Vogelgezwitscher

Im Moment habe ich emotional sehr viel zu tun. Ich arbeite an mir selbst, hinterfrage sehr viel und denke allgemein sehr viel über mein Leben und meine eigenen Gefühle nach. Ich merke immer wieder, dass ich sehr schnell in co-dependency zu anderen Menschen komme. Das gefällt mir selber gar nicht so gut, weil ich merke, dass ich dann sehr schnell abhängig werde von den Launen, Bedürfnissen und Gefühlen anderer Menschen und es mir schwer fällt, auf mich zu achten, bei mir zu bleiben und meine Strategien anzuwenden, um mit mir selbst klarzukommen.

Heute war es wieder eher schwierig. Und weil es so schwierig war, habe ich eine andere Strategie entdeckt, mit der es mir gut geht. Die ist eigentlich auch gar nichts Neues. Als ich in Litauen gewohnt habe, habe ich schon gemerkt, dass es mir gut tut, einfach rauszugehen und mich zu bewegen, wenn ich von meinen Gefühlen überfordert bin oder einfach alles was mit Menschen zu tun hat (wenn ich also übermenscht bin) viel zu viel ist. Das habe ich heute auch wieder gemacht und war fast zwei Stunden draußen. Das Wetter ist zwar ein bisschen grau, aber nicht allzu kalt und es regnet nicht, was wirklich schon ziemlich gut ist.

Ich bin einfach durch die Landschaft gewandert. Es dauert gar nicht so lange, bis mensch aus den Häusersiedlungen rauskommt und es zumindest ein bisschen Natur gibt. Dort gibt es Vogelgezwitscher, Schafe und hübsche kleine Häuser. In eins davon würde ich auch ziehen, wenn ich könnte, aber es ist eindeutig bewohnt. Na ja. Irgendwann ziehe ich einfach in ein weißes Haus mit blauen Fenstern. So.

Heute ist mir auch aufgefallen, dass ich beim nächsten Mal einfach meine Kamera mitnehmen sollte. Es fehlt mir manchmal zu fotografieren und so ein Spaziergang ist ja auch eine gute Gelegenheit. Und es würde mir gefallen, meine Kamera wieder mehr zu gebrauchen, neue Dinge zu lernen und vielleicht tatsächlich mal auf ein Objektiv, das mir gefällt, oder einen externen Blitz zu sparen.

Also. Mehr Klarheit im Kopf, mehr emotionale Ruhe und ein paar gute Ideen für die nächste Zeit reicher sitze ich jetzt wieder an dem Monster, das sich Masterarbeit nennt.

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