Linkschau #30

Woohoo, dreißig! Was für eine schöne Zahl! Dafür gibt es leider nicht so viel Inhalt, denn irgendwie habe ich nicht so viel konsumiert. Also, doch, ich habe schon alle Artikel gelesen, die mich interessiert haben. Und davon waren dann vermutlich nicht alle weiterempfehlungswert. Nun ja.

Bei den Femgeeks rezensiert Melanie das Buch Technically Wrong von Dara Wachter-Boettcher. Es geht um Technik und Sexismus.

Im Calvert Journal gibt eine Fotostrecke von Gus Palmer zu Nagorno-Karabach. [Beschreibungen auf Englisch.]

DasNuf schreibt über Körpernormen und Body-Egalness.

Bei RaceBaitr schreibt Hess Stinson darüber, wie soziale Erwünschtheit und Schönheitsnormen auch unsere Freund*innenschaften beeinflussen. [Englisch]

Hannah schreibt über „psychisch krank“, den Vorfall in Münster, und wie sie sich damit fühlt.

Und in der Zeit hat Vanessa Vu schon letzten Jahr über ihr Aufwachsen im Asylsystem geschrieben. Immer noch lesenswert.

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March Recap

Es war ein turbulenter Monatsabschluss und ich war vollkommen beschäftigt, mit all den Menschen in meinem Haus und mit den Dingen, die in meinem Kopf abgingen. Hier deswegen ein wenig ausführlicher Monatsrückblick.

Ganz am Anfang des Monats habe ich Black Panther im Kino gesehen, auf vielfache Empfehlung. Leider gab es nur noch die deutsche Version und nicht mehr die englische. Ich fand den Film ziemlich grandios, und habe den Eindruck, dass es ein Film ist, der auch Menschen gefallen kann, die keine Superheld*innenfilme mögen. Ich kann nur jedem*r empfehlen, den Film zu sehen.

Außerdem war ich zu Besuch bei einer Freundin, die drei kleine Kinder hat. Mit denen habe ich ganz oder teilweise Mulan, Le Livre de la Jungle, Coco und Vaiana: La Légende du bout du monde geschaut. (Alles auf Französisch. Das war sehr gut für meine Französischkenntnisse.) Die ersten beiden kannte ich schon (Mulan ist ja einer meiner Lieblingsfilme). Coco habe ich zum ersten Mal gesehen und fand ich wirklich sehr schön. Es ging um Familie und Musik und es hat mich zum Weinen gebracht. Vaiana hab ich auch zum ersten Mal gesehen, der hat mich auch zum Weinen gebracht und ich fand ihn auch sehr schön. Ich wiederhole mich.

An Serien habe ich, wie immer im Moment, Friends geguckt. Ich bin mittlerweile in der achten Staffel und die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich mag die Entwicklung, die sie teilweise durchgemacht haben und ich bin gespannt, wie es weitergeht. Ich bin jetzt allerdings bei den Folgen angelangt, wo ich einige aus meiner Jugendzeit kenne. Von Grey’s Anatomy habe ich vielleicht eine der neuen Folgen gesehen, dann gab es ein Problem. Black Lightning habe ich auch weiter geschaut, allerdings nur eine oder zwei folgen. NCIS habe ich früher sehr viel gesehen, und schaue ich jetzt eigentlich nicht mehr. Ich habe dann aber drei Folgen oder so auf Französisch gesehen, an denen ich gut gemerkt habe, wie mein Französisch sich innerhalb einer Woche verbessert hat. Außerdem habe ich angefangen, Marseille zu gucken, damit mein Französisch nicht schlechter wird. Ich hab erst eine Folge gesehen, so viel kann ich also nicht dazu sagen. Dann habe ich noch zwei Dokus gesehen: 7 Tage in einer Studentenverbindung (was ziemlich erschreckend war) und eine Folge von Blue Planet (was sehr spannend war).

Gelesen habe ich von Auguste Moses-Nussbaum Reise mit zwei Koffern. Eine autobiographische Geschichte über ein jüdisches Mädchen, das den Holocaust in Holland überlebt hat und in späteren Jahren die Bilder ihres Cousins Felix Nussbaum nach Deutschland geschmuggelt hat, um sie hier ausstellen lassen zu können. Das Buch hat mich sehr berührt, ich habe viel geweint, und immer wieder gedacht, wie schrecklich gewaltvoll Menschen zueinander sind.

Außerdem habe ich von Arlie Russell Hochschild The Outsourced Self gelesen. Da ging es darum, wie Menschen vermehrt sehr persönliche Sachen auslagern und von Menschen erledigen lassen, die sie dafür bezahlen. Das ging von Dating-Guru über Pflege bis zu Leihmutterschaft und war eine sehr spannende Perspektive auf das Leben, das wir führen. Es war stark zugeschnitten auf die USA, sodass manches hier in Deutschland einfach (noch) nicht gemacht wird oder zutrifft. Das könnte auch eine Frage der Zeit sein,

Und ich habe Middlesex von Jeffrey Eugenides gelesen. Das war ein Buch, bei dem ich dachte, dass ich es teilweise furchtbar fand und dass das an der Übersetzung liegt. Das weiß ich jetzt natürlich nicht, weil ich das Original nicht gelesen habe. Die deutsche Sprache ist jedoch gegenderter als die englische und ich vermute, dass das Buch im Englischen nochmal anders wirkt. In der Übersetzung haben mich ein paar Formulierungen gestört, und ich dachte öfter, dass die Übersetzung dem Sinn des Buches zuwiderläuft. Die Geschichte fand ich dann sehr berührend, und das Buch hat sehr stark aufgezeigt, wie stark geschlechtlich unsere Welt eigentlich ist und wie gewaltvoll das auch ist. Und es hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich die Übersetzung manchmal schlimm fand. Und ich mir vorgenommen habe, nochmal in das Original zu gucken. Vielleicht muss ich mein Urteil dann doch revidieren.

Zu guter Letzt habe ich noch Zelda: Breath of the Wild gespielt. Ich bin ein großer Fan von Zelda, ich habe das früher auf meinem Nintendo 64 gespielt und ich habe diesen Monat gemerkt, dass ich auch sehr gerne Videospiele spiele. Das neue Spiel ist für die Switch, und die ist relativ teuer, und ich sehe es gerade noch nicht ein, mir diese Konsole nur für das eine Spiel zu kaufen. Es lohnt sich vermutlich aber, denn das Spiel ist ziemlich schön und es hat mir sehr viel Spaß gemacht und es hat ein hohes Suchtpotential.

Das war mein Monat in Medien und damit schließe ich.

Linkschau #29

Immer noch habe ich viele Ideen, angefangen sie aufzuschreiben, und doch keine Zeit, mich darum zu kümmern. Ab April wird alles besser.

In der taz schreibt Sibel Schick, dass es nicht grundsätzlich unemanzipatorisch ist, den Namen des Partners bei der Ehe anzunehmen.

Robot von RobotHugs hat einen Comic zu Be_hinderung und Barrierefreiheit gemacht, in dem es darum geht, dass Menschen als nicht be_hindert genug wahrgenommen und ihnen ihre Hilfsmittel o.ä. abgesprochen werden. [Englisch]

Bei Feminismus im Pott gibt es ein Interview mit Laura Gehlhaar zu Inklusion.

Anne schreibt bei kleiner drei zu möglichen Strategien gegen Rechts und Rechtspopulismus, die effektiver sein und vor dem Aktivismus-Burn-Out bewahren sollen.

i,Slam haben ein Video gemacht, dass Rassismus einfach erklärt und mit Beispielen versieht. [Video]

Patricia von dasNuf schreibt über ihre Ferien- und Nebenjobs und philosophiert darüber, ob und was ihr das Arbeiten gebracht hat.

Umstandslos verändert sich und wie sie sich gerade fühlen (wütend, müde, solidarisch) schreiben sie als Abschluss vor dem Neuen.

Megan spricht darüber, wie wir mit der Trauer von nahen Menschen umgehen können. [Video, Englisch] Und weil mich das Thema gerade hat, kann ich auch noch den Podcast endlich. empfehlen, von dem ich erst die erste Folge gehört habe, die ich sehr gut fand.

Bei kleinerdrei schreibt Alena was zu Heimat. Von Sehnsucht, Solidarität und dem Heimatministerium.

Vina Yun schreibt im Missy Magazine, wie sie sich entschieden hat, ein Familienmitglied zu pflegen, wie sich das auf ihre persönlichen Beziehungen ausgewirkt hat.

Shawn Taylor schreibt über Black Panther, warum der Film eine neue Fankultur produziert hat und wieso er so wichtig ist für Schwarze Kunst und Kultur. [Englisch]

Alice schreibt bei kleinerdrei über Rassismus und Debatten über Rassismus.

Ihr merkt schon, das Thema Tod und Trauer sind sehr präsent. Hier also nochmal Megan zum Thema Friedhöfe in der Zukunft und bereits bestehenden alternativen Projekten zu Friedhöfen und Bestattungen.

Clara Rosa von Class Matters schreibt über Klasse und Gesundheit oder warum Armut krank macht.

Tiffany Martínez berichtet, was ihr in der Akademia alles an Vorurteilen entgegen geschlagen ist und wieso sie sich mehr anstrengen muss als weiße Menschen.

Bei biber schreibt Dudu Kücükgöl über Feminismus und Islam und warum sie sich nicht dazu berufen fühlt, immer wieder ihre Solidarität mit den Frauen im Iran zu bekunden oder andersherum: dass sie sich fragt, warum sich kopftuchtragenden Musliminnen gegenüber nicht solidarisch verhalten wird.

Außerdem gucke ich ja manchmal Kids Hiho (jajaja) und da haben die Kinder dem Illustratoren in einer der letzten Folgen beschrieben, was für sie Feminismus ist. [Video, Englisch]

arte sendet eine Doku über Sookee, die noch online gesehen werden kann und in der sie u.a. über Depressionen und psychische Gesundheit redet. Sehr persönlich und direkt. [Video]

Dann erklärt Anna Akana, wie wir unsere Freundinnen effektiv darauf hinweisen können, wenn sie scheiße zu sich selbst sind. [Video, Englisch]

Meine Erklärungen waren dieses Mal glaube ich nicht so gut. Verzeiht es mir, ich bin sehr müde.

Februar Recap

Während alles in endloser Kälte erstarrt (so kalt war es nicht mehr, seit ich in Litauen gelebt habe), schaue ich Friends. Jawohl. Deswegen habe ich diesen Monat auch nicht so viel gelesen. Ein bisschen allerdings denn schon:

Ich habe drei Bücher von Philip Pullman gelesen: Das magische Messer, Das Bernstein-Teleskop und La Belle Sauvage. Die ersten beiden sind die Folgebände der Trilogie His Dark Materials, von der ich das erste Buch (Der goldene Kompass) schon im Januar gelesen habe. Ich habe diese Bücher schon als Kind geliebt und liebe sie nach wie vor. Dieses Mal erschienen mir alle Bücher gleich gut, wenn gleich alle drei eine andere Atmosphäre kreieren. Ich habe den Eindruck, dass ich noch mehr und tiefer verstanden habe, was Pullman in den Büchern sagen möchte. Und ganz abgesehen davon liebe ich die Charaktere und die Storyline sehr. Das Buch legt einen so starken Schwerpunkt auf Freund*innenschaften und selbstgewählte Familie, was mir sehr gut gefällt.Und ich muss auch noch sagen, dass mir sehr gut gefällt, wie die Daemonen ihre endgültige Gestalt annehmen. Das ist ein so intimer und schöner Prozess, dass es mich dieses Mal wirklich gerührt hat.

La Belle Sauvage ist der erste Teil einer neuen Trilogie, die The Book of Dust heißt. Die Trilogie spielt in der gleichen Welt, wie His Dark Materials und es tauchen auch einige der gleichen Charaktere wieder auf. Das war der Punkt, der mich sofort ins Buch geholt hat, weil viele der Nebencharaktere schon bekannt waren, und es eine andere Perspektive auf sie gab. Das war auf jeden Fall der Nostalgiepunkt. Auch die neuen Charaktere sind allerdings Sympathieträger*innen und die Story hat mich sofort mitgenommen. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht und freue mich darauf, eine andere Perspektive auf die Geschichte zu bekommen, die ich schon kenne.

Gesehen habe ich Harry Potter and the Prisoner of Azkaban. Der Film hat mir damals, als er rausgekommen ist, nicht so gut gefallen, weil v.a. Remus Lupin und Sirius Black nicht so waren, wie ich sie mior vorgestellt habe. Das ist immer noch so. Ich konnte dieses Mal allerdings wertschätzen, wie kunstvoll dieser Film in Szene gesetzt wurde. Es ist ein wirklich schöner Film, mit tollen Bildern und Symbolen. Das hat mir gut gefallen. Außerdem habe ich zum ersten Mal verstanden, dass Emma Thompson mitspielt und das hat es noch besser gemacht, denn ich mag Emma Thompson sehr gerne.

In der Sneak lief dann The Post, den ich auch sehr mochte. Es war am Anfang sehr beklemmend zu sehen, wie sich Kay Graham (Meryl Streep, auch eine tolle Schauspielerin) in der Verlagswelt der Männer herumschlagen muss und wie wenig ihr zugetraut wird. Alles nichts Neues, sehr beklemmend gezeigt und gespielt.

Außerdem gab’s Grey’s Anatomy, was jetzt schon wieder auf einem Mini-Hiatus ist. Das nervt mich ein bisschen. Die letzten Folgen haben mir sehr gut gefallen. Ich werde dieser Serie einfach nicht müde.

Die erste Staffel von Star Trek: Discovery ist ebenfalls zu Ende gegangen. Das Ende kam sehr abrupt für mich. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich von der Serie halte. Schwer zu sagen. Viel Rassismus. Mal gucken, wie es weiter geht.

