Juni Recap

Immer noch ohne Bild. Traurigerweise.

Gelesen habe ich Born a Crime von Trevor Noah, ein autobiographisches Buch, in dem er über seine Kindheit und Jugend in Südafrika, während und nach der Apartheid schreibt. Das Buch ist manchmal echt witzig, und hat mir gezeigt, wie wenig ich über Südafrika und südafrikanische Geschichte weiß. Dann habe ich all about love von bell hooks gelesen. Mittlerweile schon zum dritten Mal. Es hilft mir immer wieder, über Liebe nachzudenken, und darüber wie ich mein Leben leben möchte. Das macht es nicht einfacher. Außerdem habe ich Arbeit und Struktur von Wolfgang Herrndorf gelesen. Das Buch war ursprünglich ein Blog (hier zu lesen), den er für Freund*innen und enge Personen geschrieben hat. Darin dokumentiert er sein Leben mit einem Hirntumor. Als Letztes habe ich diesen Monat den Comic Der Ursprung der Welt von Liv Strömquist gelesen. Darin geht es vor allem um die Vulva und alles, was dazu gehört (z.B. Menstruation). Die Autorin verfolgt, wie die Frau dem Mann im Laufe der Zeit untergeordnet und beide als etwas Gegensätzliches konstruiert wurden und wie sich dies noch heute auf unsere Gesellschaft auswirkt. Ziemlich lustig, meistens weil es so traurig ist.

Gesehen habe ich diesen Monat so einiges. Erst während meines Geburtstagswochenendes Alles steht Kopf. Immer noch ein sehr schöner Film, erklärt sehr bildlich, wie Depression funktioniert. Letztens habe ich ein Video gesehen, in dem in Bildern aus dem Film erklärt wurde, wie Trauma und PTSD funktionieren. In der Sneak lief dann Swimming with Men, den ich ganz gut fand, nur das Ende war mir zu kitschig und irgendwie macht mich das immer ein bisschen traurig, wenn das passiert. In der Uni haben sie Newcomers gezeigt, einen Film mit und von Geflüchteten, die von ihrem Leben berichten, ziemlich losgelöst von der Flucht an sich. Ich finde den Ansatz gut, Geflüchtete unterschiedlicher „Generationen“ mit in den Film aufzunehmen, so z.B. auch Menschen, die aus der DDR geflohen sind oder zu den sogenannten „deutschen Flüchtlingen und Vertriebenen“ gehören neben Menschen, die erst vor einigen Jahren geflohen sind. L. und ich haben noch Hanni und Nanni geguckt, weil wir beide früher die Bücher gelesen haben. Der erste Film war teilweise problematisch, und etwas witzig, und noch nicht voller Romantik-Bla, was bei den beiden Folgefilmen allerdings im Zentrum zu stehen scheint.

An Serien habe ich endlich das Ende von Grey’s Anatomy geguckt, was dieses Mal erstaunlich positiv ausgefallen ist und ohne Katastrophe zu Ende ging. Das hat mir gut gefallen. Ich bin gespannt, was mit Meredith und Alex passiert (freund*innenschaftsmäßig) und werde es natürlich weiter gucken im Herbst. L. und ich haben außerdem zwei weitere Folgen von Dear White People geschaut. Zu mehr sind wir nicht gekommen. In den letzten Tagen habe ich außerdem die neunte Staffel von Friends zu Ende geguckt. Fehlt nur noch eine. Ich weiß nicht, ob ich mir das Ende angucken kann. Ich hab jetzt ja total meine Lieblinge und mag die alle so gerne und wünsche mir, dass alles gut wird. Aaaahhhh!

Abgesehen davon habe ich eine Switch bekommen. Deswegen habe ich wieder angefangen, Videospiele zu spielen. Ha! Und zwar Zelda – Breath of the Wild, das ich ja unbedingt haben wollte und was mir selber zu teuer war mir nur deswegen die Switch anzuschaffen. Es lohnt sich aber voll. Dieses Spiel ist so. schön. <3 Außerdem habe ich noch Mario Kart Deluxe, was ich bisher nur mit meiner Schwester gespielt habe. Macht immer noch Spaß, sieht immer noch gut aus. Leider habe ich selber keinen Bildschirm, an dem ich das mit einer anderen Person spielen könnte. Na ja.

Im Juli ist außerdem Sommerpause. Ich bin den ganzen Monat irgendwie unterwegs und werde deswegen nichts schreiben. Im August dann wieder. Vielleicht sind meine Bilder dann auch wieder hergestellt.

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Linkschau #22

Es kommt ein bisschen spät, und es gibt diesen Monat auch nicht viel zu empfehlen. Und hier ist es also:

Kersten Augustin schreibt in der taz über Arbeit. Oder weniger Arbeit.

