Love love love

Ich habe Listen gemacht. Mehrere. Ich weiß nicht, wie ich jetzt genau mit denen umgehen soll. Allerdings will ich immer nur eine präsentieren. Vermutlich präsentiere ich sie nicht mal in vollem Umfang, denn dann gäbe es ja keine Auswahl.

Zur Erklärung: Diese Listen wurden nicht nach einem bestimmten Schema zusammen gestellt. Ich habe nur aufgeschrieben, was mir in den Kopf kam. Ich habe keine Listen im Internet konsultiert, oder mir überlegt, welche Geschichten ich noch gehört haben könnte, in denen etwas für die Listen relevantes vorkommen könnte. Vollkommene Willkür also.

Die erste Liste behandelt Paare (love love love also). Los geht’s! In keiner gesonderten Reihenfolge. Ich bin nur hier, um meine Liebe (!) für diese fiktionalen Paare (oder would-be Paare) auszudrücken. Mehr nicht. Vielleicht sage ich Euch auch noch, was ich an ihnen schätze. Vielleicht auch nicht. Wenn Ihr nicht verspoilert werden wollt, dann lest bitte nicht weiter, denn ich nehme hier kein Blatt vor den Mund.

  • Deet & Rian (The Dark Crystal – Age of Resistance)
    deet + rian
    Ich könnte jetzt, wie sonst in meiner Freizeit, darüber reden, warum ich diese Serie so toll finde. Das ist allerdings nicht mein Ziel hier. Guckt sie einfach. (Auf Netflix.) Deet und Rian sind beide Gelflinge. Rian ist ein Soldat im Palast der Skeksis (aka der Herrscher*innen). Deet kommt aus der Unterwelt (literally!) und begegnet auf der Oberfläche von Thra (der Welt, in der sie leben) allerhand Vorurteilen und Diskriminierung, weil sie aus der Erde kommt. So viel zum Setting. Deet und Rian treffen sich irgendwann, wie wir von Anfang wissen, dass sie es müssen, weil sie beide unterwegs sind, um die Welt zu retten. (Yeah!) Irgendwann sind sie dann auch endlich (!) zusammen unterwegs und die Spannung ist da. Deet und Rian sind eines dieser wanna-be-Paare, denn sie sind niemals offiziell ein Paar (sie sind zu sehr damit beschäftigt, die Welt zu retten), und gleichzeitig ist es so klar, dass sie einander mögen und dabei sind, sich zu verlieben, Das Ganze ist so subtil und schön, dass es sicher auch übersehen werden könnte. (Nicht von mir!) Das Herzzerreißende daran ist, dass ich stark vermute, dass sie niemals ihre Liebesgeschichte bekommen werden. Und trotzdem bin ich versucht, mir das Ganze noch mal anzugucken (nicht nur wegen Deet und Rian), weil es so schön ist! Auch wenn sie vermutlich nie die Liebesgeschichte bekommen werden, die sie verdienen, sind sie zwei Menschen (Gelflinge), die sich umeinander sorgen und kümmern und immer für die jeweils andere Person da sind. <3
  • Elizabeth Bennet & William Darcy (Jane Austen – Stolz und Voruteil/Pride and Prejudice)
    lizzie + darcy
    Jajajaja. Ich weiß. Sie sind DAS Paar der Literaturgeschichte oder so. ZU RECHT! Wer das Buch nicht lesen will, kann ja sehr gerne „The Lizzie Bennet Diaries“ gucken, so wie ich letztens. Wobei ich dann auch das Buch gelesen habe. Was soll ich sagen? Wenn ich jemals so eine Liebesgeschichte schreiben kann, dann hab ich’s geschafft. Dann kann ich glaub ich mit allem aufhören. Ich mag, dass sie beide in der Lage sind, ihre Fehler zu reflektieren und sich zu ändern. Sonst wären sie am Ende nämlich kein Paar, ha! Und ich mag, wie sie einander dazu animieren, bessere Menschen zu werden und dann sind sie perfekt! Und dieses Mal bin ich mir auch sicher – auch wenn ich denke, dass beide ein bisschen Stolz und Vorurteil sind – wer Stolz und wer Vorurteil ist. Kann bestimmt auch überall im Internet nachgelesen werden, deswegen muss ich mich ja hier nicht mehr darüber auslassen.
  • Callie Torres & Arizona Robbins (Grey’s Anatomy)
    callie + arizona
    Also, eine Grey’s Anatomy Liebesgeschichte musste ich ja hier rein packen. Und Callie und Arizona haben glaube ich wirklich die schönste. Ich kann mich an den genauen Anfang nicht allzu gut erinnern, denn das ist Jaaaaaaahre her, Leute. Ich erinnere mich, dass Callie gerade aus der ganzen Geschichte mit George raus kam und ihre Affäre mit Mark hatte, mit dem sie aus guten Gründen nicht zusammen sein wollte. Und dann kam Arizona. Und dann hatten sie ein Baby mit Mark und dann ist Mark gestorben und dann hatten Arizona und Callie einen Unfall und dann hat Arizona ihr Bein verloren bzw. Callie hat es ihr amputiert und alles war Drama! und dann haben sie irgendwo unterwegs geheiratet und dann haben sie sich getrennt und Callie ist am Ende nach New York gegangen und sie haben um Sophie (ihr Kind) gestritten und Arizona hat Recht bekommen und dann war Sophie todunglücklich und dann ist Arizona auch nach New York gegangen und so wie alle anderen Fans (ich unterstelle hier) glaube auch ich, dass Callie und Arizona nun happily ever after in New York leben. Ende.
  • Persephone & Hades (Rachel Smythe – Lore Olympus)
    persphone + hades
    Bild von Rachel Smythe

