Motiviert durch virtuelle Erfolge

Ich habe diese Woche The Farewell geguckt, und wollte eigentlich auch eine Review schreiben, aber bin noch nicht dazu gekommen. Vielleicht folgt das noch in der kommenden Woche, wenn ich Zeit finde. Ansonsten ist die kurze Review: guter Film, guckt ihn Euch an. ;)

Diese Woche habe ich endlich alle 120 Schreine in Zelda (BotW) gefunden und als Belohnung eine Waldausrüstung bekommen. Jetzt sieht Link so aus wie früher (aka in Ocarina of Time), was ich sehr entzückend finde. Ich betrachte das Spiel jetzt als durchgespielt, da ich ja auch den Endgegner besiegt habe und so. Ich könnte noch ein paar kleine Nebenaufgaben erfüllen und auch noch mal den Endgegner besiegen, aber darauf habe ich im Moment keine Lust. Vielleicht mache ich das mal zwischendurch, wenn mir langweilig ist.

Dafür habe ich mir gestern ein neues Spiel gekauft: Fire Emblem – Three Houses. Früher (als ich irgendwas zwischen 14 und 19 Jahre alt war) habe ich Fire Emblem auf dem Nintendo DS von meinem Bruder gespielt und es war ein Fest! Ich erinnere mich nicht mehr, ob ich das Spiel durchgespielt habe (eine sehr vage Erinnerung sagt ja). Da ich das Spiel gerne mochte, habe ich mich auf die Suche begeben, um es auch für die Switch zu finden. Das schwierigste an der Suche war allerdings, den Namen des Spiels rauszufinden. (Danke an dieser Stelle an meinen Bruder, der das wohl nicht lesen wird, dafür, dass er mein inkohärentes Geplapper zu dem Spiel verstanden hat.) Dann habe ich einen Artikel zu dem Spiel gelesen und damit war es beschlossene Sache. Seit heute Morgen besitze ich das Spiel und was soll ich sagen? Ich bin süchtig. Es ist ein gutes Spiel. Ich mag alles! So sehr, dass ich schon circa vier Stunden daran gespielt habe. Ähem.

Nun ja, dieses Blog entwickelt sich auf jeden Fall in eine Richtung, in der meine eigene Nerdigkeit nicht mehr so richtig zu verbergen ist. Das macht ja nichts. Ich stehe schließlich dazu.

Viel mehr gibt es nicht zu berichten. Ich arbeite (und arbeite und arbeite). Das Wetter war unerträglich warm und schwül, zum Glück ist es heute abgekühlt. Ab nächstem Wochenende habe ich eine Woche Urlaub, worauf ich mich sehr freue. Yessssss. Ich hatte auch thematisch was Anderes zu sagen, aber dann bin ich heute doch zu faul mein Gehirn dazu zu bewegen, über Klassenzugehörigkeit nachzudenken. Viel lieber will ich heute noch was schreiben und mein Spiel spielen. Schließlich erhöht das mein Selbstbewusstsein. (Habe ich in dem Artikel gelernt. Und meine Selbstwirksamkeit. Wichtige Fähigkeiten.)

Endlich (!) ein paar Links, mal wieder. Auch wenn ich den ganzen Artikeln, die mich interessieren überhaupt nicht hinterher komme. Ugh. Vielleicht mal im Urlaub.

