2016 I/…

Zwischenablage01

Eigentlich eigentlich wollte ich einen anderen Beitrag schreiben, über Ängste. Aber ich glaube, dazu bin ich gerade nicht in der Lage. Und wie es der Zufall so will traf ich dann auf diesen Post bei tumblr und blieb daran hängen.

Es heißt ja so schön, dass es, wenn es einmal scheiße läuft, dann so richtig. Das war 2015. In mehreren Gesprächen mit unterschiedlichen Menschen habe ich immer wieder herausgehört, dass es anderen Menschen auch so ging. 2015 fühlte sich an wie mehrere Schläge in die Bauchgegend. Ich habe ja im Jahresrückblick schon gesagt, dass nicht alles schlecht war in 2015, aber das Gesamtgefühl ist definitiv nicht gut. Bei mir wahrscheinlich auch, weil es einfach so schlecht geendet hat.

Gestern hatte ich mit Mitbewohnerin L. noch ein Gespräch darüber, dass Dinge natürlich gleich viel schlechter aussehen, wenn mensch mit negativer Einstellung an sie heran tritt. Vielleicht kommt es uns auch deswegen so vor, als würden immer alle schlechten Dinge auf einmal passieren. Deswegen denke ich, dass es vielleicht genau der richtige Ansatz ist, dieses Jahr anders zu betrachten. Auch wenn es schwer fällt gerade die positiven Dinge zu sehen, gibt es sie ja doch.

Und 2016 als ein Jahr zum Heilen, Wachsen und Lieben zu sehen erscheint mir klug und inspirierend und hilft mir heute, diesen Tag zu meistern. Heilen in vielerler Hinsicht ist angebracht und eigentlich auch schon auf den Weg gebracht (aber wie alles Gute braucht es Zeit). Wachsen ist auch schon im Gange. Genauso langsam wie das Heilen, aber an den eigenen Schwächen wachsen ist nicht einfach und Rückschläge sind wohl auch zu erwarten. Lieben ist eigentlich immer ein guter Einfall, und da es so viele Möglichkeiten zu lieben gibt, macht es mich auch nur ein bisschen traurig. (Wenn ich ein bisschen darüber nachdenke, finde ich ganz schön spannend, wieviel ich überhaupt lieben kann und es im letzten Jahr auch getan habe. Immer weiter und weiter lieben.)

Mir hat dieser kurze Post auf tumblr gerade echt geholfen, und ich musste das mal festhalten. Vielleicht gibt es über das Jahr verteilt ja noch mehr Kommentare zum Konzept des Jahres 2016. Vielleicht fällt mir aber nach heute nichts Kluges mehr ein.

Healing, growing, loving.

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2015 Part II/II

Teil Eins war schon. Jetzt kommt Teil Zwei. Der obligatorische Teil, der jedes Jahr kommt. TATATATAAAAAAA: Die Bücherliste!

Goodreads sagt mir, dass ich 107 Bücher gelesen habe. Ich hab nicht nachgezählt. Es sind einige Mangas darunter gewesen, deswegen waren es wohl so viele Bücher. Vielleicht habe ich aber auch einfach nur mein Leben prokrastiniert. Voilà:

Januar

  • Gillian Floyd, Gone Girl [Nachdem ich den Film an Heiligabend 2014 mit meinem Bruder gesehen hatte, musste ich auch das Buch lesen. Es gefiel mir tatsächlich beides.]
  • Jacques Ferrandez, L’Étranger [Das war eine Graphic Novel, die sehr gut gezeichnet war. Ich muss mal das Original lesen.]

Februar

  • Erich Maria Remarque, Im Westen nichts Neues [Sehr gutes Buch, sehr verstörend, sehr wichtig.]
  • Ville Tietäväinen, Unsichtbare Hände [Auch eine Graphic Novel, über eine Fluchtgeschichte. Auch verstörend und traurig und sehr zum wütend werden.]
  • Michel Kichka, Zweite Generation – Was ich meinem Vater nie gesagt habe [Noch mehr Graphic Novel. Ziemlich gut gezeichnet und sehr gute Geschichte.]
  • Hajime Isayama, Attack on Titan Vol. I [Hier geht’s los mit den Mangas. Ich sag da jetzt nur dieses Mal was zu. Ein guter Manga, so utopisch/dystopisch-mäßig.]
  • Constanze Nauhaus, Orientbilder im zeitgenössischen deutschen Kinderbuch [Eine Bachelor-Arbeit, die ganz interessant war und mir ein paar Denkanstöße gegeben hat. In Teilen dann aber selber orientalistisch. Schade.]

