Linkschau #35

Es ist wieder Zeit. Wenn wir ehrlich sind, ist es schon drüber. So what. Hier kommt die Maus:

Doris Akrap schreibt im Guardian über Chemnitz und wie deutsche Politiker*innen rechtem Gedankengut den Weg bereiten.  [Englisch]

Bei sterben üben gibt es einen Gastbeitrag von Johanna, in dem sie über ihre Fehlgeburt schreibt.

Feline schreibt bei innenansicht darüber, dass unsere Gesellschaft auf die Zweisamkeit ausgerichtet ist.

In der The Mary Sue schreibt Princess Weekes darüber, was die Show Game of Thrones uns von den Charakteren aus A Song of Ice and Fire genommen hat. Es beginnt mit den Starks und geht dann weiter mit Cersei, Dany und Shae. [Englisch]

Emma González schreibt in The New York Times über ihren politischen Aktivismus gegen die Waffenlobby in den USA. [Englisch]

Und mehr ist es diesen Monat auch nicht. Ich habe viele Artikel noch offen und nicht gelesen. Das wird vermutlich dazu führen, dass es im nächsten Monat einige alte Artikel geben wird. So what.

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Linkschau #29

Immer noch habe ich viele Ideen, angefangen sie aufzuschreiben, und doch keine Zeit, mich darum zu kümmern. Ab April wird alles besser.

In der taz schreibt Sibel Schick, dass es nicht grundsätzlich unemanzipatorisch ist, den Namen des Partners bei der Ehe anzunehmen.

Robot von RobotHugs hat einen Comic zu Be_hinderung und Barrierefreiheit gemacht, in dem es darum geht, dass Menschen als nicht be_hindert genug wahrgenommen und ihnen ihre Hilfsmittel o.ä. abgesprochen werden. [Englisch]

Bei Feminismus im Pott gibt es ein Interview mit Laura Gehlhaar zu Inklusion.

Anne schreibt bei kleiner drei zu möglichen Strategien gegen Rechts und Rechtspopulismus, die effektiver sein und vor dem Aktivismus-Burn-Out bewahren sollen.

i,Slam haben ein Video gemacht, dass Rassismus einfach erklärt und mit Beispielen versieht. [Video]

Patricia von dasNuf schreibt über ihre Ferien- und Nebenjobs und philosophiert darüber, ob und was ihr das Arbeiten gebracht hat.

Umstandslos verändert sich und wie sie sich gerade fühlen (wütend, müde, solidarisch) schreiben sie als Abschluss vor dem Neuen.

Megan spricht darüber, wie wir mit der Trauer von nahen Menschen umgehen können. [Video, Englisch] Und weil mich das Thema gerade hat, kann ich auch noch den Podcast endlich. empfehlen, von dem ich erst die erste Folge gehört habe, die ich sehr gut fand.

Bei kleinerdrei schreibt Alena was zu Heimat. Von Sehnsucht, Solidarität und dem Heimatministerium.

Vina Yun schreibt im Missy Magazine, wie sie sich entschieden hat, ein Familienmitglied zu pflegen, wie sich das auf ihre persönlichen Beziehungen ausgewirkt hat.

Shawn Taylor schreibt über Black Panther, warum der Film eine neue Fankultur produziert hat und wieso er so wichtig ist für Schwarze Kunst und Kultur. [Englisch]

Alice schreibt bei kleinerdrei über Rassismus und Debatten über Rassismus.

Ihr merkt schon, das Thema Tod und Trauer sind sehr präsent. Hier also nochmal Megan zum Thema Friedhöfe in der Zukunft und bereits bestehenden alternativen Projekten zu Friedhöfen und Bestattungen.

Clara Rosa von Class Matters schreibt über Klasse und Gesundheit oder warum Armut krank macht.

Tiffany Martínez berichtet, was ihr in der Akademia alles an Vorurteilen entgegen geschlagen ist und wieso sie sich mehr anstrengen muss als weiße Menschen.

Bei biber schreibt Dudu Kücükgöl über Feminismus und Islam und warum sie sich nicht dazu berufen fühlt, immer wieder ihre Solidarität mit den Frauen im Iran zu bekunden oder andersherum: dass sie sich fragt, warum sich kopftuchtragenden Musliminnen gegenüber nicht solidarisch verhalten wird.

