Mai Recap

Zeit für Mai Recap. Der Monat war so voll mit Dingen und Menschen. Ich war in Berlin, und das war schön. Abgesehen davon habe ich natürlich auch andere wundervolle Dinge getan.

Geschaut habe ich erstmal I am Not Your Negro, denn der lief ein paar Tage in der arte Mediathek. Es ist die Verfilmung eines Manuskripts von James Baldwin und dreht sich um die Werke und Leben von Malcom X, Martin Luther King und Medgar Evers. Baldwin thematisiert in seinem Werk den Rassismus in Amerika und seine eigene Geschichte. Der Film arbeitet viel mit Originalmaterial sowie Baldwins Manuskript und ist deswegen sehr bewegend und eindrücklich.

Außerdem kamen die NSU-Monologe in diese Stadt. Die szenische Lesung basiert auf Erzählungen von Betroffenen der NSU-Morde, nämlich Elif Kubaşik, Adile Şimşek und İsmail Yozgat. Die Aufführung funktioniert ohne Requisiten oder Verkleidungen, und bringt die Geschichten dadurch umso deutlicher heraus. Das Stück kann auf Deutsch und Türkisch gebucht werden, und lohnt sich auf jeden Fall.

C. und ich haben den viel umworbenen japanischen Film Kimi no Wa wa (Your Name) zusammen geguckt. Es handelt sich dabei um eine Body-Switching-Geschichte von zwei Teenagern und erzählt von Identität, Heimat und Liebe. Der Film hat sehr schöne Bilder und die Geschichte ist sehr realistisch erzählt, auch wenn sie viele fantastische Elemente aufweist.

Dann waren L. und ich im Kino, um Get Out zu sehen. Die Originalfassung lief immer erst ab 22 Uhr im Kino, und L. und ich waren die einzigen Menschen im Kino. Das waren natürlich beste Voraussetzungen für einen Horrorfilm, vor allem für zwei so schreckhafte Menschen wie uns. Ich kann den Film dennoch empfehlen, er ist sehr gut gemacht und zeigt sehr deutlich, wie Rassismus funktioniert. Wirklich, ich bin immer noch begeistert von der Kameraführung und den eingesetzten Effekten. Sehr beeindruckender Film, sehr erschreckend. Auch schreckhafte Menschen können ihn anschauen, dann aber vielleicht im Tageslicht und mit einer anderen Person. Nach dem Film hatte ich keine Angst, nur währenddessen war ich die ganze Zeit angespannt.

Paterson habe ich dann im Freiluftkino gesehen, was sehr schön war. Das Setting passte gut zum Film, der sehr simpel und anrührend war. Viel kann ich dazu nicht sagen, außer dass es um den Busfahrer Paterson geht. Der Trailer zeigt schon ein bisschen, worum es geht, ansonsten: einfach gucken. Es lohnt sich.

Gesehen habe ich sonst nur Grey’s Anatomy, und zwar ziemlich viel, aber dann wieder nichts. Der Monat war einfach zu wechselhaft, und ich hab immer noch nicht ganz aufgeholt.

Bücher habe ich endlich auch mal welche gelesen dieses Jahr, und zwar Der Bastard von Istanbul von Elif Shafak. Ich bin mir nicht so sicher, was ich von ihr halten soll. Die Geschichte an sich war fesselnd und handelte von mehreren spannenden Frauen. Allerdings habe ich immer wieder den Eindruck, dass es sehr klischeehaft und herablassend geschrieben ist. Manchmal wirken die Figuren ein bisschen wie Schablonen ihrer selbst.

Und wie schon erwähnt habe ich Unsagbare Dinge. Sex, Lügen und Revolution von Laurie Penny gelesen. Das Buch sollte eigentlich jede*r lesen. Wütend, aufreibend, schonungslos. Es hat mir sehr viele Dinge neu und wieder klar gemacht. Und mich wütend zurückgelassen. Auf die Welt. Und auch sonst alles.

Zum Schluss möchte ich noch Musik empfehlen, weil. Lianne La Havas ist wundervoll. Tolle Stimme, schöne Lieder. Googelt sie einfach, oder supportet sie. Das wäre noch besser. <3

Gewaltfreie Kommunikation

Ich habe es ja in meinem letzten Beitrag schon erwähnt: Ich habe in den letzten Wochen drei Bücher über Gewaltfreie Kommunikation (kurz GFK) gelesen, darunter das Hauptwerk von Marshall Rosenberg.