    Ich muss zugeben, dass ich abgesehen von Disney’s Herkules und Rick Riordan’s Percy Jackson-Büchern und Madeline Miller’s Circe (und natürlich dem Film Troja) nur wenig Ahnung von griechischen Mythen habe. Manchmal lese ich was bei Wikipedia und dann vergesse ich das schnell wieder. Allerdings mag ich (wie an der Liste unschwer zu erkennen) die Adaption von griechischen Mythen. I like it! Lore Olympus ist das keine Ausnahme. (Lore Olympus ist ein Webcomic, der unbedingt gelesen werden sollte!) Es geht um Persephone und Hades. (Wer hätte das gedacht.) Laut Mythos, ich hoffe, ich liege hier nicht falsch, hat Hades Persephone ihrer Mutter Demeter gestohlen und sie gegen ihren Willen in der Unterwelt festgehalten. Im Comic geht es darum, dass Persephone, endlich volljährig und eine eher unbedeutende Göttin, zur Uni gehen darf. Und in der ultramodernen Stadt der Götter trifft sie auf Haden, DEN Gott der Unterwelt, alles andere als unbedeutend, der im Gegensatz zu seinen Brüdern Poseidon (ziemlich liebenswert) und Zeus (anstrengend) noch nicht verheiratet ist. Auch darüber könnte ich lange reden, nur warum sollte ich? Der Comic ist ja da! Und was ich abgesehen von der Geschichte schätze, wie schön er gezeichnet ist. Life goals und so.

  • Cath & Levi (Rainbow Rowell – Fangirl)
    cath + levi
    Fangirl war ein sehr schön zu lesendes Buch. Ich hab’s an einem Tag gelesen. Toll! Sowas mag ich. Cath(er) und Levi waren von Anfang an total süß miteinander und es gab einige Missverständnisse (wie immer). Ich habe sie von Anfang an geshippt und beide sind sehr tolle Charaktere, unabhängig voneinander. Levi ist so eine Person, die würde ich ja jeder Person als Partner*in wünschen. Aufmerksam, respektvoll, rücksichtsvoll, lustig, wertschätzend. Jaja.

So viel also zu dieser Liste. Es folgen noch weitere. Wenn ich es nicht vergesse. Die werden genauso behandelt wie diese hier: total unkoordiniert und mit meiner ganz eigenen Meinung. Die müsst ihr nicht teilen.

Linkschau #40

Wow, 40 Stück schon. So lange mache das ich das jetzt. Gerade höre ich dieses Lied in Dauerschleife und bin, mal wieder, krank. In den letzten fünf Monaten war ich ungefähr so oft krank wie in den letzten fünf Jahren davor. Nicht gut. Ich vermute, das liegt am Stress. Dem kann eine ja alles zuschreiben. Ich sitze derweil auf dem Sofa und versuche, mein Gehirn zu motivieren. Da passiert allerdings heute nicht so viel. Liegt vermutlich daran, dass die Luftzufuhr gestört ist.

Anbieten kann ich diesen Comic von Robot Hugs über seltsame Fragen. [Englisch]

DasNuf schreibt übers Eltern-Sein und wie sich das geändert hat und dass die Pubertät vielleicht doch gar nicht so anstrengend ist als Eltern.