März

  • Hajime Isayama, Attack on Titan Vol. II
  • Patrick Rothfuss, Der Name des Windes [Das hat M. mir geraten und es war ein guter Rat. Die Geschichte ist wundervoll, da kommen noch zwei Teile oder so in dieser Liste, und ich warte sehnsüchtig auf den letzten Band der Reihe. So gut geschrieben, so tolle Charaktere.]
  • Hajime Isayama, AoT Vol. III
  • Tracy White, How I Made It to Eighteen: A Mostly True Story [Graphic Novel. Witzig und traurig. Über Depressionen.]
  • Cornelia Funke, Der Anfang [Kurzgeschichten zu den Reckless-Büchern. Ich kann mich nicht mehr richtig erinnern, also wohl so lala.]
  • Cornelia Funke, Der Kamm der Hexe
  • Cornelia Funke, Ein Gesicht aus Feuer

April

  • Patrick Rothfuss, Die Furcht des Weisen 1 <3
  • Kerstin Gier, Silber: Das zweite Buch der Träume [Mh. Ich glaube, es war ganz okay.]
  • Hajime Isayama, AoT Vol. IV

Mai

  • Janet Edwards, Earth Girl [Mh joa. Gefiel mir ganz gut so als Zeitvertreib. Nichts Tiefgründiges.]
  • Hajime Isayama, Attack on Titan Vol. V-VII
  • Janet Edwards, Earth Star
  • Hajime Isayama, Attack on Titan Vol. VIII-X
  • Yasar Kemal, Auch die Vögel sind fort [Sehr kurz, aber intensiv. Schön geschrieben (übersetzt?).]
  • Hajime Isayama, Attack on Titan Vol. XI
  • Mahmoud Darwish, Ein Gedächtnis für das Vergessen. Beirut, August 1982 [Wunderschön. Da fällt mir ein, dass ich es verliehen habe, und mir auf jeden Fall zurückholen muss.]
  • Hajime Isayama, Attack on Titan Vol. XII-XIII

Juni

  • Patrick Rothfuss, Die Furcht des Weisen 2
  • Sara Zarr, Zicke [Das war n doofes Buch. Kam mir alles sehr bekannt vor, vielleicht hab ich es schon mal gelesen.]
  • Hajime Isayama, Attack on Titan Vol. XIV

Juli

  • Gillian Flynn, Dark Places [Dark Places und Sharp Objects habe ich direkt hintereinander gelesen, weswegen ich nicht mehr so gut sagen kann, wo was passiert ist, aber ich mochte beide ganz gerne, obwohl ich ja sonst keine Krimis/Thriller lese.]
  • Gillian Flynn, Sharp Objects
  • Cornelia Funke, Reckless: Das goldene Garn [Ja. Und nein. Der Verlauf der Gechichte hat mir gar nicht gefallen wegen der Dunklen und so – mehr wird nicht verraten – aber ich warte jetzt. Wie geht es weiter?]
  • Patrick Ness, A Monster Calls [In Paris gekauft in der Buchhandlung, die C. empfohlen hat. So so schön und wichtig und anrührend und wahr.]
  • Lockhart, We Were Liars [Auch aus der Buchhandlung in Paris. Erschreckendes Ende, gut geschrieben. Ich hab echt geheult und D. dachte, mit mir stimmt was nicht. Vielleicht hat er Recht.]
  • Hajime Isayama, Attack on Titan Vol. XV
  • Hiro Mashima, Fairy Tail Vol. 1-3 [Neuer Manga. Hab ein paar Folgen von dem Anime gesehen, als ich 2014 in Frankreich war, und dann beschlossen, die Mangas zu lesen. Am Anfang sehr witzig und cool, aber zum Ende hin wiederholt sich die Struktur immer wieder, weswegen es langsam langweilig wurde.]