In meiner eigenen Reflexion habe ich bemerkt, dass mich Elemente der GFK schon seit Jahren begleiten. Ein Hauptanliegen ist die Unterschiedung von Beobachtung und Bewertung und GFK ist ein Plädoyer dafür, die eigenen Handlungen und die Handlungen anderer Menschen zunächst zu beobachten, ohne sie zu bewerten, und sich dann auf die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu konzentrieren. In meiner Vorbereitung auf meinen Freiwilligendienst in Jerusalem hat eine unserer Teamerinnen versucht, uns dieses Thema näher zu bringen. Dies geschah vor allem im Kontext von Interkultureller Kommunikation. Ich erinnere mich noch sehr genau an ihre Erklärungen und vor allem den erwähnten Grundsatz der Trennung von Beobachtung und Bewertung. Ich erinnere mich auch, dass ich das damals für ehrenhaft, aber praktisch unmöglich hielt.

In den letzten Jahren ist mir durch mein Masterstudium und die immer wiederkehrende Beschäftigung mit Schule aufgefallen, dass uns das Bewerten sogar beigebracht werden soll. Ein erklärtes Ziel von Schulcurricula ist es, Schüler*innen das Bewerten von Informationen beizubringen. Aber die Schule ist nicht der einzige Ort, an dem bewertet wird. Mittlerweile ist mir klar geworden, dass wir ständig bewerten in unserem Alltag: uns selbst, alle Anderen um uns herum, Unbekannte in unserem Umfeld, Unbekannte weit weg. Bewertung ist von dem Verständnis für andere Menschen sehr weit entfernt.

Im Kontext dieser Gedanken ist mir noch etwas Anderes aufgefallen, das mich seit meinem Freiwilligendienst in Kaunas begleitet. Zu der Zeit habe ich in einem Flüchtlingszentrum gearbeitet, in dem vor allem Tschetschen*innen gewohnt haben, und mit denen ich vorwiegend in Kontakt war. In dieser Zeit habe ich mich viel mit dem Russisch-Tschetschenischen Konflikt beschäftigt und auch mit den sogenannten Schwarzen Witwen. Dabei handelt es sich um Selbstmordattentäterinnen, die von tschetschenischen terroristisch Gruppen rekrutiert wurden, und deren Familien und Ehemänner meist vom russischen Militär ermordet wurden. Ich habe immer mal wieder gesagt, dass ich verstehen kann, warum sie Selbstmordattentate begehen und wurde dafür immer wieder angegriffen. Dabei habe ich diese nie und tue das auch heute nicht gut geheißen. Ich unterstütze diese Frauen und diese Praktiken nicht, aber ich verstehe die Beweggründe, die Menschen dazu bringen können, sich rekrutieren zu lassen. Heute weiß ich, durch die Beschäftigung mit GFK, dass es sich dabei schon um ein empathisches Verstehen gehandelt hat. Dass Verstehen nicht gleich Befürworten oder Unterstützen ist, war mir schon damals klar, und diesen Eindruck hat die GFK nur bestätigt.

In den letzten Wochen und Monaten ist mir immer wieder bewusst geworden, wie stark gewaltvoll wir uns anderen Menschen gegenüber verhalten. Wie schnell wir urteilen und angreifen, uns im Recht fühlen, andere schlechter machen, usw. Mir ist das in den letzten zwei Jahren immer mal wieder aufgefallen, aber Anfang diesen Jahres in einer noch größeren Intensität, und auch vermehrt in meinem eigenen Verhalten.

Und ich möchte so nicht sein.

Mir ist bewusst, dass ich das Urteilen gelernt habe, und es in mir drin steckt. Und ich weiß auch, dass ich anderen Menschen so nicht mehr begegnen möchte. Ich möchte Verständnis und Respekt von Anderen, und möchte ihnen das auch geben. Die GFK hat mir geholfen, mir das bewusst zu machen und mich damit auseinanderzusetzen. Es ist kein leichter Prozess, ich stoße jeden Tag an meine Grenzen. Gleichzeitig lerne ich jeden Tag etwas Neues, oder bin stolz auf mich, weil ich etwas neu reflektiert habe. Außerdem hat die GFK mir geholfen, meine eigenen Bedürfnisse besser zu erkennen und meine Gefühle zu verstehen. Was ich mit diesem Wissen genau mache, das weiß ich noch nicht. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass es mir helfen wird, mein Leben so zu gestalten, dass ich mich darin wohler und zufriedener fühle.

