Linkschau #37

Ich bin ein bisschen spät dran. Ich denke schon seit Tagen, dass ich das hier schreiben sollte. Dann hatte ich nie die Energie. Ich frage mich, ob er wohl jetzt fertig wird?

Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen, schreibt darüber, was falsch im Wissenschaftssystem läuft und wie der Umgang mit Nachwuchswissenschaftler*innen verbessert werden kann.

Bei kleinerdrei schreibt Tobias Betzin darüber, wie Kleidung uns zu dem macht, wie wir uns fühlen. Sehr interessanter Essay über Kleidung und Armut.

Brigitte Theißl schreibt bei an.schläge über künstliche Intelligenz und wie wichtig es ist, dass diese Forschungs- und Entwicklungsfelder nicht nur von weißen Männern bedient werden.

Bei umstandlos schreibt Louisa Kamrath über die Geburtshilfe in Deutschland. Nichts Neues, wenn eine sich schon mal mit dem Thema beschäftigt hat, dafür gut zusammen gefasst.

Jason Hickel und Martin Kirk schreiben in FastCompany über den Kapitalismus und wie er das eigentliche Problem unserer Zeit ist. Auch hier nichts Neues. Was ich daran interessant finde, ist, dass es offenbar vor allem Leuten in meinem Alter und jünger so geht, dass sie die Probleme des Kapitalismus erkennen. Vielleicht, weil wir am stärksten darunter leiden. [Englisch]

Nerdwriter philosophiert in einem seiner neuesten Videos darüber, warum es so wenige Smartphones in den beliebtesten Filmen gibt. [Englisch, Video]

Auf Spektrum schreibt Bettina Wurche darüber, was wir aus dem Ohrenschmalz von Walen lernen können und wie wir das Ökosystem der Tiere zerstören.

Bee schreibt auf autostraddle über Hippie-Pants, und warum sie sich darin gleichzeitig schön und schuldig fühlt, und warum sie sie trotzdem trägt. [Englisch]

Ich habe einiges rausgelassen, weil ich mich zu müde fühle, es in einen Kontext zu setzen. Und ich glaube, auch weil mich die Themen ermüden, weil die Probleme alt und die Lösungen weit weg sind. Vielleicht, weil ich manchmal einfach politikmüde werde und weil es anstrengend ist, in dieser Welt zu leben.

Werbeanzeigen

Linkschau #23

So, diesen Monat wieder etwas mehr, auch wenn ich irgendwie kaum Zeit hatte und mich nicht mehr erinnern kann, wann ich das alles gelesen haben will.

DasNuf war im Urlaub und schreibt über Europa, Grenzen, deutsche Politik und wie eins das alles den Kindern vermitteln kann/soll. Dabei stellt sie wichtige aktuelle Fragen.

Bei der Mädchenmannschaft schreibt Charlott über chronische Krankheiten, die manchmal unsichtbar sind, und wie der Umgang anderer Menschen damit meistens nicht besonders hilfreich ist.

Katja schreibt bei umstandslos darüber, wie eins sich ein Zuhause bauen kann, und wie schwierig das manchmal ist, vor allem, wenn es in der Vergangenheit unbewältigte Dinge gibt.

Hannah schreibt über veganes Essen und Vorurteile dazu und wie sich ihre Meinung dazu auch geändert hat.

Und dann gab es im Migazin Anfang des Monats einen Artikel zu einem Thema, das mich persönlich sehr bewegt: mehrere Millionen Menschen in Deutschland sind von der Bundestagswahl ausgeschlossen, weil sie keinen deutschen Pass besitzen. Der Artikel fordert mehr Einbürgerungen, ich fordere ein offeneres Wahlgesetz. In einem Haushalt, wo drei von sechs Menschen nicht wählen gehen dürfen, obwohl sie ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland haben, macht mich das Thema Tag für Tag wütend.

In an.schläge hat Ulli Koch Lann Hornscheidt zu Sprache und sprachlichem Handeln befragt.

Elelonora Roldán Mendívil schreibt beim Lower Class Magazin über den Streik von Lehrer*innen in Peru. Und da ich sonst nirgendwo davon gelesen habe, das Thema aber wichtig finde, taucht es nun hier auf.

Im Missy Magazine schreibt Debora Antmann über die Forderung, über Dinge hinwegzukommen. Das hat viel mit mir zu tun, und mit meinen Gedanken zum Loslassen. Wahrscheinlich schreibe ich auch nochmal mehr darüber.

Susan George schreibt im Luxemburg über das Weiterbestehen des Kapitalismus und die elendige Verbindung von Kapitalismus und Neoliberalismus.

Und bei Class Matters schreibt Anne Bonnie über Klasse, Kapitalismus und die deutsche Linke. Wichtig, sehr wichtig.

Linkschau #21

Im Grunde habe ich diesmal nur die Hälfte der Zeit Artikel gelesen, die ich teilen kann, weil ich die andere Hälfte der Zeit ja gar nicht da bin (mysterious), und es sind dennoch ein paar Artikel geworden.

DasNuf teilt ihre Gedanken zu gleichberechtigt geteilter Elternschaft und geht dabei vor allem auch auf ökonomische Aspekte ein.

Im Migazin gibt es einen Artikel zur Visumspflicht und Deutschlands Weigerung, diese zu lockern mit der gleichzeitigen Forderung an andere Staaten, ihre Visumspflicht für Deutsche zu lockern. Da kann ich nur den Kopf schütteln und die Augen rollen.

Heinz-Jürgen Voß schreibt zum Diskussionsstand um Beissreflexe. Ich hab das Buch selber nicht gelesen, sondern nur darüber gelesen, finde den Artikel aber ganz interessant.