August

  • Hiro Mashima, Fairy Tail Vol 4
  • Per Olov Enquist, Großvater und die Schmuggler [Irgendwie hat es mir nicht sooo gut gefallen wie der erste Teil. Mh.]
  • Hiro Mashima, Fairy Tail Vol. 5-21
  • Ece Temelkuran, Was nützt mir die Revolution, wenn ich nicht tanzen kann [Ich habe sehr lange gebraucht, um dieses Buch zu lesen, da ich es vorgelesen und aufgenommen habe. Es ist sehr schön und feministisch und eigen. Und es war eins der schönsten Geschenke, die ich je bekommen habe.]
  • Tabitha Suzuma, Forbidden [Das hab ich aus nem Büchertauschschrank in Litauen genommen. Kurzweilig und interessantes Thema (Inzest). Kann mensch mal lesen und sich Gedanken zu machen. Das Ende hat mir nicht gefallen, ich glaube, die Autorin hat sich nicht getraut, es anders enden zu lassen. Schade eigentlich.]
  • Wolfgang Herrndorf, Tschick [So schön. In Jugendsprache und so und voll echt und berührend und jetzt muss ich noch ein paar andere Sachen von Herrndorf lesen gehen.]
  • Rainbow Rowell, Eleanor & Park [Ganz okay für den Zeitvertreib.]

September

  • Aimee Bender, The Particular Sadness of Lemon Cake [Traurig. Wer hätte das gedacht bei dem Titel? Nachdenklich. Über Familie und Geheimnisse.]
  • Hiro Mashima, Fairy Tail Vol. 22-34
  • Balys Sruoga, Der Wald der Götter [Sehr eindrucksvoll und verstörend und wir wissen zwar alle, was im Zweiten Weltkrieg passiert ist, aber dennoch. Sehr lesenswert.]
  • Michelle Hodkin, Was geschah mit Mara Dyer? [Joa. Ganz okay. Interessanter Ansatz, aber dann irgendwie schwach. Ich weiß nicht, ob ich die anderen Teile auch lesen will.]
  • Maggie Stiefvater, Nach dem Sommer [Joa. Zum Zeit vertreiben gut. Und macht süchtig.]
  • Maggie Stiefvater, Ruht das Licht
  • Hiro Mashima, Fairy Tail Vol. 35
  • Maggie Stiefvater, In Deinen Augen
  • Hiro Mashima, Fairy Tail Vol. 36 – 42

Oktober

  • Hiro Mashima, Fairy Tail Vol. 43 – 44
  • Chimamanda Ngozi Adichie, Americanah [Viele Herzen für dieses Buch. Total toll geschrieben, lebensnahe und glaubwürdige Charaktere. Glaubwürdige Story. Hätten auch meine Nachbarn sein können, würde ich in den USA oder in Nigeria wohnen. Wow.]
  • Patrick Rothfuss, The Slow Regard of Silent Things [Oh, ein Zwischenbuch und so schön geschrieben. Es passiert NICHTS, und es ist dennoch so anrührend und schön.]
  • Hiro Mashima, Fairy Tail Vol. 45 – 48

November

  • Erich Kästner, Pünktchen und Anton [Mit D. gelesen. Ich kannte es schon, er nicht. Mir ist aufgefallen, dass Erich Kästner schon ein kleiner Moralapostel war. Da gibt’s richtig explizite Anweisungen, wie mensch zu sein hat. Nicht so versteckt im Text oder so. Volle Kanone. Aber nach wie vor eine gute Geschichte.]
  • Laini Taylor, Dreams of Gods and Monsters [Das Ende einer Trilogie. Hat irgendwie alles wieder besser gemacht. Bravo.]
  • Hiro Mashima, Fairy Tail Vol. 49 – 51

Dezember

  • Guy Delisle, Aufzeichnungen aus Jerusalem [Und eine letzte Graphic Novel/Comic. War gut, weil es mich an Palästina erinnert hat. Ansonsten eher so mäßig gut.]
  • Chimamanda Ngozi Adichie, Heimsuchungen [Erzählungen waren das. Alle gut geschrieben. Mit manchen konnte ich logischerweise mehr anfangen als mit anderen, aber auch wieder: lebensnahe Charaktere und Geschichten.]
  • Giulia Enders, Darm mit Charme [Und das Jahr endete sogar mit einem lustigen Buch! Aus dem ich auch noch was gelernt habe. Kann ich nur empfehlen. Wir wissen viel zu wenig über den Darm.]

