März Recap

It’s been hard, people. Hard and exhausting. Also, change hurts.

Ansonsten habe ich erstaunlich viel konsumiert. Das liegt vermutlich daran, dass ich mehr Zeit für mich hatte. Auch wenn es sich nicht ganz so anfühlt. Ich vermute irgendwie, dass es noch mehr Zeit für mich braucht, bis irgendeine Reserve (die es bestimmt gibt) wieder aufgefüllt ist.

Erstmal habe ich A Conjuring of Light gelesen, den dritten Teil der Trilogie vom letzten Monat. Insgesamt fand ich die Trilogie spannend und gut zu lesen. Ich bleibe allerdings bei meiner Kritik vom letzten Monat und füge hinzu: Wieso ist es eigentlich so, dass Trilogien oder Fanatsybücher immer in einem Zeitraum von Wochen stattfinden? Und dann ist es plötzlich vorbei. Warum gibt es selten Pausen? (A Song of Ice and Fire ausgenommen. Das hat längere Zeiträume. Viel längere.)

Dann habe ich, auf Anraten meiner Schwester, Mistborn gelesen. Ich muss gestehen, dass ich schon lange nicht mehr so viel geweint habe bei einem Buch (oder auch sonst, abgesehen von der Folge Grey’s Anatomy heute). Ich habe richtig geschluchzt! Ein richtig gutes Buch. Und tatsächlich: hier wird schnell erklärt, und dann weiter erklärt, während die Geschichte sich bewegt. Keine 100 Seiten NICHTS, bis die Geschichte los geht. Ha! Ich habe auch gleich den zweiten Band, The Well of Ascension, gelesen und bin weiterhin begeistert. Gerade lese ich den dritten Band, mehr dazu dann wohl Ende des Monats. Das einzige, was mich stört, ist die totale Heteronormativität. Zunächst hat jede*r in diesem Buch eine*n love interest. J E D E * R. Und immer vom anderen Geschlecht. Am Anfang war das noch nicht so offensichtlich, aber je mehr Charaktere wir besser kennenlernen, desto offensichtlicher, und nervtötender, wird es. Abgesehen davon: sehr gut geschrieben, tolle Charaktere, mit denen ich mich identifizieren kann, viel Magie und sehr viele Sachen zum Mitfiebern. Wir lösen das Rätsel quasi mit Vin zusammen, zumindest hoffe ich das.

Weil ich so krank war, habe ich auch einiges geguckt. Und zwar in meiner Krankheit drei Shows: Die dritte Staffel von One Day At A Time (was jetzt abgesetzt wird, traurigerweise) und mich weiterhin sehr gut unterhalten hat, während sie, wie gewohnt, schwierige Themen ansprechen. Dann Russian Doll, was ich wirklich sehr ans Herz legen möchte. Nachdem in den ersten beiden Folgen vor allem das Problem dargelegt wurde, dachte ich: Okay, und jetzt? Und dann ging’s richtig los. Sehr schön erzählt, mit tollen Momenten und einer richtig überzeugenden Lösung des Problems. Dann habe ich Northern Rescue geguckt. Da weiß ich nicht so richtig, was ich davon halte. Vor allem hat es mich interessiert, weil es um Trauer geht. Ich finde, da wird auch gezeigt, wie unterschiedlich Menschen damit umgehen. Dann doch irgendwie zu viel fabriziertes Drama. Abgesehen davon gucke ich ja wie immer Grey’s Anatomy, was ich einfach immer noch gut finde. Die neueste Folge behandelt einen Vergewaltigungsfall und ich habe die ganze Folge lang leise vor mich hingeweint. Toll gespielt, geschrieben. Alles. Und ich mag, dass sie die Show nutzen, um gesellschaftliche Dinge anzusprechen. Im Moment läuft auch die zweite Folge Star Trek Discovery. Ich mochte die Serie ja schon im letzten Jahr. Jetzt mag ich sie irgendwie noch mehr, was auch wieder an den Charakteren und den wundervollen Beziehungen liegt. Ich habe mich ein bisschen in Spock verliebt, und in Michaels Beziehung zu Spock. <3 Was auch dazu geführt hat, dass ich angefangen habe Star Trek The Original Series zu gucken. Mehr Spock. Ich verstehe den Hype, so langsam. (Aufgewachsen bin ich ja nur mit The Next Generation und Voyager, also gibt es da noch was nachzuholen.)

