Déjà-Vue

Vor ein paar Wochen gab es diesen einen Tag in meinem Leben, an dem ich dachte: Das passiert nur im Film. Das passiert allerdings auch in so vielen Filmen, dass es vielleicht kein Wunder ist, dass ich so dachte.

In Filmen ist es oft so, dass es eine*n Protagonist*in gibt, die Dinge* in ihrer Vergangenheit erlebt hat, die si*er am liebsten vergessen würde oder vor denen si*er davon läuft. Der Plot entwickelt sich, di*er Protagonist*in macht ihren*seinen Weg und wird unterwegs immer glücklicher und zufriedener, doch die Vergangenheit wabert schon am Horizont herum, um alles zu zerstören. In irgendeinem ganz ungünstigen Moment schlägt die Vergangenheit dann zu und di*er Protagonist*in wird, wie mensch so schön sagt, von der Vergangenheit eingeholt.

In meiner Vergangenheit gibt es zwar viele unschöne Dinge, aber ich dachte nicht, dass mir so etwas mal passieren würde. Das passiert ja tatsächlich nur im Film. Oder anderen Leuten. Mir nicht. (Ja ja, epic fail dieser Gedanke, ich weiß.) Ich ging also vollkommen unbedarft mit meiner Freundin B. ins Kino, um den zweiten Teil von Mockingjay zu sehen. Ich kannte außer B. keine Person, aber sie hatte noch andere Freund*innen dabei, mit denen sie häufiger ins Kino zu gehen schien. Die Menschen waren nicht so schnell darin, sich vorzustellen, und ich muss zugeben, dass ich mich auch nicht besonders angestrengt habe. Denn dann entdeckte ich T. Und dachte: „Oh je, das ist T. Nein, das kann gar nicht sein. Was sollte T. hier machen? Aber er hat sich in den letzten fünf (?) Jahren gar nicht verändert. Aber es ist total unlogisch, dass er jetzt hier vor Dir steht.“ So ging es ungefähr in meinem Kopf weiter, während ich versuchte, mit H. ein sinnvolles Gespräch über Alles steht Kopf zu führen.

Irgendwann setzten wir uns und T. saß in der Reihe direkt vor mir. Ich zögerte noch so ein bisschen rum, aber schlussendlich fragte ich ihn dann doch, ob er nicht T. sei und wir uns nicht vor fünf Jahren mal auf der anderen Seite Deutschlands kennen gelernt hätten. Er war genauso verwirrt und perplex wie ich. Aber ich hatte Recht. Und da war sie, meine Vergangenheit. Einfach so, aus dem Nichts, stand sie vor mir (in der Gestalt von T.) und ich hatte absolut nicht damit gerechnet und war in keinster Weise darauf vorbereitet.

Es war nicht so dramatisch wie in Filmen, denn es ist nichts an meinem heutigen Leben kaputt gegangen (zumindest war nicht die Begegnung mit T. Schuld daran), und es gibt nicht wirklich viel, was ich an diesem Teil meiner Vergangenheit noch bearbeiten müsste. Aber ins Denken hat es mich schon gebracht.

Warum?, fragt Ihr vielleicht. Tja. T. ist ein guter Freund von J., und ich habe T. auch über J. kennen gelernt. Ganz ehrlich habe ich T. nur einmal in meinem Leben getroffen und zwar vor fünf Jahren in einem Kino am anderen Ende von Deutschland und ich habe auch keine besondere Beziehung zu ihm aufgebaut. J. und ich hingegen waren sehr gut befreundet. Warum wir das nicht mehr sind, weiß ich nicht allzu genau, und die Geschichte drumherum und meine Gefühle dazu sind ausschweifend und kompliziert. Aber wir sind nicht mehr befreundet und J. hat mich damals* sehr tief verletzt. Ich komme über Freund*innenschaften, die mich so sehr verletzen, genauso schwer hinweg wie über Partner*innenschaften, deswegen war und ist es ein einschneidendes Erlebnis.

Die Begegnung mit T. hat mich kurz fragen lassen, ob ich nochmal mit J. Kontakt aufnehmen möchte. Mittlerweile kann ich diese Frage verneinen. Ich habe in den letzten Jahren (seit mehr als vier Jahren habe ich keinen Kontakt mehr zu J.) immer wieder darüber nachgedacht und bin immer wieder dazu zurück gekehrt. Aber wie sagt mensch so schön? Es gibt gute Gründe, warum Menschen aus dem eigenen Leben verschwinden (das ist heute noch genauso relevant wie damals, ha!) und es gibt auch gute Gründe, warum mensch diese Beziehungen nicht mehr aufleben lassen möchte/sollte. Deswegen kann ich dieses Erlebnis mit T. heute ganz gut einordnen. Es hat mich nochmal ans Nachdenken gebracht, aber ich habe jetzt auch das Gefühl, dass dieser Prozess mittlerweile abgeschlossen ist.

