To resist is to lay one’s life on the line so that the other may learn something (1)

Es ist mal wieder Freitag und ich sitze im Zug. Ich komme gerade von einer wissenschaftlichen Konferenz über Widerstand und bin ziemlich geflasht von den Eindrücken und Gedanken. Selbst wenn die Vorträge nicht gut waren, haben die meisten der Vortragenden doch kluge Dinge gesagt, die mensch sich merken bzw. weiterdenken konnte. Ich bin auch immer noch ziemlich beeindruckt von der Eröffnungsrede von Spivak, von der ich leider nur ca. 70% verstanden habe. Aber es war mir eine ziemlich große Ehre, sie mal live zu sehen. Sie hat eine unglaubliche Präsenz und einen sympathischen Humor.

Während der Konferenz hab ich in der alten WG eines Kommilitonen übernachtet und mit besagtem Kommilitonen über Beziehungskonzepte gesprochen. Das war ein sehr gutes Gespräch, denn ich finds immer spannend, wenn ich mit anderen Menschen über meine Gedanken sprechen kann, und sie so auch nochmal aus einer neuen Perspektive betrachten. Ich glaube, meine idealen Beziehungsvorstellungen sind nach wie vor radikal für viele Menschen, inklusive D., weswegen ich momentan auch eine exklusive Partnerschaft führe.

Abgesehen von der Konferenz war die Woche mal wieder vollgestopft. So voll, dass ich diesmal nicht mal dazu gekommen bin, irgendwelche Nachrichten zu lesen. Ich hab also gerade überhaupt keine Ahnung, was in der Welt passiert. Dafür habe ich am Dienstag einen Vortrag zu illegalisierter Migration aus Mexiko in die USA gehört und am Mittwoch mit einer Kommilitonin ein narratives Interview geführt. Das natürlich nicht zum Spaß, sondern im Rahmen eines Seminars zu Biographieforschung. Bevor wir in Teams ernsthafte Interviews führen, sollten wir innerhalb unseres Teams aneinander üben. Das war eine ziemlich gute Idee, da ich zunächst zu der Erkenntnis gekommen bin, dass mensch seine Biographie sehr gut beeinflussen und zu einer gewissen Form von Selbstdarstellung nutzen kann.

Da ich im Zug sitze und von der Konferenz ziemlich müde bin (und außerdem gleich noch in die Sauna möchte), mache ich jetzt schon nach so kurzer Zeit Schluss. Am Handy schreiben macht tatsächlich nur bedingt Spaß.

(1) Spivak, Gayatri C. (2014): Resistance. Subjects, Representations, Contexts. Oldenburg.

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