Juli Recap

Ich war im Urlaub, und zwar gleich an Nord- und Ostsee. Dekadent oder so. Beide Urlaube waren famos. Sehr erholsam. Viel geschlafen habe ich nicht, weil Hitze. Außerdem bin ich viel Fahrrad gefahen. Das macht müde. Ich hatte dazu noch zwei Seminare und bin momentan in Berlin. Da arbeite ich von zuhause aus. So. Jetzt aber erstmal zu all den anderen Dingen, die im Juli „passiert sind“.

Ich spiele immer noch, wenn ich kann, Zelda: Breath of the Wild. Diesen Monat konnte ich nicht so viel, weil ich die Konsole nicht mitgenommen habe. Aber (!) ich bin im Spiel jetzt schon weiter als ich damals in Frankreich war, deswegen ist es ganz besonders aufregend.

Endlich, nach sieben Monaten, habe ich Friends zu Ende geschaut. Alles ist gut ausgegangen und ich bin voller Liebe. So viel Liebe. Das ist eine Serie, die ich immer wieder mal gucken kann, weil sie mir gute Laune macht. Hurra!

Nachdem dieses Mammutprojekt nun zu Ende gegangen ist, habe ich angefangen, A Series of Unfortunate Events, die zweite Staffel, zu gucken. Erst eine Folge. Ich mag den Stil sehr gerne.

Und einen Film habe ich gesehen, nämlich Kubo and the Two Strings. Ein ästhetisch wundervoller Film, wirklich schön gemacht, und bewundernswert, wieviel Arbeit da reingesteckt wurde. Stop-Motion wird wohl vor allem wegen der ganzen Arbeit nicht viel gemacht. Dieser Film lohnt sich auf jeden Fall, auch inhaltlich.

Gelesen habe ich im Urlaub gefühlt mehr als sonst:

Angefangen habe ich mit Lolita von Vladimir Nabokov. Ich finde das Buch ziemlich gut beschrieben und vor allem finde ich beeindruckend, wie ich als Leserin irgendwie Verständnis für den Ich-Erzähler hatte und mir immer wieder sagen musste, dass er ein furchtbarer Charakter ist. Die Zweifel des Ich-Erzählers und sein Bewusstsein für seine eigene Gewalt sind sehr gut in den Text reingeschrieben. Und die Tragik des Buches hat mich wirklich wütend und traurig gemacht.

Weiter ging es mit Qualityland von Marc-Uwe Kling. Das Buch ließ sich leicht lesen und hinsichtlich der Technokratisierung der Gesellschaft fand ich’s ganz interessant. Das rosa Qualitypad klingt wie das Känguru.

The Remains of the Day von Kazuo Ishiguro war ein eher langsamer Roman. In der Rahmenhandlung fährt der Butler Mr. Stevens durch England, um seine Frühere Kollegin Ms. Kenton zu besuchen. Dazwischen erinnert er sich Szenen ihrer gemeinsamen Arbeit. Es ist ein sehr schöner und trauriger Roman. Erst am Ende wird der Titel ganz klar.

In einer spontanen Aktion habe ich dann noch Das Geisterhaus von Isabel Allende gekauft und auch gleich gelesen. Sehr schön geschrieben, die Kapiteleinteilung war ziemlich klug gestaltet und die Mehrheit der männlichen Figuren war irgendwie verabscheuenswürdig. Der Roman ist eine Familiengeschichte, die sich über vier Generationen zieht und dabei die Geschichte Chiles mitbehandelt, mit übernatürlichen Elementen, was mir gut gefallen hat.

Das war der Monat, jetzt geht es schon weiter.

Advertisements

Juni Recap

Immer noch ohne Bild. Traurigerweise.

