Linkschau #28

Mir scheint, ich habe diesen Monat einiges gelesen. Und nicht alles teile ich hier. Ich kann es nicht so gut erklären. Es gab Dinge, die ich gelesen habe, und die irgendwie für mich sind, und nicht für Euch. Ich versuche außerdem, mal verständlicher zu erklären, worum es in den Links eigentlich geht. Los geht’s.

Bei For Harriet geht es um Beziehungen (vorrangig Liebesbeziehungen) und darum, wie unsere Vorstellungen dieser Beziehungen von gesellschaftlichen Normen beeinflusst sind und wie dies dazu führt, dass wir alle anderen Beziehungen kleiner machen als sie sind, um Liebesbeziehungen auf ein Podest zu stellen. Ein Thema also, das mir sehr am Herzen liegt. [Video, Englisch]

Emma schreibt bei umstandlos darüber, wie für sie das erste Jahr widerständig leben mit Kind war. Sie hat vorher einen Artikel über widerständig schwanger sein geschrieben (der in dem Artikel auch verlinkt ist) und berichtet u.a. davon, wie enttäuscht sie teilweise von ihrem Umfeld war und wie allein gelassen sie sich gefühlt hat/fühlt.

Auf ihrem Blog schreibt Judith Holofernes, was sie aus und während ihrer Krankheit gelernt hat und plädiert für mehr Dankbarkeit im Leben. Und wie manche Dinge im Leben sehr schön sein können, auch wenn rundherum ziemlich viel scheiße ist. Und weil ich das auch kenne, kann ich ihren Artikel nur teilen.

In der taz fand sich eine Hommage an Rose Ausländer, geschrieben von Katja Nau. Rose Ausländer war eine jüdische Lyrikerin, diesehr viele bewegende Gedichte geschrieben hat. Wer sie nicht kennt, sollte auf jeden Fall hier etwas über sie nachlesen. Oder gerne auch sonst wo.

Tove Tovesson schreibt bei der Misyy über Gewalt gegen Frauen und damit zusammenhängend die Verstrickungen von Rassismus und Sexismus.

Maria Miguel hat einen Erfahrungsbericht darüber geschrieben, wie krank Arbeit im Kapitalismus macht. Sie erzählt aus Sicht einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin an einer Uni.

Im Guardian schreibt Rossalyn Warren über einen Mann, der seine Frau und Tochter umgebracht hat und wie seine beiden Söhne heute damit umgehen. Es geht viel darum, wie die Medien mit dem Fall umgegangen sind und wie die sexistische Kultur innerhalb der Gesellschaft den Mann entschuldigt haben, während die Schuld den beiden Frauen zugeschoben wurde. [Englisch]

Damit es nicht untergeht: An den Berliner Unis streiken die Hilfskräfte. Es gibt dazu noch mehr Material online, falls Ihr Euch dafür interessiert. Wichtig ist es allemal.

In der Jüdischen Allgemeinen schreibt dirk Löhr ein Portrait über Reinhard Schramm, der einmal im Monat ins Gefängnis geht und dort rechten Jugendlichen von seiner Lebensgeschichte erzählt.

Jäger & Sammler haben eine kurze Doku über Karneval und rassistische Karnevalskostüme gemacht. Erklärt ganz kurz die Hintergründe von Karneval und den Rassismus hinter den Kostümen. [Video]

Deniz Yücel sitzt heute seit einem Jahr im Gefängnis in der Türkei. In der Zeit hat er auch ein Buch herausgegeben und ein paar Texte aus dem gefängnis geschmuggelt. Wie es da so ist, kann in der taz nachgelesen werden.

 

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Januar Recap

Diesen Monat hatte ich Konsum-Monat. Zumindest was den Medienkonsum angeht. Ich habe viel gelesen und viel gesehen. Und auch viel gehört, darüber will ich allerdings nicht reden.

Als ich noch unterwegs war, habe ich Gabriel García Márquez‘ Die Liebe in den Zeiten der Cholera gelesen. Das hat mir eine Freundin geschenkt, um dem einseitigen Diskurs über Liebe etwas entgegenzusetzen. Und das tut es tatsächlich. Für mich geht es darum, dass Liebe auch anders laufen kann als das uns aus Filmen bekannte Narrativ. Und es tut gut, diese Dinge zu lesen. Irgendwie tröstlich.