Hier also erst mal alles, was im Entferntesten mit BLM zu tun hat:

  • Rassismus in der deutschen Polizei (gibt es ja angeblich nicht, haben wir ja alle in den Nachrichten gehört) [Englisch]
  • Wie Schwarze Kinder mit der Gewalt aufwachsen
  • Warum Rassismus das Problem ist, und nicht Schwarze Hautfarbe (dass das überhaupt erklärt werden muss…) [Englisch]
  • Lynching-Anspielungen in Kalifornien [Englisch]
  • Wie wir uns verhalten können, wenn wir Polizeigewalt beobachten
  • All Lives Matter – not [Englisch, Comic]

Hier alles Andere:

  • Passend zum letzten Link: Wir können anderen Menschen keine Empathie einreden [Englisch]
  • K-Pop Fans trollen Trump und weißes Twitter (K-Pop an sich kann für vieles kritisiert werden, und die Fans sind ziemlich geil und politisch) [Englisch]
  • Überlegungen zur Zukunft des Tourismus (die ich teilweise klassistisch finde, darüber könnt Ihr Euch dann beim Lesen selber ein Urteil bilden) [Englisch]
  • Über die politische Bedeutung von Ultra-Fans in Marokko [Englisch]
  • Falls Ihr noch nicht mitbekommen habt, dass J. K. Rowling transfeindliche Dinge tweetet [Englisch]
  • Ein Portrait über Werner Herzog, das ich irgendwie sympathisch fand [Englisch]
  • Über Menstruation und den Islam [Video]
  • Zum Konzept von compulsory heterosexuality [Video, Englisch]
  • Guerilla Open Access Manifesto [Englisch, aber auch auf Deutsch abrufbar]
  • Zum Tod von Sarah Hegazi und der queerfeindlichen Politik Ägyptens
  • Warum es nicht hilfreich ist, von „unvorstellbarer Gewalt“ zu sprechen

Habt einen guten Start in die Woche!

Kreativloser Titel

Ich bin so müde in letzter Zeit, und vor allem in den letzten Tagen. Ein bisschen liegt es vermutlich auch an den Pollen, denn ich hab Heuschnupfen und der ist gerade anstrengend. Bäh. Das zieht Energie, plus die Sonne, die ist zwar schön, und leider auch anstrengend.

Dafür kann ich den Mond ganz blass aus meinem Fenster sehen und am Wochenende ist mir noch mal aufgefallen, wie blass die Sterne hier aussehen, weil es auch nachts zu viel Licht gibt. Schade.

Es ist schon Juni, und irgendwie ist auch schon wieder Montag. Dieses Jahr ist so seltsam. Im Grunde bin ich nur hier, weil ich ein paar Artikel teilen wollte. Es geht ein bisschen um Corona, und ein bisschen um andere Sachen, und dann geht es ganz viel um Black Lives Matter. Während die rassistische Gewalt in den USA, besonders die institutionelle und polizeiliche rassistische Gewalt, nichts Neues ist, gibt es seit Tagen landesweite Proteste, nachdem George Floyd von der Polizei ermordet wurde. Dazu haben viele andere Menschen auch schon etwas gesagt, deswegen verlinke ich einfach deren Worte.

  • Zu den Protesten in den USA und möglichen Folgen für Trump
  • Was in Minneapolis passiert [Englisch]
  • Wie die Proteste sich ausgebreitet haben und wie die Polizei mit mehr Gewalt reagiert [Englisch]
  • Warum Minderheiten wie asiatische Amerikaner:innen sich mit Schwarzen solidarisieren sollten [Englisch]
  • Was Ramsey Orta, der das Video vom Mord an Eric Garner gefilmt hat, seitdem passiert ist (besonders relevant momentan) [Englisch]
  • Warum Trump Covid-19 egal ist, seit er weiß, wer vor allem davon betroffen ist [Englisch]
  • Zur Geschichte des Rassismus gegen Schwarze in China [Englisch]
  • Über Trauer
  • Wie Covid-19 (vermutlich) übertragen wird [Englisch]
  • Zur Queerness in Frankenstein [Englisch]
  • Warum Bäume nicht unbedingt gegen den Klimawandel helfen [Englisch]
  • Über Corona und Mutter-Sein
  • Über Probleme bei der Polizei in Weimar

 

Movie Club: Annihilation

Eine weitere Woche, in der ich eine Filmbesprechung schreibe. Auf Englisch. Wie gewohnt alles Andere nach dem Cut.

