Linkschau #21

Im Grunde habe ich diesmal nur die Hälfte der Zeit Artikel gelesen, die ich teilen kann, weil ich die andere Hälfte der Zeit ja gar nicht da bin (mysterious), und es sind dennoch ein paar Artikel geworden.

DasNuf teilt ihre Gedanken zu gleichberechtigt geteilter Elternschaft und geht dabei vor allem auch auf ökonomische Aspekte ein.

Im Migazin gibt es einen Artikel zur Visumspflicht und Deutschlands Weigerung, diese zu lockern mit der gleichzeitigen Forderung an andere Staaten, ihre Visumspflicht für Deutsche zu lockern. Da kann ich nur den Kopf schütteln und die Augen rollen.

Heinz-Jürgen Voß schreibt zum Diskussionsstand um Beissreflexe. Ich hab das Buch selber nicht gelesen, sondern nur darüber gelesen, finde den Artikel aber ganz interessant.

Mithu Sanyal hat in der taz schon vor zwei Monaten über Thordis Elva und Tom Stranger sowie ihr gemeinsames Buch geschrieben. Und über den ganzen Hass, den Thordis Elva dafür abbekommt, dass sie ein Buch mit dem Mann geschrieben hat, der sie vor 16 Jahren vergewaltigt hat.

Und hier dann auch der TED Talk von Thordis Elva und Tom Stranger, den ich sehr beeindruckend finde. Wie ich überhaupt ihren gemeinsamen Weg sehr beeindruckend finde.

Dann ein Text von vor vier Jahren von mehreren Autor*innen zum Thema Klasse und der Relevanz des Themas. Passend zu meiner eigenen Beschäftigung mit dem Thema.

Hannah reflektiert über Therapie und die Kommunikation innerhalb von Therapien.

Im Lower Class Magazine gibt es einen Kommentar zu den Kabelbränden der extremen Linken und wie wenig hilfreich und revolutionär das war.

Kersten Augustin schreibt in der taz zur Ehe für alle, und warum das nur bedingt ein Grund zur Freude ist.

Und zu guter Letzt ein Debattenbeitrag zum aktuellen Stand der Antirassismus-Arbeit von Amanda Trelles Aquino, Can Yıldız und Ward Jazani im Lower Class Magazine. Sie kritisieren die oberfläche Antirassismusarbeit, die momentan gesellschaftlich akzeptiert ist und fordern eine stärkere Verbindung von Antirassismus und Antikapitalismus, um die Strukturen tatsächlich zu ändern.

Linkschau #14

Das letzte Mal in diesem Jahr. Ich weiß, ich habe im letzten Monat nicht viel geschrieben, aber es gab einfach sehr viel zu arbeiten und sehr wenig Energie für andere Dinge. Wenn Energie da war, dann ist sie für liebe Menschen drauf gegangen anstatt für’s Schreiben.

Claudia stellt bei umstandslos Ehe ohne Grenzen vor, eine österreichische Organisation, die Menschen in binationalen Ehen zu rechtlichen Fragen berät.

In der taz schreibt Hengameh Yaghoobifarah über Rassismus und Privilegien und warum wir uns damit in unserer Gesellschaft befassen müssen.

Anika von kleinerdrei hat mit Sarah Diehl über die Entscheidung gesprochen, als Frau keine Kinder zu bekommen, und warum das in unserer Gesellschaft immer noch so problematisch ist.

Hannah schrieb einen Beitrag zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderung und schreibt dabei über Würde, Gewalt und die Fatalität von Normen.

Bei an.schläge führt Fiona Sara Schmidt ein Interview mit Beatrice Frasl über Disney und Feminismus.

Bei der Mädchenmannschaft schreibt Nadine zu Gewalt in queeren Kontexten und dass darüber mehr geredet werden muss.

Kristin schreibt bei umstandslos über Erziehung und Pubertät und gibt dazu ihre eigene Perspektive als Elter.