April Recap

Die Frage zu erörtern, ob die Zeit schneller vergeht, wenn eins älter wird, behalte ich mir vielleicht für einen anderen Beitrag vor. Diesen Monat hatte ich auf jeden Fall den Eindruck, dass der Monat sehr schnell vorbeigegangen ist. Sehr sehr schnell.

Ich weiß nicht mehr so genau, was ich eigentlich diesen Monat geschaut habe, ich versuche trotzdem, es zu rekonstruieren:

Ein Mann namens Ove

Daran kann ich mich noch gut erinnern, es ist nämlich erst drei Tage her, dass ich diesen Film mit meinem Bruder geschaut habe. Es geht um einen Mann namens Ove (surprise, surprise), der sich nach dem Tod seiner Frau das Leben nehmen möchte. Und dann geht es eigentlich die ganze Zeit darum, wie er Verbindungen zu den Menschen um sich herum aufbaut und wieder Sinn in seinem Leben schöpft. Der Film hat mich sehr nachdenklich gemacht in Bezug auf die Organisation unserer Gesellschaft und die Einsamkeit, in die viele Menschen fallen, weil sie entweder keine Partner*innen haben, oder diese verstorben sind.

Neue Liebe

Der Film ist eine Doku, die ich in den letzten zehn Tagen sogar zweimal gesehen habe. Es geht darin um eine Gruppe von Kindern/Jugendlichen, die in Deutschland in einer Sprachlernklassen Deutsch lernen. Sie berichten von ihrem Alltag, ihrer Ankunft in Deutschland, dem Heimweh, dem Neu-Beginnen und Freunde finden. Die Doku ist ziemlich kurz (50 Minuten) und wurde in Kooperation mit den beteiligten Personen erstellt. Obwohl der Film so kurz ist, vermittelt er einen guten Einblick in das Leben der Kinder, vor allem auch für Menschen, die sich noch nicht so viel mit Migration befasst haben.

My Escape/Meine Flucht

Diese Doku haben wir letzte Woche auf dem Seminar geschaut, das ich gegeben habe. Die Doku ist schon zwei Jahre alt und zeigt vor allem Smartphone-Aufnahmen von Menschen auf der Flucht aus dem Jahr 2015. Ich fand den Film sehr eindrücklich und berührend, und kann ihn nur weiterempfehlen. Allerdings mit Trigger Warnung, weil die Szenen auf der Flucht teilweise sehr krass sind was Gewalt und Sterben angeht.

Ansonsten habe ich Gilmore Girls zu Ende geguckt, zumindest die Original-Serie und Mitbewohnerin B. und ich haben angefangen, A Year in the Life zu schauen. Erst den ersten Teil, ich bin gespannt, was noch kommt. Ich hab wieder angefangen, nach einer langen Pause, Grey’s Anatomy weiterzugucken. Drama Drama!

An mehr Medienkonsum kann ich mich nicht erinnern. Außer Bücher! Gelesen habe ich …

Zähne Zeigen von Zadie Smith

In dem Buch geht es um zwei Freunde, die sich während des Zweiten Weltkriegs kennen gelernt haben, und um ihre Familien. Die Familiengeschichten sind geprägt von Migration und es geht viel um Identität und Identitätsbildungs in vielsprachigen und vielkulturellen Kontexten. Ich finde Zadie Smiths Sprache sehr schön, und ihre Charaktere immer sehr ehrlich und zugänglich. Die Themen liegen mir selber sehr am Herzen, deswegen fand ich das Buch sehr lesenswert.

Außerdem zwei Bücher zur Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg. Dazu vielleicht ein anderes Mal mehr.

Persönlich und emotional war der April anstrengend, aber nicht zum Verzweifeln, was schon mal ein sehr angenehmes Gefühl ist. So far so good.

Linkschau #18

Es geht weiter mit dem üblichen Programm. Diesen Monat nicht so viel, denn wie bereits erwähnt, hatte ich im März kaum Kapazitäten für irgendwas und war auch die letzten Wochen eher beschäftigt.

Bei der taz schrieb Hengameh Yaghoobifarah über (Online-)Feminismus und das Verzeihen.