Narges Nassimi und Chandrika Yogarajah schreiben im LowerclassMag über den diesjährigen Frauenkampftag und was dabei rausgekommen ist.

Laura schreibt bei femgeeks über das Männerproblem der Informatik.

Und Kashmir Hill schreibt darüber, wie sie versucht hat, Apple, Facebook, Google, Microsoft und Amazon aus dem Weg zu gehen. [Englisch]

Außerdem ist mit Star Trek Discovery noch mehr ans Herz gewachsen. Ich weiß gar nicht so genau, warum. Vielleicht habe ich es bis Ende des Monats herausgefunden, dann kann ich darüber schreiben. Vielleicht liegt es Spock und Michael. Es liegt bestimmt an Spock und Michael.

Jetzt esse ich mal was und dann liege ich weiter auf dem Sofa, bis ich im Bett liege. Ha!

Linkschau #36

Es ist der erste richtig kalte Tag dieses Jahr, habe ich das Gefühl. Heute Morgen war’s mir wichtig kalt an den Beinen, und das erst im November! Klimawandel und so. Natürlich gibt es wie jeden Monat auch die Gedanken anderer Menschen. Meine eigenen Gedanken teile ich ja nicht mehr so häufig. Immerhin schreibe ich noch.

Los geht’s mit Patricia von DasNuf. Sie schreibt über das Leben mit Kindern und wie sie irgendwann einfach gesigniert hat.

Ein Kommentar von Lara zum sexistischen Comic „Nie genug“ von Marvin Clifford und warum sein Verhalten nicht okay ist.

Lex Croucher erklärt in ihrem Video, warum Youtuber*innen aufhören sollen, Haul-Videos (d.h. Videos, in denen sie zeigen, welche Klamotten – und andere Dinge – sie alle gekauft haben) zu machen. [Englisch, Video]

In einem anderen Video erklärt kaptainkristian die Animationen von Disney und die Regeln, denen diese Animationen folgen. Und warum es manchmal aussieht wie Magie. [Englisch, Video]

Sarah Chavez von The Order of the Good Death schreibt zu den positiv konnotierten Wurzeln von Halloween und was sie mit dem Tod und Umgang mit Tod zu tun haben. [Englisch]

In anschläge. schreibt Lea Susemichel darüber, dass es das gute Leben ohne soziale Gerechtigkeit nicht geben kann.

Peter Schaber schreibt beim LowerClassMag zu Militanz.

In ihrem neuen Video erklärt Anna Akana, wie wir jetzt glücklich werden, auch wenn ihr der Rat selber nicht besonders gut gefällt. [Englisch, Video]

Und auf Zeitgeschichte online zwei Kommentare zu Höckes Rede letztes Jahr: Martin Sabrow erklärt, was den Zäsurcharakter der Rede ausmacht, und Maria Alexopoulou weist darauf hin, dass der blinde Fleck von Sabrow und vielen anderen Historiker*innen der Rassismus ist.

Das war’s auch schon wieder. Ich muss dazu sagen, dass es sich erheblich einfacher gestaltet, Links auf dem iPad einzufügen als am PC. Traurig, aber wahr.

Juni Recap

Immer noch ohne Bild. Traurigerweise.

Gelesen habe ich Born a Crime von Trevor Noah, ein autobiographisches Buch, in dem er über seine Kindheit und Jugend in Südafrika, während und nach der Apartheid schreibt. Das Buch ist manchmal echt witzig, und hat mir gezeigt, wie wenig ich über Südafrika und südafrikanische Geschichte weiß. Dann habe ich all about love von bell hooks gelesen. Mittlerweile schon zum dritten Mal. Es hilft mir immer wieder, über Liebe nachzudenken, und darüber wie ich mein Leben leben möchte. Das macht es nicht einfacher. Außerdem habe ich Arbeit und Struktur von Wolfgang Herrndorf gelesen. Das Buch war ursprünglich ein Blog (hier zu lesen), den er für Freund*innen und enge Personen geschrieben hat. Darin dokumentiert er sein Leben mit einem Hirntumor. Als Letztes habe ich diesen Monat den Comic Der Ursprung der Welt von Liv Strömquist gelesen. Darin geht es vor allem um die Vulva und alles, was dazu gehört (z.B. Menstruation). Die Autorin verfolgt, wie die Frau dem Mann im Laufe der Zeit untergeordnet und beide als etwas Gegensätzliches konstruiert wurden und wie sich dies noch heute auf unsere Gesellschaft auswirkt. Ziemlich lustig, meistens weil es so traurig ist.

