heute Abend ab 20 Uhr dieses Live-Konzert von meiner früheren Gesangslehrerin. Sie freut sich bestimmt, wenn Ihr auch einschaltet.

Ich habe diese Woche alle meine alten Artikel auf der Leseliste gelesen. Durch das Zuhause-Bleiben und keine-Leute-treffen habe ich mehr Zeit zum Lesen. Mal gucken, wieviel ich davon hier teilen werden. Das weiß ich immer erst, wenn ich die Links einfüge. Diese Zeit führt auch dazu, dass ich mich wieder mehr mit dem Tod beschäftige. Ich weiß, das ist nicht für alle was, und das ist auch okay. Gestern habe ich den endlich-Podcast zu Beziehungen und Trauer gehört, den ich sehr inspirierend und lehrreich fand. Es ging ganz kurz darum, dass die Trauer um Menschen, mit denen eine eine ambivalente Beziehung hat, schwieriger ist, weil die Ambivalenz nicht mehr aufgelöst werden kann. Das hat mir noch mal sehr geholfen, über meine eigenen Trauerprozesse zu reflektieren und warum manche komplizierter sind als andere.

So. Jetzt zu den Links, erst Corona-related:

Ohne Corona:

 

Ungeplant

Ich wollte diese Blogbeiträge besser planen. Ich wollte sie auch sonntags posten. Weder das eine noch das andere scheint in den letzten Wochen besonders gut zu funktionieren. Nun ja. Deswegen ist das hier wieder ein Gedankensalat (ich empfehle den Podcast mit dem gleichen Namen, auch wenn ich ihn noch nicht gehört habe; hören also auf eigene Gefahr; ich habe gute Sachen darüber gehört! und es geht um Islam in der Moderne, klingt also spannend: klick!).

Ich bin zurück aus dem Urlaub und ich bin entspannter als vorher. Erfolg! Und ich bin fleißig am Sortieren. Ich habe mich für eine Sache beworben, für die ich heute ein Gespräch hatte, und das Gespräch war sehr freundlich und wohlwollend. Ich warte also ab. Außerdem habe ich ein paar andere Dinge in die Wege geleitet, um mein Leben zu ordnen, und heute schon ein paar interessante Tipps bekommen. Das Ganze ist irgendwie aufregend und beängstigend. Weil. Egal was kommt, ändern wird sich auf jeden Fall was. Und ich hab Angst.

Abgesehen davon ist alles beim Alten. Ich habe mich durch einen Berg von Mails gearbeitet und beginne morgen damit, Dinge zu korrigieren. Wenn das durch ist, dann kann ich mich auch wieder vordergründig der Diss widmen, was wie ein sinnvoller Plan klingt. Denn so viel Förderzeit bleibt nicht mehr übrig. Gut, dass ich zumindest heute motiviert bin, strukturiert zu arbeiten. Und konsequent. Ich glaube mittlerweile, dass Konsequent mein Problem ist. Das kann ich nicht so gut. Ich gebe mir Mühe!

In letzter Zeit denke ich viel über Ziele nach. Überall sollen wir Ziele haben. Ziele für ein Jahr. Ziele für in fünf Jahren. Ziele im Beruf. Ziele im Privaten. Ziele Ziele Ziele. Ich sträube mich gerade innerlich sehr gegen diese Omnipräsenz von Zielen. Ziele kommen mir so starr vor. So unflexibel. Ob das an den Zielen oder an mir liegt? Das frage ich mich auch manchmal. Gleichzeitig habe ich ja auch Ziele. Ich laufe nicht ganz ziellos durchs Leben. Ich hab die nur nirgendwo aufgeschrieben, vermutlich, weil sie mir dann flexibler vorkommen. Ich bin auch über Gedanken zu Zielen sehr dankbar. Also, falls jemensch was teilen möchte? Ja? Nein? Immer gerne auf jeden Fall.

Weil ich wieder so ohne Konzept hier bin und aus technischen Gründen nicht am Movie Club in diesem Monat teilnehmen kann (der ausgesuchte Film ist The Farewell, den ich sehr gerne sehen möchte, der leider nicht mehr im Kino läuft und erst ab März streambar ist), gibt es im Februar keine Rezension. Weswegen ich überhaupt in die Verlegenheit gekommen bin, für diese Woche etwas Anderes als eine Rezension schreiben zu wollen. Es gibt Schlimmeres. Im Folgenden: Gedanken anderer Menschen.