Und auch in der taz gab es ein Interview mit Norbert Fischer über die Feuerbestattung und das Christentum.

Im LowerClassMagazine gibt es einen Artikel darüber, wie wir revolutionär leben können.

Mareice Kaiser gibt im Missy Magazin einen Buchtipp, in dem um Frauen in der Geschichte geht.

Bei autostraddle schreibt Heather Hogan über Beauty and the Beast und die Entwicklung von schwulen Charakteren bei Disney. [Englisch]

Juliane Löffler schreibt bei kleinerdrei über die Frage, wie öffentlich ihre Liebe als nicht-heterosexuelle Frau sein muss.

In ihrem Blog gibt Noah Sow ein Update zum Allgemeinen Gleichstellungsgesetz.

Naekubi schreibt in ihrem Blog über Whitewashing von asiatischen Charakteren und die besonders fragwürdige Legitimation dieser Praxis.

Und nochmal bei autostraddle finden ihr Yao Xiao’s Comic zum Thema Psychotherapie.

Bücherliste 2016

So, wie jedes Jahr die Bücherliste. Dieses Jahr gibt es auch wieder viel Manga, weil ich angefangen habe, Detective Conan zu lesen, aber das seht Ihr ja dann. Mit den Mangas sind es laut Goodreads 79 Bücher, die ich gelesen habe, aber es sind eigentlich 81, wenn ich richtig mitgezählt habe, weil ich ein Buch doppelt gelesen habe und es eins nicht bei Goodreads gab. Whatever. Hier also die Liste. :)

Januar

  • Zadie Smith, The Book of Other People [Eine Sammlung von Kurzgeschichten unterschiedlicher Autor*innen, die – Achtung, schon sehr lange her – mir teils gut, teils weniger gut gefallen haben. Wer hätte das gedacht. :p]
  • Michael Ende, Der Datanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch (Hörbuch) [Dieses Buch hat meine Klassenlehrerin in der Gundschule mal vorgelesen. Sie hat aber auch immer im evangelischen Religionsunterricht weiter gelesen, an dem ich nicht teilgenommen habe, weswegen ich das Buch nie ganz mitbekommen habe. Dieses Jahr habe ich es endlich mal gehört, und es hat mir sehr gut gefallen.]
  • Douglas Adams, The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy [Wollte ich schon lange lesen, nachdem ich den Film mindestens einmal teilweise gesehen habe. :p Sehr witzig.]

Februar

  • K. Rowling, Harry Potter and the Philosopher’s Stone (Hörbuch) [Dazu gibt es nicht allzu viel zu sagen. Ich lese die Bücher ja fast jedes Jahr wieder und sie gefallen mir immer noch. Dieses Jahr habe ich allerdings die Hörbücher auf Englisch gehört, gelesen von Stephen Fry. Sehr zu empfehlen! Irgendwann habe ich dann doch wieder gelesen, weil ich mein Hörmedium verliehen hatt…]
  • K. Rowling, Harry Potter and the Chamber of Secrets (Hörbuch)

März

  • Hannah Arendt, Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen. [Sehr anstrengendes Buch, aber dafür auch eine sehr interessante Analyse des Prozesses. Auf jeden Fall zu empfehlen, weil es, wie der Titel schon sagt, die Banalität des Bösen aufzeigt und klar macht, dass die Ungeheuerlichkeit des Holocausts potentiell in jeder*m von uns steckt.]
  • K. Rowling, Harry Potter and the Prisoner of Azkaban (Hörbuch)
  • bell hooks, all About Love: New Visions [Ich wollte immer was von bell hooks lesen, und habe mir dieses Buch dann von Mitbewohnerin L. ausgeliehen. Sehr schönes Buch, schön geschrieben und sehr empowernd für Frauen. Spannende philosophische Ansätze zu Liebe und ihrer befreienden Wirkung.]
  • Douglas Adams, The Restaurant at the End of the Universe [Ja, das erste war witzig, deswegen habe ich dann auch den Folgeband gelesen. Mittlerweile habe ich glaube ich den Faden verloren. :(]
  • Dan Wells, Ruins [Der dritte Band einer Trilogie, die ich irgendwann mal angefangen habe – wahrscheinlich in irgendeinem Jahresrückblick nachzulesen -, es gefiel mir glaube ich ganz gut.]