Außerdem gucke ich ja manchmal Kids Hiho (jajaja) und da haben die Kinder dem Illustratoren in einer der letzten Folgen beschrieben, was für sie Feminismus ist. [Video, Englisch]

arte sendet eine Doku über Sookee, die noch online gesehen werden kann und in der sie u.a. über Depressionen und psychische Gesundheit redet. Sehr persönlich und direkt. [Video]

Dann erklärt Anna Akana, wie wir unsere Freundinnen effektiv darauf hinweisen können, wenn sie scheiße zu sich selbst sind. [Video, Englisch]

Meine Erklärungen waren dieses Mal glaube ich nicht so gut. Verzeiht es mir, ich bin sehr müde.

Einsame Insel oder Untergrund

So viele schreiben darüber und es gibt faktisch nichts, was ich Neues dazu beitragen kann. Auch meine Ideen dazu sind nicht neu. Gleichzeitig ist es mir ein Anliegen, meine Gefühle und Gedanken dazu auszudrücken, damit es viele Stimmen gibt, die sich dagegen wehren und aufbegehren.

Die AfD ist in den Bundestag eingezogen. Es ist nicht überraschend gewesen (und das ist das schlimme daran), und doch immer noch schockierend. Mit der AfD zieht eine Partei in unseren Bundestag, die rassistische, sexistische, behindertenfeindliche, heterosexistische Aussagen macht; die rechte, diskriminierende Politik machen möchte. (Und die nicht nur von irgendeinem rechten Rand unterstützt wird, sondern von der rassistischen Mitte.)

Es gibt Stimmen, die sagen, dass die Demokratie das aushalten muss, und vielleicht muss sie das. Dennoch fällt es mir nicht so leicht, das einfach so abzutun, und mich darauf auszuruhen. Denn ich fühle mich bedroht. Ich bin weiß und heterosexuell, und die AfD bedroht meine Ehe, meine Freund*innen, meine Art zu leben. Sie bedroht die Gesellschaft, in der ich leben möchte, indem sie so ziemlich alles verneint, was ich unterstütze. Persönlich reduziert sie mich auf ein traditionelles Frauenbild, das ich nicht leben möchte.

Vielleicht zerfleischt sie sich selbst, vielleicht findet sie keine Antworten auf dringende Fragen, und vielleicht doch. Abgesehen davon behaupte ich, dass es nicht um faktische Antworten auf Fragen geht, sondern um emotionale, und dass die AfD das bedienen kann, haben wir schon die letzten Wochen, Monate und Jahre gesehen. Und deswegen ist sie gefährlich, bedroht unsere Demokratie und unsere Mitmenschen.

Ich bin schon politisch aktiv, und ich werde es auch weiter sein. Jetzt erst recht. Der Hass bringt mich immer wieder zum Weinen und macht mich so wütend. Der Gedanke, sich irgendwo zu verstecken, kommt immer wieder. Und doch ist mir klar, dass wir kämpfen müssen. Vor allem diejenigen von uns, die privilegiert sind und Ressourcen haben. Und das werde ich auch weiter tun.

Es haben schon einige andere geschrieben, deswegen nur kurz zu der Frage, was wir machen können:

  • engagiert Euch
  • spendet Geld
  • unterstützt PoC-Organisationen
  • macht den Mund auf
  • sucht euch Unterstützung
  • bleibt solidarisch
  • organisiert Euch
  • passt auf Euch auf

Mehr Infos oder Inspirationen hier [Englisch], hier oder hier, hier oder hier.

Linkschau #13

Das Masterarbeits-Monster ist besiegt und wider aller Erwartungen habe ich mehr zu tun als vorher. Egal! Das Leben ist so, und ich mag es.

Zuerst ein paar Bilder aus dem Hong Kong der 1950er Jahre, für alle, die etwas lesefaul sind.

Im Migazin schreibt Ekrem Senol über Vorgaben zum Ehegattennachzug und wie bestimmte Nationalitäten dadurch benachteiligt werden.