Ich habe sogar ein paar Filme gesehen. In der Sneak lief Sister’s Brothers, den ich und Begleitung unglaublich langweilig fanden. Vielleicht halten wir auch beide nichts von Western. Wer weiß. Als ich krank war, habe ich dann mit einer Freundin Cinderella geguckt. Die Live-Action-Verfilmung von Disney. Wir wussten nicht, dass es die gibt! Cinderella ist auf jeden Fall ziemlich… anziehend, irgendwie. Wir haben festgestellt, dass wir vor dem Film saßen und mit großen Augen mitgefiebert haben, WÄHREND wir den ganzen Plot ziemlich banane und daneben fanden. Ein weiterer Beweis, wie sehr wir in diese Geschichten sozialisiert sind. Da ich krank war (kommt mir vor wie eine gute Ausrede) und außerdem im Cinderella-Fieber (vielleicht die ehrlichere Aussage), habe ich dann auf den Tipp der Freundin hin noch The Story Teller’s Sapsorrow geguckt, was eine Mischung aus zwei Märchen ist, eins davon Cinderella. Eher abschreckend. Und dann, weil es mein Liebling in dieser Hinsicht ist, habe ich noch Ever After geguckt. Das ist der Cinderella-Film mit Drew Barrymore. Der beste. Total subjektiv und so.

Außerdem war ich im Theater. Da habe ich Rosa und Karl geguckt. Ein Stück über Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, nach einem Roman von Alfred Döblin. Das Ganze war ziemlich religiös angehaucht, was etwas befremdlich war. (Was würde Rosa denken?) Es war auf jeden Fall hilfreich, dass wir uns die Einführung angehört haben, deswegen waren wir nicht so unvorbereitet. Abgesehen davon waren die Schauspieler*innen ziemlich gut, das Bühnenbild schön und das Stück hat viele Fragen gestellt (viele Fragen, keine Antworten).

Auf in einen neuen Monat, also.

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Februar Recap

Dieser Monat war aufregend und komisch und schnell vorbei. Ich war erstaunlich oft krank. Das gefällt mir nicht. Außerdem war ich in Belgien. Das war schön. Hat Spaß gemacht. Ich habe viel Pommes gegessen und eine Waffel (immerhin!) und keine Schokolade, dafür richtig fancy Teilchen, bei denen ich wirklich nicht weiß, wie ich sie nennen soll. Außerdem hatte ich Besuch, das war auch schön. Wir sind viel gelaufen und haben viel geredet und das war sehr prächtig.

Diesen Monat habe ich zwei Filme gesehen. Einmal American Ultra, den ich sehr seltsam fand, und irgendwie witzig. In seiner Übertreibung witzig. War mit Kristen Stewart, die mag ich ja irgendwie. Und dann habe ich noch Mulan gesehen. Daran gibt es nichts auszusetzen. Das ist einer der besten Filme, immer.