Auch noch unter wegs habe ich Der Sternwanderer von Neil Gaiman gelesen. Da kannte ich schon den Film, und den mag ich sehr gerne. Jetzt habe ich festgestellt, dass ich das Buch noch lieber mag, weil es viel weniger in einfachen Gut-und-Böse-Strukturen funktioniert als der Film.

Außerdem habe ich von Jhumpa Lahiri The Lowland gelesen. Auch eine Geschichte, in der es um Liebe geht, die nicht dem entspricht, was wir vielleicht erwarten. (Auch diese Geschichte setzt dem einseitigen Diskurs über Liebe etwas entgegen.) Die Charaktere sind sehr plastisch und lebensnah und die Entscheidungen, die sie treffen, manchmal zum Verzweifeln, und doch immer verständlich.

Der Essay Die Freiheit, frei zu sein von Hannah Arendt wurde jetzt zum ersten Mal auf Deutsch rausgegeben und stand an der Theke des Buchladens meiner Wahl. Fatal. Ich wollte eigentlich was Anderes kaufen – habe ich auch – und dann habe ich den kleinen Band auch gekauft und an einem Abend durchgelesen. Ich habe nicht alles verstanden und werde ihn dieses Jahr vermutlich auch nochmal lesen. Dann mehr dazu.

Gerade habe ich zum zweiten oder dritten Mal Der goldene Kompass von Philip Pullman gelesen. Ichweiß nicht so ganz genau, wann ich die Bücher das erste Mal gelesen habe, aber ziemlich schnell nach dem Veröffentlichen, würde ich vermuten. Jetzt hat Pullman ein neues Buch geschrieben, das in der gleichen Welt spielt (und das habe ich mit dem Essay gekauft oder umgekehrt) und das habe ich zum Anlass genommen, die Trilogie nochmal zu lesen. Ich mag die Bücher nach wie vor. Ich sehe mittlerweile teilweise rassistsche und sexistische Züge. Ich kann die Fragen, die das Buch stellt trotzdem wertschätzen und ich würde es nach wie vor jeder*m empfehlen.

Gesehen habe ich auch einige Dinge. Als ich noch weg war habe ich She’s gotta have it gesehen, eine 10-teilige Serie von Spike Lee, in der es um eine polyamouröse, Schwarze Künstlerin in Brooklyn geht. Ich mochte die Serie gerne, Nola Darling, die Hauptfigur ist mir ans Herz gewachsen. Aus meiner Sicht geht es momentan noch mehr um Polygamität als Polyamorie, vielleicht ist das auch fließend? Auf jeden Fall auch etwas Anderes als der ewige heteronormative Mainstream. (Mir tun diese Dinge gerade gut. Daher häufen sie sich.)

Mit Mister S. habe ich außerdem einige Folgen von Friends geguckt, was nun dazu geführt hat, dass ich mal bei Staffel 1 angefangen habe. Ich habe auch früher immer nur sporadisch Folgen von Friends gesehen. Wofür gibt es Netflix, wenn nicht, um Friends und Star Trek zu gucken?

Denn Star Trek: Discovery gucke ich auch noch, wobei ich mich manchmal frage, was ich eigentlich davon halte. Not so sure. Es wird sich zeigen. Außerden geht Grey’s Anatomy weiter. <3

Dann saß ich irgendwann im Flugzeug und habe zwei Filme geguckt, beide mit Jennifer Lawrence: Joy, wo es um eine Frau ging, die ein Patent entwickelt hat und ihr Produkt verkaufen wollte. Ich glaube, den Film mochte ich auch vor allem deshalb, weil Jennifer Lawrence mitgespielt hat und weil es um eine Frau ging, bei der es nicht um eine Liebesgeschichte ging. Der zweite Flugzeugfilm war Passengers (nämlich auch mit JL). Der war … vorhersehbar. Ich habe da ein Video gesehen, was gute Vorschläge macht, wie der Film interessanter sein könnte.

