Digitale Zukunft

An der inhaltlichen Orientierungslosigkeit hat sich nichts geändert, dafür bin ich heute „pünktlich“ am Sonntag. Ich bin heute in einer Internetloch gefallen aus Bloggen und Webhosting und der Zukunft des Internets. Es war auf jeden Fall sehr spannend und leider bin ich immer noch ziemlich verwirrt, was Webhosting angeht. Das wird ein langer Weg.

Ich interessiere mich dafür, weil ich jetzt schon länger, mindestens seit letztem Jahr, darüber nachdenke, ob ich mein Blog bei wordpress lasse oder nicht. Im letzten Jahr hatte ich mir eigentlich vorgenommen, html und css zu lernen, um selber ein bisschen an dem Aufbau einer Website rumspielen zu können. Das hat nicht geklappt. Heute habe ich auch gelernt, dass Websites, front und back, ziemlich kompliziert geworden sind, und ob ich das alles lernen will, ist eine gute Frage. Es gibt allerdings auch andere Services, die ich nutzen könnte, davon habe ich mir heute mal ein paar angeguckt. Entschieden habe ich noch nichts, weil selber hosten natürlich auch Geld kostet und so weiter und so fort.

Außerdem hängt das alles auch damit zusammen, was ich mit diesem Blog machen will, und was ich weiterhin in meinem Leben machen möchte. Große Fragen, die sich nicht so schnell beantworten lassen, weil ich mehr Informationen brauche und selber gerade nicht so richtig weiß. Das heißt, ich mache erst mal so weiter. Weil ich das Bloggen mag, so als Gedankenstrom, der nicht besonders gefiltert und überarbeitet werden muss. Nicht so, wie die anderen Dinge, die ich schreibe, die lange brauchen, um überhaupt irgendein Licht zu erblicken. Und ich bleibe im Schreiben drin, wenn ich ansonsten vor allem plane, plotte, nachdenke und versuche, Dinge zusammen zu fügen. Dann ist dieses Blog hier eine gute Möglichkeit, was runter zu schreiben und es sein zu lassen, wie es ist.

Am nächsten Wochenende gibt es einen Coding-Workshop, wie ich eben durch Zufall entdeckt habe. Und die letzten Tage habe ich immer wieder gedacht, dass ich mal sowas recherchieren müsste, weil ich immer noch Lust habe, was übers Codieren zu lernen. Und tadaaaaaa, direkt vor meiner Nase. Da gehe ich also hin diese Woche, und darauf freue ich mich. Und abgesehen davon fange ich diese Woche auch einen Schreibworkshop an, der sechs Wochen dauert. Ich hatte schon fast wieder vergessen, dass es schon so bald (es ist März!) losgeht, und jetzt bin ich ein bisschen aufgeregt, weil ich keine Ahnung habe, wie ich mir das vorstellen darf. Es wird sicher eine Herausforderung, und ich werde bestimmt einiges lernen. Wow! Neue Sachen! Was zum Lernen! Ich freue mich und bin ein wenig nervös.

Das alles läuft neben dem Tagesgeschäft, was jetzt, nach der ersten Woche zurück, wieder etwas organisierter ist. Ich habe meine Aufgaben, die nicht direkt mit meiner Diss zu tun haben, abgearbeitet, und kann morgen ganz frisch und motiviert (hoffen wir) wieder an meine Diss rangehen. Ich habe einen groben Arbeitsplan und damit kann es dann losgehen.

Bevor ich hier Schluss mache, noch ein paar Gedanken anderer Leute, as usual:

Linkschau #40

Wow, 40 Stück schon. So lange mache das ich das jetzt. Gerade höre ich dieses Lied in Dauerschleife und bin, mal wieder, krank. In den letzten fünf Monaten war ich ungefähr so oft krank wie in den letzten fünf Jahren davor. Nicht gut. Ich vermute, das liegt am Stress. Dem kann eine ja alles zuschreiben. Ich sitze derweil auf dem Sofa und versuche, mein Gehirn zu motivieren. Da passiert allerdings heute nicht so viel. Liegt vermutlich daran, dass die Luftzufuhr gestört ist.

Anbieten kann ich diesen Comic von Robot Hugs über seltsame Fragen. [Englisch]

DasNuf schreibt übers Eltern-Sein und wie sich das geändert hat und dass die Pubertät vielleicht doch gar nicht so anstrengend ist als Eltern.

Narges Nassimi und Chandrika Yogarajah schreiben im LowerclassMag über den diesjährigen Frauenkampftag und was dabei rausgekommen ist.

Laura schreibt bei femgeeks über das Männerproblem der Informatik.

Und Kashmir Hill schreibt darüber, wie sie versucht hat, Apple, Facebook, Google, Microsoft und Amazon aus dem Weg zu gehen. [Englisch]

Außerdem ist mit Star Trek Discovery noch mehr ans Herz gewachsen. Ich weiß gar nicht so genau, warum. Vielleicht habe ich es bis Ende des Monats herausgefunden, dann kann ich darüber schreiben. Vielleicht liegt es Spock und Michael. Es liegt bestimmt an Spock und Michael.

Jetzt esse ich mal was und dann liege ich weiter auf dem Sofa, bis ich im Bett liege. Ha!

Linkschau #38

Ich komme irgendwie nicht dazu, das hier zu schreiben. Dabei sind die Tabs schon offen! Also, los geht’s, bevor was Neues dazwischen kommt:

Geschichte. Es ist lustig, denn das ist mein Job. Ha! [Englisch]

Jennifer Thorp schreibt auf Autostraddle über die queere Geschichte des geschorenen Kopfes. Ich fühle mich gleich wieder inspiriert, das auch mal wieder zu tun. Geht gerade nicht, aufgrund von Gründen. [Englisch]

Bei kleinerdrei schreibt Johanna, was für sie Verbündete sind, und wie sie dazu kam, diesen Begriff zu nutzen.