Und um den Bogen zu heute zu schlagen: Die Lektion, dass es gute Gründe gibt, warum Menschen gehen, ist immer noch relevant. Vielleicht versteht mensch es in dem Moment nicht, aber die Menschen, die gehen wollen, soll mensch ja bekanntlich ziehen lassen. Das ist schwierig und schmerzhaft, aber wenn sie zurückkommen wollen, dann werden sie es tun. Und wenn nicht, dann nicht. Dann kann ich auch das überleben.

60 Days of Music Meme – Day XL

A song that calms you down

Auch bei dieser Kategorie habe ich nicht lange nachgedacht. Dieser song ist so schön und so wahr und so <3, dass es mich immer wieder beruhigt.

Clueso – Barfuß

Hier und da komm ich auf die Idee
Ein andern Weg zu gehen
Mal verspielt und mal gefasst
Manchmal macht mir der Nase nach
Einfach das unbeholfne Spaß
Beweg mich gerne mal im Kreis
Doch jeder noch so kleine Teich,
sollte verbunden sein zum Meer
Immer wenn ich was neues ausprobier
Lauf ich wie Barfuß über Glas

Doch ich fühl mich federleicht
Weil es sich fast immer lohnt
Und so erscheint das nichts so bleibt, wie es ist
Fast schon, wie gewohnt

Wenn mich das Neue dann berührt
Tanz ich zuerst für mich allein
Dann mach ich all die ander’n wach
Doch immer wenn was neu beginnt
Sagt auch etwas in mir das wars

Doch ich fühl mich federleicht
Weil es sich fast immer lohnt
Und so erscheint das nichts so bleibt wies ist
fast schon wie gewohnt

60 Days of Music Meme – Day XXXIX

A song you wish you could travel back in time and see performed live

Das ist auch einfach. Denn da gibt es diese Band und diesen Song. <3

Queen – Love of my Life

Love of my life, you’ve hurt me
You’ve broken my heart
And now you leave me
Love of my life, can’t you see?

Bring it back, bring it back
Don’t take it away from me
Because you don’t know
What it means to me

Love of my life, don’t leave me
You’ve taken my love
And now desert me
Love of my life, can’t you see?

Bring it back, bring it back
Don’t take it away from me
Because you don’t know
What it means to me

You will remember
When this is blown over
And everything’s all by the way
When I grow older
I will be there at your side
To remind you how I still love you
I still love you

Hurry back, hurry back
Please, bring it back home to me
Because you don’t know
What it means to me
Love of my life
Love of my life
Yeah

60 Days of Music Meme – Day XXXVIII

A song that makes you feel empowered

Da gibt es ein Lied, das sich wunderbarerweise eignet und zu der Kategorie passt, aber es ist online nicht zu finden. Wer sein*ihr Glück versuchen will, möge einfach mal Presslufthanna – Schlusstrich googeln. Ich habe mein Glück jetzt lange genug probiert und weder die Lyrics noch ein Video gefunden, aber das gute Stück findet sich auf dem Purple Velvet Souvenir Sampler von Springstoff.

60 Days of Music Meme – Day XXXVII

A song that makes you want to dance

Da gibt es eigentlich nur ein Lied, was schön und traurig zugleich ist und zudem mensch gerne tanzen möchte.

Farin Urlaub – Abschiedslied

Gestern Nacht lag ich noch lange wach,
hab darüber nachgedacht,
warum man das, was man am liebsten tut
so selten einfach macht.

Ich wollte immer weg von hier,
obwohl ich dich so mag.
Ich träume von der weiten Welt
so ziemlich jeden Tag.

Ich hatte immer Angst davor
Mir selber zu gestehn,
dass es nur eine Lösung gibt:
Ich muss jetzt endlich geh’n.

Ich weiß nicht, was ich will
ich weiß auch nicht, wohin.
Ich bin mir nicht mal sicher,
ob ich Morgen noch hier bin.

Ich weiß nicht, wieviel Zeit ich hab
egal, was auch geschieht:
Ich werde an dich denken.
Dies ist mein Abschiedslied.

Ich hab mich schon so oft gefragt,
wohin mein Weg wohl führt.
Jede Stunde, jeder Tag
hat meine Ungeduld geschürt.

Falls wir uns nicht mehr wieder seh’n,
wünsch‘ ich dir viel Glück.
Vielleicht komm ich ja irgendwann
sogar hierher zurück.

Ich weiß nicht, was ich will
ich weiß auch nicht, wohin.
Ich bin mir nicht mal sicher,
ob ich Morgen noch hier bin.

Ich weiß nicht, wieviel Zeit ich hab
egal, was auch geschieht
ich werde an dich denken.
Dies ist mein Abschiedslied.

Ich weiß jetzt, was ich will.
Ich geh jetzt endlich los.
Mein Weg wird ziemlich weit sein,
denn die Welt ist ziemlich groß.

Ich weiß, dass ich dich liebe,
egal was auch geschieht:
Ich werd‘ dich nie vergessen.
Dies ist mein Abschiedslied.

Dies ist mein Abschiedslied.
Dies ist mein Abschiedslied.
Dies ist mein Abschiedslied.