Linkschau #20

Und auf in die nächste Runde Gedanken anderer Menschen.

Stefanie Kron schreibt in der Zeitschrift Luyemburg über die Notwendigkeit der ‚Kanakisierung‘ linker Politik und plädiert damit für in die Inkorporation der Kämpfe für Bewegungsfreiheit in linke Politik.

Im Migazin stellt Nina Simon die Frage, für wen Einwanderung wirklich herausfordernd sei und fordert inklusive antirassistische Bildungsarbeit.

Martin Ballaschek schreibt über den wissenschaftlichen Nachwuchs und wie er an den Unis kaputt gemacht wird.

Und hier schreibt Sarah A. Harvard über drei Bilder des Oprah Magazines und von Fotograf Chris Buck, die auf Frauen und race schauen. [Englisch]

Bei broadly schreibt Samantha Ladwig über Frauen, die den Kontakt zu ihren Müttern abgebrochen und wie sie sich dadurch befreit haben.

Susan Djahangard und Jean-Pierre Ziegler rufen bei der Zeit dazu auf, Menschen mit Migrationsgeschichte etwas Anderes als nach ihrer Herkunft zu fragen.

Bei kleinerdrei erzählt Katrin die Geschichte ihres Bruder, die vom deutschen Gesundheitssystem handelt, das angeblich auf Solidarität beruht.

Und falls Ihr es noch nicht gesehen habt, hier Deniz Yücels Brief aus dem Gefängnis in der Türkei, den er seinen Anwälten diktiert hat.

DasNuf schreibt über Liebesbeziehungen und Kommunikation, was wie ich finde ein sehr wichtiges Thema ist. Außerdem geht es um Verträge.

Und hier Emma’s Comic zum Mental Load, den vor allem Frauen tragen, der in den letzten Tagen und Wochen schon viel geteilt wurde im Internet, deswegen kennt Ihr ihn bestimmt schon. [Englisch]

Kraehenmutter schreibt über Feminismus und was das bedeutet (oder bedeuten kann).

Im Missy Magazine schreibt Josephine Apraku darüber, warum Sprechen über Rassismus gerade auch in Liebesbeziehungen wichtig ist.

Hannah schreibt über Speziezismus und stößt dabei ein paar interessante Gedanken an.

Im letzten Baopu-Comic von Yao Xiao geht es darum, wie Geschlechterstereotype und das Sprechen darüber dafür sorgen, dass Mädchen von den Dingen entfernt werden, für die sie sich interessieren. [Englisch]

Und Naekubi schreibt über das Ende ihrer Dating-Aktivitäten und, zumindest hört es sich in meinen Ohren so an, über das Ende ihres Glaubens an die große Liebe.

Linkschau #14

Das letzte Mal in diesem Jahr. Ich weiß, ich habe im letzten Monat nicht viel geschrieben, aber es gab einfach sehr viel zu arbeiten und sehr wenig Energie für andere Dinge. Wenn Energie da war, dann ist sie für liebe Menschen drauf gegangen anstatt für’s Schreiben.

Claudia stellt bei umstandslos Ehe ohne Grenzen vor, eine österreichische Organisation, die Menschen in binationalen Ehen zu rechtlichen Fragen berät.

In der taz schreibt Hengameh Yaghoobifarah über Rassismus und Privilegien und warum wir uns damit in unserer Gesellschaft befassen müssen.

Anika von kleinerdrei hat mit Sarah Diehl über die Entscheidung gesprochen, als Frau keine Kinder zu bekommen, und warum das in unserer Gesellschaft immer noch so problematisch ist.

Hannah schrieb einen Beitrag zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderung und schreibt dabei über Würde, Gewalt und die Fatalität von Normen.

Bei an.schläge führt Fiona Sara Schmidt ein Interview mit Beatrice Frasl über Disney und Feminismus.

Bei der Mädchenmannschaft schreibt Nadine zu Gewalt in queeren Kontexten und dass darüber mehr geredet werden muss.

Kristin schreibt bei umstandslos über Erziehung und Pubertät und gibt dazu ihre eigene Perspektive als Elter.