So. Dieses Jahr schaffe ich glaube ich nicht so viele Bücher, aber es geht ja auch nicht um die Quantität, nicht wahr?

2015 Part I/II

Überall Jahresrückblicke. Ich finde das ja auch furchtbar. Ich tue das ja auch gar nicht gerne. Dieses ganze zurückschauen, zurücklassen, rekapitulieren, das nervt mich schon, seit es Anfang Dezember begonnen hat. Doch je schneller wir uns dem Ende des Jahres näherten, desto unumgänglicher wurden diese Jahresendgespräche.

Ich tendiere ja dazu zu sagen, dass dieses Jahr scheiße war. Aber dann habe ich nochmal darüber nachgedacht und festgestellt, dass das Jahr anstrengend und intensiv war und ultra viele Dinge passiert sind. Aber so ganz scheiße war es ja dann doch nicht. Deswegen habe ich mich heute Morgen hingesetzt und mir nochmal überlegt, was eigentlich für schöne Dinge passiert sind. Vielleicht hilft es ja, mit dem Jahr abzuschließen, wenn ich nur die guten Dinge erinnere (haha!). Die schlechten Dinge sind sowieso präsent, deswegen muss ich sie nicht mehr aufschreiben, aber hier kommen die Guten:

  • Impro-Theater mit L. als Geschenk von C.
  • Organisation der Asyldialoge
  • Organisation der Student*innenkonferenz zu „Tourismus und Entwicklung“
  • Geschwisteressen (gleich zwei Mal!)
  • geheimes und wundervolles Valentinstagskonzert
  • Hamam in Bremen (und L.’s Abgabe und Abschied)
  • Hannover mit D. (so oft, und jedes Mal anders)
  • J.’s Party (und Tanzen mit S.)
  • Bergbaumuseum mit dem Verein
  • Sommerschule I+II
  • Geburtstag Opa (auch gleich zwei Mal, weil es noch zwei gibt, und beide Geburtstage irgendwie auf ihre Art besonders und wichtig waren)
  • Vortrag zu Burschenschaften vom Verein
  • 1. Mai
  • Aufenthalt im Kloster
  • Buko
  • Yasmine Hamdan in Hamburg <3
  • Heiraten
  • Geburtstag
  • Absolvent*innenfeier
  • DiskoBingo mit S.
  • Lesenacht in der WG
  • Bonn bei L.
  • Schwimmen im Kanal (alle Jahre wieder und so)
  • Schulworkshop
  • Paris (aller guten Dinge sind drei oder so, das heißt wohl, dass ich da nicht mehr hinfahre; oder beim nächsten Mal wird’s endlich gut)
  • Warschau
  • mit D. (andere*r D.) im Džem Pub
  • betrunken mit F. und gute Gespräche
  • Klaipeda/Neringa (oder auch Birken und Kiefern)
  • Bürgerpark
  • Essen mit M. in M.
  • Bonbon-Workshop <3
  • Demo in H.
  • FilmFest mit B. und S.
  • Vorstellungsgespräch Theater (auch wenn ich nicht genommen wurde)
  • Frühstück im AV
  • Feminismus-Konferenz in Berlin
  • Abschied S.
  • Party bei M.
  • Musicals mit Oma
  • Bettenbau mit Papa
  • Mockingjay mit B.
  • Party bei J.
  • Leseabend bei den L.’s
  • Organisation vom Seminar in Tübingen
  • Zeckenrapgala in Hamburg
  • Lindy Hop tanzen mit C.
  • Tannenbaum aussuchen und Reibeplätzchen essen
  • Weihnachten mal anders
  • Silvester bei C.

Und ich sage Euch: Das sind noch nicht die Momente, die schön waren. Nur die Großereignisse, quasi. Es gibt noch mehr Momente und Gefühle und Menschen, die schön und gut und wichtig waren und sind. Aber dafür ist hier weder Platz noch ist das der richtige Ort.

Und weil dieser Beitrag jetzt schon so lang ist, mache ich einen neuen für den zweiten Teil des Rückblicks.