Ah, Annihilation. I’ve watched this film before, shortly after it came out on Netflix. I don’t know why Netflix suggested it to me because it’s not exactly my type of film. Even though I knew what was coming this time, I was slightly unsettled after the film. As always, this review is spoilery, so only read it if you don’t mind or have seen Annihilation already.

Annihilation is about five women who walk into an area called the Shimmer to try and understand what it’s doing. We know something hit a lighthouse some time ago and then spread to an ever growing bigger area. None of the investigating parties have ever returned with the exception of Kane, the husband of Lena, one of the women who volunteers to go into the Shimmer.

I don’t necessarily think that Annihilation is a bad film. However, I am not sure what it’s trying to tell me. Maybe it’s meant that way. It’s a film about science and aliens. I think the mutations the women encounter in the Shimmer are mostly beautiful, except for the bear. The plants are beautiful, most of the creatures are beautiful, the fungi are beautiful. It’s all very rainbowy which I liked.

The film is also about the relationship between Lena and Kane which we see in flashbacks (in flashbacks) because the film is basically told by Lena. This second time watching it lead me to question the narrative even more because I don’t consider Lena a reliable narrator. One of the other women, Anya (I liked her a lot) comes to the same conclusion while being in the Shimmer, namely that Lena is a liar and not to be trusted. It is partly true, and therefore you could also wonder how reliable her narration of the events is. Who knows what really happened in the Shimmer? What happens in the Shimmer, stays in the Shimmer?

My favourite person and then part is Josie. Her change was even more apparent now the second time. I agree with Veetii that the relevations about the other characters were kind of an information dump for Lena and the audience, but it gave us the information that Josie was, likely, depressed and self-harming. I remember that I liked her development even the first time I watched the film and it’s something I remembered quite well. This time, I could appreciate it even more because the change is also visible on the outside. Throughout the walk through the Shimmer, Josie wears long sleeves to hide her scars. When she’s decided that she doesn’t want to fight or face the Shimmer (anymore), she shows her scarred arms and also her face by taking back her hair. I like how she is able to accept that the Shimmer is something completely different that she doesn’t entirely understand but that is also not trying to harm her. Not really anyway. And I like that she turns herself into flowers. It’s, in my opinion, the most beautiful part of this movie. Honestly, after that I didn’t care much anymore about what happens next.

Although the ending is also interesting. Again, I agree with Veetii that it’s unclear why Kane didn’t die when the Shimmer disappeared. My understanding is that realKane died in the Shimmer and mirrorKane came out of the Shimmer which didn’t do him any good. Whereas mirrorLena died in the Shimmer and realLena came out of the shimmer. Although realLena is part of the Shimmer as well because the Shimmer had already started to refract parts of her DNA as we know from when she checked out her blood. So. With this established, I liked that the Shimmer somehow managed to escape its own burning by becoming part of Lena and Kane, and it found a way to survive. Whatever that means. Because then it ends.

Well, this was not a very coherent review. It was also a somewhat irritating movie with nice visuals. So, I think I still give it only 2 stars because I really don’t want to see it again.

You can read Veetii’s review here and Dolby’s review here.

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Anders

Die Welt ist ein seltsamer Ort. Zumindest die menschliche. Diese Woche habe ich einen Artikel gelesen, in dem es darum ging, dass eine nichts zu dieser Situation zu sagen haben muss, weil wir gerade erst drin sind. Weil eine nicht immer zu allem was sagen können muss, sofort, ohne gründliches Nachdenken. Ich habe nichts zu Corona zu sagen. Ich gucke mir das an, und lese Artikel, und schaue, was passiert.

Ansonsten ist diese Woche, wie letzte Woche, alles anders. Kompliziert und nicht für diesen Blog geeignet. Auf jeden Fall wurde die Pfannkuchentradition durchbrochen, so wie alle anderen Rituale und Strukturen, die ich normalerweise so habe. Arbeiten ist deswegen gerade etwas schwieriger. Nächste Woche habe ich einige Meetings. Ich hoffe, dass das alles ganz gut läuft. Und die Internetverbindung hält.