April

  • Wilhelm Weischedel, Die philosophische Hintertreppe [Endlich, endlich, nach Jahren (!) habe ich dieses Buch mal zu Ende gelesen. Gibt einen Überblick über wetsliche Philosophie über die Jahrhunderte und ist wirklich ganz gut zu verstehen. Allerdings kann mensch es auch nicht so schnell hintereinander lesen, weil sich sonst die ganzen philosophischen Ideen vermischen.]
  • Dan Wells, Isolation [Das war eine Kurzgeschichte zu o.g. Trilogie, an die ich mich faszinierenderweise viel besser erinnern kann und die mir wirklich sehr gut gefallen hat. Gibt einen bewegenden Einblick in einen der Charaktere der Hauptgeschichte.<3]
  • Natsuki Takaya, Fruits Basket another #01 [Ein Manga, der eine Folgegeschichte zu einem Manga darstellt, den ich zuhause im Regal stehen habe. Irgendwie ging es nach den ersten paar Kapiteln aber nicht weiter, weswegen ich jetzt ein bisschen in der Luft hänge…]
  • Noah Sow, Deutschland Schwarz Weiß [Für alle Menschen zu empfehlendes Buch.]
  • Janet Edwards, Earth Flight [Auch das Ende einer Trilogie. War ganz okay, nichts Besonderes, aber gut zu lesen.]
  • K. Rowling, Harry Potter and the Goblet of Fire (Hörbuch)
  • Friedrich Dürrenmatt, Der Besuch der alten Dame [Hatte ich im Regal stehen. :p Fand ich ganz amüsant, muss mensch aber auch nicht gelesen haben.]
  • Rainer Maria Rilke, Briefe an einen jungen Dichter [Ein sehr kurzer Band, den ich sehr anregend fand. Wie der Titel schon sagt eine Briefsammlung.]

Mai

  • Bertold Brecht, „ich lerne: gläser + tassen spülen“ – Briefe 1923-1956 [Zugegebenermaßen habe ich schon wieder vergessen, welche Bücher ich dieses Jahr gelesen habe. Offensichtlich auch die Briefsammlung zwischen Bertold Brecht und Helene Weigel, wobei von ihr nur wenige Briefe erhalten sind. Interessanter Einblick in Brechts Privatleben.]
  • Arthur Golden, Die Geisha [Das Buch mochte ich sehr. Weiß nicht, mehr habe ich dazu nicht zu sagen, weil es ja auch sehr bekannt ist.]

Juni

  • Gosho Aoyama, Detective Conan #001 [Besagter Manga, der viele der Bücher ausmacht, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Ich mag die Geschichte sehr gerne, allerdings ist es nach einer Zeit auch sehr ermüdend, weil die meisten Geschichten nach dem gleichen Muster ablaufen und die eigentliche Hintergrundgeschichte sich nur sehr langsam fortbewegt. Ich bin auf jeden Fall immer noch nicht fertig.]
  • Charlotte Bronte, Jane Eyre [Ein weiterer Klassiker, den ich schon lange rumliegen habe. Mir gefiel das Buch überraschend gut. Ich fand Jane’s Geschichte sehr gut und nachvollziehbar geschrieben.]

Juli

  • Stefan Zweig, Die Reise in die Vergangenheit (abgebrochen) [Das Buch hat Mitbewohnerin C. mir geliehen, aber ich habe es nicht geschafft, das Buch zu Ende zu lesen. Ich fand Zweigs Art zu schreiben sehr kitschig und überbordend. Vielleicht schaffe ich es mal wann anders, aber im Moment habe ich kein Bedürfnis danach, das Buch weiter zu lesen.]
  • Christopher Moore, Die Bibel nach Biff: Die wilden Jugendjahre von Jesus, erzählt von seinem besten Freund [Das Buch mag ich auch sehr gerne und finde ich ziemlich witzig. Hatte ich bei D. zum Lesen rumliegen. – Ja, ich lese mehrere Bücher gleichzeitig.]
  • Gosho Aoyama, Detective Conan #002 – #005

 