Auf der VidCon spricht Francesca Ramsay darüber, dass unser Handeln nicht immer ein Publikum braucht. [Video]

Sinthujan Varatharajah schreibt bei der Böll-Stiftung über die Gründung von Unternehmen, um Geflüchteten zu helfen, und dem Problem ihres Weiß-Seins.

Und dann zwei Comics von Zen Pencils: In Anonymous Creativity geht es darum, dass unsere Kreativität größer sein kann, wenn wir sie nicht für ein Publikum und für unseren eigenen Ruhm machen. In The Eternal Struggle geht es darum, dass das Ausleben von Kreativität immer ein Kampf ist, dem wir uns immer wieder stellen müssen. [beide Englisch]

Im Migazin schreiben Isabella Greif und Fiona Schmidt über den NSU-Prozess und wie der Stand, im Versuch sich selbst zu schützen, die Aufklärung weiterhin verhindert.

Glokal hat mit anderen Unterzeichner*innen einen Aufruf veröffentlicht, um das Schweigen über den Umgang mit Geflüchteten auf dem Mittelmeer zu brechen. Relevant und deswegen unbedingt lesenswert.

Linkschau #20

Und auf in die nächste Runde Gedanken anderer Menschen.

Stefanie Kron schreibt in der Zeitschrift Luyemburg über die Notwendigkeit der ‚Kanakisierung‘ linker Politik und plädiert damit für in die Inkorporation der Kämpfe für Bewegungsfreiheit in linke Politik.

Im Migazin stellt Nina Simon die Frage, für wen Einwanderung wirklich herausfordernd sei und fordert inklusive antirassistische Bildungsarbeit.

Martin Ballaschek schreibt über den wissenschaftlichen Nachwuchs und wie er an den Unis kaputt gemacht wird.

Und hier schreibt Sarah A. Harvard über drei Bilder des Oprah Magazines und von Fotograf Chris Buck, die auf Frauen und race schauen. [Englisch]

Bei broadly schreibt Samantha Ladwig über Frauen, die den Kontakt zu ihren Müttern abgebrochen und wie sie sich dadurch befreit haben.

Susan Djahangard und Jean-Pierre Ziegler rufen bei der Zeit dazu auf, Menschen mit Migrationsgeschichte etwas Anderes als nach ihrer Herkunft zu fragen.

Bei kleinerdrei erzählt Katrin die Geschichte ihres Bruder, die vom deutschen Gesundheitssystem handelt, das angeblich auf Solidarität beruht.

Und falls Ihr es noch nicht gesehen habt, hier Deniz Yücels Brief aus dem Gefängnis in der Türkei, den er seinen Anwälten diktiert hat.

DasNuf schreibt über Liebesbeziehungen und Kommunikation, was wie ich finde ein sehr wichtiges Thema ist. Außerdem geht es um Verträge.

Und hier Emma’s Comic zum Mental Load, den vor allem Frauen tragen, der in den letzten Tagen und Wochen schon viel geteilt wurde im Internet, deswegen kennt Ihr ihn bestimmt schon. [Englisch]

Kraehenmutter schreibt über Feminismus und was das bedeutet (oder bedeuten kann).

Im Missy Magazine schreibt Josephine Apraku darüber, warum Sprechen über Rassismus gerade auch in Liebesbeziehungen wichtig ist.

Hannah schreibt über Speziezismus und stößt dabei ein paar interessante Gedanken an.

Im letzten Baopu-Comic von Yao Xiao geht es darum, wie Geschlechterstereotype und das Sprechen darüber dafür sorgen, dass Mädchen von den Dingen entfernt werden, für die sie sich interessieren. [Englisch]

Und Naekubi schreibt über das Ende ihrer Dating-Aktivitäten und, zumindest hört es sich in meinen Ohren so an, über das Ende ihres Glaubens an die große Liebe.

Linkschau #17

Dieses Mal ist die Liste besonders lang. Zumindest ist das mein Eindruck. Los geht’s also!

Frau Gehlhaar schreibt über Dating mit ihrer Behinderung. [Englisch]

Mark Terkessidis schreibt in der taz-Reihe „Über Rassismus reden“ über Rassismus und die eigene deutsche Geschichte damit, im Gegensatz zur amerikanischen Rassismusgeschichte.

Bei der Mädchenmannschaft schreibt Nadia über Frauen und die Angst vorm Autofahren. Und wie sie diese überwunden hat.

Bei umstandslos schreibt eine anonyme Autorin über Sex nach der Trennung von ihrem langjährigen Partner.