Ich habe erstaunlich viele Serien geguckt diesen Monat. Lag vermutlich am krank sein. Ich war außerdem so angestrengt, dass die Serien ein bisschen den edge weggenommen haben. Nun ja. (Alles möglicherweise mit Spoilern.) Star Trek Discovery läuft gerade. Das mag ich ja bekanntlich irgendwie. Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass die Klingonen so sang- und klanglos verschwunden sind. Hab ich nicht verstanden. Ansonsten rettet Michael den Tag, wie immer. Bei Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events habe ich ein oder zwei Folgen gesehen. Das Lesen der Bücher hat mir mehr Spaß gemacht, auch wenn die Serie nicht schlecht ist. Sie packt mich nicht so. Mh. Natürlich darf auch Grey’s Anatomy nicht fehlen. Da bin ich jetzt auch unzufrieden, weil ich nicht gut finde, mit dem Meredith jetzt zusammen ist. Möp. Ansonsten bekannterweise gut. Dann gucke ich manchmal, wenn ich nicht weiß, was ich gucken soll, und ich lachen möchte, Friends. Davon aber diesen Monat nicht so viel, denn die dritte Staffel von One Day At A Time wurde ausgestrahlt. Und immer wieder bin ich überrascht und fasziniert, wie sie schwierige Themen leicht und mit Witz behandeln. Großes Kino. Irgendwo habe ich gelesen, das Finale sieht sich wie ein Serienfinale und ich stimme dem zu. Hoffe aber auf mehr. Dann musste ich mich entscheiden, was ich gucke, und ich habe mich für Sex Education entschieden. Grandios. Ja, sehr schön. Wirklich. Ich habe nicht sehr lange dafür gebraucht und ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht und manchmal mochte ich die Charaktere nicht, und das mag ich ja sehr gerne, wenn das passiert. Dann fühlen sie sich echter an. Ja. Empfehlenswert. Jetzt habe ich die erste Folge Russian Doll angefangen. Ich bin intrigued. Mehr kann ich noch nicht sagen.

Zwei Bücher habe ich „nur“ gelesen. A Darker Shade of Magic und A Gathering of Shadows von V. E. Schwab. Die ersten beiden Bände einer Trilogie. Den dritten Band lese ich gerade. Mag ich. Liest sich gut. Das StoryTelling ist langsam, was ich gar nicht schlimm finde. Es hat allerdings schon über 100 Seiten des ersten Bandes gedauert, bis eine da angekommen ist, was der Klappentext schon verraten hat. Sehr langsam. Der zweite Band war so ein Zwischenband, den ich dafür ziemlich gerne mochte. Vielleicht war es das langsame StoryTelling. Wie dem auch sei. Jetzt geht’s gerade richtig ab und ich bin gespannt, wie es endet. Oh, und mein einziger Kritikpunkt ist eigentlich Lila. Ich liebe Lila, wirklich, sie ist toll. Persönlich bin ich es so müde, von weiblichen Heldinnen zu lesen, die lieber Männer wären. Gähn gähn langweilig langweilig.

Warum ist eigentlich schon fast März? Wie ist das passiert?

Januar Recap

Dieses Mal in einem etwas anderen Format. Gelesen habe ich folgendens (übrigens in den ersten zweieinhalb Wochen des Monats, danach nichts mehr):

Brandon Sanderson, Skyward – Claim the Stars

Skyward ist der erste Band einer Science Fiction-Serie (Trilogie?). Es geht um Spensa, die in den armen Vierteln ihrer Kolonie unter der Erde aufwächst. Spensa kümmert sich um ihre Familie, indem sie in den unerforschten Tunneln um die Kolonie herum Ratten fängt, die ihre Mutter dann an die Arbeiter*innenschaft verkauft. Spensa und ihre Familie leiden darunter, dass Spensas Vater, ein früherer Pilot, als Feigling beschimpft wird und ihre Familie deswegen von vielen geschnitten wird. Spensa möchte, wie ihr Vater, Pilotin werden, und kämpft darum, sich diesen Traum erfüllen zu können. Die menschliche Kolonie auf dem Planeten Detritus wird regelmäßig von Aliens, den Krell, angegriffen und die Pilot*innen kämpfen gegen diese Angriffe, um die überlebende Menschheit zu schützen. Wer oder was die Krell genau sind und warum sie die Menschheit angreifen, ist unklar.

Das Buch beschreibt die Welt und das Geschehen aus Spensas Perspektive. Am Anfang musste ich mich ein wenig an Spensa gewöhnen, weil sie eine sehr große Klappe und eine ungewohnte Art sich auszudrücken hat. Ich hab mich schnell daran gewöhnt und es hat mich noch mehr gefreut, dass dieser Aspekt von Spensas Persönlichkeit im Laufe des Buches explizit thematisiert wurde und Spensa eine gut geschriebene und plausible Charakterentwicklung durchgemacht hat. Das Buch war seit langem mal eins, bei dem ich wirklich mitgefiebert habe und wissen wollte, wie es weiter geht. Einerseits, was Spensas Geschichte angeht, und auch, was die Geschichte um ihren Vater angeht. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil, und freue mich jetzt schon darauf, ihn irgendwann lesen zu dürfen.