In der Sneak gab es The Disaster Artist, den ich eigentlich nicht sehen wollte. Nun ja, jetzt habe ich ihn gesehen. Ich weiß immer noch nicht genau, was ich von dem Film halten soll. Ich fand ihn phasenweise lustig, und teilweise einfach nur unglaublich traurig. Ob er gut oder schlecht war, keine Ahnung. Ich bin vor allem verwirrt. Und dann lief Darkest Hour bei uns im Kino in der OV, den habe ich dann auch noch gesehen. Gary Oldman war ziemlich grandios. Teilweise war der Film szenisch echt gut gemacht, und hatte starke Bilder. Und wir haben danach viel darüber diskutiert, wie ambivalent Churchill ist und wie viel eins ihn kritisieren kann. Und er hat fragwürdige Entscheidungen getroffen, ohne Frage, und gleichzeitig möchte ich gar nicht wissen, was gewesen wäre, wenn Großbritannien sich nicht gegen Hitler gestellt hätte.

Zu guter Letzt war ich diesen Monat noch im Theater und habe die letzte Vorstellung von Nathan der Weise gesehen. Das wollte ich schon seit nem Jahr sehen, weil ich das Stück gerne mag, und ich mochte auch die Aufführung hier. Es waren sehr viele Schulklassen da und ich habe gemerkt, dass viele der Schüler*innen noch nicht (oft) im Theater waren, denn sie waren teilweise echt irritiert und überfordert von dem Geschehen und am Ende auch genervt, dass sie so viel klatschen sollten und die Schauspieler*innen sich so oft verbeugt haben.

So. Wow. Ich bin selber überrascht, wieviel ich dieses Jahr schon an Medien zu mir genommen habe, und das alles neben emotionalem Chaos und viel Organisation und Arbeit.

Linkschau #27

Ich bin zu spät! Das liegt daran, dass ich erst langsam wieder in den Alltag zurückkomme. Und ich war ja auch noch ein bisschen dort, wo es keine Umlaute gibt. Was an sehr vielen Orten sein könnte. Haha. Da habe ich Deutschlandradio gehört, um auf dem neuesten Stand mit den Dingen in der Welt zu bleiben. Wie bürgerlich kann es noch werden?

Ein bisschen Links gibt es trotzdem.

Noah Sow erklärt, warum sie das Wort „fair“ für problematisch hält. [Video]

Bei Qantara schreibt Gustab Seibt über eine Ausstellung in Berlin zum Zusammenhang von Christentum, Judentum und Islam und dem etwas verkehrten Weltbild, was wir dazu haben.

Angela Köckritz schreibt in der ZEIT über moderne Sklaverei, und was Europas Migrationspolitik damit zu tun hat.

Bei kleinerdrei schreibt Juliane gegen den Entspanntheitswahn um Weihnachten herum, den kaum ein Mensch gerecht werden kann.

Dr. Vulva schreibt, auch bei kleinerdrei, über ihre Erfahrungen mit Polyamorie.

In diesem Video macht der Nerdwriter ein Gedankenexperiment, wie der Film Passengers besser sein könnte, und ich muss ihm eindeutig Recht geben. [Englisch]

Und zu guter Letzt ein Artikel von 2012 von Stepahnie Hegarty bei der bbc zu unserem Schlafrhythmus, und dass wir früher anders geschlafen haben. [Englisch]

Dezember Recap

Ich bin an einem Ort, an dem es keine Umlaute gibt, was diesen Beitrag zu einem ohne Umlaute macht. (Schlau.) Meinen eigenen Computer habe ich weiserweise nicht mitgenommen, was mir sicherlich einiges erspart hat bei der Einreise, wenngleich es trotzdem anstrengend und furchtbar war. Aber genug davon. Ich habe beschlossen, da ich nicht an Silvester glaube (und es ist eine Glaubensfrage), dass ich mir auch den ganzen Jahresrueckblicksscheiss spare. Ich mache ja schon Monatsrueckblicke, das muss reichen.

Dezember ist immer der schwierigste Monat. Sowieso, und schon laenger. An Weihnachten passiert einfach nicht viel Gutes, obwohl immer was Anderes behauptet wird. Ich hatte die Befuerchtung, dass ich jedes Jahr darueber schreibe, wie furchtbar ich den Dezember finde, musste dann feststellen, dass ich es letztes Jahr nicht getan habe, was heisst, dass ich es dieses Jahr darf. Ha.