Jennifer Trafton schreibt bei The Rabbit Room über La La Land und spricht mir teilweise aus der Seele. Mehr dazu in meinem nächsten Artikel zu La La Land und Diversität. [Englisch]

kaptainkristian hat auf seinem Channel ein Video zu Who Framed Roger Rabbit gemacht, das ich wärmstens empfehlen kann. Vor allem, weil ich Leute dazu animieren möchte, den Film auch zu gucken. [Englisch]

fuckermothers schreibt über das Alter von Eltern und das gesellschaftliche Bedürfnis, dieses Alter zu kommentieren. Ganz gleich, ob eins nun angeblich „zu jung“ oder „zu alt“ ist. Mit historischer Erklärung.

Georg Löwisch, Chefredakteur der taz, schreibt in ebendieser über die Verhaftung von Deniz Yücel durch den türkischen Staat.

Julie schreibt zum Equal Care Day darüber, wie in ihrer Familie die Care-Arbeit aufgeteilt ist.

Das Nuf schreibt über Computerspiele, und warum diese von Eltern im Gegensatz zu Büchern als so schädlich wahrgenommen werden.

Bei umstandslos schreibt Susi Krautgartner über Künstlerin-Sein und Mutter-Sein.

In der Zeit gibt es ein Interview mit Dirk und Jeanette van Laak, Historiker*innen, über die Erinnerungskultur in Deutschland und Geschichte.

Shawn Taylor schreibt bei the Nerds of Color über die aktuelle Black Culture sowie die Filme Moonlight und Get Out. [Englisch]

Zen Pencils hat einen neuen Comic zu Stephen King.

Naekubi schreibt auf ihrem Blog über ihren Medienkonsum und ihre sehr persönliche Bindung zu Heidi.

Bei von guten Eltern schreibt Anja über die Probleme, die entstehen, wenn niemand mehr Hebamme werden möchte.

Sarah Kurchak schreibt bei The Establishment über Depressionen und Sport. [Englisch]

Auf kleinerdrei schreib eine anonyme Autorin einen Brief an ihren Vergewaltiger. [TW: sexualisierte Gewalt, Vergewaltigung]

Und noch in Artikel von Sarah Kurchak bei The Establishment, diesmal über den Film The Accountant und die Rolle von Autismus in Kunst.

Minusch schreibt bei umstandlos über Gewalterfahrungen in ihrer Beziehung. [TW: häusliche Gewalt]

Und auch bei umstandslos schreibt Li-Ming über die Kleinfamilienfalle.

Und zu guter Letzt schreibt sookee bei broadly. wie sie Feministin geworden, und warum das wichtig ist.

Linkschau #16

Ich habe beschlossen, dass es die Linkschau jetzt regelmäßig einmal im Monat geben wird. Viel mehr schaffe ich zeitlich sowieso nicht, und so können alle sich einmal im Monat darauf freuen. Oder den Post wegklicken, wenn sie ihn scheiße finden.

Hier ein Comic von Tony Morris zur Erklärung von Privilegien, den ich sehr enfach verständlich finde. [Englisch]

Im Lower Class Magazine gibt es ein Interview mit Olver Rast zu der Organisation von Gefangenengewerkschaften im deutschsprachigen Raum.

Barbara Vorsamer schreibt bei kleinerdrei über die (un)gerechte Aufteilung der Elternzeit und damit zusammenhängende Geschlechtergerechtigkeit.

Auch bei kleinerdrei schreibt Paula über ihre ungewollte Schwangerschaft und die vielschichtigen Gedanken, die sie dazu hatte.

Ein Artikel von Andrew Sullivan, der von Anfang 2016 stammt. Dort schreibt er über das Potential der USA, eine Tyrannei zu werden. [Englisch]

Inna schreibt bei kleinerdrei übers Poly-Sein und Outing.

Bei an.schläge interviewt Valerie Purth die Feministin Göksan Yazici, die für eine NGO in der Türkei arbeitet. Es geht um Solidarität und Feminismus.

In der taz schreibt Christian Jakob über Identitätspolitik und Rassismus in der Linken. Teilweise sehr interessante Gedanken, teilweise Quatsch, aber es bilde sich jede*r seine*ihre eigene Meinung.

Frida schreibt über Gespräche mit ihrer kleinen Tochter über den Tod.

Zum Safe Internet Day reflektiert Hannah über das Internet und kommt zu dem Schluss, dass nicht das Internet per se schlecht ist, da es nur ein Medium ist, sondern die Menschen, die damit Schlechtes tun das eigentlich Problem darstellen.

Anne schreibt bei umstandslos über Strategien, mit schlechten Tagen und Kindern umzugehen. Ich finde ihre Tipps aber auch für kinderlose Menschen brauchbar.