Diasporareflektionen schreibt, vereinfacht gesagt, über Integration. Dabei geht es um die Internalisierung von -ismen, auch und gerade von Menschen, die von diesen -ismen betroffen sind, und wie das Reden über besagte -ismen bereits eine wichtige Form von Aktivismus ist.

In der taz schreibt Doris Akrap in Anlehnung an Didier Eribon über die Klassengesellschaft in Deutschland und welche Folgen die immer noch existierenden aber wnig benannten Klassen in Deutschland für Menschen wie mich und sie haben, die die Klasse „gewechselt“ haben. Der Text wurde mir direkt von zwei Freundinnen geschickt, weil ich das Buch gerade selber lese, und ich kann mich in beidem in vielen Punkten wieder finden.

Amelia Umuhire schreibt im Missy Magazine über Rassismus und das Leben in der Diaspora.

Im Migazin schreibt Samir Omar, welche Folgen der Anschlag von Berlin für sein Leben als Schwarzer Mann in Deutschland hat.

Und zu guter Letzt gibt es bei umstandslos eine Fotoserie über Frauen als Mütter von Gabriela Guganovic.

Linkschau #13

Das Masterarbeits-Monster ist besiegt und wider aller Erwartungen habe ich mehr zu tun als vorher. Egal! Das Leben ist so, und ich mag es.

Zuerst ein paar Bilder aus dem Hong Kong der 1950er Jahre, für alle, die etwas lesefaul sind.

Im Migazin schreibt Ekrem Senol über Vorgaben zum Ehegattennachzug und wie bestimmte Nationalitäten dadurch benachteiligt werden.

Emma Goldbitch schreibt bei umstandslos zu der Frage, ob frau widerständig schwanger sein kann und was das bedeutet.

Charlieissocoollike resümiert aufgrund des Schreibens seines Buches darüber, dass wir unsere Träume vielleicht manchmal loslassen müssen, um das zu finden, was uns glücklich macht. [Englisch]

Frau Gehlhaar schreibt über ihre Buchveröffentlichung und über Fragen zu Inklusion, die sie gestellt bekommt.

Bei umstandslos schreibt Anna über Frühgeburten.

In der freitag schreibe George Monbiot über die Folgen des Neoliberalismus.

Julie schreibt über Elternschaft und Freundschaften.

Wieder bei umstandslos schreibt Antonia über ihre Bedürfnisse als Mutter und wie diese regelmäßig missachtet werden.

Und nochmal bei umstandslos schreibt Katrin über die Schwierigkeit, als queere Familie ein Kind zu bekommen/adoptieren. [Ich würde übrigens empfehlen, einfach den Fed zu abonnieren, weil die meisten Beiträge bei umstandslos großartig sind.]

Irene Messinger schreibt im migrazine darüber, wie Heirat eine subversive Praxis sein kann.

Berliner Juden, Jüdinnen und Israelis warnen in dieser Stellungnahme vor Zensur in Bezug auf ein Kunstprojekt in Berlin.

Bethy Squires schreibt bei broadly. über die sexistische und rassistische Geschichte von Verhütungsmitteln, und wieso die schwerwiegenden Nebenwirkungen jahrzehntelang geheim gehalten wurden. [Englisch]

Nochmal bei broadly. schreibt Polina Bachlakova über Geburtspraxen von indigenen Frauen in den USA. [Englisch]

Dominique Haensell schreibt im Missy Magazine darüber, warum Identitätspolitiken für marginalisierte Gruppen wichtig sind und widerständig sein können.

In der taz schreibt Deborah Feldman über Trumps Wahlerfolh und die Erkenntnis, dass die Linke aufhören muss, so hochnäsig zu sein und sich selbst zu isolieren.

In Zusammenhang mit dem letzten Artikel seien auch die 11 Thesen zu linker Politik empfohlen, die ein Kollektiv aus Bremen zusammen gestellt hat.