 

Linkschau #38

Ich komme irgendwie nicht dazu, das hier zu schreiben. Dabei sind die Tabs schon offen! Also, los geht’s, bevor was Neues dazwischen kommt:

Geschichte. Es ist lustig, denn das ist mein Job. Ha! [Englisch]

Jennifer Thorp schreibt auf Autostraddle über die queere Geschichte des geschorenen Kopfes. Ich fühle mich gleich wieder inspiriert, das auch mal wieder zu tun. Geht gerade nicht, aufgrund von Gründen. [Englisch]

Bei kleinerdrei schreibt Johanna, was für sie Verbündete sind, und wie sie dazu kam, diesen Begriff zu nutzen.

DasNuf schreibt über den Tod. Über den von anderen Menschen, und über den eigenen.

Bei der Mädchenmannschaft schreibt Anna-Sarah darüber, warum das Aufteilen von Aufgaben bei heterosexuellen Paaren nicht klappt.

Anne Helen Petersen schreibt bei BuzzFeed darüber, warum unsere Generation (ich weiß nicht, ob unsere, denn ich weiß nicht, ob meine Leser*innen der gleichen Generation angehören, also vielleicht eher meine Generation) die Burnout-Generation ist und wie das Leben in diesem System (Kapitalismus) uns zu nervösen und ständig ausgepowerten Menschen gemacht hat. Leider auf Englisch, für alle ein lesenswerter Artikel.

Bei kleinerdrei schreibt Francis Seek über Klassismus und Erben.

Kelsey Piper schreibt über künstliche Intelligenz und warum sie uns zerstören könnte und wir sie, gefälligst!, ernst nehmen sollten.

In dieser WDR-Doku geht es um Polyamorie mit Kindern. Ich finde die Doku sehr wertschätzend und respektvoll. Auch ein einfacher Einstieg, wenn eine sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt hat. (Ich habe auch Kritik daran, z.B. dass Polyamorie sich in diesem Fall nur mit sexuellen Beziehungen befasst, was mMn nicht so sein muss.)

In der Zeit, weil sie es dürfen, ein Artikel über Schwangerschaftsabbrüche.

Johanna Montanari schreibt im Freitag über Überstunden, und wieviele davon unentgeltlich geleistet werden.

In der Zeit schreibt Caroline Rosales über Kaiserschnitte und bietet einen anderen Blick auf Geburt, als es in letzter Zeit zu lesen ist.

Linkschau #36

Es ist der erste richtig kalte Tag dieses Jahr, habe ich das Gefühl. Heute Morgen war’s mir wichtig kalt an den Beinen, und das erst im November! Klimawandel und so. Natürlich gibt es wie jeden Monat auch die Gedanken anderer Menschen. Meine eigenen Gedanken teile ich ja nicht mehr so häufig. Immerhin schreibe ich noch.

Los geht’s mit Patricia von DasNuf. Sie schreibt über das Leben mit Kindern und wie sie irgendwann einfach gesigniert hat.

Ein Kommentar von Lara zum sexistischen Comic „Nie genug“ von Marvin Clifford und warum sein Verhalten nicht okay ist.

Lex Croucher erklärt in ihrem Video, warum Youtuber*innen aufhören sollen, Haul-Videos (d.h. Videos, in denen sie zeigen, welche Klamotten – und andere Dinge – sie alle gekauft haben) zu machen. [Englisch, Video]

In einem anderen Video erklärt kaptainkristian die Animationen von Disney und die Regeln, denen diese Animationen folgen. Und warum es manchmal aussieht wie Magie. [Englisch, Video]

Sarah Chavez von The Order of the Good Death schreibt zu den positiv konnotierten Wurzeln von Halloween und was sie mit dem Tod und Umgang mit Tod zu tun haben. [Englisch]

In anschläge. schreibt Lea Susemichel darüber, dass es das gute Leben ohne soziale Gerechtigkeit nicht geben kann.

Peter Schaber schreibt beim LowerClassMag zu Militanz.

In ihrem neuen Video erklärt Anna Akana, wie wir jetzt glücklich werden, auch wenn ihr der Rat selber nicht besonders gut gefällt. [Englisch, Video]

Und auf Zeitgeschichte online zwei Kommentare zu Höckes Rede letztes Jahr: Martin Sabrow erklärt, was den Zäsurcharakter der Rede ausmacht, und Maria Alexopoulou weist darauf hin, dass der blinde Fleck von Sabrow und vielen anderen Historiker*innen der Rassismus ist.

Das war’s auch schon wieder. Ich muss dazu sagen, dass es sich erheblich einfacher gestaltet, Links auf dem iPad einzufügen als am PC. Traurig, aber wahr.