Diasporareflektionen schreibt, vereinfacht gesagt, über Integration. Dabei geht es um die Internalisierung von -ismen, auch und gerade von Menschen, die von diesen -ismen betroffen sind, und wie das Reden über besagte -ismen bereits eine wichtige Form von Aktivismus ist.

In der taz schreibt Doris Akrap in Anlehnung an Didier Eribon über die Klassengesellschaft in Deutschland und welche Folgen die immer noch existierenden aber wnig benannten Klassen in Deutschland für Menschen wie mich und sie haben, die die Klasse „gewechselt“ haben. Der Text wurde mir direkt von zwei Freundinnen geschickt, weil ich das Buch gerade selber lese, und ich kann mich in beidem in vielen Punkten wieder finden.

Amelia Umuhire schreibt im Missy Magazine über Rassismus und das Leben in der Diaspora.

Im Migazin schreibt Samir Omar, welche Folgen der Anschlag von Berlin für sein Leben als Schwarzer Mann in Deutschland hat.

Und zu guter Letzt gibt es bei umstandslos eine Fotoserie über Frauen als Mütter von Gabriela Guganovic.

Linkschau #12

Nicht nur ich, auch andere Menschen denken Dinge. Ha!

Emma Lindsay schreibt übers Single-Sein. [Englisch]

Marco macht wie immer tolle Fotos und schreibt über den Kaukasus. Dieses Mal über Batumi, Georgien.

In The New York Times schreibt Viet Thanh Nguyen über die Erfahrung, ein refugee zu sein. [Englisch]

Die Künstlerin Yana Mazurkevich widmet sich in ihren Bildern sexueller Gewalt, worüber Alanna Vagianos in ihrem Artikel schreibt. Der Artikel zeigt alle von Mazurkevichs Bildern, die sehr deutlich sind. Trigger Warnung: Rape/Vergewaltigung, sexuelle Gewalt. [Englisch]

Fuckermothers schreiben auf ihrem Blog über Alternativen für die Lohnarbeit und warum die meisten Menschen heute zu müde sind, um dafür zu kämpfen.

In diesem TedTalk erklärt Chimamanda Ngozi Adichie, warum wir alle Feminist*innen sein sollten.

Bei umstandslos schreibt Maren über Trauer und wie andere Menschen helfen können.

The belle jar schreibt über Depressionen und die Auswegslosigkeit, die Depressionen haben können. Trigger Warnung: Suizid. [Englisch]

Bei ze.tt schreibt Gunda Windmüller über ein Phänomen, das viele Menschen in meiner Umgebung auch kennen und sich entweder sehr wohl darin fühlen, oder sehr unzufrieden damit sind: die Nicht-Beziehung. Danke an L. fürs Teilen.

Hannah schreibt über den Mut, die eigene Stimme zu erheben, für sich selbst.

Bei kleinerdreit schreibt Kati über die Call-Out-Kultur, in der wir zum Teil leben, und was sie daran problematisch findet.

Und das war’s für dieses Mal. Viel Spaß mit den Gedanken, macht Euch Eure eigenen und so.

Linkschau #10

Es haben sich sehr viele Links (Artikel und Talks) angesammelt, weil ich immer wieder nur auf Merken geklickt habe und keine Zeit hatte, um mich hinzusetzen, und einen Beitrag zu schreiben. Aber jetzt! Heute Abend habe ich mehr Zeit für mich selbst und deswegen endlich auch mal wieder Muße, um mit Euch zu teilen, was mich beschäftigt hat. Zugegebenermaßen bleibe ich dem Internet und Nachrichten gerade relativ fern (einerseits weil ich nach Stunden in der Bib vor dem Rechner keine Lust mehr habe am Computer zu sitzen und andererseits, weil eh nichts Gutes passiert).

Halina Wawzyniak schreibt über die Probleme mit dem neuen Sexualstrafrecht und was es eigentlich genau sagt.

Jamila Raqib erzählt in ihrem TedTalk, was es braucht, damit auch gewaltfreier Widerstand funktioniert und dass dieser nicht unbedingt einfacher ist als anderer Widerstand, sondern sogar genau so viel wenn nicht mehr Organisation braucht. [Englisch]

In der taz schreibt Laila Oudray, warum sie nicht nur über Migration schreiben möchte, und es dennoch manchmal tut. Dabei sagt sie einiges über unsere Gesellschaft.