Virginie Despentes – King Kong Theorie

King Kong Theorie ist eine Sammlung von in sich geschlossenen Essays von Virginie Despentes. Es ist eine Mischung aus feministischen Essays und Berichten aus ihrem Leben. Despentes‘ Sprache ist teilweise sehr vulgär und direkt, was ich sehr mochte. Sie bringt die Dinge aus ihrer Sicht gut auf den Punkt. Ihre Ansichten waren teilweise ein bisschen anders als die, die ich schon kannte, was vermutlich daran liegt, dass sie aus dem französischen Diskurs kommt und nicht aus einem englischsprachigen. Einige ihrer Theorien über Pornographie und Männlichkeit fand ich sehr anregend und habe ich so nie vorher gehört. Besonders eindrücklich und überzeugend fand ich, wie sie Vergewaltigung mit Todesangst verbunden hat. Der Essay hat mich sehr angesprochen und hat auch gut zu meinen eigenen Erfahrungen gepasst. Aus dieser Perspektive betrachtet, haben einige Erlebnisse aus meinem eigenen Leben mehr Sinn gemacht. Ich stimme nicht mit all ihren Ansichten überein. Insgesamt war es ein zum Nachdenken anregendes Buch, das ich nicht am Stück, sondern immer wieder mit einigem Abstand gelesen habe.

Charles Dickens – Weihnachtserzählungen

Das Buch habe ich vor ewigen Zeiten von meiner Oma geschenkt bekommen und ich bin nie dazu gekommen, es zu lesen. Ende 2018 habe ich dann angefangen. Es enthält drei Kurzgeschichten, von denen die erste die Weihnachtsgeschichte um Scrooge ist. Die war kürzer als ich dachte, und erinnert mich sehr an meine Kindheit. (Da der Disney-Film dazu auch kürzer war als ich dachte, macht das wohl das voran geschrittene Alter.) Die anderen drei Geschichten waren durchmischt. ‚Das Heimchen am Herd‘ fand ich dabei am schönsten, auch von der Moral der Geschichte her. Die anderen beiden, ‚Der Kampf des Lebens‘ (vorhersehbar) und ‚Die Glocken‘ (moralisch fragwürdig) fand ich nicht besonders ansprechend. Angenehm und leicht geschrieben waren sie alle, deswegen gut zu lesen. Ich stimme nur nicht immer mit Dickens‘ Moralvorstellungen überein.

Somaiya Daud, Mirage

Vorweg: Ich mochte das Buch. Ich mochte, dass es viele weibliche Charaktere gab, die schöne und komplizierte Beziehungen zueinander haben. Ich mochte auch den arabischen (irgendwo habe ich marokkanisch gelesen) Einfluss. Das ist das erste Mal, dass ich das in Fantasy/Sci-Fi lese. Der Anfang des Buches las sich langsam, dann ab der Mitte des Buches ging es von der Geschichte her richtig los und ab da konnte ich das Buch auch nicht mehr weglegen. Die Storyline ist nicht besonders innovativ und teilweise sehr vorhersehbar, und lässt sich gleichzeitig sehr gut lesen. Ich bin auf den weiteren Verlauf gespannt und hoffe auf ein paar spannende Sachen.

bell hooks, All About Love

Ich weiß nicht mehr, wie oft ich das Buch in den letzten drei (?) Jahren gelesen habe. Vermutlich drei oder vier Mal. Es hat mich dieses Mal nicht mehr so beeindruckt wie bei den letzten Malen, und ich konnte immer noch einiges daraus mitnehmen. Es ist ein bisschen wie eine Erinnerung an die Dinge, die mir wichtig sind und eine Frage, wie ich leben und Beziehungen führen möchte. Ich würde es nach wie vor sehr empfehlen.