Irgendwie ist schon Mai. Das Wetter hier ist seltsam. Gestern war es unglaublich schwül und anstrengend. Immerhin hat es geregnet, das ist ja ganz gut für die Erde. Und ich habe Campinggas gefunden, weeeeh! Voller Freude.Auch wenn die Essensauswahl also gerade nicht so pralle ist, gibt es immerhin warmes Essen.

So. Ich gebe jetzt ab an andere Menschen, denn ich habe im Moment nicht so viel Produktives, Konstruktives oder Interessantes zu erzählen. (Aus zwei Wochen, also mehr als sonst.)

 

Müde

Meine Augen sind müde. Ich weiß nicht, ob das vom vor-dem-Computer-sitzen kommt, oder von den Pollen. Oder ob es eine Kombination von beidem ist. Auf jeden Fall sind meine Augen müde, und das macht mich gänzlich auch immer müde. Auch wenn ich sonst nichts Anstrengendes tue.

Heute habe ich beim Spazieren einen kleinen Wald (Forst?) entdeckt, durch den ich gelaufen bin. Das war schön. Alles war so grün und luftig. Und es war schön, etwas Neues zu sehen, neben all dem, was ich schon kenne.

Ich bin auch sonst müde. Ich mag diese Wohnung. Sie ist schön. Wir haben sie schön gemacht, mit unseren Möbeln und Bildern und Pflanzen. Diese Woche haben wir sechs neue Pflanzen bekommen, die jetzt wir eine kleine Familie vor meinen Auge rumstehen. Ich fühle mich hier wohl. Und doch bin ich es manchmal so müde, hier zu sein. Alles sieht immer gleich aus.

Reden ist manchmal schwierig. Ich glaube, es liegt nicht nur daran, dass im Alltag kaum etwas passiert. Ich glaube, es liegt auch daran, dass ich keine Worte habe für das, was ich denke und fühle. Und dass viel in mir drin passiert, was ich manchmal auch gar nicht kommunizieren will. Es reift wie ein kleines Pflänzchen (früher, da dachte ich auch noch, es würde ein Apfelbaum in meinem Bauch wachsen, wenn ich die Kerne verschlucke, so stelle ich mir das vor) in mir drin, und ich bin noch nicht bereit, es auszusprechen. Oder es vor Menschen auszusprechen, die nicht professionelle Unterstützung oder meine Mitbewohni sind. Dafür ist es zu groß, und dabei ist es im Grunde auch nur banal.

Ich höre mehr Musik als früher, ist mein Eindruck. Weil sie mich tröstet oder aufmuntert oder ich laut mitsingen kann. Manchmal alles gleichzeitig. Ich mag vor allem Musik bei diesen alltäglichen Tätigkeiten, wie kochen oder abwaschen. Und diese Woche auch beim Spazieren. Da habe ich ein Lied im Loop gehört, und ich glaube, ich bin beim Gehen gefedert. Hat sich zumindest so angefühlt.

Mein Alltag ist sehr strukturiert. Jeder Tag sieht wie der andere aus, außer am Wochenende. In den letzten Wochen habe ich noch mehr Abend- und Morgenroutinen entwickelt. Das hilft alles ein bisschen zu rahmen. Es gibt mir auch Raum für mich selbst, und um mich selbst auszuhalten. Das ist nicht immer so einfach. Ich übe, übe, übe. Und ich schreibe, schreibe, schreibe. Als ob mich das irgendwie retten würde. Vielleicht tut es das auch. Das weiß ich vermutlich erst danach. Wann auch immer danach sein wird. Wie auch immer es aussehen wird. Etwas verlagert sich, ganz langsam und unmerklich. Auch dafür: keine Worte.

Es folgen Worte anderer Menschen: