Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Freund*innenschaft

Die letzten zwei bis vier Wochen (ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr genau, haha) habe ich damit zugebracht, One Piece zu lesen. One Piece ist ein Manga, der vor über zwanzig Jahren begonnen wurde und immer noch nicht fertig ist. Mittlerweile gibt es auf Englisch 946 Kapitel. Ich habe früher (damals, als ich noch jung war und bei meinen Eltern lebte) immer mal wieder den Anime im Fernsehen gesehen (damals, als Animes auf RTLII liefen! Ist das heute immer noch so, oder nicht mehr? Wer weiß, ich hab schließlich keinen Fernseher). Jetzt, beim Lesen, habe ich festgestellt, dass ich offenbar auch mal angefangen habe, den Manga zu lesen und dann irgendwo zwischen durch aufgehört habe. Vermutlich weil ich den einen Charakter nicht mochte, haha. Nun ja. Jetzt habe ich wieder angefangen und durchgehalten bis zum jetzigen Stand des Mangas. Und während des Lesens habe ich viel darüber nachgedacht, was das eigentlich für eine Geschichte ist, und warum ich dieses Mal weiter gelesen habe. Es folgen also nun potentiell Spoiler.

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März Recap

It’s been hard, people. Hard and exhausting. Also, change hurts.

Ansonsten habe ich erstaunlich viel konsumiert. Das liegt vermutlich daran, dass ich mehr Zeit für mich hatte. Auch wenn es sich nicht ganz so anfühlt. Ich vermute irgendwie, dass es noch mehr Zeit für mich braucht, bis irgendeine Reserve (die es bestimmt gibt) wieder aufgefüllt ist.

Erstmal habe ich A Conjuring of Light gelesen, den dritten Teil der Trilogie vom letzten Monat. Insgesamt fand ich die Trilogie spannend und gut zu lesen. Ich bleibe allerdings bei meiner Kritik vom letzten Monat und füge hinzu: Wieso ist es eigentlich so, dass Trilogien oder Fanatsybücher immer in einem Zeitraum von Wochen stattfinden? Und dann ist es plötzlich vorbei. Warum gibt es selten Pausen? (A Song of Ice and Fire ausgenommen. Das hat längere Zeiträume. Viel längere.)

Dann habe ich, auf Anraten meiner Schwester, Mistborn gelesen. Ich muss gestehen, dass ich schon lange nicht mehr so viel geweint habe bei einem Buch (oder auch sonst, abgesehen von der Folge Grey’s Anatomy heute). Ich habe richtig geschluchzt! Ein richtig gutes Buch. Und tatsächlich: hier wird schnell erklärt, und dann weiter erklärt, während die Geschichte sich bewegt. Keine 100 Seiten NICHTS, bis die Geschichte los geht. Ha! Ich habe auch gleich den zweiten Band, The Well of Ascension, gelesen und bin weiterhin begeistert. Gerade lese ich den dritten Band, mehr dazu dann wohl Ende des Monats. Das einzige, was mich stört, ist die totale Heteronormativität. Zunächst hat jede*r in diesem Buch eine*n love interest. J E D E * R. Und immer vom anderen Geschlecht. Am Anfang war das noch nicht so offensichtlich, aber je mehr Charaktere wir besser kennenlernen, desto offensichtlicher, und nervtötender, wird es. Abgesehen davon: sehr gut geschrieben, tolle Charaktere, mit denen ich mich identifizieren kann, viel Magie und sehr viele Sachen zum Mitfiebern. Wir lösen das Rätsel quasi mit Vin zusammen, zumindest hoffe ich das.

Weil ich so krank war, habe ich auch einiges geguckt. Und zwar in meiner Krankheit drei Shows: Die dritte Staffel von One Day At A Time (was jetzt abgesetzt wird, traurigerweise) und mich weiterhin sehr gut unterhalten hat, während sie, wie gewohnt, schwierige Themen ansprechen. Dann Russian Doll, was ich wirklich sehr ans Herz legen möchte. Nachdem in den ersten beiden Folgen vor allem das Problem dargelegt wurde, dachte ich: Okay, und jetzt? Und dann ging’s richtig los. Sehr schön erzählt, mit tollen Momenten und einer richtig überzeugenden Lösung des Problems. Dann habe ich Northern Rescue geguckt. Da weiß ich nicht so richtig, was ich davon halte. Vor allem hat es mich interessiert, weil es um Trauer geht. Ich finde, da wird auch gezeigt, wie unterschiedlich Menschen damit umgehen. Dann doch irgendwie zu viel fabriziertes Drama. Abgesehen davon gucke ich ja wie immer Grey’s Anatomy, was ich einfach immer noch gut finde. Die neueste Folge behandelt einen Vergewaltigungsfall und ich habe die ganze Folge lang leise vor mich hingeweint. Toll gespielt, geschrieben. Alles. Und ich mag, dass sie die Show nutzen, um gesellschaftliche Dinge anzusprechen. Im Moment läuft auch die zweite Folge Star Trek Discovery. Ich mochte die Serie ja schon im letzten Jahr. Jetzt mag ich sie irgendwie noch mehr, was auch wieder an den Charakteren und den wundervollen Beziehungen liegt. Ich habe mich ein bisschen in Spock verliebt, und in Michaels Beziehung zu Spock. <3 Was auch dazu geführt hat, dass ich angefangen habe Star Trek The Original Series zu gucken. Mehr Spock. Ich verstehe den Hype, so langsam. (Aufgewachsen bin ich ja nur mit The Next Generation und Voyager, also gibt es da noch was nachzuholen.)

Ich habe sogar ein paar Filme gesehen. In der Sneak lief Sister’s Brothers, den ich und Begleitung unglaublich langweilig fanden. Vielleicht halten wir auch beide nichts von Western. Wer weiß. Als ich krank war, habe ich dann mit einer Freundin Cinderella geguckt. Die Live-Action-Verfilmung von Disney. Wir wussten nicht, dass es die gibt! Cinderella ist auf jeden Fall ziemlich… anziehend, irgendwie. Wir haben festgestellt, dass wir vor dem Film saßen und mit großen Augen mitgefiebert haben, WÄHREND wir den ganzen Plot ziemlich banane und daneben fanden. Ein weiterer Beweis, wie sehr wir in diese Geschichten sozialisiert sind. Da ich krank war (kommt mir vor wie eine gute Ausrede) und außerdem im Cinderella-Fieber (vielleicht die ehrlichere Aussage), habe ich dann auf den Tipp der Freundin hin noch The Story Teller’s Sapsorrow geguckt, was eine Mischung aus zwei Märchen ist, eins davon Cinderella. Eher abschreckend. Und dann, weil es mein Liebling in dieser Hinsicht ist, habe ich noch Ever After geguckt. Das ist der Cinderella-Film mit Drew Barrymore. Der beste. Total subjektiv und so.

Außerdem war ich im Theater. Da habe ich Rosa und Karl geguckt. Ein Stück über Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, nach einem Roman von Alfred Döblin. Das Ganze war ziemlich religiös angehaucht, was etwas befremdlich war. (Was würde Rosa denken?) Es war auf jeden Fall hilfreich, dass wir uns die Einführung angehört haben, deswegen waren wir nicht so unvorbereitet. Abgesehen davon waren die Schauspieler*innen ziemlich gut, das Bühnenbild schön und das Stück hat viele Fragen gestellt (viele Fragen, keine Antworten).

Auf in einen neuen Monat, also.

Linkschau #40

Wow, 40 Stück schon. So lange mache das ich das jetzt. Gerade höre ich dieses Lied in Dauerschleife und bin, mal wieder, krank. In den letzten fünf Monaten war ich ungefähr so oft krank wie in den letzten fünf Jahren davor. Nicht gut. Ich vermute, das liegt am Stress. Dem kann eine ja alles zuschreiben. Ich sitze derweil auf dem Sofa und versuche, mein Gehirn zu motivieren. Da passiert allerdings heute nicht so viel. Liegt vermutlich daran, dass die Luftzufuhr gestört ist.

Anbieten kann ich diesen Comic von Robot Hugs über seltsame Fragen. [Englisch]

DasNuf schreibt übers Eltern-Sein und wie sich das geändert hat und dass die Pubertät vielleicht doch gar nicht so anstrengend ist als Eltern.

Narges Nassimi und Chandrika Yogarajah schreiben im LowerclassMag über den diesjährigen Frauenkampftag und was dabei rausgekommen ist.

Laura schreibt bei femgeeks über das Männerproblem der Informatik.

Und Kashmir Hill schreibt darüber, wie sie versucht hat, Apple, Facebook, Google, Microsoft und Amazon aus dem Weg zu gehen. [Englisch]

Außerdem ist mit Star Trek Discovery noch mehr ans Herz gewachsen. Ich weiß gar nicht so genau, warum. Vielleicht habe ich es bis Ende des Monats herausgefunden, dann kann ich darüber schreiben. Vielleicht liegt es Spock und Michael. Es liegt bestimmt an Spock und Michael.

Jetzt esse ich mal was und dann liege ich weiter auf dem Sofa, bis ich im Bett liege. Ha!

Februar Recap

Dieser Monat war aufregend und komisch und schnell vorbei. Ich war erstaunlich oft krank. Das gefällt mir nicht. Außerdem war ich in Belgien. Das war schön. Hat Spaß gemacht. Ich habe viel Pommes gegessen und eine Waffel (immerhin!) und keine Schokolade, dafür richtig fancy Teilchen, bei denen ich wirklich nicht weiß, wie ich sie nennen soll. Außerdem hatte ich Besuch, das war auch schön. Wir sind viel gelaufen und haben viel geredet und das war sehr prächtig.

Diesen Monat habe ich zwei Filme gesehen. Einmal American Ultra, den ich sehr seltsam fand, und irgendwie witzig. In seiner Übertreibung witzig. War mit Kristen Stewart, die mag ich ja irgendwie. Und dann habe ich noch Mulan gesehen. Daran gibt es nichts auszusetzen. Das ist einer der besten Filme, immer.

Ich habe erstaunlich viele Serien geguckt diesen Monat. Lag vermutlich am krank sein. Ich war außerdem so angestrengt, dass die Serien ein bisschen den edge weggenommen haben. Nun ja. (Alles möglicherweise mit Spoilern.) Star Trek Discovery läuft gerade. Das mag ich ja bekanntlich irgendwie. Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass die Klingonen so sang- und klanglos verschwunden sind. Hab ich nicht verstanden. Ansonsten rettet Michael den Tag, wie immer. Bei Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events habe ich ein oder zwei Folgen gesehen. Das Lesen der Bücher hat mir mehr Spaß gemacht, auch wenn die Serie nicht schlecht ist. Sie packt mich nicht so. Mh. Natürlich darf auch Grey’s Anatomy nicht fehlen. Da bin ich jetzt auch unzufrieden, weil ich nicht gut finde, mit dem Meredith jetzt zusammen ist. Möp. Ansonsten bekannterweise gut. Dann gucke ich manchmal, wenn ich nicht weiß, was ich gucken soll, und ich lachen möchte, Friends. Davon aber diesen Monat nicht so viel, denn die dritte Staffel von One Day At A Time wurde ausgestrahlt. Und immer wieder bin ich überrascht und fasziniert, wie sie schwierige Themen leicht und mit Witz behandeln. Großes Kino. Irgendwo habe ich gelesen, das Finale sieht sich wie ein Serienfinale und ich stimme dem zu. Hoffe aber auf mehr. Dann musste ich mich entscheiden, was ich gucke, und ich habe mich für Sex Education entschieden. Grandios. Ja, sehr schön. Wirklich. Ich habe nicht sehr lange dafür gebraucht und ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht und manchmal mochte ich die Charaktere nicht, und das mag ich ja sehr gerne, wenn das passiert. Dann fühlen sie sich echter an. Ja. Empfehlenswert. Jetzt habe ich die erste Folge Russian Doll angefangen. Ich bin intrigued. Mehr kann ich noch nicht sagen.

Zwei Bücher habe ich „nur“ gelesen. A Darker Shade of Magic und A Gathering of Shadows von V. E. Schwab. Die ersten beiden Bände einer Trilogie. Den dritten Band lese ich gerade. Mag ich. Liest sich gut. Das StoryTelling ist langsam, was ich gar nicht schlimm finde. Es hat allerdings schon über 100 Seiten des ersten Bandes gedauert, bis eine da angekommen ist, was der Klappentext schon verraten hat. Sehr langsam. Der zweite Band war so ein Zwischenband, den ich dafür ziemlich gerne mochte. Vielleicht war es das langsame StoryTelling. Wie dem auch sei. Jetzt geht’s gerade richtig ab und ich bin gespannt, wie es endet. Oh, und mein einziger Kritikpunkt ist eigentlich Lila. Ich liebe Lila, wirklich, sie ist toll. Persönlich bin ich es so müde, von weiblichen Heldinnen zu lesen, die lieber Männer wären. Gähn gähn langweilig langweilig.

Warum ist eigentlich schon fast März? Wie ist das passiert?

Linkschau #39

Spät dran, ich weiß. Who cares. Seit Montag war die Woche ein Chaos, und ich auch. Montag erstaunlicherweise so krank, dass ich um 18 Uhr ins Bett gegangen bin. Dafür dann um 2 Uhr morgens wach, nachtgearbeitet, und abends auf ein Konzert. Und aus unerfindlichen Gründen (haha) war der Rest der Woche dann unendlich anstrengend. Heute ist es besser. Heute ist Alleine-Tag und es macht mich so glücklich. Nur ich. Alleine. In meiner Wohnung. Und in der Sonne eben schon und dann später. Wie schön. Nun aber genug von mir und mehr zu dem, was ich empfehlen kann.

Lex Croucher spricht über ihr Burnout und ich fühle mit ihr. Vieles davon kenne ich von mir, oder von Freund*innen. Und viel mehr gibt es dann auch nicht zu sagen, außer, dass wir aufhören müssen zu müssen. [Englisch, Video]

DasNuf schreibt darüber, wie wir unsere To-Do-Listen verkleinern können: nämlich, in dem wir auf Aufgaben verzichten. Und die Frage nach dem Warum scheint mir doch sehr hilfreich, denn meine Vermutung wäre, dass die Antwort häufiger als gedacht „weil man das so macht“ ist, und das ist ja im Grunde ziemlich unbefriedigend.

In an.schläge schreibt Bärbel Danneberg übers älter werden, Autonomie und Solidarität, und irgendwie auch die große Frage, wie wir miteinander leben wollen.

DJ Ferguson schreibt in Racebaitr über die Frage, ob es wirklich Gleichheit ist, die wir wollen und erklärt, warum sie das nicht möchte. [Englisch]

Im Internet geht es im Moment viel ums Aufräumen und um Marie Kondo. Ich frage mich, ob das an ihrer Netflixshow liegt? Keine Ahnung. Den Hype um sie gibt es schon länger und ich habe ein paar Artikel dazu gelesen. Unter anderem einen Artikel von Joshua Becker, indem er sich fragt, ob ihre Frage („Does it spark joy?“) die richtige Frage ist, um auszumisten. [Englisch]

Das war’s auch schon. Wie schön. Klein und fein.