Dann habe ich weiter Friends geguckt. Ehrlich gesagt habe ich mich durch ungefähr vier Staffeln geguckt und bin jetzt in Staffel sechs angelangt. Ich bin ziemlich begeistert. Am liebsten mag ich Monica und Chandler (alleine und zusammen) sowie Phoebe (immer). Ich bin so aufgeregt, wie es weiter geht und freue mich sehr an dieser Serie. Mir ist klar, dass die Serie auch problematische Anteile hat, die ich registriere, die meine Freude allerdings nicht trüben können.

Zu guter Letzt habe ich noch Black Lightning angefangen zu gucken. Bisher gibt es fünf Folgen, und ich mag die Dynamik der Charaktere sehr bisher. Allerdings finde ich, dass es jetzt story-mäßig richtig losgeht, und jetzt ist die Serie in einer Pause. Meh. Ich möchte wissen, wie es weiter geht, und habe große Hoffnung auf die nächsten Folgen. Mal gucken, ob die Serie da auch mithalten kann.

Linkschau #28

Mir scheint, ich habe diesen Monat einiges gelesen. Und nicht alles teile ich hier. Ich kann es nicht so gut erklären. Es gab Dinge, die ich gelesen habe, und die irgendwie für mich sind, und nicht für Euch. Ich versuche außerdem, mal verständlicher zu erklären, worum es in den Links eigentlich geht. Los geht’s.

Bei For Harriet geht es um Beziehungen (vorrangig Liebesbeziehungen) und darum, wie unsere Vorstellungen dieser Beziehungen von gesellschaftlichen Normen beeinflusst sind und wie dies dazu führt, dass wir alle anderen Beziehungen kleiner machen als sie sind, um Liebesbeziehungen auf ein Podest zu stellen. Ein Thema also, das mir sehr am Herzen liegt. [Video, Englisch]

Emma schreibt bei umstandlos darüber, wie für sie das erste Jahr widerständig leben mit Kind war. Sie hat vorher einen Artikel über widerständig schwanger sein geschrieben (der in dem Artikel auch verlinkt ist) und berichtet u.a. davon, wie enttäuscht sie teilweise von ihrem Umfeld war und wie allein gelassen sie sich gefühlt hat/fühlt.

Auf ihrem Blog schreibt Judith Holofernes, was sie aus und während ihrer Krankheit gelernt hat und plädiert für mehr Dankbarkeit im Leben. Und wie manche Dinge im Leben sehr schön sein können, auch wenn rundherum ziemlich viel scheiße ist. Und weil ich das auch kenne, kann ich ihren Artikel nur teilen.

In der taz fand sich eine Hommage an Rose Ausländer, geschrieben von Katja Nau. Rose Ausländer war eine jüdische Lyrikerin, diesehr viele bewegende Gedichte geschrieben hat. Wer sie nicht kennt, sollte auf jeden Fall hier etwas über sie nachlesen. Oder gerne auch sonst wo.

Tove Tovesson schreibt bei der Misyy über Gewalt gegen Frauen und damit zusammenhängend die Verstrickungen von Rassismus und Sexismus.

Maria Miguel hat einen Erfahrungsbericht darüber geschrieben, wie krank Arbeit im Kapitalismus macht. Sie erzählt aus Sicht einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin an einer Uni.

Im Guardian schreibt Rossalyn Warren über einen Mann, der seine Frau und Tochter umgebracht hat und wie seine beiden Söhne heute damit umgehen. Es geht viel darum, wie die Medien mit dem Fall umgegangen sind und wie die sexistische Kultur innerhalb der Gesellschaft den Mann entschuldigt haben, während die Schuld den beiden Frauen zugeschoben wurde. [Englisch]

Damit es nicht untergeht: An den Berliner Unis streiken die Hilfskräfte. Es gibt dazu noch mehr Material online, falls Ihr Euch dafür interessiert. Wichtig ist es allemal.

In der Jüdischen Allgemeinen schreibt dirk Löhr ein Portrait über Reinhard Schramm, der einmal im Monat ins Gefängnis geht und dort rechten Jugendlichen von seiner Lebensgeschichte erzählt.

Jäger & Sammler haben eine kurze Doku über Karneval und rassistische Karnevalskostüme gemacht. Erklärt ganz kurz die Hintergründe von Karneval und den Rassismus hinter den Kostümen. [Video]

Deniz Yücel sitzt heute seit einem Jahr im Gefängnis in der Türkei. In der Zeit hat er auch ein Buch herausgegeben und ein paar Texte aus dem gefängnis geschmuggelt. Wie es da so ist, kann in der taz nachgelesen werden.