Gesehen habe ich diesen Monat so einiges. Erst während meines Geburtstagswochenendes Alles steht Kopf. Immer noch ein sehr schöner Film, erklärt sehr bildlich, wie Depression funktioniert. Letztens habe ich ein Video gesehen, in dem in Bildern aus dem Film erklärt wurde, wie Trauma und PTSD funktionieren. In der Sneak lief dann Swimming with Men, den ich ganz gut fand, nur das Ende war mir zu kitschig und irgendwie macht mich das immer ein bisschen traurig, wenn das passiert. In der Uni haben sie Newcomers gezeigt, einen Film mit und von Geflüchteten, die von ihrem Leben berichten, ziemlich losgelöst von der Flucht an sich. Ich finde den Ansatz gut, Geflüchtete unterschiedlicher „Generationen“ mit in den Film aufzunehmen, so z.B. auch Menschen, die aus der DDR geflohen sind oder zu den sogenannten „deutschen Flüchtlingen und Vertriebenen“ gehören neben Menschen, die erst vor einigen Jahren geflohen sind. L. und ich haben noch Hanni und Nanni geguckt, weil wir beide früher die Bücher gelesen haben. Der erste Film war teilweise problematisch, und etwas witzig, und noch nicht voller Romantik-Bla, was bei den beiden Folgefilmen allerdings im Zentrum zu stehen scheint.

An Serien habe ich endlich das Ende von Grey’s Anatomy geguckt, was dieses Mal erstaunlich positiv ausgefallen ist und ohne Katastrophe zu Ende ging. Das hat mir gut gefallen. Ich bin gespannt, was mit Meredith und Alex passiert (freund*innenschaftsmäßig) und werde es natürlich weiter gucken im Herbst. L. und ich haben außerdem zwei weitere Folgen von Dear White People geschaut. Zu mehr sind wir nicht gekommen. In den letzten Tagen habe ich außerdem die neunte Staffel von Friends zu Ende geguckt. Fehlt nur noch eine. Ich weiß nicht, ob ich mir das Ende angucken kann. Ich hab jetzt ja total meine Lieblinge und mag die alle so gerne und wünsche mir, dass alles gut wird. Aaaahhhh!

Abgesehen davon habe ich eine Switch bekommen. Deswegen habe ich wieder angefangen, Videospiele zu spielen. Ha! Und zwar Zelda – Breath of the Wild, das ich ja unbedingt haben wollte und was mir selber zu teuer war mir nur deswegen die Switch anzuschaffen. Es lohnt sich aber voll. Dieses Spiel ist so. schön. <3 Außerdem habe ich noch Mario Kart Deluxe, was ich bisher nur mit meiner Schwester gespielt habe. Macht immer noch Spaß, sieht immer noch gut aus. Leider habe ich selber keinen Bildschirm, an dem ich das mit einer anderen Person spielen könnte. Na ja.

Im Juli ist außerdem Sommerpause. Ich bin den ganzen Monat irgendwie unterwegs und werde deswegen nichts schreiben. Im August dann wieder. Vielleicht sind meine Bilder dann auch wieder hergestellt.

Linkschau #22

Es kommt ein bisschen spät, und es gibt diesen Monat auch nicht viel zu empfehlen. Und hier ist es also:

Kersten Augustin schreibt in der taz über Arbeit. Oder weniger Arbeit.

Auf der VidCon spricht Francesca Ramsay darüber, dass unser Handeln nicht immer ein Publikum braucht. [Video]

Sinthujan Varatharajah schreibt bei der Böll-Stiftung über die Gründung von Unternehmen, um Geflüchteten zu helfen, und dem Problem ihres Weiß-Seins.

Und dann zwei Comics von Zen Pencils: In Anonymous Creativity geht es darum, dass unsere Kreativität größer sein kann, wenn wir sie nicht für ein Publikum und für unseren eigenen Ruhm machen. In The Eternal Struggle geht es darum, dass das Ausleben von Kreativität immer ein Kampf ist, dem wir uns immer wieder stellen müssen. [beide Englisch]

Im Migazin schreiben Isabella Greif und Fiona Schmidt über den NSU-Prozess und wie der Stand, im Versuch sich selbst zu schützen, die Aufklärung weiterhin verhindert.

Glokal hat mit anderen Unterzeichner*innen einen Aufruf veröffentlicht, um das Schweigen über den Umgang mit Geflüchteten auf dem Mittelmeer zu brechen. Relevant und deswegen unbedingt lesenswert.