Gabriele Boos-Niazy erklärt beim Migazin das deutsche Recht und warum jetzt nicht die Scharia in Deutschland eingeführt wird.

Bei umstandslos schreibt Cornelia übers Gebären und die verschiedenen möglichen Stellungen.

Tove Tovesson schreibt im Missy Magazine über das Trans-Sein in einer transfeindlichen Welt.

Und damit es nicht zu viel zu lesen wird, gibt es noch zwei youtube-Videos. Einmal zeigt Sidney Frenz, welchen Scheiß weiße Deutsche zu Schwarzen Deutschen sagen. Und dann wird Hadnet Tesfai zu ihrem Schwarz-Sein in Deutschland interviewt.

Sehr spannend erklärt hier Cutcha Risling Baldy, warum sie The Walking Dead als ein Beispiel benutzt, um über den Mord an den Native Americans zu sprechen. [auf Englisch]

Im Migazin schreibt Birol Kocaman darüber, warum wir den rechten Terror in München auch so und nicht Amoklauf nennen sollten.

Noch ein TedTalk, für alle, die nicht mehr lesen wollen: Isaac Marion erzählt uns, warum wir die Apokalypse brauchen und was dabei Gutes für unsere Gesellschaft passieren kann. [Englisch]

Hier gibt es Kunst, die traditionelle Blumenkränze aus Polen reproduziert. Wirklich schöne Bilder! (Und wenig zu lesen.) [auf Englisch]

kaptainkristian erzählt was über den Anime FLCL, den ich selber nicht gesehen habe. Klingt aber so, als sollte ich den mal sehen. [auf Englisch]

Kübra Gümüşay erklärt, warum sie nicht zu immer sofort eine Meinung hat und auch nicht haben will.

Und Gavin Aung Than, oder auch ZenPencils, macht einen Comic über Dinge, die Väter/Eltern so denken. [auf Englisch]

Und das war’s. Puh! DAs nächste Mal wieder eher, damit es nicht so anstrengend wird.

Linkschau #9

Ach ja, ich bin immer noch arme Studentin. So ist das. Diesen Monat ist die Rückmeldung zur Uni fällig und wie jedes Mal, wenn dieser Fall eintritt, macht er mich arm. Immer wieder spare ich mir mühsam Geld zusammen, und dann ist alles mit einem Mal weg, damit ich weiter eingeschrieben sein kann. Was für ein nerviger Schwachsinn. Dieser Zustand muss wirklich bald beendet werden.

Nun aber weg von meinen eigenen Gedanken und hin zu anderen:

Albert Scherr verteidigte in der FAZ die Migrationsforschung. Yeah Herr Scherr! (Wenn eins es richtig ausspricht, dann reimt es sich sogar.)

Ich habe es schon erwähnt, aber nochmal für alle, die vielleicht nicht jeden meiner langweiligen Beiträge lesen: Naekubi schrieb über Lindy Hop und Whitewashing. Wichtiger und guter Beitrag.

Bei kleinerdrei schriebt Barbara übers Teilzeit-Arbeiten und die verschiedenen Modelle, die Paare ausprobieren, und die alle mehr oder weniger gut funktionieren und Feminismus und die beschissene Gesellschaft. Und überhaupt. Ich habe geweint. Weil die Gesellschaft und das System so scheiße sind, dass ich mich wirklich frage, ob es sinnvoll ist, Kinder zu bekommen. Nur um sich dann weiter durch die Scheiße zu quälen.

Tara schreibt auch bei kleinerdrei über Freundschaft und unsere Ansprüche daran. Und sie hat Recht.

Und diesen TÉD Talk von ShaoLan fand ich sehr aufschlussreich. Außerdem finde ich ja die Chinesischen Tierkreiszeichen sowieso interessant.

Und wenn ich das hier wöchentlich schaffe, dann gibt es logischerweise auch nicht allzu viele Links auf einmal. Ist vielleicht auch ganz angenehm.