Linkschau #38

Ich komme irgendwie nicht dazu, das hier zu schreiben. Dabei sind die Tabs schon offen! Also, los geht’s, bevor was Neues dazwischen kommt:

Geschichte. Es ist lustig, denn das ist mein Job. Ha! [Englisch]

Jennifer Thorp schreibt auf Autostraddle über die queere Geschichte des geschorenen Kopfes. Ich fühle mich gleich wieder inspiriert, das auch mal wieder zu tun. Geht gerade nicht, aufgrund von Gründen. [Englisch]

Bei kleinerdrei schreibt Johanna, was für sie Verbündete sind, und wie sie dazu kam, diesen Begriff zu nutzen.

DasNuf schreibt über den Tod. Über den von anderen Menschen, und über den eigenen.

Bei der Mädchenmannschaft schreibt Anna-Sarah darüber, warum das Aufteilen von Aufgaben bei heterosexuellen Paaren nicht klappt.

Anne Helen Petersen schreibt bei BuzzFeed darüber, warum unsere Generation (ich weiß nicht, ob unsere, denn ich weiß nicht, ob meine Leser*innen der gleichen Generation angehören, also vielleicht eher meine Generation) die Burnout-Generation ist und wie das Leben in diesem System (Kapitalismus) uns zu nervösen und ständig ausgepowerten Menschen gemacht hat. Leider auf Englisch, für alle ein lesenswerter Artikel.

Bei kleinerdrei schreibt Francis Seek über Klassismus und Erben.

Kelsey Piper schreibt über künstliche Intelligenz und warum sie uns zerstören könnte und wir sie, gefälligst!, ernst nehmen sollten.

In dieser WDR-Doku geht es um Polyamorie mit Kindern. Ich finde die Doku sehr wertschätzend und respektvoll. Auch ein einfacher Einstieg, wenn eine sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt hat. (Ich habe auch Kritik daran, z.B. dass Polyamorie sich in diesem Fall nur mit sexuellen Beziehungen befasst, was mMn nicht so sein muss.)

In der Zeit, weil sie es dürfen, ein Artikel über Schwangerschaftsabbrüche.

Johanna Montanari schreibt im Freitag über Überstunden, und wieviele davon unentgeltlich geleistet werden.

In der Zeit schreibt Caroline Rosales über Kaiserschnitte und bietet einen anderen Blick auf Geburt, als es in letzter Zeit zu lesen ist.

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Linkschau #33

Eigentlich wollte ich das gestern noch geschrieben haben, aber dann kam was dazwischen und jetzt ist es auch schon wieder spät. Egal. Es hat sich einiges aus den letzten beiden Monaten angesammelt, und ich habe immer noch so viele Tabs offen. Wo ist die Zeit schon wieder hin?

Bei kleinerdrei ein Beitrag über Sex, Sexunfälle und Verhütung, und die Panik, die entsteht, wenn was schief geht beim Sex mit Unbekannten. Mit ein paar guten Hinweisen zu Safer Sex, die über HIV hinausgehen.

Und Levi schreibt, auch bei kleinerdrei, was er über die Kippah-Demonstrationen in Deutschland denkt.

Das Calvert Journal berichtet darüber, dass es jetzt LGBTI*-Karten für die größten litauischen Städte gibt.

Katie Orwig schreibt beim Order of the Good Death über die möglichen Ursprünge des Vatertages in den USA.

In der Zeit schrieb Vanessa Vu über die Ursprünge des Rassismus.

Und aus der taz eine Geschichte über Liebe und das Leben von Kefah Ali Deeb.

Brigitte Theißl schreibt in an.schläge über Hetero-Sex (und Macht).

Daniel Kretschmar schreibt in der taz über die Asylrechtsverschärfung von CDU und CSU.

Bei AlJazeera schreibt Lewis Turner über die Dämonisierung von männlichen geflüchteten Kindern an den Grenzen der westlichen Welt. [Englisch]

Zu empfehlen ist außerdem diese Doku vom NDR über den kleinen Unterschied zwischen Männern und Frauen in der Arbeitswelt. [Video]

Anna Akana spricht über Liebe und Tod. [Englisch, Video]

In an.schläge schreibt Nicole Schöndorfer über Hormone und die Libido (und das Patriarchat, aber das ist ja fast schon selbstverständlich).