Emma Goldbitch schreibt bei umstandslos zu der Frage, ob frau widerständig schwanger sein kann und was das bedeutet.

Charlieissocoollike resümiert aufgrund des Schreibens seines Buches darüber, dass wir unsere Träume vielleicht manchmal loslassen müssen, um das zu finden, was uns glücklich macht. [Englisch]

Frau Gehlhaar schreibt über ihre Buchveröffentlichung und über Fragen zu Inklusion, die sie gestellt bekommt.

Bei umstandslos schreibt Anna über Frühgeburten.

In der freitag schreibe George Monbiot über die Folgen des Neoliberalismus.

Julie schreibt über Elternschaft und Freundschaften.

Wieder bei umstandslos schreibt Antonia über ihre Bedürfnisse als Mutter und wie diese regelmäßig missachtet werden.

Und nochmal bei umstandslos schreibt Katrin über die Schwierigkeit, als queere Familie ein Kind zu bekommen/adoptieren. [Ich würde übrigens empfehlen, einfach den Fed zu abonnieren, weil die meisten Beiträge bei umstandslos großartig sind.]

Irene Messinger schreibt im migrazine darüber, wie Heirat eine subversive Praxis sein kann.

Berliner Juden, Jüdinnen und Israelis warnen in dieser Stellungnahme vor Zensur in Bezug auf ein Kunstprojekt in Berlin.

Bethy Squires schreibt bei broadly. über die sexistische und rassistische Geschichte von Verhütungsmitteln, und wieso die schwerwiegenden Nebenwirkungen jahrzehntelang geheim gehalten wurden. [Englisch]

Nochmal bei broadly. schreibt Polina Bachlakova über Geburtspraxen von indigenen Frauen in den USA. [Englisch]

Dominique Haensell schreibt im Missy Magazine darüber, warum Identitätspolitiken für marginalisierte Gruppen wichtig sind und widerständig sein können.

In der taz schreibt Deborah Feldman über Trumps Wahlerfolh und die Erkenntnis, dass die Linke aufhören muss, so hochnäsig zu sein und sich selbst zu isolieren.

In Zusammenhang mit dem letzten Artikel seien auch die 11 Thesen zu linker Politik empfohlen, die ein Kollektiv aus Bremen zusammen gestellt hat.

 

Linkschau #12

Nicht nur ich, auch andere Menschen denken Dinge. Ha!

Emma Lindsay schreibt übers Single-Sein. [Englisch]

Marco macht wie immer tolle Fotos und schreibt über den Kaukasus. Dieses Mal über Batumi, Georgien.

In The New York Times schreibt Viet Thanh Nguyen über die Erfahrung, ein refugee zu sein. [Englisch]

Die Künstlerin Yana Mazurkevich widmet sich in ihren Bildern sexueller Gewalt, worüber Alanna Vagianos in ihrem Artikel schreibt. Der Artikel zeigt alle von Mazurkevichs Bildern, die sehr deutlich sind. Trigger Warnung: Rape/Vergewaltigung, sexuelle Gewalt. [Englisch]

Fuckermothers schreiben auf ihrem Blog über Alternativen für die Lohnarbeit und warum die meisten Menschen heute zu müde sind, um dafür zu kämpfen.

In diesem TedTalk erklärt Chimamanda Ngozi Adichie, warum wir alle Feminist*innen sein sollten.

Bei umstandslos schreibt Maren über Trauer und wie andere Menschen helfen können.

The belle jar schreibt über Depressionen und die Auswegslosigkeit, die Depressionen haben können. Trigger Warnung: Suizid. [Englisch]

Bei ze.tt schreibt Gunda Windmüller über ein Phänomen, das viele Menschen in meiner Umgebung auch kennen und sich entweder sehr wohl darin fühlen, oder sehr unzufrieden damit sind: die Nicht-Beziehung. Danke an L. fürs Teilen.

Hannah schreibt über den Mut, die eigene Stimme zu erheben, für sich selbst.

Bei kleinerdreit schreibt Kati über die Call-Out-Kultur, in der wir zum Teil leben, und was sie daran problematisch findet.

Und das war’s für dieses Mal. Viel Spaß mit den Gedanken, macht Euch Eure eigenen und so.