Mithu Sanyal hat in der taz schon vor zwei Monaten über Thordis Elva und Tom Stranger sowie ihr gemeinsames Buch geschrieben. Und über den ganzen Hass, den Thordis Elva dafür abbekommt, dass sie ein Buch mit dem Mann geschrieben hat, der sie vor 16 Jahren vergewaltigt hat.

Und hier dann auch der TED Talk von Thordis Elva und Tom Stranger, den ich sehr beeindruckend finde. Wie ich überhaupt ihren gemeinsamen Weg sehr beeindruckend finde.

Dann ein Text von vor vier Jahren von mehreren Autor*innen zum Thema Klasse und der Relevanz des Themas. Passend zu meiner eigenen Beschäftigung mit dem Thema.

Hannah reflektiert über Therapie und die Kommunikation innerhalb von Therapien.

Im Lower Class Magazine gibt es einen Kommentar zu den Kabelbränden der extremen Linken und wie wenig hilfreich und revolutionär das war.

Kersten Augustin schreibt in der taz zur Ehe für alle, und warum das nur bedingt ein Grund zur Freude ist.

Und zu guter Letzt ein Debattenbeitrag zum aktuellen Stand der Antirassismus-Arbeit von Amanda Trelles Aquino, Can Yıldız und Ward Jazani im Lower Class Magazine. Sie kritisieren die oberfläche Antirassismusarbeit, die momentan gesellschaftlich akzeptiert ist und fordern eine stärkere Verbindung von Antirassismus und Antikapitalismus, um die Strukturen tatsächlich zu ändern.

Linkschau #15

So. Dieses Mal möchte ich zum ersten Mal etwas Musik mit Euch teilen. Ich höre nämlich momentan auf soundcloud Sets von DJ İpek. Am liebsten dieses.

Ansonsten schreibt Hannah zum Jahresanfang über den Wunsch nach mehr Empathie.

Frau Gehlhaar teilt einen Teil aus ihrem Buch und damit eine Geschichte über Empathie und Behinderung.

Bei kleinerdrei schreibt siyanda über die Online-Radikalisierung von weißen jungen Männern.

Clara schreibt bei Class Matters über die klassistischen Witze, die zu Weihnachten über Berliner Stadtteile kursierten.

Im Missy Magazine schreibt Tove Tovesson über die emotionale Arbeit von Frauen und warum wir dafür bezahlt werden sollten.

Cornelia schreibt bei umstandslos über ihre Angst vor dem Unsichtbar-Werden, was vor allem Mütter und alte Frauen betreffe.

Zen Pencils hat einen Comic zu David Bowie gemacht. [Englisch]

Can Yıldız berichtet für das Lower Class Magazine über die Diffamierung von Eleonora Roldán Mendívil durch rechte Gruppen. Mittlerweile hat auch die taz darüber berichtet und Mendívil wird erstmal keine Lehraufträge mehr von der FU erhalten.

Und zu guter Letzte nochmal Hannah, die von der Emma und ihrem universalen Feminismus-Anspruch schreibt.

Linkschau #14

Das letzte Mal in diesem Jahr. Ich weiß, ich habe im letzten Monat nicht viel geschrieben, aber es gab einfach sehr viel zu arbeiten und sehr wenig Energie für andere Dinge. Wenn Energie da war, dann ist sie für liebe Menschen drauf gegangen anstatt für’s Schreiben.

Claudia stellt bei umstandslos Ehe ohne Grenzen vor, eine österreichische Organisation, die Menschen in binationalen Ehen zu rechtlichen Fragen berät.

In der taz schreibt Hengameh Yaghoobifarah über Rassismus und Privilegien und warum wir uns damit in unserer Gesellschaft befassen müssen.

Anika von kleinerdrei hat mit Sarah Diehl über die Entscheidung gesprochen, als Frau keine Kinder zu bekommen, und warum das in unserer Gesellschaft immer noch so problematisch ist.

Hannah schrieb einen Beitrag zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderung und schreibt dabei über Würde, Gewalt und die Fatalität von Normen.

Bei an.schläge führt Fiona Sara Schmidt ein Interview mit Beatrice Frasl über Disney und Feminismus.

Bei der Mädchenmannschaft schreibt Nadine zu Gewalt in queeren Kontexten und dass darüber mehr geredet werden muss.

Kristin schreibt bei umstandslos über Erziehung und Pubertät und gibt dazu ihre eigene Perspektive als Elter.

Diasporareflektionen schreibt, vereinfacht gesagt, über Integration. Dabei geht es um die Internalisierung von -ismen, auch und gerade von Menschen, die von diesen -ismen betroffen sind, und wie das Reden über besagte -ismen bereits eine wichtige Form von Aktivismus ist.

In der taz schreibt Doris Akrap in Anlehnung an Didier Eribon über die Klassengesellschaft in Deutschland und welche Folgen die immer noch existierenden aber wnig benannten Klassen in Deutschland für Menschen wie mich und sie haben, die die Klasse „gewechselt“ haben. Der Text wurde mir direkt von zwei Freundinnen geschickt, weil ich das Buch gerade selber lese, und ich kann mich in beidem in vielen Punkten wieder finden.

Amelia Umuhire schreibt im Missy Magazine über Rassismus und das Leben in der Diaspora.

Im Migazin schreibt Samir Omar, welche Folgen der Anschlag von Berlin für sein Leben als Schwarzer Mann in Deutschland hat.

Und zu guter Letzt gibt es bei umstandslos eine Fotoserie über Frauen als Mütter von Gabriela Guganovic.