August

  • Gosho Aoyama, Detective Conan #006 – #008
  • Ali Shariati, Ja, so war es Bruder [Das Buch ist ein Teil von einem kleinen Sammelband von Ali Shariatis Texten. D. und ich haben uns das Buch zusammen gekauft, diesen ersten Text fand ich noch nicht besonders spektakulär. Die anderen beiden habe ich allerdings noch nicht gelesen. Das Buch ist irgendwo bei D. verschollen.]
  • bell hooks, All about Love: New Visions. [siehe oben]
  • Gosho Aoyama, Detective Conan #009-#016
  • bell hooks, Communion: The Female Search for Love [Ein weiteres Buch von bell hooks, was ich ebenfalls ziemlich gut fand. Ich finde, sie schreibt sehr gut und kann eigentlich nur alken Frauen empfehlen, ihre Bücher zu lesen.]
  • Gosho Aoyama, Detective Conan #017-#021

September

  • Gosho Aoyama, Detective Conan #021-#026
  • Lemony Snicket, The Bad Beginning [Ich habe die Serie noch einmal angefangen, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, dass ich das letzte Buch nie gelesen habe. Bisher habe ich nur zwei Bände geschafft, weil die Bücher ja auch einem sehr repetetivem Muster folgen. Da es aber bald eine Serie auf Netflix geben wird, möchte ich sehr gerne weiter lesen.]
  • Gosho Aoyama, Detective Conan #027-#034
  • Art Spiegelmann, Maus, l’intégrale: un survivant raconte [Eine Leihgabe von Mitbewohnerin C., für die ich auch sehr lange gebraucht habe. Nicht, weil sie auf Französisch war, sondern weil es um den Holocaust aus der Sicht eines Juden geht. Sein Sohn erzählt seine Geschichte. Der Comic ist wirklich sehr gut gemacht und ziemlich beeindruckend, bewegend und erschreckend. Kann ich nur empfehlen.]
  • Gosho Aoyama, Detective Conan #035-#036
  • Lemony Snicket, The Reptile Room
  • Gosho Aoyama, Detective Conan #037
  • Michelle Hodkin, The Evolution of Mara Dyer [Zwei Bände einer Trilogie, de ersten habe ich glaube ich letztes Jahr gelesen. Liest sich sehr gut, und wirft auch interessante Fragen auf. Über dieses Buch habe ich auch im September schon mal was geschrieben, weil ich da einen Monatsrückblick gemacht habe… ]
  • Michelle Hodkin, The Retribution of Mara Dyer
  • Joann Sfar, Vampir [Kann auch im o.g. Monatsrückblick nachgelesen werden. Sehr kurzweiliger Comic, den ich auch von Mitbewohnerin C. bekommen habe, und der in Vilnius spielt, deswegen Liebe.]
  • Gosho Aoyama, Detective Conan #038-#039

Oktober

  • Gosho Aoyama, Detective Conan #040-#045

November

  • Joanne K. Rowling, Harry Potter and the Order of the Phoenix (Hörbuch)
  • Joanne K. Rowling, Harry Potter and the Half-Blood Prince

Dezember

  • Joanne J. Rowling, Harry Potter and the Deathly Hallows
  • Zadie Smith, On Beauty [Ein wirklich gutes Buch über viele Dinge: Liebe, Familie, race, menschliche Beziehungen. Ich mag den Erzählrhythmus des Buches und die Figuren haben mich teilweise sehr berührt. Zadie Smith schreibt wirklich gut und ich habe Lust bekommen, auch ihre anderen Bücher zu lesen.]
  • (Didier Eribon, Rückkehr nach Reims) [Das Buch ist in Klammern, weil ich es zum Zeitpunkt des Schreibens noch nicht zu Ende gelesen habe. Ich gehe aber davon aus, dass ich es gelesen haben werde, wenn dieser Beitrag veröffentlicht wird, weil ich nur noch den Epilog lesen muss. Über dieses Buch wurde dieses Jahr sehr viel geschrieben. Eribon schreibt sehr überlegt über seine eigene Klassenzugehörigkeit und welche Folgen diese für sein Leben hatte. Er versucht auch, die Frage zu beantworten, warum die Arbeiter*innenklasse in Frankreich sich der Rechten zuegwandt hat. Vielmehr stellt er aber auch die Frage, ob nicht die Annahme, dass die Arbeiter*innenklasse per se links sein müsse, eine falsche Annahme darstellt, die viel mit Marx‘ Konstruktion der Arbeiter*innenklasse zu tun hat. Ich finde mich in dem Buch sehr oft wieder und kann viele Dinge nachvollziehen, auch wenn Deutschland nach wie vor nicht Frankreich ist. Kann das Buch nur jeder*m empfehlen und werde auch anfangen, das Buch an alle meine Freund*innen weiterzureichen.]