Dezember ist doof. Vor elf Jahren ist M. gestorben und vor sieben Jahren war da dieses Ding, ueber das ich hier nicht rede, was mir aber Weihnachten ein fuer alle mal versaut hat. Seitdem lote ich jedes Jahr von Neuem aus, was geht und was nicht. Dieses Jahr ging ein Weihnachtswochenende mit der engsten Familie. Seitdem bin ich weg, und das ist auch gut so. Noch mehr als eine Woche bin ich weg. Ich bin an einem Ort, an dem es mir gut geht. Der reicht, um Abstand zu nehmen, und der mich erinnert, wie reich und gross das Leben ist. Dafuer jetzt Schluss mit der Pathetik. Auch dieses Jahr an Weihnachten ein Todesfall. So ist das Leben. Traurig und gluecklich liegen sehr nah beieinander. Manchmal gleichzeitig. Darueber habe ich definitiv schon geschrieben. Jetzt aber:

Gesehen habe ich Harry Potter and the Philosopher’s Stone sowie Harry Potter and the Chamber of Secrets. Wie wir darauf gekommen sind, weiss ich nicht genau, aber beide mit Mitbewohnerin L. Passte irgendwie zu Weihnachten. Ausserdem Star Wars: The Force Awakens (um mich wieder zu erinnern, was eigentlich passiert ist) und Star Wars: The Last Jedi im Kino in der Mitternachtspremiere, denn was muss, das muss. Mit Mitbewohnerin C. Ich gehoere zu den Menschen, die den neuen Star Wars mochten. Ich haenge nicht so sehr an Traditionen. Abgesehen von dieser: Love Actually musste dieses Jahr sein, weil es jedes Jahr sein muss. Was waere Weihnachten ohne? Ausserdem war ich in der Sneak (letzte Sneak des Jahres) und habe Wonder gesehen. Der Film war genauso kitschig wie das Buch. Passte irgendwie auch zu Weihnachten, auch wenn es manchmal ein bisschen zu viel war.

Ich habe ungefaehr eine Folge Pretty Little Liars gesehen, und circa vier Folgen The Blue Planet (eine BBC-Doku ueber den Ozean, die ich wirklich sehr empfehlen kann).

Gelesen habe ich Kara Günlük (die Umlaute sind noch von meinen Notizen) von Mutlu Erguen. Hat mir sehr gefallen. Ich habe nicht wirklich was Neues gelernt, aber ich fand’s witzig und interessant geschrieben. Ausserdem habe ich Boys don’t cry – Identitaet, Gefuehl und Maennlichkeit von Jack Urwin gelesen. Auch hier habe ich nicht all zu viel Neues gelernt. War eine interessante Perspektive und kann ich als Einsteigerbuch schon empfehlen.

Das war der Dezember. Heute bin ich zum Mittagessen eingeladen. Ansonsten habe ich noch keinen Plan. Wahrscheinlich tue ich so, als waere ich nicht da. Vielleicht werde ich auch aus Hoeflichkeit gezwungen, doch Silvester zu feiern. Das wird sich zeigen. Ich bin da ganz entspannt.

Was mache ich hier eigentlich?

Ich frage mich schon länger, warum ich hier eigentlich noch schreibe. Und was. Und ob, und wenn ja, was, ich eigentlich erreichen möchte.

Alles hat als Tagebuch angefangen. Irgendwie. Ich war nie so naiv, mein ganzes persönliches Leben im Internet auszukotzen, zumindest nicht in einem Blog. Und über die Jahre hat sich mein Umgang mit diesem Blog noch mehr verändert. Deswegen sind eine Großzahl meiner alten Beiträge auch nicht mehr aufrufbar, weil sie zu persönlich sind. Auch wenn sie vermutlich nicht allzu persönlich sind. (Ganz sicher bin ich mir nicht, ich habe allerdings lange nicht mehr nachgeschaut.)

Ich glaube, ich habe seltenst, wenn überhaupt, Namen genannt. Die Daten anderer Menschen sind schon ein hohes Gut. Ich habe auch für mein letztes Auslandsjahr einen eigenen Blog angelegt, und dafür nicht auf diesem geschrieben. Ich versuche, nicht allzu viele Anhaltspunkte dazu zu geben, wo ich wohne, und was ich mache. Mir ist schon klar, dass ich trotzdem gefunden werden kann, aber es muss ja nicht so einfach sein.