Diesen Monat habe ich nur einen Film gesehen, und auch den nur halb. L. und ich haben Harry Potter and The Goblet of Fire angefangen zu gucken (auf Neujahr), und nach der Hälfte waren wir 1. zu müde und 2. zu genervt. Was ist mit den Haaren der Leute im Film los? Und warum ist Harry noch nerviger und langsamer als sonst? I don’t know!

An Serien habe ich das Weihnachtsspecial von The Chilling Adventures of Sabrina gesehen. Hat mir gut gefallen. Magie und tolle Frauen und spannende Storyline. Jajaja. Dann habe ich eine Folge Friends geguckt, zum Zeitvertreib. Ich bin ja jetzt wieder am Anfang. Außerdem habe ich zwei Folgen Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events gesehen. Jetzt hänge ich wieder. Irgendwie bleibe ich immer in der Mitte einer Storyline hängen. Egal. Die ganze Serie ist mittlerweile online, von daher kann ich ja ganz entspannt weiter gucken. Dann ging Grey’s Anatomy wieder los, und ich habe genau eine Folge gesehen und es war toll und ich mochte es sehr. Mit S. gucke ich Gravity Falls, wann immer wir mal dazu kommen. Es geht also sehr langsam voran, und belustigt mich immer noch sehr. Und zuletzt habe ich noch die zwei neuen Folgen Star Trek Discovery geschaut, als ich nach meinem Umzug so fertig war, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte. Yay!

Ach ja, umgezogen bin ich auch. Und wenn das hier online geht, dann bin ich im Urlaub, and that’s a really good thing.

Dezember Recap

Guten Morgen in 2019! Ich gewöhne mich schon mal daran, die Jahreszahl zu schreiben. Dann fällt es auf der Arbeit nicht so schwer.

Im Dezember habe ich nicht so viel gelesen, obwohl ich gerade bestimmt drei Bücher gleichzeitig rumliegen habe, die alle noch nicht fertig gelesen sind. So ist das manchmal. Durchgelesen habe ich nur Girls of Paper and Fire von Natasha Ngan. Ich habe das Buch mehr oder weniger in einer Nacht durchgelesen, und es dann meiner Schwester zurückgegeben. Es ist eine Fantasygeschichte und es geht um Lei, die mit acht anderen Mädchen dazu ausgewählt wurde, dem Dämonenkönig als menschliche Frau zu dienen (und dienen impliziert hier auch sexuelle Dienste). Lei findet sich nicht mit ihrem Schicksal ab und wehrt sich dagegen. Und dann verliebt sie sich. Und das finde ich an diesem Buch besonders schön, denn sie verliebt sich in eine Frau (und das ist in der Fantasy nicht so selbstverständlich) und es wird ganz selbstverständlich behandelt. Jetzt geht es natürlich noch irgendwie weiter in der Geschichte, allerdings dauert es bestimmt noch, bis die Bücher rauskommen.

Geschaut habe ich erstmal Mickey Mouse A Christmas Carol. Das habe ich schon lange nicht mehr gesehen, und ich hatte auch vergessen, dass es so kurz ist. Nach der Geschichte von Dickens wundert mich das nicht mehr, denn die ist auch ziemlich kurz. Mit S. habe ich Love Actually gesehen, der ja irgendwie zu Weihnachten gehört für mich. Einen Tag später habe ich dann eine Review darüber gelesen, die natürlich alle problematischen Dinge auf einen Punkt gebracht hat. Gut, dass erstmal ein Jahr vergeht, bevor ich den Film wieder gucken möchte. Oder möchte ich das nicht mehr? In der Sneak habe ich kurz vor Weihnachten The Wife gesehen. Den Film fand ich ziemlich großartig. Ich gestehe, dass ich mir den Twist schon in den ersten Sekunden gedacht habe und vielleicht soll es auch kein Twist sein, weil der Titel schon alles sagt. Es geht um die Frau eines Schriftstellers, der den Nobelpreis für Literatur gewonnen hat. Die beiden fahren mit ihrem Sohn nach Schweden, um den Preis entgegen zu nehmen und dabei wird die Geschichte des Paares in Flashbacks erzählt. Kurz vor Weihnachten habe ich dann noch Wie im Himmel mit S. geschaut. Das ist mein liebster Chorfilm und hat mich auch dieses Mal zum Weinen gebracht. Ich finde die Musik so schön und berührend.