Gelesen habe ich Born a Crime von Trevor Noah, ein autobiographisches Buch, in dem er über seine Kindheit und Jugend in Südafrika, während und nach der Apartheid schreibt. Das Buch ist manchmal echt witzig, und hat mir gezeigt, wie wenig ich über Südafrika und südafrikanische Geschichte weiß. Dann habe ich all about love von bell hooks gelesen. Mittlerweile schon zum dritten Mal. Es hilft mir immer wieder, über Liebe nachzudenken, und darüber wie ich mein Leben leben möchte. Das macht es nicht einfacher. Außerdem habe ich Arbeit und Struktur von Wolfgang Herrndorf gelesen. Das Buch war ursprünglich ein Blog (hier zu lesen), den er für Freund*innen und enge Personen geschrieben hat. Darin dokumentiert er sein Leben mit einem Hirntumor. Als Letztes habe ich diesen Monat den Comic Der Ursprung der Welt von Liv Strömquist gelesen. Darin geht es vor allem um die Vulva und alles, was dazu gehört (z.B. Menstruation). Die Autorin verfolgt, wie die Frau dem Mann im Laufe der Zeit untergeordnet und beide als etwas Gegensätzliches konstruiert wurden und wie sich dies noch heute auf unsere Gesellschaft auswirkt. Ziemlich lustig, meistens weil es so traurig ist.

Gesehen habe ich diesen Monat so einiges. Erst während meines Geburtstagswochenendes Alles steht Kopf. Immer noch ein sehr schöner Film, erklärt sehr bildlich, wie Depression funktioniert. Letztens habe ich ein Video gesehen, in dem in Bildern aus dem Film erklärt wurde, wie Trauma und PTSD funktionieren. In der Sneak lief dann Swimming with Men, den ich ganz gut fand, nur das Ende war mir zu kitschig und irgendwie macht mich das immer ein bisschen traurig, wenn das passiert. In der Uni haben sie Newcomers gezeigt, einen Film mit und von Geflüchteten, die von ihrem Leben berichten, ziemlich losgelöst von der Flucht an sich. Ich finde den Ansatz gut, Geflüchtete unterschiedlicher „Generationen“ mit in den Film aufzunehmen, so z.B. auch Menschen, die aus der DDR geflohen sind oder zu den sogenannten „deutschen Flüchtlingen und Vertriebenen“ gehören neben Menschen, die erst vor einigen Jahren geflohen sind. L. und ich haben noch Hanni und Nanni geguckt, weil wir beide früher die Bücher gelesen haben. Der erste Film war teilweise problematisch, und etwas witzig, und noch nicht voller Romantik-Bla, was bei den beiden Folgefilmen allerdings im Zentrum zu stehen scheint.

An Serien habe ich endlich das Ende von Grey’s Anatomy geguckt, was dieses Mal erstaunlich positiv ausgefallen ist und ohne Katastrophe zu Ende ging. Das hat mir gut gefallen. Ich bin gespannt, was mit Meredith und Alex passiert (freund*innenschaftsmäßig) und werde es natürlich weiter gucken im Herbst. L. und ich haben außerdem zwei weitere Folgen von Dear White People geschaut. Zu mehr sind wir nicht gekommen. In den letzten Tagen habe ich außerdem die neunte Staffel von Friends zu Ende geguckt. Fehlt nur noch eine. Ich weiß nicht, ob ich mir das Ende angucken kann. Ich hab jetzt ja total meine Lieblinge und mag die alle so gerne und wünsche mir, dass alles gut wird. Aaaahhhh!

Abgesehen davon habe ich eine Switch bekommen. Deswegen habe ich wieder angefangen, Videospiele zu spielen. Ha! Und zwar Zelda – Breath of the Wild, das ich ja unbedingt haben wollte und was mir selber zu teuer war mir nur deswegen die Switch anzuschaffen. Es lohnt sich aber voll. Dieses Spiel ist so. schön. <3 Außerdem habe ich noch Mario Kart Deluxe, was ich bisher nur mit meiner Schwester gespielt habe. Macht immer noch Spaß, sieht immer noch gut aus. Leider habe ich selber keinen Bildschirm, an dem ich das mit einer anderen Person spielen könnte. Na ja.

Im Juli ist außerdem Sommerpause. Ich bin den ganzen Monat irgendwie unterwegs und werde deswegen nichts schreiben. Im August dann wieder. Vielleicht sind meine Bilder dann auch wieder hergestellt.