Whatever. Kleiner Exkurs. Da das hier also kein Tagebuch mehr ist und auch nicht sein soll, stellt sich die Frage, was ich hier sonst so mache. Und was das hier sein soll. Und wer sich überhaupt dafür interessiert außer mir.

Was mache ich eigentlich hier? Vor allem sage ich meine Meinung zu irgendwelchen Themen, die meist politisch sind (dazu sollte gesagt werden, dass ich „das Politische“ sehr weit fasse). Manchmal rante ich über meine Gefühle und mein eigenes Leben, aber ich reflektiere nicht, das mache ich zu einem großen Teil offline. Ich teile die Gedanken anderer Menschen, die ich für lesens- oder hörenswert halte. Und ich reflektiere meinen Medienkonsum. Es ist also ein Sammelsurium an Dingen, die mir wichtig sind. Zugegebenermaßen würde ich gerne mehr tatsächlich fundierte politische Dinge schreiben. Dafür fehlt mir meist die Zeit und Nerven, da ich auch beruflich schreibend produziere. Hinzu kommt, dass ich dafür gerne meine sozial-strukturelle Position klar machen würden, was mir in manchen Fällen gerade einfach nicht möglich ist (die Daten anderer Menschen und so). Es ist also schwierig, a tricky business.

Was soll das hier sein? Ein Raum zum Nachdenken. Ich würde auch Diskussionen gut finden. Vermutlich schreibe ich aber keine diskussionswürdigen Sachen. Und ich halte auch nicht viel davon, ein imaginäres Publikum anzusprechen, das ich nicht kenne und von dem ich nicht weiß, was es denkt. Ich denke mir, wenn Ihr mit mir sprechen wollt, werdet Ihr das schon machen. Vielleicht ist das auch gerade nicht so wichtig, wil ich kein Geld hiermit mache und daher nicht darauf angewiesen bin, irgendeine Person echt oder pseudemäßig miteinzubeziehen. Ich kann einfach den Scheiß schreiben, den ich denke, oder den ich für überdenkenswürdig halte. Und dann poste ich das. Manchmal plane ich auch Beiträge (so wie diesen), damit niemensch überflutet wird mit Beiträgen. Und manchmal schreibe ich auch einfach gar nichts. (Surprise.) Also ein Raum zum Nachdenken. Ja. Warum auch nicht?

Und wen interessiert das? Vor allem mich selbst. Hoffentlich irgendwie andere Leute. Ich teile ja absichtlich die Gedanken anderer Menschen, weil ich hoffe, dass dann noch mehr Menschen die lesen und darüber nachdenken. Ich tue das mittlerweile hier, weil ich das früher auf facebook schon immer unübersichtlich fand und heute gar kein facebook mehr habe (ich eigne mich wirklich nicht dazu, hiermit jemals Geld zu verdienen, ich kann mich nicht mal selbst auf facebook vermarkten). Ich weiß, dass mindestens drei Menschen, die ich kenne und mit denen ich befreundet bin, hier mitlesen und auch mal die Links verfolgen, die ich so poste. Das reicht ja auch schon. Vielleicht finden sich ab und zu noch andere Menschen. Das wäre ja auch nett. (Ihr dürft Euch auch mal melden, wenn Ihr was gut fandet, dann weiß ich, dass Ihr da seid.)

Tja. Besonders viel weiter bin ich nun auch nicht. Dass ich andere Ambitionen habe, denen ich nicht gerecht werden kann, ist schon länger klar. Dass ich mich deswegen nicht unter Druck setzen möchte, ist auch klar. Ich mach das hier schließlich zum Spaß und für mich. (Alles Andere wäre eine Lüge.) Vielleicht denke ich nochmal ein bisschen darüber nach, was das hier sonst so werden soll. Vielleicht bin ich ja bald in einer anderen sozial-strukturellen Position, die mir mehr Zeit und Muße erlaubt. Wer weiß. Eine darf ja noch hoffen. Will the impossible und so. In mehreren Bereichen des Lebens. <3