Und dann noch ein Interview mit Christine Nöstlinger aus der taz. Wegen Franz und seinen Geschichten. Und weil sie tolle Sachen sagt.

Lea Diehl von der Zeit hat Anastassia Pletoukhina zu Antisemitismus interviewt.

Und Jasmin Schreiber, die sonst übers Sterben schreibt, hat einen sehr guten und eindrücklichen Text über Depressionen geschrieben. Because that’s how it feels.

<3

Linkschau #22

Es kommt ein bisschen spät, und es gibt diesen Monat auch nicht viel zu empfehlen. Und hier ist es also:

Kersten Augustin schreibt in der taz über Arbeit. Oder weniger Arbeit.

Auf der VidCon spricht Francesca Ramsay darüber, dass unser Handeln nicht immer ein Publikum braucht. [Video]

Sinthujan Varatharajah schreibt bei der Böll-Stiftung über die Gründung von Unternehmen, um Geflüchteten zu helfen, und dem Problem ihres Weiß-Seins.

Und dann zwei Comics von Zen Pencils: In Anonymous Creativity geht es darum, dass unsere Kreativität größer sein kann, wenn wir sie nicht für ein Publikum und für unseren eigenen Ruhm machen. In The Eternal Struggle geht es darum, dass das Ausleben von Kreativität immer ein Kampf ist, dem wir uns immer wieder stellen müssen. [beide Englisch]

Im Migazin schreiben Isabella Greif und Fiona Schmidt über den NSU-Prozess und wie der Stand, im Versuch sich selbst zu schützen, die Aufklärung weiterhin verhindert.

Glokal hat mit anderen Unterzeichner*innen einen Aufruf veröffentlicht, um das Schweigen über den Umgang mit Geflüchteten auf dem Mittelmeer zu brechen. Relevant und deswegen unbedingt lesenswert.

Linkschau #19

Es geht weiter im Teilen von Gedanken anderer Menschen.

Hannah Witton hat in einem ihrer letzten Videos erklärt, wie eins sich am besten organisieren kann. Vielleicht inspirierende für einige Menschen da draußen. [Englisch]

Bei kleinerdrei schreibt Dr. Vulva über Sex und Bedürfnisse. Passend zu meinem eigenen Weg und der Beschäftigung mit Bedürfnissen im Moment.

Sami Omar schreibt beim Migazin über die Verlogenheit in der Debatte um das Wahlverhalten der in der Türkei wahlberechtigten Menschen mit Wohnsitz in Deutschland.

Beim Lower Class Magazine wirft David Doell die Frage nach einer linksradikalen Ethik an den deutschen Universitäten auf. Auch der anfangs zitierte Text ist lesenswert, aber dieser ist mMn noch eindringlicher.

Lisa schreibt bei umstandlos über Rituale mit und ohne Kinder in unserer heutigen Gesellschaft.

Bei den femgeeks fragt Melanie nach den feministischen Blogs und berichtet von ihren eigenen Gedanken und ihrem eigenen Weg online.

Kimberly Lawson schreibt bei broadly über eine neue gewaltvolle Praktik unter Männern, die beim Sex gegen den Willen ihrer Sexualpartner*innen das Kondom ausziehen.

DasNuf schreibt über ihren Weg zum Feminismus übers Mutter-Werden und plädiert für Feminismen für alle, unabhängig vom Wissensstand oder den gelesenen Büchern.

Bei Melanie von glücklich scheitern gibt s einen Gastbeitrag über Feminismus und Mutterschaft und der Schwierigkeit, das Mutter-Sein mit den eigenen Bedürfnissen zu vereinbaren.

Hannah schreibt in Anlehnung an ihren Text zum 01. Mai über Antikapitalismus und Behinderung und wie wenig Behinderungen in linken antikapitalistischen Kämpfen mitgedacht werden.

Nadine von der Mädchenmannschaft hat ein Interview mit Peer Thesing zu feministischer Psychatriekritik und Identitätspolitik geführt, das ich wirklich sehr empfehlenswert finde.

Auf Identitätskritik gibt es einen Beitrag zur Diskussion um die Begriffe Opfer, Erlebende, Betroffene, usw. Spannende Gedanken, und wichtiger Appell.