An Serien habe ich Broadchurch angefangen, da ich keine spannende Serie hatte, die ich geguckt habe und Broadchurch ist schon länger auf meiner Liste. Ich habe viel Gutes über die Serie gehört, wusste gar nichts (hier waren keine Spoiler auch gut) und habe im letzten Monat alle drei Staffeln geguckt. In der ersten Staffel geht es um die beiden Polizist*innen Hardy und Miller, die mit dem Tod eines Jungen in Broadchurch konfrontiert sind und den Fall lösen müssen. Die beiden folgenden Staffeln behandeln andere Fälle und behandeln auf eine sehr liebevolle Weise auch immer noch die Nachwirkungen des ersten Falles. Sehr empfehlenswert. Die Serie ist auch optisch sehr ästethisch. Dann habe ich eine Folge Gravity Falls gesehen, das ich überraschenderweise lustig fand, und ungefähr zwei Folgen Avatar.

Jetzt ist das Jahr 2018 vorbei. In den letzten Tagen ist mir vor allem dieses Lied in den Ohren hängen geblieben:

Und mein Horoskop vom letzten Jahr war ein bisschen wahr. Das liegt sicher nur an den geschickten Formulierungen.

Habt einen schönen ersten Tag im Jahr 2019!

Linkschau #37

Ich bin ein bisschen spät dran. Ich denke schon seit Tagen, dass ich das hier schreiben sollte. Dann hatte ich nie die Energie. Ich frage mich, ob er wohl jetzt fertig wird?

Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen, schreibt darüber, was falsch im Wissenschaftssystem läuft und wie der Umgang mit Nachwuchswissenschaftler*innen verbessert werden kann.

Bei kleinerdrei schreibt Tobias Betzin darüber, wie Kleidung uns zu dem macht, wie wir uns fühlen. Sehr interessanter Essay über Kleidung und Armut.

Brigitte Theißl schreibt bei an.schläge über künstliche Intelligenz und wie wichtig es ist, dass diese Forschungs- und Entwicklungsfelder nicht nur von weißen Männern bedient werden.

Bei umstandlos schreibt Louisa Kamrath über die Geburtshilfe in Deutschland. Nichts Neues, wenn eine sich schon mal mit dem Thema beschäftigt hat, dafür gut zusammen gefasst.

Jason Hickel und Martin Kirk schreiben in FastCompany über den Kapitalismus und wie er das eigentliche Problem unserer Zeit ist. Auch hier nichts Neues. Was ich daran interessant finde, ist, dass es offenbar vor allem Leuten in meinem Alter und jünger so geht, dass sie die Probleme des Kapitalismus erkennen. Vielleicht, weil wir am stärksten darunter leiden. [Englisch]

Nerdwriter philosophiert in einem seiner neuesten Videos darüber, warum es so wenige Smartphones in den beliebtesten Filmen gibt. [Englisch, Video]

Auf Spektrum schreibt Bettina Wurche darüber, was wir aus dem Ohrenschmalz von Walen lernen können und wie wir das Ökosystem der Tiere zerstören.

Bee schreibt auf autostraddle über Hippie-Pants, und warum sie sich darin gleichzeitig schön und schuldig fühlt, und warum sie sie trotzdem trägt. [Englisch]

Ich habe einiges rausgelassen, weil ich mich zu müde fühle, es in einen Kontext zu setzen. Und ich glaube, auch weil mich die Themen ermüden, weil die Probleme alt und die Lösungen weit weg sind. Vielleicht, weil ich manchmal einfach politikmüde werde und weil es anstrengend ist, in dieser Welt zu leben.