DasNuf schreibt über den Tod. Über den von anderen Menschen, und über den eigenen.

Bei der Mädchenmannschaft schreibt Anna-Sarah darüber, warum das Aufteilen von Aufgaben bei heterosexuellen Paaren nicht klappt.

Anne Helen Petersen schreibt bei BuzzFeed darüber, warum unsere Generation (ich weiß nicht, ob unsere, denn ich weiß nicht, ob meine Leser*innen der gleichen Generation angehören, also vielleicht eher meine Generation) die Burnout-Generation ist und wie das Leben in diesem System (Kapitalismus) uns zu nervösen und ständig ausgepowerten Menschen gemacht hat. Leider auf Englisch, für alle ein lesenswerter Artikel.

Bei kleinerdrei schreibt Francis Seek über Klassismus und Erben.

Kelsey Piper schreibt über künstliche Intelligenz und warum sie uns zerstören könnte und wir sie, gefälligst!, ernst nehmen sollten.

In dieser WDR-Doku geht es um Polyamorie mit Kindern. Ich finde die Doku sehr wertschätzend und respektvoll. Auch ein einfacher Einstieg, wenn eine sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt hat. (Ich habe auch Kritik daran, z.B. dass Polyamorie sich in diesem Fall nur mit sexuellen Beziehungen befasst, was mMn nicht so sein muss.)

In der Zeit, weil sie es dürfen, ein Artikel über Schwangerschaftsabbrüche.

Johanna Montanari schreibt im Freitag über Überstunden, und wieviele davon unentgeltlich geleistet werden.

In der Zeit schreibt Caroline Rosales über Kaiserschnitte und bietet einen anderen Blick auf Geburt, als es in letzter Zeit zu lesen ist.

Linkschau #34

Ich bin spät dran. Das kommt, weil ich die ganze Woche unterwegs war, und meinen Laptop nicht mithatte. Und sowieso keine Zeit, um diesen Text hier zu schreiben.

Jasmin schreibt über den Tod und was Frauen damit zu tun haben.

Anselm Schindler schreibt über israelisch-palästinensischen Widerstand.

Und Levi schreibt über das Leben, das wir nicht wollen. (Alter Text.)

Paris Marx schreibt darüber, warum digitales Nomad*innentum nicht gut für lokale Communities ist. [Englisch]

Und nochmal ein Text von Levi, diesmal über Liebe. (Auch ein alter Text.)

Kelly Marie Tran schreibt über ihre Erfahrungen mit Online-Mobbing. [Englisch]

Kasmir Hill und Surya Matu haben in einem Experiment für ein paar Wochen eine Wohnung mit smarten Produkten ausgestattet und sprechen über die Ergebnisse. [Video, Englisch]

M. Salih Akin schreibt über die Debatte um Mesut Özil, und was sie bedeutet.

Jason B. Rosenthal erzählt von seinem Trauerprozess, als seine Frau gestorben ist. [Video, Englisch] Und dann gibt es noch den Artikel, den Amy Krouse Rosenthal kurz vor ihrem Tod über ihre Liebe zu ihrem Mann geschrieben hat. [Englisch]

Mina Khani schreibt darüber, was es heißt, ein „Fremdkörper“ zu sein.

Steve Rousseau schreibt über die Unmöglichkeit, sich auszuloggen. [Englisch]

Enric Sala erklärt, wie wir die Weltmeere retten können (und wir wie vielleicht sogar ein paar Staaten mit kapitalistischen Argumenten davon überzeugen könnten). [Video, Englisch]

Heather Hogan schreibt über Frauen und Bier.  [Englisch]

Rose George schreibt über die Vagina, die sich selbst säubern kann und warum wir dafür keine Produkte brauchen. [Englisch]

Und dann noch was zu Migration und Kapitalismus. (Ist ein Zweiteiler, deswegen zwei Links, ha!)

Linkschau #32

Heute ohne Bild, weil die Daten verloren gegangen sind. Das passiert. Hoffentlich bald nicht mehr. Außerdem nicht allzu viele Links, weil keine Zeit gehabt, besonders viel zu lesen. Das passiert auch. Hoffentlich bald nicht mehr.

Im Lower Class Magazine schreiben Torkil Lauesen und Gariel Kuhn über linke Theorie und Universitäten, oder auch das Verhältnis von Theorie und Praxis.

Caitlin Doughty spricht über dämonische Kinder. Und warum es davon nur so wenige, und wenn dann männliche gibt. (Sexismus im Mittelalter oder so.) [Englisch, Video]

Bei an.schläge schreibt Lea Susemichel über Freundinnenschaften.

Janosik Herder schreibt über die Technologisierung der Gesellschaft und was, das für uns bedeutet oder wie wir damit umgehen können, sollen, …?

Bei Broadly. schreibt Sarah Lyons über Lilith und wieso sie eine feministische Figur ist.

Shon Faye schreibt im Guardian darüber, warum wir nicht darüber diskutieren sollten, ob Geschlechtsidentität nun angeboren ist oder nicht, sondern uns auf den politischen Kampf konzentrieren sollten.

Und zwei Beiträge von Alisa Tretau aus ihrem Buch „Nicht nur Mütter waren schwanger – Unerhörte Perspektiven auf die vermeintlich natürlichste Sache der Welt“, und zwar einmal bei kleinerdrei und einmal bei umstandslos. Es geht um ihren unerfüllten Schwangerschaftswunsch und die Unmöglichkeit, darüber zu sprechen.